Lesung: Femizide und Patriarchale Belastungsstörung

mit Yvonne Wid­ler & Bea­tri­ce Frasl | Lesung & Gespräch
FEM*EXCHANGE – Femi­nis­ti­scher Diskurs
Beginn: Mo, 19. Feb. 2024 | 20:00

Kar­ten: Der Vor­ver­kauf star­tet regu­lär 4 Wochen vor dem ers­ten Vorstellungstermin.

Frau­en sind in patri­ar­cha­len Ver­hält­nis­sen einer Rei­he von Belas­tun­gen aus­ge­setzt, die ihre psy­chi­sche Gesund­heit gefähr­den und beein­träch­ti­gen: sie haben signi­fi­kant weni­ger finan­zi­el­le Res­sour­cen zur Ver­fü­gung, sind öfter von Armut und Aus­gren­zung betrof­fen, wer­den durch ein­engen­de Schön­heits­nor­men ein­ge­schränkt, tra­gen den Groß­teil der unbe­zahl­ten Repro­duk­ti­ons­ar­beit und: Sie sind in grö­ße­rem Aus­maß von sexua­li­sier­ter Gewalt und Gewalt in Intim­be­zie­hun­gen betrof­fen. Femi­zi­de sind ein glo­ba­les Ver­bre­chen, denn über­all auf der Welt ist das eige­ne Zuhau­se einer der gefähr­lichs­ten Orte für Frauen.

Das Patri­ar­chat wirkt nicht nur bis in tie­fe pri­va­te Sphä­ren, son­dern auch aus ihnen her­aus. Das Pri­va­te ist also auch immer poli­tisch. Die Autorin­nen Yvonne Wid­ler und Bea­tri­ce Frasl schrei­ben über die Aus­wir­kun­gen patri­ar­cha­ler Geschlech­ter­ver­hält­nis­se, Hier­ar­chien und Geschlech­ter­rol­len in die­sen pri­va­ten Sphä­ren. Wid­ler beschäf­tigt sich seit Jah­ren mit männ­li­cher Gewalt gegen Frau­en, Frasl mit den viel­fäl­ti­gen, vor allem psy­chi­schen Belas­tun­gen, die Frau­en in patri­ar­cha­len Ver­hält­nis­sen erlei­den. In einer gemein­sa­men Lesung wer­den sie bei­de The­men zusammenführen.

HEIMAT BIST DU TOTER TÖCHTER von Yvonne Wid­ler ist im Kre­mayr & Sche­ri­au Ver­lag erschie­nen, PATRIARCHALE BELASTUNGSSTÖRUNG von Bea­tri­ce Frasl im Hay­mon Verlag.

Trennung / Scheidung selbstbestimmt gestalten

Online-Ver­an­stal­tung

Infor­ma­ti­on und Aus­tausch für Frau­en, die stra­te­gisch ihre Zukunft nach der Tren­nung pla­nen wol­len und sich fragen:

Wie kann ich mich gut trennen?
Wie funk­tio­niert eine Scheidung?
Auf wel­che Punk­te muss ich ach­ten, wel­che Fra­gen sind zu klären?
Was sind mei­ne Rech­te und Pflichten?
Wie geht das mit den Kin­dern, der Woh­nung und dem Geld?
Wie kann ich schäd­li­che Rol­len­mus­ter able­gen und mir neue aneignen?
Und wie gehe ich mit all die­sen wider­sprüch­li­chen Gefüh­len um?

