One Billion Rising Vienna | Austria 2022

One Billion Rising Vienna | Austria 2022

unter dem Ehren­schutz von Frau Mag.a Doris Schmidauer

Der Haupt­ak­ti­ons­tag der glo­ba­len Bewe­gung One Bil­li­on Rising wird 2022 welt­weit und auch bei uns in Wien dies­mal zum 10. Mal stattfinden!
Daher soll das Event One Bil­li­on Rising Vien­na 2022 | Aus­tria 2022 etwas ganz Beson­de­res werden.

Auf­grund der pro­gnos­ti­zier­ten Coro­na-Neu­in­fek­ti­ons­zah­len für Mit­te Febru­ar und in Anbe­tracht der Beson­der­heit und Wich­tig­keit die­ses Events haben wir beschlos­sen, die Haupt­ver­an­stal­tung One Bil­li­on Rising Vien­na | Aus­tria 2022 auf den 5. Mai 2022 zu verschieben!

Am eigent­li­chen V‑Day, am 14. Febru­ar 2022 tref­fen wir uns online und tan­zen gemein­sam „Break the Chain“ im digi­ta­len Raum.
Bit­te mel­det euch an unter: event@1billionrising.at – dann bekommt ihr die Zugangsdaten!

Das Pro­gramm für das Event im rea­len Raum ist schon fer­tig und wir freu­en uns, dass wir dies­mal sowohl Künstler*innen vom aller­ers­ten Mal wie die Tän­ze­rin Karin Label aus Hai­ti, die Sän­ge­rin­nen Mar­ga­ret Car­ter und Ami­na­ta Sey­di oder Künstler*innen wie Maren Rah­mann, Kita­na Pro­ject, Laris­sa Brei­ten­eg­ger, stars­ky, oder Grup­pie­run­gen wie EsRAP und Dan­ceA­bi­li­ty, die uns durch die gan­zen Jah­re hin­durch immer wie­der mit ihren Bei­trä­gen unter­stützt haben, aber auch wun­der­ba­re Neu­zu­gän­ge, wie die Trommler*innen Mara­ca­tu Nos­sa Luz oder Peta Klotz­berg für die­ses Jubi­lä­ums­e­vent gewin­nen konnten.

WIr hof­fen, dass wir die­sen Ter­min nun hal­ten kön­nen. Alle Ände­run­gen und wei­te­re Rah­men­ver­an­stal­tun­gen geben wir noch zeit­ge­recht bekannt.

Didaktik gegen „Stammtischparolen“ und für eine differenzbewusste Bildung

Ein Multiplikator*innen-Workshop der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für Poli­ti­sche Bil­dung (ÖGPB) in Koope­ra­ti­on mit der Fach­hoch­schu­le des BFI Wien im Rah­men des Pro­jekts „Diver­si­tät und Sozia­le Kohä­si­on in der Euro­päi­schen Union“

Viel­falt, Diver­si­ty, Ver­schie­den­heit, Dif­fe­renz, inter­kul­tu­rell, trans­kul­tu­rell – die letz­ten Jahr­zehn­te brach­ten Begrif­fe mit sich, die alle­samt auf den aktu­el­len Zustand der natio­nal­staat­lich ver­fass­ten Gesell­schaf­ten ver­wei­sen, dass die­se näm­lich ent­ge­gen der seit Jahr­hun­der­ten wäh­ren­den Annah­me kei­nes­wegs kul­tu­rell homo­ge­ne, sozi­al ein­heit­li­che Gebil­de dar­stel­len. Im Gegen­teil scheint Diver­si­tät deren gegen­wär­ti­ges Wesens­merk­mal zu sein. Die­ser Befund geht in die Fra­ge über: Wie sol­len wir mit der Diver­si­tät umge­hen, damit einer­seits Grund­wer­te wie Gleich­heit und Gerech­tig­keit nicht ver­letzt wer­den, ande­rer­seits aber das sozia­le Gefü­ge nicht auseinanderbricht?

