SKIN #4: „All in for equality patriarchy has no gender“ (bell hooks)
Di., 7.3. bis Sa., 18.3.2023, Dschungel Wien
Das SKIN Performancefestival verhandelt Themen für ein junges erwachsenes Publikum zwischen 15 und 23 Jahren. Es geht um brennende gesellschaftspolitische Fragen, wie die Gleichberechtigung aller Menschen und ihr Selbstbestimmungsrecht, die Freiheit, sich nicht festlegen zu müssen und nicht einfach lesbar sein zu dürfen – unabhängig vom Aussehen des Körpers, des Geschlechtes und der sexuellen Orientierung, der Herkunft, sozialen Zugehörigkeit, Hautfarbe, Muttersprache oder Religion.
Mit internationalen Tanz-und Performance-Gastspielen und lokalen Produktionen freier Gruppen sowie Lectures, Talks, Konzerten, Workshops und Partys soll marginalisierten Communitys und Menschen eine Plattform geboten werden, um sich zu vernetzen, zu stärken und auszutauschen, aber auch Vorurteile abgebaut und neue Sichtweisen gewonnen werden.
Strategiegruppe für Frauen* bei Obsorge- und Kontaktrechtskonflikten
Obsorge‑, Besuchsrechts‑, und Kontaktrechtskonflikte dauern nicht selten über Jahre an und sind für Mütter und Kinder extrem belastend. In der Gruppe werden wir uns mit kreativen Methoden den Herausforderungen der Kommunikation mit Beteiligten und vor Gericht annähern. Was bedeutet Elternberatung, Erziehungsberatung, Familiengerichtshilfe, Kinderbeistand oder Schlichtung und wie „muss“ ich mich dort verhalten? Wie kann ich glaubwürdig meine Bedürfnisse vertreten und zu sinnvollen Lösungen beitragen? Ziel ist es, durch Situationsanalyse, Perspektivenwechsel und Erfahrungsaustausch gestärkt durch die schwierige Zeit navigieren zu können.
Methode: Psychodrama, systemische Methoden, Gespräch Leitung: Barbara Schrammel DSP MSc, Katja Russo DSA, MAS Termin: Freitag, 17. März 2023, 10.00 – 17.30 Uhr Ort: Frauen* beraten Frauen*, 1010 Wien, Seitenstetteng. 5, Tür 7 Kosten: 90,- Euro
Take Back The Streets Demo und Kundgebung zum internationalen feministischen Kampftag am 8. März 2023.
17:00 Start der Kundgebung am Yppenplatz 18:00 Start des Demozugs 19:30 Ankunft im Sigmund Freud Park 21:00 Ende der Kundgebung und Auflösung
Einladungstext: Es heißt wieder: Raus auf die Straßen am 8. März 2023! Dieses Jahr legen wir den inhaltlichen Fokus auf das Thema INTERNATIONALE FEMINISTISCHE KÄMPFE. Ein feministischer Kampftag braucht, dieses Jahr umso mehr, internationale Solidarität: für ein besseres, selbstbestimmtes Leben für alle! Im Iran, in Afghanistan und Uganda werden die Rechte von Frauen, inter*, trans und nicht-binären Personen immer weiter eingeschränkt. Russland feuert die Gewalt in der Ukraine weiter an. Weltweit kommt es zu Unterdrückung von LGBTQI*A+ Organisationen, deren Mitglieder werden an vielen Orten verfolgt und ermordet. Gleichzeitig verfolgen Österreich und die EU eine gnadenlose Asylpolitik mit zunehmender Brutalität.
Im Zuge des ersten Sorority-Panels wird mit den Gästinnen Maria Rösslhumer (AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser), Yvonne Widler (Autorin „Heimat bist du toter Töchter“) und #aufstehn über Zahlen, Fakten und Maßnahmen rund um das Thema Gewaltschutz diskutiert.
Jede dritte Frau* in Österreich ist von Gewalt betroffen. Die Täter sind hierbei fast ausschließlich Männer. Dieser Trend zeigt klar, dass Gewalt ein strukturelles Problem ist, in einem System, das Frauen zu Opfern und Männer zu Tätern macht. Dieser Trend zeigt aber auch, wie wichtig Maßnahmen und Regelungen zum Thema Gewaltschutz sind. Was es dafür braucht und wie wie der Stand der Dinge ist, möchten wir mit den Expertinnen besprechen.
// Wann? Donnerstag, der 16. März 2023, 19:00 // Wo? WUK, Währinger Str. 59, 1090 Wien // Anmeldung? Link auf sorority.at
18. und 19.3.2023, jeweils 10–19 Uhr, mit 1 Std. Mittagspause Anmeldung bis 9.3.23 unter wendo.wien@gmx.at
WEN DO ist feministische Selbstverteidigung, die von Feministinnen entwickelt wurde und wird, und ausschließlich an Frauen, Lesben, Migrantinnen und Mädchen weitergegeben wird. Wir begreifen uns als Betroffene von Gewalt und als Handelnde gegen Gewalt. Wir lernen uns gegen unterschiedliche (nonverbale, verbale, körperliche und strukturelle) sexistische Gewalt zu verteidigen, tauschen uns über Erfahrungen aus und lernen gemeinsam gegen Sexismus zu handeln.
WEN kommt vom women (= Englisch, Dt.: Frauen), DO (= Japanisch) und heisst „der Weg“. WEN DO bedeutet daher „Weg der Frauen“ oder „Frauen in Bewegung“. WEN DO ist kein Sport und erfordert keine speziellen Voraussetzungen. WEN DO ist für alle Frauen zugänglich, die als Mädchen/Frauen aufwachsen bzw aufgewachsen sind und als Frau, Lesbe in dieser Gesellschaft leben. WEN DO ist offen für alle Frauen, Lesben, Migrantinnen, Mädchen unabhängig von Herkunft, sozialen Positionen, ökonomischen Möglichkeiten und unterschiedlichen körperliche, psychischen und mentalen Fähigkeiten.