Inhal­te des Vortrags:

Recht­li­che Infor­ma­tio­nen zur Auf­lö­sung von Ehe, Lebens­ge­mein­schaft und ein­ge­tra­ge­ner Part­ner­schaft, Unter­halt und Ali­men­te, Ver­mö­gens- und Schuldenaufteilung
Ist das schon Gewalt? Psy­chi­sche und öko­no­mi­sche Gewalt
Tipps zum erfolg­rei­chen Ver­han­deln mit dem (Ex-)Partner
Aus­tausch über unter­schied­li­che hilf­rei­che Stra­te­gien, wie eine Tren­nung gut geschafft wer­den kann

Vor­tra­gen­de: Dr.in Bar­ba­ra Stekl, Juris­tin, Dr.in Bet­ti­na Zehet­ner, psy­cho­so­zia­le Bera­te­rin, Frau­en* bera­ten Frauen*

Ter­min: Diens­tag 5. März, 18 bis 20.30 Uhr, online

Anmel­dung: zehetner@frauenberatenfrauen.at
Der Link zur Ver­an­stal­tung wird zeit­nah per Mail zugesendet.

Eine von Drei – Gegen Gewalt an Frauen handeln

Datum und Uhr­zeit: 6.3.2024, 17:30–20:30
Ort: WIENX­TRA-Insti­tut für Frei­zeit­päd­ago­gik, Albert­gas­se 35/II (im Hof), 1080 Wien

Mitt­ler­wei­le ist jede drit­te Frau in Öster­reich im Lau­fe ihres Lebens von Gewalt betrof­fen. Im Rah­men die­ser Ver­an­stal­tung wer­den gemein­sam ver­schie­de­ne Gewalt­for­men erar­bei­tet, Ein­bli­cke in das öster­rei­chi­sche Gewalt­schutz­ge­setz und die his­to­ri­sche Ent­wick­lung von Frau­en­rech­ten gege­ben. Wei­ters beschäf­ti­gen wir uns mit dem The­ma Kon­sens in der Sexua­li­tät, der Fra­ge, wie Gewalt­be­trof­fe­ne unter­stützt wer­den kön­nen und wel­ches gesell­schaft­li­che und poli­ti­sche Han­deln Gewalt vor­beu­gen kann. Multiplikator*innen der Kin­der- und Jugend­ar­beit sol­len durch die­se Ver­an­stal­tung ein Basis­wis­sen erhal­ten, um in ihren Ein­rich­tun­gen ent­spre­chend han­deln zu können.

Ziel­grup­pe: Wei­ter­bil­dung für Multiplikator*innen, die mit Kin­dern und Jugend­li­chen arbeiten
ver­an­stal­tet von: WIENX­TRA-Insti­tut für Freizeitpädagogik

Anmel­dung: bis 22.2.2024 unter https://www.wienxtra.at/ifp/event/34588/
max. Teilnehmer*innenzahl: 20

Workshop: Radical Cheerleading

Sujet © Vrovro

RADICAL CHEERLEADING WORKSHOP open for all genders
(Eng­lish descrip­ti­on below)

RAPPEN & TANZEN!
JUBELN GEGEN DAS PATRIACHAT!
ALLE ANFEUERN, DIE SICH FÜR GLEICHBERECHTIGUNG EINSETZEN!

Thea­ter­work­shop open for all genders
@ Kul­tur­zen­trum Amer­ling­haus, Stift­gas­se 8, 1070 Wien

Do, 7.3.24, 18:00–21:00
Fr, 8.3.24 11:00–13:00 & Demons­tra­ti­on für alle, die wollen

Nach einem spie­le­ri­schen Ken­nen­ler­nen der ande­ren Teil­neh­men­den wer­den wir gemein­sam nach que­er femi­nis­ti­schen For­de­run­gen suchen, die uns wich­tig sind. Zu die­sen The­men schrei­ben wir kur­ze Tex­te & erar­bei­ten Cho­reo­gra­phien. Jede Per­son bas­telt ihre eige­nen Pom­pons. Wir erfor­schen und tei­len unse­re Gren­zen, pro­ben, tan­zen, lachen. Der Work­shop dient als Vor­be­rei­tung für eine Akti­on am 8.März 2024.

