STAND-IN for OBRA
Eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum in Solidarität mit den gestrichenen oder gekürzten feministischen Initiativen
Samstag, 18.8.2018, 18:00, Ballhausplatz, 1010 Wien
Obwohl der Verein OBRA Gewaltpräventionsarbeit, Sensibilisierungsarbeit und Bewusstseinsbildung über zahlreiche Workshops, Präsentationen, Vorträge, Auftritte, usw. leistet, niederschwellig an die Bevölkerung herantritt, auf eine friedvolle Art die Brücke zwischen Kunst, Aktivismus und Politik schafft, wurde heuer die Förderung vom Frauenministerium komplett gestrichen. Auch der Antrag auf Unterstützung von OBRA beim BKA für Kunst und Kultur wurde abgelehnt, mit der Begründung, die Initiative sei zu wenig künstlerisch – obwohl zahlreiche Künstlerinnen sich an den Projekten beteiligen. Diese Art von Kunst ist aber weniger Dekoration als Intervention, und möglicherweise deswegen unerwünscht.
Was bedeutet das für uns?
OBRA versteht sich als aktivistische, künstlerisch inspirierte Bewegung, die Bewusstsein schafft und sich gegen Gewalt in jeder Form stark macht. Handlungsbedarf besteht jetzt mehr denn je! Wir sind sichtbar und wir bleiben sichtbar – wir geben nicht auf!
Kommt zahlreich und zeigen wir uns solidarisch!
Infos auch auf https://1billionrising.at/
Ein Gesprächsabend mit Bärbel Danneberg
Seit Mitte der 1970er Jahre leitete Bärbel Danneberg zusammen mit einem feministischen Frauenkollektiv die Zeitschrift „Stimme der Frau“. In einem Gespräch mit Maria Lautischer und Susanne Kompast wird sie das Werden und Wirken der Zeitschrift vorstellen, die von 1945 bis 1993 vom Bund demokratischer Frauen- BDF herausgegeben wurde. Frauenstimmen wie die von Hella Prostanecky, der ersten Frau in der Regierung der 2. Republik, Margarete Schütte-Lihotzky, der ersten Architektin Österreichs sowie der Widerstandskämpferin Irma Schwager kamen in der Zeitschrift zum Ausdruck.
Film: „Marianne – ein Recht für alle“
Film Lebenslinien, Teil 2 von Käthe Kratz (1983) in Anwesenheit der Filmemacherin
Marianne ist im Ersten Weltkrieg Schweißerin und kämpft 1918 als Arbeiterrätin für bessere Arbeitsbedingungen und Frauenrechte. Sie verliert ihren Arbeitsplatz an ihren aus dem Krieg zurückgekehrten Mann. Mit Information zur Entstehung der Filmreihe „Lebenslinien“ und Diskussion zum Inhalt des Films.
FZ-Bar, 1090, Währingerstraße 59, Eingang Prechtlgasse, bei roter Tür läuten
für FrauenLesben
Öffentliche Sonderführungen zum Thema „Frauen an der Universität Wien“
Der Muse reicht’s! Erst 1897 öffnete die erste Fakultät an der Universität Wien ihre Pforten für die Frauen. Über 100 Jahre mussten sie warten, um ein eigenes Denkmal im Arkadenhof zu bekommen.
Im Rahmen dieser Sonderführung wird ein kritischer Blick auf den langen Weg zum „Frauenstudium“ geworfen, ohne den Gegenwartsaspekt des Themas aus dem Auge zu verlieren.
Anmeldung siehe hier.
Treffpunkt:
Beim Portier in der Aula / Haupteingang (Universitätsring 1)
(Dauer: ca. 60 min.)