Bevor sich die Öffent­lich­keit die­ser Fra­ge annimmt und in par­ti­zi­pa­ti­ven Debat­ten nach Ant­wor­ten sucht, muss frei­lich der ers­te Schritt erfolgt sein – das Aner­ken­nen und Bewusst­wer­den des Befun­des selbst, dass näm­lich unse­re Gesell­schaf­ten durch Diver­si­tät gekenn­zeich­net sind. Davon sind wir aller­dings noch weit ent­fernt. Ver­schie­den­heit wird heu­te im öffent­li­chen Kon­text eher als Pro­blem begrif­fen und dar­ge­stellt. In den meis­ten Medi­en kom­men „frem­de Kul­tu­ren“ und „abwei­chen­de Lebens­sti­le“ als Gefahr oder Skan­dal vor. Vor allem (aber nicht nur) rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­tei­en und Politiker*innen rufen zur Abwehr gegen die „Über­frem­dung“ auf und ver­mit­teln ein reak­tio­nä­res Bild von „Dif­fe­ren­zen“, etwa in Gen­der-Ver­hält­nis­sen. Der Stamm­tisch sei­ner­seits dient zugleich als Schmie­de und Vor­trags­büh­ne für men­schen­feind­li­che Parolen…

Bil­dung, zumal poli­ti­sche Bil­dung, kann dazu bei­tra­gen, die­sem Pro­zess der „grup­pen­be­zo­ge­nen Men­schen­feind­lich­keit“ Ein­halt zu gebie­ten. Ideo­lo­gien, die nicht nur Inhal­te trans­por­tie­ren, son­dern auch Affek­te und Emo­tio­nen her­vor­ru­fen, kann jedoch ein auf­klä­re­ri­scher Gegen­dis­kurs in der Bil­dung nicht allein auf­hal­ten. Es bedarf beson­de­rer didak­ti­scher Anstren­gun­gen, Diver­si­tät als Wesens­merk­mal unse­rer Gegen­wart bewusst zu machen, gerech­te und fried­li­che For­men des Umgangs mit Ver­schie­den­heit her­aus­zu­ar­bei­ten und mit erprob­ten Stra­te­gien den „Stamm­tisch­pa­ro­len“ Paro­li zu bie­ten. Der Work­shop stellt dafür einen Raum bereit.

Ent­lang fol­gen­der Arbeits­schrit­te wird der Work­shop durchgeführt:
– Ken­nen­ler­nen anhand einer Übung
– Akti­vi­tä­ten zur Kon­fron­ta­ti­on mit den Fra­gen: kol­lek­ti­ve Iden­ti­tä­ten / Chan­cen­gleich­heit / struk­tu­rel­le Hin­der­nis­se & Diskriminierungen
– Input: Dif­fe­renz / Iden­ti­tät / Gleich­heit / Diskriminierung
– Gemein­sa­me Defi­ni­ti­on von „Stamm­tisch­pa­ro­len“ (STP) & Sam­meln von diesen
– Simu­la­tio­nen anhand gemein­sam aus­ge­wähl­ter STP
– Stra­te­gien und Argu­men­te gegen STP
– Input: Vor­ur­tei­le, grup­pen­be­zo­ge­ne Men­schen­feind­lich­keit, kogni­ti­ve Dissonanz
– Auf­lis­tung der Umgangs­for­men mit Diver­si­tät und Differenz
– Leit­bild für eine dif­fe­renz­be­wuss­te (poli­ti­sche) Bil­dung und deren Metho­den zur Umset­zung und Vermittlung.

Work­shop­lei­tung:
Son­ja Luk­sik, MA, Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft für Poli­ti­sche Bil­dung, Politikwissenschafterin
Dr. Hakan Gür­ses, Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft für Poli­ti­sche Bil­dung, Philosoph
Prof.in (FH) Dr.in Ste­fa­nie Wöhl, Jean Mon­net Chair „Diver­si­ty and Social Cohe­si­on in the Euro­pean Uni­on” an der FH des BFI Wien

Ziel­grup­pe:
Stu­die­ren­de und Leh­ren­de der FH; Lehrer*innen und Erwachsenenbildner*innen und NGO-Mitarbeiter*innen

Die Teil­nah­me an der Ver­an­stal­tung ist kostenlos.

Mit freund­li­cher Unter­stüt­zung des EU ERASMUS+ Jean-Monnet-Professur-Programms.
Die­se Ver­an­stal­tung fin­det im Rah­men der Akti­ons­ta­ge Poli­ti­sche Bil­dung 2022 statt.

