Der diesjährige 8. März steht unter dem Vorzeichen der globalen Krise des Kapitalismus – und all den Auswirkungen, die diese Krise für Frauen mit sich gebracht hat. Doch Frauen haben auch gezeigt, dass sie sich gegen diese Auswirkungen wehren: Sei es im Gesundheits- und Sozialbereich, bei #BLM, in der Klimabewegung oder gegen Gewalt an Frauen – überall stehen sie an der vordersten Front. In den letzten Jahren gab es international große Kämpfe um Frauenrechte – zuletzt mit einem riesigen Erfolg in Argentinien um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Wir brauchen mehr denn je eine sozialistisch-feministische Bewegung von unten. Dabei steht die Idee eines feministischen Streiks immer wieder auf der Tagesordnung.
Diskussion mit Aktivist*innen aus unterschiedlichen Bereichen und Ländern zu folgenden Fragen:
Streiken für Frauenrechte – aber wie? Erfahrungen über Streiks in Schule, Uni und Betrieb, welche Gewerkschaften braucht es eigentlich, welche Lehren können aus den feministischen Streiks in Spanien und Polen gezogen werden und wie können wir Verbesserungen und echte Veränderung erkämpfen?
Redner*innen:
*ROSA-Aktivist*innen aus Spanien, Polen und Irland
*Aktivist*innen aus der Klimabewegung
*Aktivist*innen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich und aus der Basisinitiative „Sozial aber nicht blöd“
Die Grüne Frauen Wien und ihre Sprecherin Viktoria Spielmann laden herzlich zum Online Kinoabend zum amüsanten Klassen- und Geschlechterkampf mit den Waffen der Frauen „We Want Sex!“ ein: 1968 begehren die wenigen Frauen, die im englischen Ford-Werk in Dagenham arbeiten, plötzlich auf und fordern erstmals in der Geschichte gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen – sehr befremdlich für die Männerwelt.
Im Anschluss folgt eine Diskussion mit der Ökonomin Katharina Mader von der WU Wien, der grünen nicht-amtsführenden Stadträtin Judith Pühringer und der Sprecherin der Grünen Frauen Wien Viktoria Spielmann über die aktuellen Herausforderungen für Frauen in der Arbeitswelt aufgrund der Covid-19 Pandemie.
Beginn des Films: 17.00 Uhr, Filmdauer: 113 Min.
Diskussion via Zoom von 19.15 – 20.15 Uhr
Die Links zum Film und zur Diskussion werden rechtzeitig zugesandt.
Bitte unbedingt bis 5.3., 13 Uhr anmelden bei gruene.frauen.wien@gruene.at
Mittwoch, 10. März 2021, 18:00 – 19:30
Die Zweite Frauenbewegung – a never ending story
Vortrag anlässlich des Weltfrauentages
Als autonome Frauenbewegungen entstanden, entwickelten sie sich seit 50 Jahren in Theorie und Praxis in unterschiedlichsten Formen weiter. Was waren die Träume, was sind die Kämpfe heute, an dessen Anfang der Aufbruch tausender Frauen zur Selbstbefreiung aus entwürdigenden Verhältnissen stand?
Mit: Birge Krondorfer (Politische Philosophin, feministisch Tätige)
Ort: Webinar VHS Landstraße
Kurs-Nr. 23411030
Beitrag: 6 Euro
In Kooperation mit der Frauenhetz
Anmeldung/Buchung bis 8. März unter https://www.vhs.at/de/k/273555371
Donnerstag, 04. März 2021, 19:00
Wann lehnt ihr euch endlich auf?
Lesung von Gertraud Klemm zum Internationalen Frauentag
So viele Utopien gibt es, die uns unterhalten und zum Nachdenken anregen sollen. (…) Niemand hat sich jemals ausgedacht, dass Frauen sich auflehnen und herrschen könnten. Ist das so undenkbar, und wenn ja: warum?