So wol­len wir bei der Demons­tra­ti­on zum 8. März 2024 als Grup­pe gemein­sam selbst­ge­schrie­be­ne Tex­te rap­pen, dazu tan­zen und radi­cal cheer­lea­den. Auf die­se Art kön­nen wir lust­voll Kri­tik üben, krea­ti­ven Aus­druck dafür fin­den, was uns beschäf­tigt und wel­che For­de­run­gen wir haben und die­se in die Öffent­lich­keit bringen.

Dabei arbei­ten wir mit unter­schied­li­chen Metho­den des dra­ma­ti­schen Spiels (Thea­ter der Unter­drück­ten, Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter, psy­cho­dra­ma­ti­sches Rol­len­spiel usw.). Wir trai­nie­ren unse­re Wahr­neh­mung, üben uns in Ver­trau­en zu ande­ren, erpro­ben unse­re Soli­da­ri­tät zu ein­an­der und begeg­nen dem Patriachat mit que­er-femi­nis­ti­scher Superpower.

Teil­nah­me:
Kei­ne Vor­kennt­nis­se not­wen­dig, 10–30€/Person (gestaf­felt nach Ein­kom­men, Sozi­al­ta­rif mög­lich), bit­te alte Plas­tik­sa­ckerl bzw. Müll­sä­cke mitnehmen
Die Anzahl der Teil­neh­men­den ist auf 12 Per­so­nen begrenzt, wir bit­ten daher um eine ver­bind­li­che Anmel­dung unter vrovro.geiger@gmx.at, mehr Infos unter www.vrovro.at

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RADICAL CHEERLEADING WORKSHOP open for all genders

RAP & DANCE!
CHEER AGAINST PATRIACHY!
CHEER FOR ALL WHO FIGHT FOR EQUAL RIGHTS!

Thea­ter work­shop open for all genders
@ Amer­ling­haus Cul­tu­ral Cen­ter, Stift­gas­se 8, 1070 Vienna
Thurs­day, 7th of March 24, 6pm-9pm
Fri­day, 8th of March 24 11am-1pm & for all who like to join the mani­fes­ta­ti­on are wel­co­me to radi­cal cheer­lead there

After get­ting to know the other par­ti­ci­pan­ts in a playful way, we will look tog­e­ther for demands that are important to us. We wri­te short texts and deve­lop cho­reo­gra­phies to the­se topics. Each per­son makes their own pom­poms. We explo­re and share our limits, rehe­ar­se, dance, laugh. The out­put of work­shop will be pre­sen­ted on 8th of March 2024.

At the demons­tra­ti­on on March 8th, 2024, we want to rap tog­e­ther as a group, dance to self-writ­ten lyrics, and radi­cal­ly cheer­lead. In this way we can enjoy cri­ti­cism, find crea­ti­ve expres­si­on for what con­cerns us and what demands we have and bring the­se to the public.

We work with dif­fe­rent methods of dra­ma­tic play (thea­ter of the oppres­sed, impro­vi­sa­tio­nal thea­ter, psy­cho­dra­ma­tic role play, etc.). We train our per­cep­ti­on, prac­ti­ce trust in others, test our soli­da­ri­ty with each other and con­front the patri­ar­chy with que­er-femi­nist superpower.

Par­ti­ci­pa­te:
No pre­vious know­ledge nee­ded, 10–30€/person (accor­ding to inco­me, social tarif possible)
plea­se bring pla­s­tic gar­ba­ge, old pla­s­tic bags or gar­ba­ge bags
The num­ber of par­ti­ci­pan­ts is limi­t­ed to 12 peo­p­le, so we ask you to regis­ter via e‑mail: vrovro.geiger@gmx.at, more infor­ma­ti­on: www.vrovro.at

Workshop: Wehr dich mit Worten – Verbal Self-Defense

Sujet © Vrovro

Thea­ter­work­shop: Wehr dich mit Wor­ten – Ver­bal Self-Defen­se für Flinta-Personen
25. Jän­ner 2024 – 26. Jän­ner 2024 | All Day | Vro­v­ro (sie/ihr) // +43 650 5802313

Don­ners­tag, 25.01.24 18.00 – 21.00
Frei­tag, 26.01.24 10.00 – 13.00 & 14.00 – 17.00
Ort: Hein­zel­mann­gas­se 17

Teil­nah­me ist nur mög­lich, wenn du an bei­den Ter­mi­nen kom­men kannst.
Geför­dert von der ÖH Uni Wien.