Online-Buchpräsentation: „Ist das schon Gewalt?“

Frau­en* bera­ten Frau­en* lädt herz­lich ein zur Prä­sen­ta­ti­on des neu­en Handbuchs

„IST DAS SCHON GEWALT? GEWALT ERKENNEN UND VERÄNDERN“

Bit­te um Anmel­dung unter: office@frauenberatenfrauen.at oder 01 587 67 50
Sie erhal­ten den Link zur Ver­an­stal­tung zugesendet.

Gewalt gegen Frau­en* ist nicht das Pro­blem ein­zel­ner, son­dern ein gesell­schaft­li­ches Pro­blem, das uns alle betrifft.
Gewalt gegen Frau­en* ist kei­ne „Pri­vat­sa­che“, son­dern eine all­täg­li­che Menschenrechtsverletzung.

Im Fokus der öffent­li­chen Auf­merk­sam­keit steht meist nur die offen- sicht­li­che kör­per­li­che Gewalt und deren extrems­te Kon­se­quenz, der Frau­en­mord. Wir wol­len mit die­sem Hand­buch die vie­len For­men von Gewalt sicht­bar machen – psy­chi­sche, phy­si­sche, sexua­li­sier­te, öko­no­mi­sche, sym­bo­li­sche, struk­tu­rel­le und insti­tu­tio­nel­le Gewalt sowie Gewalt im digi­ta­len Raum – und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten und Stra­te­gien gegen Gewalt diskutieren.

Wie kön­nen wir Gewalt früh­zei­tig erken­nen und benennen?
Wie kön­nen Betrof­fe­ne sich weh­ren und schützen?
Wie kön­nen wir Frau­en*, die Gewalt erle­ben, sinn­voll unterstützen?
Wie stärkt femi­nis­ti­sche Bera­tung Frau­en* in ihrer Handlungsfähigkeit?
Was braucht es auf gesell­schaft­li­cher Ebe­ne, um geschlechts­spe­zi­fi­sche Gewalt ein­deu­tig zu ver­ur­tei­len und prä­ven­tiv dage­gen zu wirken?

Das Hand­buch ist hier down­load­bar: https://www.frauenberatenfrauen.at/download/FBF-Handbuch-final-Screen.pdf

Vernissage: Tribunal gegen das Patriarchat

VORLADUNG

Der Hohe Gerichts­hof des Femi­nis­mus lädt zum Tri­bu­nal gegen das Patri­ar­chat! Ange­klagt sind: die Täter, die Jus­tiz, die Poli­zei, die Medi­en, die Gesell­schaft und die Poli­tik. Sie wer­den ange­klagt für die Untä­tig­keit, wenn es um Femi­zid und Gewalt gegen Frau­en* geht: das Ver­harm­lo­sen und Baga­tel­li­sie­ren, Stich­wort „Bezie­hungs­tat“, Aus­re­den suchen, war­um nicht gehol­fen wur­de, das Vic­tim Bla­ming, aber auch das all­täg­li­che Abwer­ten und Her­un­ter­ma­chen von Frau­en* und Mädchen*.

Denn:

Mann tötet nicht aus Liebe.
Nie­der mit dem Patriarchat!

Aus­stel­lungs­er­öff­nung am 8. April 2022 um 19.00 Uhr
Ort: Mz* Baltazar’s Labo­ra­to­ry, Jäger­stra­ße 52–54, 1200 Wien

Podiumsdiskussion: „Wenn du hier sitzt, stört das!“ – Raumaneignung als Weg in eine feministische und klimagerechte Zukunft

Wer darf Raum nut­zen? Wer kann sich Raum neh­men? Wer kann über Raum ver­fü­gen und hat die Deu­tungs­ho­heit? Dies sind sowohl für die Kli­ma­ge­rech­tig­keits­be­we­gung als auch für femi­nis­ti­sche Kämp­fe zen­tra­le Fragen.