Jetzt hatten wir schon drei Wellen des Feminismus, aber immer noch teilen sich Männer Macht und Geld untereinander auf. Keine der Veränderungen ist je tief genug in das System vorgedrungen, um nachhaltig zu wirken: ins Private. Genau dort setzt Gertraud Klemms sechster (noch nicht fertiggestellter) Roman an. Ihre Protagonistinnen proben den Aufstand gegen das Patriarchat.
Die Autorin liest Auszüge aus Ihrem Manuskript. Mit Diskussion.
Ort: Online via Zoom
Eine Veranstaltung der Solidarwerkstatt in Kooperation mit der Frauenhetz und anderen.
Diese Veranstaltung ist offen für alle Geschlechter.
Anmeldung bis 3. März an office@solidarwerkstatt.at
5 Tage vor dem 8.März wollen wir auf die Straße gehen und unsere Forderungen verbreiten:
Die Corona-Krise hat alle Probleme, die wir schon vorher hatten verschärft: Sexismus, Gewalt an Frauen, Überlastung, Arbeitsdruck, soziale Not. Frauen sind dabei besonders stark betroffen: Die meisten Corona-Arbeitslosen sind weiblich, wir sind diejenigen, die sich meistens um die Kinderbetreuung & Haushalt während der Isolation kümmern müssen und außerdem arbeiten in den meisten „systemrelevanten“ Branchen mehrheitlich Frauen: Handel, Gesundheits- und Sozialbereich, Bildungssektor usw. Der 8. März findet inmitten der Corona-Krise statt, die auf unserem Rücken ausgetragen werden soll: Dagegen müssen wir uns wehren!
Kämpfe mit uns für:
- echten Gewaltschutz statt Symptombekämpfung: Ausreichend Schutzeinrichtungen und Frauenhäuser, aber auch leistbaren Wohnraum, höhere Löhne und eine Mindestsicherung, von der man/frau leben kann
– flächendeckende, kostenlose Kinder- und Jugendbetreuung: Corona-sicher und mit besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten
– Schluss mit Leistungsdruck und Konkurrenz: Corona-sicherer Unterricht an Schulen, kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte und Wahlfreiheit beim Schulabschluss ob Durchschnittsnote oder Maturaprüfung – Matura und Studienberechtigung für alle!
- Mehr Geld für Gesundheit, Bildung und Soziales: Wir brauchen eine bedarfsgerechte Ausfinanzierung dieser Bereiche und ein Gesundheitssystem, das nicht nach Profit ausgerichtet ist
– Schluss mit Entlassungen und Stellenabbau: Wir müssen jeden Arbeitsplatz verteidigen und die Corona-Profiteure zur Kassa bitten
…und noch mehr!
Zeit und Ort: 3.3.2021, 17h30, Urban-Loritz-Platz
Anlässlich des Weltfrauentags holt die fem.initiative@wu Expertinnen* auf die Bühne, die auf unterschiedliche Weise unsere Gesellschaft durch Solidarität und Zusammenhalt verändern.
Wir freuen uns auf eine inspirierende Diskussionsrunde mit:
Katja Schuh (Karriere Coach)
Clarissa Thelen (Wissenschaftlerin)
Stephanie Bondi (Sorority-Netzwerk)
und viele mehr
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung auf https://www.eventbrite.com/e/femnetworks-power-of-solidarity-tickets-142246939425
Die heurige digitale Frauentagsveranstaltung der Jungen Musliminnen Österreich steht im Zeichen von ein Jahr Corona, aber auch im Zeichen von 10 Jahre „Töchter“ in der Österreichischen Bundeshymne. Unter dem Motto „Heimat, bist Du großer Töchter“ wird gemeinsam über Feminismus in der Krise reflektiert und ein Zeichen für Gleichstellung gerade in Krisenzeiten gesetzt. Außerdem werden im Rahmen der Veranstaltung die Absolventinnen des Empowerment-Projekts „Fatima 2020“ geehrt.
Der Link zur Online-Veranstaltung wird auf https://jmoe.at/veranstaltungen/digitale-frauentagsveranstaltung-heimat-bist-du-grosser-toechter/ gepostet.