Inhalt:
Inner­halb von 3 mal 3 Stun­den wer­den unter­schied­li­chen Metho­den aus dem Schau­spiel (Thea­ter der Unter­drück­ten nach Boal, Psy­cho­dra­ma nach Moreno, Clown­thea­ter und Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter) ver­mit­telt um die eige­ne Bedürf­nis­se bes­ser zu arti­ku­lie­ren, Gren­zen zu set­zen und die­se auch zu defi­nie­ren und zu ver­mit­teln. So spie­len wir auf der Pro­be­büh­ne Sze­nen aus dem All­tag nach, in denen wir im ech­ten Leben nicht wuss­ten, was wir sagen hät­ten kön­nen. Bei die­sem Work­shop geht es dar­um, sich auf sol­che Sze­nen im Aus­tausch mit ande­ren mit Bedürf­nis­ar­ti­ku­la­ti­on und Grenz­wahr­neh­mung auseinanderzusetzen.

Vor­tra­gen­de Person:
Vro­v­ro (sie/ihr)
t: +43 650 5802313
w: https://www.vrovro.at/

Zie­le:
Rede­mit­tel erar­bei­ten, men­ta­le Stär­ke för­dern, rhe­to­ri­sche Fähig­kei­ten wei­ter­ent­wi­ckeln, spre­chen üben, sich abgren­zen ler­nen, Aus­tausch in der Grup­pe ermög­li­chen, den Kampf gegen das Patri­ar­chat als kol­lek­ti­ve Pra­xis wahrnehmen

Metho­den:
Selbst­ver­tei­di­gung mit Wor­ten, Thea­ter der Unter­drück­ten (Augus­to Boal), Psy­cho­dra­ma­ti­sches Rol­len­spiel (Jacob Levy Moreno), Impro­vi­sa­ti­ons­thea­ter, Gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on (Mar­shall B. Rosen­berg) ergänzt mit den Werk­zeu­gen und Tools die sich die bil­den­de & dar­stel­len­de Künst­le­rin als Zirkus‑, Kunst- und Thea­ter­päd­ago­gin ange­eig­net hat.

Hin­ter­grund:
Wir ver­ste­hen femi­nis­ti­sche Bil­dung als inter­sek­tio­na­len Kampf gegen jede Form der Unter­drü­ckung. Das beginnt damit, zu sehen, dass alle Men­schen auf die eine oder ande­re Art von patri­ar­cha­len Glau­bens­sät­zen und Prä­gung betrof­fen sind. Auch wenn heut­zu­ta­ge Gen­der und Diver­si­ty in aller Mun­de sind, sehen wir den­noch (oder gera­de des­we­gen) einen gro­ßen Bedarf für tief­ge­hen­de und per­sön­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma. In Semi­na­ren oder im Rah­men von For­schungs­ar­bei­ten bleibt oft zu wenig Zeit, ist der Rah­men zu for­mell, ist das Pro­gramm und die Lehr­in­hal­te zu klar defi­niert, um sich ernst­haft, per­sön­lich, explo­ra­tiv, reflek­tie­rend und trans­for­ma­tiv mit dem The­ma patri­ar­cha­ler Unter­drü­ckung aus­ein­an­der­zu­set­zen. Wo das The­ma in sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en­gän­gen zumin­dest noch auf unzu­rei­chen­de Wei­se Ein­gang fin­det, kommt es in tech­ni­schen oder natur­wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en­rich­tun­gen meist über­haupt nicht vor. Wir sind aber davon über­zeugt, dass die Kennt­nis der eige­nen Posi­ti­on im sozia­len Gefü­ge in Bezug auf patri­ar­cha­le und ande­re For­men der Unter­drü­ckung, essen­ti­ell ist, um die­se zu über­win­den. Gera­de im aka­de­mi­schen Umfeld hal­ten sich patri­ar­cha­le Mus­ter mit­un­ter sehr hart­nä­ckig. Da es ein­fa­cher ist, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, wenn es einen expli­zi­ten Rah­men dafür gibt, wol­len wir auch Stu­die­ren­de zu Befrei­raum ein­la­den um die Gele­gen­heit zu nut­zen, gemein­sam zu ler­nen, sich Tag für Tag aufs Neue der eige­nen Befrei­ung vom Patri­ar­chat zu widmen.