Die Arbeits­grup­pe Feminismus&Klima von Sys­tem Chan­ge not Cli­ma­te Chan­ge, sieht an ver­schie­de­nen Stel­len, wie Raum­an­eig­nung für Kol­lek­ti­ve mit unter­schied­li­chen poli­ti­schen Zie­len zur Pra­xis wird: In der Lobau-Beset­zung, wo Men­schen sich mit ihren Kör­pern dem Bau ent­ge­gen­stel­len und mit ihrer Anwe­sen­heit Räu­me umdeu­ten; in der Aneig­nung der Stra­ße – um gegen Femi(ni)zide laut zu wer­den und Wut und Trau­er über patri­ar­cha­le Gewalt auf die Stra­ße zu brin­gen; und mit der Beset­zung der Karls­stra­ße 20 und der Eröff­nung des „Open Space for Future“. Die Par­al­le­len und Ver­knüp­fun­gen die­ser ver­schie­de­nen Kol­lek­ti­ve sol­len an die­sem Abend genau­er betrach­tet, aber der Blick eben­so auf die unter­schied­li­chen Erfah­run­gen gelenkt werden.

Sys­tem Chan­ge not Cli­ma­te Chan­ge lädt dazu ein, vor­bei­zu­kom­men, um einen Abend lang zu die­sem The­ma zu dis­ku­tie­ren, von­ein­an­der zu ler­nen und gemein­sam Ansät­ze für Raum­an­eig­nung als Basis für eine femi­nis­ti­sche und kli­ma­ge­rech­te Zukunft zu verbinden.

Mit: Aktivist:innen von Lobau-bleibt Bewe­gung, NoFu­ture for IAA und F*Streik Graz

Podi­ums­dis­kus­si­on
am 31. März um 19 Uhr
Ort: kol­lek­tiv kao­r­le, Schmalz­hof­gas­se 5, 1060 Wien

Ein­tritt frei!
Es wird gebe­ten, trotz 2G, vor­her einen Coro­na-PCR-Test zu machen.

Lesung und Poetry Slam: „Und wie wir hassen“ mit Lydia Haider, Judith Goetz und Mieze Medusa

Die Grü­nen Frau­en Wien und die Grü­ne Bil­dungs­werk­statt Wien laden im Rah­men des Frau­en­mo­nats März zu einem befrei­en­den Abend gegen Frau­en­hass ein. Frau­en sei­en beson­nen und diplo­ma­tisch – so sagt man(n) – Lydia Hai­der aber ver­sam­melt als Her­aus­ge­be­rin des Sam­mel­bands „Und wie wir has­sen!“ Hass- und Wut­re­den von 15 Autorin­nen gegen das Patri­ar­chat, sei­ne ver­gif­ten­den Aus­wir­kun­gen und gegen die poli­ti­sche Lage. Die Dem­ago­gen und Hetz­red­ner unse­rer Zeit wer­den aus­ein­an­der­ge­nom­men und die Dyna­mik des Has­ses ent­larvt. Ein lite­ra­ri­scher Befrei­ungs­schlag gegen Frau­en­hass! Umrun­det wird die Lesung von der Poe­try Slam­me­rin Mie­ze Medusa.

Mode­ra­ti­on: Katha­ri­na Serles

Im Anschluss dis­ku­tiert unse­re Frau­en­spre­che­rin Vik­to­ria Spiel­mann mit den Autorin­nen dar­über wie wir patri­ar­cha­le Struk­tu­ren auf­bre­chen und voll­stän­di­ge Gleich­stel­lung errei­chen können.

Wann: Don­ners­tag 31.3.2022, 18–20 Uhr
Wo: Top Kino, Rahl­gas­se 1, 1060 Wien

Auf­grund der beschränk­ten Teilnehmer*innenzahl bit­te um Anmel­dung bei gruene.frauen.wien@gruene.at

Es gilt die Mas­ken­pflicht und 2G+
Open for all genders.

- Lydia Hai­der ist Her­aus­ge­be­rin des Sam­mel­bands „Und wie wir has­sen!“, Autorin der Roma­ne »rot­ten« und »Kon­gre­ga­ti­on«, des Thea­ter­stücks „Am Ball. Wider schwach­sin­ni­ge Erb­lich­keit“ urauf­ge­führt im Schau­spiel­haus, Haus­au­torin des Wie­ner Volks­thea­ters und Bachmann-Publikumspreisträgerin.