Wie die Pandemie den Feminismus auf die Schnauze hat fallen lassen. Warum Lockdown, Fern-Unterricht und Home-Office Genderrollen retraditionalisieren. Und wie wir da je wieder raus kommen können.
Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März diskutieren:
Meri Disoski (Frauensprecherin der Grünen)
Henrike Brandstötter (Frauensprecherin Neos)
Elfriede Hammerl (Journalistin)
Tarek Leitner (Journalist ORF)
Mari Lang (Journalistin ORF | Frauenfragen – der Podcast)
Diskussionsleitung: Angelika Hager (profil, Ressortleitung Gesellschaft)
Haben Sie Fragen für die Diskussionsrunde? Dann senden Sie diese vorab an: events@profil.at.
Anmeldung kostenlos unter https://profil-events.at/de/weltfrauentag.
Nach Anmeldung bekommen Sie einen Link zugeschickt, mit diesem steht Ihnen der profil-Talk ab 8. März 2021 als Video-on-Demand zur Verfügung.
Online-Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages „On stage. On track. Zur Lage der Frauen. Online.“ mit Doris Schmidauer und Bundespräsident Alexander Van der Bellen
Livestream aus der Wiener Hofburg
Keynotes:
„Mehr Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten – wie wir dieses Ziel erreichen“, Yvonne Magwas
„Die Corona-Krise als Beschleuniger der digitalen Ungleichheit – und was wir dagegen tun können“, Ingrid Brodnig
„Krankes System? – Psychische Gesundheit als feministisches Thema“, Beatrice Frasl
Diskussion & Ausblick
Musik: Trio Frühstük
Hinweis: Medienvertreterinnen und –vertreter sind herzlich zur Online-Veranstaltung eingeladen. Für eine Übermittlung des Links zum Livestream Anmeldung bis Mittwoch, 3. März 2021 unter akkreditierungen@hofburg.at
Moderation: Maria Rauch-Kallat
Sie war die erste Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshofes, die erste Präsidentin des Vfgh und die erste Bundeskanzlerin Österreichs.
Genau 219 Tage – vom 3. Juni 2019 bis 7. Jänner 2020 – stand Brigitte Bierlein als erste Frau an der Spitze einer österreichischen Bundesregierung. Sie formte, gemeinsam mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein Übergangskabinett, das nach den politischen Turbulenzen rund um das Ibiza-Video die Republik wieder in ruhigere Gewässer steuern sollte. Und sie erfüllte diese Aufgabe mit der ihr eigenen Ruhe und Konsequenz.
Als sie vom Bundespräsidenten gebeten wurde, diese Aufgabe zu übernehmen, war ihre erste Antwort „Das kann ich nicht“. „Typisch weiblich!“ hat der Bundespräsident gekontert. Doch nach dem Gespräch und der Klärung ihrer Vertretung im Verfassungsgerichtshof sowie einer Nacht Bedenkzeit hat sie dann doch zugesagt. Und es war ihr wichtig, dass die Ministerämter ihres Kabinetts ausgewogen mit Frauen und Männern besetzt wurden.
Auch wenn diese „Beamtenregierung“ die Republik „nur“ gut verwalten und nicht politisch gestalten sollte, war es nicht immer leicht, für die notwendigen Entscheidungen auch die entsprechende Einstimmigkeit im Kabinett und die Mehrheit im Parlament zu finden. Da gehörte politisches und diplomatisches Geschick ebenso dazu wie bei den Verhandlungen auf dem internationalen Parkett.
Dr.in Brigitte Bierlein
geb. 1949 in Wien, Jusstudium an der Universität Wien, 1971 Promotion;
zunächst Richterin, dann Staatsanwältin, 1990–2002 Generalanwältin in der Generalprokuratur beim Obersten Gerichtshof.
2003 Vizepräsidentin, 2008–2019 Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs.
3. Juni 2019 bis 7. Jänner 2020 Bundeskanzlerin der Republik Österreich.
Anmeldung möglich bis 03.03.2021, 12:00 Uhr hier: Link
Den Zugangslink erhalten Sie bis spätestens Anmeldeschluss per Mail.