Flin­ta-Defi­ni­ti­on:
Ange­spro­chen wer­den v.a. weilb­lich sozia­li­sier­te Per­so­nen, non­bi­nä­re Per­so­nen, Trans­per­so­nen, Agen­der­per­so­nen und all jene, wel­che Unter­drü­ckung, Gewalt und Dis­kri­mi­nie­rung durch die patri­ar­chal hier­ar­chi­sier­te Gesell­schaft erfah­ren. Die Ver­an­stal­tung fin­det in einem Raum statt, der über­wie­gend von und für Stu­die­ren­de orga­ni­siert wird und regel­mä­ßi­gen poli­ti­schen Aus­tausch unter que­er-femi­nis­ti­scher Per­spek­ti­ve ermög­licht. Auch die uni­ver­si­tä­re Welt exis­tiert nicht außer­halb patri­ar­cha­ler Strukturen.

Anmel­dung zu die­ser Ver­an­stal­tung  // Regis­ter for this event:
https://derknoten.wien/events/wehr-dich-mit-worten-verbal-self-defense-fuer-flint-personen-theaterworkshop/

Trauer- und Protest-Aktion zu Femiziden

Sujet StoP Trauer- und Protestaktion

StoP ruft auf zur Trau­er- und Protest-Aktion
Wir trau­ern, wir pro­tes­tie­ren, wir geden­ken jedem ein­zel­nen Femizid!

Öster­reich ver­liert jähr­lich zahl­rei­che Frau­en durch Män­ner­ge­walt. Ein uner­träg­li­cher Zustand, den wir nicht mehr dul­den kön­nen und wol­len. Bei der Trau­er- und Pro­test-Akti­on am 18.1.2024 von 17–18:30 Uhr vor dem Par­la­ment in Wien geden­ken wir den Femi­zi­den und Mord­ver­su­chen von 2023.

Sym­bo­lisch für die durch Part­ner, Ex-Part­ner, Vater, Bru­der, Bekann­te oder Söh­ne getö­te­ten Frau­en ste­hen 27 Schu­he, Trau­er­an­zei­gen & Grab­ker­zen und 51 Blu­men für die Über­le­ben­den der Mord­ver­su­che. Die­se schreck­li­chen Zah­len zei­gen ledig­lich schwe­re kör­per­li­che Gewalt­ta­ten, die Dun­kel­zif­fer und ande­re Gewalt­for­men sind hier noch unsicht­bar. Schau hin – alle For­men patri­ar­cha­ler Gewalt müs­sen sicht­bar werden!

Soli­da­ri­sche Men­schen laden wir ein, an der Mahn­wa­che teil­zu­neh­men, wei­te­re Blu­men oder Ker­zen mit­zu­brin­gen und den Femi­zid­op­fern, Betrof­fe­nen und Ange­hö­ri­gen zu geden­ken. Vor Ort wird ein Buch auf­lie­gen, in wel­chem eure Pro­test­wor­te, Trau­er­sprü­che, Ände­rungs­ap­pel­le oder Gedan­ken einen Platz fin­den können.