Workshop: Sexarbeiter*innenrechte sind Frauen*rechte – in Theorie und Praxis
Mittwoch, 5.3., 17–20 Uhr, Kettenbrückengasse 15⁄4, 1050 Wien, Austria
Einladungspolitik: FLINT
Zugänglichkeit: Teilnehmerinnen*anzahl: min. 10, max. 20
Anmeldung: frauenreferat@oeh.univie.ac.at
Dieser Workshop soll einen Raum für Interessierte bieten, sich mit dem Thema Sexarbeit aus einer feministischen Perspektive auseinander zu setzen. Anlässlich des Internationalen Frauen*(Kampf)Tages wollen wir uns der Frage widmen, was es bedeutet, sich für die Rechte von (migrantischen) Sexarbeiter*innen einzusetzen und was diese Positionierung aus unserer Sicht konkret beinhaltet. Anschließend wollen wir in einem praktischen Teil gemeinsam überlegen, wie wir die Kämpfe von Sexarbeiter*innen unterstützen können und uns dann gleich aktiv an die Arbeit machen (Flashmob, Kreatives für Veranstaltungen, Transparente malen, etc.). Behandelt werden soll unter anderem:
- Sensibilisierung für das Thema
- Rechtliche/Soziale Situation von migrantischen Sexarbeiter*innen in Österreich
- Positionierung, Arbeit und Angebote von LEFÖ/TAMPEP
Biographisch-geschichtlicher Workshop zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts
Diese Veranstaltung musste leider aufgrund zu weniger Anmeldungen abgesagt werden.
Im Workshop geht es, neben der Wissensvermittlung, um eine persönliche Auseinandersetzung mit dem 100. Jahrestags des Frauenwahlrechts und der Geschichte der Emanzipation der Frauen. Wir werden die Zusammenhänge zwischen der eigenen Biographie und der (Frauen-)Geschichte reflektieren.
Es wird mit Kleingruppen, Bild und Film sowie Para-Theatralischen Formen gearbeitet. Das Konzept basiert auf biographischen und Oral History Methoden und wird in diversen Varianten seit 2008 bei eFKa – Fundacja Kobieca, Krakau realisiert. Frauen aus unterschiedlichen Generationen und Nationalitäten sind herzlich eingeladen. Bild-/Material kann gerne zum Workshop mitgebracht werden.
min. 8, max. 20 Teilnehmerinnen
Anmeldungen unter office@frauenhetz.at
Referentin und Workshopleiterin: Dr.in Sławomira Walczewska, Feministisches Institut für Forschung und Bildung – bei Frauenstiftung eFKa, Krakau
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht
Eintritt frei, Spenden willkommen
Veranstaltung für Frauen
Film und Reflexion: She’s Beautiful When She’s Angry (USA 2014)
Der Dokumentarfilm über die Anfänge der feministischen Frauenbewegung in den USA zwischen 1966 und 1971 ist ein Zusammenschnitt aus historischem Filmmaterial und aktuellen Interviews mit Frauen, die maßgeblich in der Frauenrechtsbewegung engagiert waren und es noch sind. Auch die Grabenkämpfe zwischen Hetero-Frauen und Lesben, der Ausschluss der Black Community und die Hierarchien zwischen Intellektuellen und Frauen, die sich von diesem Ansatz ausgeschlossen fühlten, werden beleuchtet. 90 Minuten Originalaufnahmen mit den Protagonistinnen von damals.
Mit Betty Friedan, Susan Brownmiller, Virginia Whitehill, u.v.a., Regie: Mary Dore
Moderation: Andrea Strutzmann
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien
Kino-Snacks und Getränke werden gereicht.
Eintritt frei, Spenden willkommen.
Veranstaltung für Frauen
100 Jahre Frauenwahlrecht. Wir machen weiter!
Was: Film: “Suffragette – Taten statt Worte”
Wann: 20.3. 19:00
Wo: Gusshausstraße 14, 1040 Wien
Vor 100 Jahren haben Frauen in Österreich das Wahlrecht für sich erkämpft.
Die Einführung des Frauenwahlrechts war nicht einfach, denn schon damals hatte die Politik Frauen nichts geschenkt. Sie mussten sich selbst holen, was sie wollten.