- Judith Goe­tz ist Autorin und Wis­sen­schaf­te­rin, die zu Rechts­ex­tre­mis­mus und Geschlecht forscht, Mit­glied der For­schungs­grup­pe Ideo­lo­gien und Poli­ti­ken der Ungleich­heit (FIPU) sowie des For­schungs­netz­werks Frau­en und Rechts­ex­tre­mis­mus. Seit 2020 ist sie Mit­strei­te­rin in der Wie­ner femi­nis­ti­schen Akti­ons­grup­pe „Claim the Space“.

- Mie­ze Medu­sa ist Pio­nie­rin der öster­rei­chi­schen Poe­try Slam Sze­ne. Die Lie­be zu Rap ist in allen Text spür­bar: Die Tex­te sind bild­haft, sprachmäch­tig, sti­lis­tisch sou­ve­rän und immer im Flow. Ihr Debüt­ro­man „Frei­schnor­cheln“ erschien 2008, seit­dem hat sie Pro­sa­tex­te, aber auch Samm­lun­gen von Poe­try Slam Tex­ten und Ton­trä­ger des Hip­Hop-Duos „mie­ze medu­sa & ten­der­boy“ publi­ziert sowie Thea­ter­ar­bei­ten und musi­ka­lisch-expe­ri­men­tel­le Pro­jek­te rea­li­siert. Zuletzt erschie­nen: „Du bist dran“ (2021).

Webinar: Die Istanbul-Konvention im Familienrecht zwischen Theorie und Praxis

Diens­tag, 15. März 2022 | 19 – 21 Uhr
Kos­ten­lo­ses Webi­nar mit der Rechts­an­wäl­tin Mag.a Son­ja Aziz

Um am Webi­nar teil­zu­neh­men, bit­te um Anmel­dung hier.
Der Zoom-Link wird im anschlie­ßen­den Bestä­ti­gungs­mail zugeschickt.

Wor­um geht es?
Öster­reich nimmt im Rah­men sei­ner Gewalt­schutz­ge­set­ze eine inter­na­tio­na­le Vor­rei­ter­rol­le ein, den­noch gibt es nach wie vor Lücken und Recht­schutz­de­fi­zi­te in der Umset­zung. Straf­ver­fah­ren wegen häus­li­cher Gewalt wer­den vor­schnell von der Staats­an­walt­schaft ein­ge­stellt, die Ver­ur­tei­lungs­quo­te ist nach wie vor nied­rig. In Pfleg­schafts­ver­fah­ren bleibt das Erle­ben bzw. Mit­er­le­ben von Gewalt weit­ge­hend unbe­rück­sich­tigt. Dabei ist wis­sen­schaft­lich belegt, dass auch mit­er­leb­te Gewalt Kin­der trau­ma­ti­sie­ren kann. Gemein­sa­me Obsor­ge gilt in der der­zei­ti­gen Recht­spre­chung der Gerich­te in allen Instan­zen als Regel­fall und wird sei­tens der Gerich­te trotz Gewalt und im Wider­spruch zu den bestehen­den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, wie § 138 ABGB betref­fend die Kri­te­ri­en des Kin­des­wohls, angeordnet.

Mit der Rati­fi­zie­rung der Istan­bul Kon­ven­ti­on hat sich Öster­reich zur umfas­sen­den Bekämp­fung aller For­men von Gewalt an Frau­en sowie zur Umset­zung geeig­ne­ter Maß­nah­men ver­pflich­tet. Die Kon­ven­ti­on umfasst alle For­men von Gewalt gegen Frau­en. Auch psy­chi­sche Gewalt ist davon umfasst und muss bei Ent­schei­dun­gen über das Kon­takt­recht und die Obsor­ge berück­sich­tigt wer­den. Die­se dür­fen die Rech­te und die Sicher­heit des Opfers oder der Kin­der nicht gefährden.

Gewalt­schutz von Frau­en und Kin­dern muss nach­drück­lich und ver­läss­lich im Fami­li­en­recht ver­an­kert und von den Fami­li­en­ge­rich­ten berück­sich­tigt wer­den. Der Gewalt­schutz darf durch das Kon­takt­recht des Vaters nicht aus­ge­he­belt wer­den. Wel­che Rech­te die Istan­bul Kon­ven­ti­on kon­kret vor­sieht und wel­che Maß­nah­men es noch umzu­set­zen gilt, erfah­ren Sie in die­sem Webinar.

Anschlie­ßend Diskussionsmöglichkeit.