Mit die­ser Akti­on wol­len wir sowohl die Zivil­ge­sell­schaft als auch die poli­ti­schen Entscheidungsträger*innen wach­rüt­teln und zum Han­deln bewegen.

NIE WIEDER FEMIZID!

Für mehr Infos über StoP besucht die Web­site https://stop-partnergewalt.at/stop-wien/ oder die Social Media Accounts auf Insta­gram: stop.wien und Face­book: StoP Wien

Nein zum Krieg! Eine feministische Antwort auf die Militarisierung Europas

Wie kann ein immer stär­ker bewaff­ne­tes Euro­pa noch behaup­ten, ein Frie­dens­pro­jekt zu sein? Wie femi­nis­tisch kann Poli­tik sein, wenn sie Pan­zer pro­du­ziert und lie­fert? Und (wie) kön­nen wir der brei­ten gesell­schaft­li­chen Nor­ma­li­sie­rung des Krie­ges widersprechen?

Clau­dia Brun­ner ist femi­nis­ti­sche Sozi­al­wis­sen­schaft­le­rin und Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­rin im Zen­trum für Frie­dens­for­schung und Frie­dens­bil­dung am Insti­tut für Erzie­hungs­wis­sen­schaf­ten und Bil­dungs­for­schung an der Uni­ver­si­tät Klagenfurt.

Ein Vor­trag im Rah­men des Schwer­punkts Frau­en der VHS Urania.

Anmel­dung erfor­der­lich, per E‑Mail an urania@vhs.at oder per Tel.: +43 1 891 74 101 000
Ein­tritt: 7 Euro
max. Teilnehmer*innenzahl: 35

Für orga­ni­sa­to­ri­sche Rück­fra­gen bit­te die VHS kontaktieren.

Buchpräsentation: „Delikt Abtreibung“

Frau­en­ar­mut, unge­woll­te Schwan­ger­schaf­ten und ille­ga­le Abbrü­che in Wien 1923 bis 1974.

100 Jah­re Kampf um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch.

In ihrem Buch erläu­tert Syl­via Köchl, wie das „Delikt Abtrei­bung“ im Wien des 20. Jahr­hun­derts – von der Ers­ten Repu­blik über Aus­tro­fa­schis­mus und Natio­nal­so­zia­lis­mus bis hin zur Gro­ßen Straf­rechts­re­form der Zwei­ten Repu­blik – ver­folgt wor­den ist: Was haben Frau­en in Wien, die sich kei­ne ärzt­li­che Abtrei­bung leis­ten konn­ten, getan, wenn sie unge­wollt schwan­ger wur­den? Wie haben sie Kon­takt mit Abtrei­be­rin­nen auf­ge­nom­men? Was wur­de bezahlt? Mit wel­chen Metho­den wur­den die Ein­grif­fe durch­ge­führt? Wie erfuhr die Poli­zei davon? Wie lief die Straf­ver­fol­gung ab? Wel­che Urtei­le wur­den gefällt?

In Koope­ra­ti­on mit dem Man­del­baum Verlag.

Mit Syl­via Köchl (Autorin des Buches) und Mar­ti­na Nuß­bau­mer (Mode­ra­ti­on, Kura­to­rin Wien Museum).