Seitdem hat sich zwar vieles getan, aber gerade jetzt ist es wichtig weiterzukämpfen. Wo schwarz-blau regiert werden Kindergartengebühren wieder eingeführt, müssen Frauenhäuser schließen, werden feministische Vereine ausgehungert, Kindergartengebühren wieder eingeführt. Anstatt die Lebenssituation von Frauen zu verbessern, werden ihnen Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens genommen.
Wir wollen 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich zum Anlass nehmen, uns mit den feministischen Kämpfen der Vergangenheit auseinanderzusetzen, den Film “Suffragette – Taten statt Worte” ansehen und anschließend diskutieren.
Der Film zeigt die Anfänge der Frauenbewegung im frühen 20. Jahrhundert in Großbrittanien und das damit verbundene Schicksal der jungen Maud Watts.
Beim nächsten Aufmacher wird Lea Susemichel von ihren Erfahrungen als leitende Redakteurin der an.schläge berichten. Das feministische Magazin wurde vor 35 Jahren gegründet und erscheint achtmal im Jahr. Ob sozialer Protest, Sex und Selbstbestimmung oder Porträts von aufkommenden, aber oft noch unbekannten Künstlerinnen: die an.schläge greifen Themen auf, die anderswo kaum vorkommen:
Lea Susemichel wird von der Blattlinie und dem Wandel der an.schläge und des Feminismus-Begriffs im Laufe der Jahrzehnte erzählen. Außerdem wollen wir wissen, ob sie einen feministischen Backlash wahrnimmt und wie es mit den an.schlägen in der neuen politischen Ära Österreichs weitergehen wird.
Lea Susemichel studierte Philosophie und Gender Studies in Wien mit Schwerpunkt feministische Sprachphilosophie. Als Journalistin, Lehrbeauftragte und Vortragende arbeitet sie zu den Themen feministische Theorie & Bewegung und feministische Medienarbeit.
Aufmacher – die Medienrunde mit Lea Susemichel („an.schläge“)
Montag, 19. März, 19 Uhr
Markhof, Markhofgasse 19, 1030 Wien (200m von U3 Schlachthausgasse)
Der Eintritt ist frei!
Wie immer lassen wir den Abend mit Getränken ausklingen und freuen uns auf euer Kommen!
Männer im Un/Recht – Kriminalität, Kriminalisierung und Männlichkeiten
Feministische Rechtswissenschaften sowie Legal Gender Studies haben gezeigt, dass „das Recht“ und seine Akteur_innen nicht geschlechtslos, sondern in vielfältiger Weise in herrschende Geschlechterverhältnisse eingebunden sind. Die Konstruktion von Männlichkeiten miteinbeziehen kann also auch für die Rechtswissenschaften spannend sein.
Aus diesem Grund widmet die Zeitschrift juridikum sich mit Heft 4⁄17 Fragen von Männern im Un/Recht. Der Fokus liegt darin auf Kriminalität und Kriminalisierung von Männlichkeiten und männlichen Praktiken. Thema ist aber auch inwiefern Recht und Rechtsdurchsetzung in die Reproduktion normativer Männlichkeiten und Machtstrukturen eingebunden sind, wo es zum Ausschluss bestimmter Männlichkeiten durch Disziplinierung und Kriminalisierung kommt, aber auch, wo emanzipatorische Potentiale sichtbar werden.
Am Podium sind vier Autor_innen dieser Ausgabe zu Gast:
Birgit Mennel (Helping Hands)
Monika Stempkowski (Institut für Strafrecht und Kriminologie, Uni Wien)
Ines Rössl (Institut für Rechtsphilosophie, Uni Wien)
Markus Zingerle (Männergesundheitszentrum Wien)
Moderation: Maria Sagmeister (juridikum)
Donnerstag 15. März 18:30 Uhr
Juridicum, Schottenbastei 10–16, 2. OG, Stiege 2, Sem 20
Im Anschluss laden wir wie immer gerne noch zu einem Glas Wein zu bleiben und weiter zu diskutieren!