New Moms for Rebel Girls I Autorinnengespräch

New Moms for Rebel Girls I Unsere Töchter für ein gleichberechtigtes Leben stärken
Sarah Themel im Gespräch mit Susanne Mierau

aus der Rei­he „Wir fei­ern Femi­nis­mus“ – Ver­an­stal­tun­gen rund um den 8. März der Büche­rei­en Wien

Die Päd­ago­gin und Femi­nis­tin Susan­ne Mier­au ist eine von vie­len New Moms, die ihre Töch­ter auf­klä­ren und stär­ken möch­ten gegen das Patri­ar­chat und sei­ne Fol­gen: Abwer­tung von Weib­lich­keit, Dis­kri­mi­nie­rung, geschlech­ter­ste­reo­ty­pes Rol­len­ver­hal­ten bis hin zu sexu­el­ler Gewalt. Gestützt auf päd­ago­gi­sche und psy­cho­lo­gi­sche Erkennt­nis­se sowie vie­le Bei­spie­le von Mut­ter-Toch­ter-Bezie­hun­gen beschreibt Mier­au, wie Mäd­chen kon­kret unter­stützt und bestärkt wer­den kön­nen. Nicht zuletzt geht es der Autorin dar­um, dass Müt­ter eige­ne ste­reo­ty­pe Denk- und Ver­hal­tens­wei­sen erken­nen, um sie nicht an ihre Rebel Girls weiterzugeben.

Susan­ne Mier­au ist Klein­kind­päd­ago­gin und Fami­li­en­be­glei­te­rin. Sie bloggt auf geborgen-wachsen.de, gibt Work­shops für Eltern und Fach­per­so­nal und spricht auf Kon­fe­ren­zen und Tagun­gen über Eltern­be­ra­tung und kind­li­che Entwicklung.

Sarah The­mel ist Biblio­the­ka­rin in der Haupt­bü­che­rei am Gürtel.

Ein­stei­gen unter https://stadtwien.webex.com/meet/veranstaltung.buechereien

LINKS-Talk: Femizide und patriarchale Gewalt

*Trig­ger­war­nung: Gewalt an Frau­en, Les­ben, Inter‑, Non-bina­ry, Trans- und Agen­der-Per­so­nen (FLINTA)*

Der Blick am Bahn­steig. Das Schnal­zen vorm Café. Der Kom­men­tar vom Chef. Die Hand im Club. Das unge­woll­te Dick­pick auf Tin­der. Der Rape nach dem Date. Schreie, Schlä­ge, Trit­te. Über­wa­chung, Erpres­sung, Dro­hun­gen. Femi­zi­de sind die töd­lichs­te Form von Gewalt gegen Frau­en, Les­ben, Inter‑, Non-bina­ry, Trans- und Agender-Personen.

2021 gab es min­des­tens 31 Femi­zi­de in Öster­reich. 2022 bereits zumin­dest 4. Das sind kei­ne Ein­zel­fäl­le. Kei­ne Bezie­hungs­dra­men. Die Gewalt hat Sys­tem. Das Sys­tem heißt Patri­ar­chat. Das Patri­ar­chat dis­kri­mi­niert und mar­gi­na­li­siert. Das Patri­ar­chat tötet. Wir müs­sen es zer­schla­gen! Jetzt! Aber was braucht es, um Gewalt gegen Frau­en bzw. FLIN­TA-Per­so­nen zu stop­pen? Wel­che poli­ti­schen Maß­nah­men und Res­sour­cen braucht es kon­kret in Wien? Und was kön­nen wir tun, um das zu errei­chen? Als Betrof­fe­ne, als Allys, als Aktivist*innen, als Bezirksrät*innen, als LINKS?

Dar­über dis­ku­tie­ren wir online am 10.3. um 19:00 mit:
– Irma Lech­ner, Frau­en­häu­ser Wien
– Isa­bel Hai­der, Exper­tin für Strafrecht
– Tina, Akti­vis­tin bei LINKS und Revolution
– Cla­ra Bau­er von der Initia­ti­ve StoP – Stadt­tei­le ohne Partnergewalt

Mode­riert von Anna Fox, LINKS-Bezirks­rä­tin in Wien Neubau

Komm und bring dich ein! Wir freu­en uns auf dich!
Hier der Link: https://univienna.zoom.us/j/6416435