Anmel­dung erfor­der­lich, For­mu­lar sie­he hier
Kos­ten: gratis
Treff­punkt: Ver­an­stal­tungs­saal 3. OG

FEMINISM WTF – Special Screening im Admiralkino

FEMINISM WTF – Kino­start und Spe­cial Scree­ning im Admi­ral Kino

Film und Gespräch mit Lau­ra Wiesböck
31. März, 20 Uhr
Tickets: https://www.admiralkino.at/produktion/feminism-wtf/
Trai­ler: https://youtu.be/e1TD2hXqbXw

Lau­ra Wies­böck, pro­mo­vier­te Sozio­lo­gin und Autorin forscht zu sozia­ler Ungleich­heit, ins­be­son­de­re im Bereich Arbeit, Armut und Geschlecht. Aktu­ell unter­sucht sie Aus­wir­kun­gen der Gig-Eco­no­my auf Arbeits­rea­li­tä­ten von Rei­ni­gungs­kräf­ten in pri­va­ten Haus­hal­ten. Für ihre aka­de­mi­sche Arbeit wur­de die Sozio­lo­gin viel­fach aus­ge­zeich­net. Neben ihrer wis­sen­schaft­li­chen Tätig­keit kom­mu­ni­ziert Wies­böck regel­mä­ßig gesell­schafts­kri­ti­sche Per­spek­ti­ven in Medi­en (z.B. Asso­cia­ted Press, Libé­ra­ti­on, DIE ZEIT), hält Fach­vor­trä­ge für öffent­li­che Insti­tu­tio­nen und enga­giert sich für ein gewalt­frei­es und öko­no­misch unab­hän­gi­ges Leben von Frauen*.

Lesung mit Beatrice Frasl: Patriarchale Belastungsstörung

Buch­prä­sen­ta­ti­on und Gespräch

Kul­tur­wis­sen­schaf­te­rin und Autorin Bea­tri­ce Frasl liest am 24. März 2023 um 18:30 in der Buch­hand­lung Libe­ría Utopía aus ihrem im Novem­ber 2022 erschie­ne­nen Best­sel­ler Patri­ar­cha­le Belas­tungs­stö­rung: Geschlecht, Klas­se und Psy­che.

Foto © Bea­tri­ce Frasl / Haymon-Verlag

Patri­ar­chat und men­ta­le Gesund­heit: Bea­tri­ce Frasl wühlt tief in den Ein­ge­wei­den unse­res „kran­ken“ Gesundheitssystems.

Du fragst dich, was Geschlecht und die Ver­sor­gung psy­chi­scher Erkran­kun­gen gemein­sam haben? Was das Patri­ar­chat mit der Dia­gno­se von Krank­hei­ten zu tun hat? Spoi­ler-Alarm: sehr viel! Der Grund, war­um Frau­en so viel häu­fi­ger von Depres­sio­nen und Angst­er­kran­kun­gen betrof­fen sind als Män­ner, war­um Män­ner jedoch weni­ger oft Ärzt*innen auf­su­chen und sich behan­deln las­sen, liegt u. a. in den ste­reo­ty­pi­schen Vor­stel­lun­gen und Rol­len­bil­dern, die wir im Lau­fe unse­res Auf­wach­sens erlernt haben. Und: Frau­sein im Patri­ar­chat bedeu­tet Gefähr­dung auf vie­len Ebenen.

Der Man­gel an öko­no­mi­scher Sicher­heit, die kör­per­li­che und psy­chi­sche Gewalt, denen Frau­en sehr viel häu­fi­ger aus­ge­lie­fert sind, und die Dop­pel­be­las­tung, die durch Arbeit und Care-Arbeit auf den Schul­tern von Frau­en las­tet, sind zusätz­li­che Grün­de dafür, war­um weib­li­che Per­so­nen zur Risi­ko­grup­pe zäh­len und durch unzu­rei­chen­de Kran­ken­ver­sor­gung aber­mals benach­tei­ligt sind.

Damit und mit vie­len wei­te­ren The­men rund um psy­chi­sche Gesund­heit bzw. Män­gel in der Gesund­heits­ver­sor­ung beschäf­tigt sich Autorin, Femi­nis­tin und Kul­tur­wis­schen­schaft­le­rin Bea­tri­ce Frasl in ihrem aktu­el­len Buch. Eine Lese-Emp­feh­lung für jeden und jede!