In WEN DO entwickeln wir gemeinsam feministische Strategien gegen Männergewalt, und gegen sexistische, rassistische und ökonomische Gewaltverhältnisse.
Die Veranstaltung stellt eine Kooperation zwischen WILPF Austria (Women’s International League for Peace and Freedom Austria), Frauenhetz – feministische Bildung, Kultur und Politik und AbFaNG (Aktionsbündnis für Frieden, aktive Neutralität und Gewaltfreiheit) dar.
In diesem Vortrag wird der Zusammenhang von Wissen(schaft)und Gewalt mit Geschlechterfragen als „epistemische Gewalt“ thematisiert und in Bezug auf Friedensarbeit und Militarisierung problematisiert. Claudia Brunner legt den Fokus auf rassistische, vergeschlechtlichte Struktur ‚epistemischer Gewalt‘ und stellt die Frage, von wem Feminismus instrumentalisiert wird, wenn es um Krieg und Frieden geht. Weder Aktivismus noch (feministische) Politik sind ‚immun‘ gegen Verstrickungen in epistemische Gewaltverhältnisse.
Welche Widersprüche und Herausforderungen tun sich dabei für Aktivistinnen und Feministinnen auf?
Claudia Brunner ist habilitierte Politikwissenschaftlerin und arbeitet als Professorin am Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung/Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt. Ihre transdisziplinäre Grundlagenforschung zu Zusammenhängen von Wissen(schaft) und Gewalt(freiheit) wurde mit Förderungen und Wissenschaftspreisen in Deutschland und Österreich ausgezeichnet.
Österreich hat ein Gewaltproblem – primär mit Gewalt von Männern an Frauen* – hier trifft eine hohe Femizidrate auf eine niedrige Mordrate. Seit Ende 2021 agitiert der Aufstand der Schwestern mit Aktionskunst gegen die vergeschlechtlichte Gewaltsituation. Schwester meint keine biologischen Verwandtschaftsverhältnisse, sondern einen solidarischen Sisterhood-Vibe. Schwester wird als Kunstbegriff für alle Frauen verstanden, egal welches Geschlecht bei der Geburt zugeordnet wurde: „Wir sind alle Schwestern, egal woher oder cis/trans, es braucht Zusammenhalt und Empowerment im Kampf gegen herrschende Verhältnisse!“
Häufige Ursachen für Femizide sind im Sexismus und Patriarchat verankerte Mechanismen, wie z.B. männliches Anspruchs- und Besitzdenken, Konkurrenzverhalten sowie traditionelle Rollenbilder oder Überlegenheitsmotive von (hegemonialer) Männlichkeit. Das Kollektiv fordert das Überwinden von Stereotypen sowie eine grundlegende Veränderung im männlichen Verhalten und Erziehung von Söhnen.
Die Definition von Femizid ist in der aktuellen Forschung nicht einheitlich festgelegt. Der Begriff (engl. Femicide aus Female und Homcide) grenzt gezielte misogyn motivierte Gewaltverbrechen vom herkömmlichen Mord ab. (Russell, 1976) Der Aufstand der Schwestern berücksichtigt zudem Galtungs Gewaltdreieck: Femizid wird von direkter Gewalt, kultureller Gewalt, z.B. Geschlechterstereotypen und struktureller Gewalt, wie Sexismus oder Rassismus bestimmt. Die Gewaltformen sowie die Unterdrückungskategorien class, gender und race wirken intersektional und sind dynamisch verzahnt.
Wann und wo: 09.02.23 // 19:00 Uhr @ Migrating Kitchen, Wien V, Ecke Schwarzhorngasse/Bacherplatz
Am 14. Februar feiern wir das zehnjährige Bestehen der Internationalen Kampagne gegen Gewalt an Frauen & Mädchen. Unter dem Motto „Internationale Solidarität“ stehen wir für die Beendigung von Gewalt in Kriegen & globalen wie privaten Konflikten.
Im historischen Sitzungssaal des Parlaments begehen wir das Jubiläum, um ein starkes Zeichen der Solidarität zu setzen und den Einsatz für ein gewaltfreies Leben weltweit zu feiern. Internationale Speaker:innen und Künstler:innen sind genauso geladen wie Aktivist:innen der ersten Stunde.
12. März 2023, 14:00 Konzert mit Naama Isabelle Fassbinder und Peta Klotzberg: Frauen S(s)timmen
Im Rahmen von:
Kunstschaffen und One Billion Rising Austria präsentieren:
STOPP FEMIZIDE Kunst & Aktivismus curated by Petra M. Springer Galerie am Park, Liniengasse 2A, 1060 Wien Öffnungszeiten: Mo-Fr 16:30–21:00, Sa 18:00–21:00, So 13:00–16:00
Ausstellung: Ophira Avisar • Katharina Brandl • AnnaLisa Erdemgil-Brandstätter • Ewa Ernst-Dziedzic • #etwasläuftfalsch • Feminist Killjoy Vienna • HaStickeriot • Emel Heinreich • Bianca Ion • Aiko Kazuko Kurosaki • Peta Klotzberg • Kollektiv Kimäre | Viva La Vulva • Anna Mikl • One Billion Rising Austria • Petra Paul • Petra Röbl • Astrid Ruberl • Vanessa Thun-Hohenstein • Valery Villena