Online-Führungen: „Große Autorinnen. Große Visionen.“

08.03.2021 Lite­ra­tur­mu­se­um, Ariadne

Am 8. März ist inter­na­tio­na­ler Frau­en­tag. Aus die­sem Anlass gibt es gleich zwei kos­ten­lo­se Online-Füh­run­gen im Lite­ra­tur­mu­se­um: „Ent­de­cke­rin­nen und Auf­de­cke­rin­nen“ stellt bekann­te und weni­ger bekann­te Schrift­stel­le­rin­nen in der Dau­er­aus­stel­lung vor, „Frau­en schrei­ben Zukunft“ rückt die Autorin­nen in der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Uto­pien und Apo­ka­lyp­sen“ ins Zen­trum. Dar­über hin­aus lädt die Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bi­blio­thek am Sonn­tag, 7. März bei frei­em Ein­tritt ins Lite­ra­tur­mu­se­um, um sich anhand der aus­ge­stell­ten Ori­gi­na­le Anre­gun­gen für Lek­tü­ren zum Frau­en­tag zu holen.

» Hier geht es zur Anmel­dung für die Füh­rung zur Dau­er­aus­stel­lung um 17 Uhr

» Hier geht es zur Anmel­dung für die Füh­rung zur Son­der­aus­stel­lung um 18 Uhr

fraueninbewegung.onb.ac.at

 

Diskussion: „Eine Union der Gleichheit?“

„Eine Union der Gleichheit?“

Stand­ort­be­stim­mung auf dem Weg zur Gleich­stel­lung der Geschlech­ter in der Euro­päi­schen Union

Debat­tie­ren Sie am Diens­tag, den 9. März von 14 bis 16 Uhr online mit!

Begrü­ßung:
Chris­ta Kirch­mair und Maria Rösslhu­mer, stv. Vor­sit­zen­de des öster­rei­chi­schen Frauenrings
Frank Piplat, Lei­ter des Ver­bin­dungs­bü­ros des Euro­päi­schen Parlaments

Stand­ort­be­stim­mung:
Eve­lyn Reg­ner (Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te SPÖ/S&D),
Vor­sit­zen­de des Aus­schus­ses für die Rech­te der Frau und die Gleich­stel­lung der Geschlechter)

Brea­kout-Ses­si­ons zu fol­gen­den Themen:

Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen: Bricht die EU die glä­ser­ne Decke?
mit Eve­lyn Reg­ner und Maria Rauch-Kal­lat (Frau­en­mi­nis­te­rin a.D., Grün­de­rin „Club Alpha“)

Geschlech­ter­ge­rech­tes Bud­get: Wel­ches Gewicht hat die Gleich­stel­lung im EU-Haus­halt und beim Wie­der­auf­bau nach Corona?
mit Moni­ka Vana (Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te, Grü­ne/­Grü­ne-EFA) und Katha­ri­na Mader (Öko­no­min, WU)

Digi­ta­li­sie­rung: Wie ent­wi­ckeln sich die Geschlech­ter­rol­len in Tech­nik und sozia­len Medien?
mit Ange­li­ka Win­zig (Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te, ÖVP/EVP) (ange­fragt) und Vivi­en Blech­ner (@Vanillaholica)

Mode­ra­ti­on: Jonas Vogt (frei­er Journalist)

Anmel­dung: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/Frauentag2021

Online-Lesung aus den Vulvina Monologen

„Wie eine Kriegerin – frisch und blutig aus der Schlacht“

Lesung zwei­er Tex­te aus den Vul­vina Mono­lo­gen anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Frauen*kampftages
Veranstalter*innen: Das Kol­lek­tiv V‑MUSKEL
Datum: 9. März, 19:00 – 19:40 via Zoom

Zoom Mee­ting:
https://us04web.zoom.us/j/78942774001?pwd=eEgwOEtxTnR3cVZmNWg1YStIU2N6UT09

Mee­ting ID: 789 4277 4001
Pass­code: CXyG9Y

Das Pro­jekt „Vul­vina Mono­lo­ge“ ver­steht sich als Aktua­li­sie­rung von Eve Ens­lers Stück „The Vagi­na Mono­lo­gues“ aus dem Jahr 1998 mit spe­zi­el­lem Fokus auf die aktu­el­le Situa­ti­on jun­ger Frau­en* in Wien. Wir erar­bei­te­ten einen Text, der unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven auf die Fra­ge ver­sam­melt, wie jun­ge Frau­en* in Wien heu­te die Bezie­hung zum eige­nen Kör­per erle­ben, wel­che Hür­den und Chan­cen sie im All­tag wahr­neh­men. The­men, die in den „Vul­vina Mono­lo­gen“ auf­ge­grif­fen wer­den, sind die Sprach­lo­sig­keit rund um die „Vagi­na“ und die „Vul­va“, sexua­li­sier­te und gen­der­be­zo­ge­ne Gewalt, die aktu­el­le frauen*politische Lage in Öster­reich v. a. mit Hin­blick auf den Gewalt­schutz sowie damit zusam­men­hän­gen­de The­men, die die Lebens­wirk­lich­keit von Frau­en* in Wien heu­te prä­gen, z. B. Kör­per­bil­der, Selbst­be­stim­mung, Por­no­gra­phie, Sexis­mus, Frau­en-Gesund­heit etc.
Umge­setzt wur­de das Pro­jekt von einer Grup­pe jun­ger moti­vier­ter Frau­en*, die in den Berei­chen Lite­ra­tur, Phi­lo­so­phie, Kul­tur, Bil­dung, Sozia­les, Frau­en­po­li­tik und femi­nis­ti­sche Arbeit sowie Akti­vis­mus tätig sind und unter dem Kol­lek­tiv­na­men V‑MUSKEL auf­tre­ten. Unser Ziel ist es, durch die gewähl­ten künst­le­ri­schen Mit­tel Sprech-Tabus in Bezug auf weib­li­che* Inti­mi­tät auf­zu­bre­chen und unser Publi­kum für die­se The­men zu sen­si­bi­li­sie­ren. Dar­in sehen wir einen wich­ti­gen Bei­trag zur Prä­ven­ti­on gen­der­be­zo­ge­ner Gewalt und zur För­de­rung von Frauen*-Selbstbestimmung.

Nun wol­len wir im Rah­men des Inter­na­tio­na­len Frau­en­kampf­ta­ges zwei der durch die „Vul­vina Mono­lo­ge“ auf­ge­wor­fen The­men, näm­lich Tabus um Mens­trua­ti­on und Sexis­men im All­tag erneut anspre­chen, in Form einer Online-Lesung am 9. März 2021 um 19:00 (vor­aus­sicht­li­ches Ende 19:40).
Die Teil­nah­me ist kostenfrei.

Frauenstreik? Feministischer Streik? Online-Event vor dem 8. März

Der dies­jäh­ri­ge 8. März steht unter dem Vor­zei­chen der glo­ba­len Kri­se des Kapi­ta­lis­mus – und all den Aus­wir­kun­gen, die die­se Kri­se für Frau­en mit sich gebracht hat. Doch Frau­en haben auch gezeigt, dass sie sich gegen die­se Aus­wir­kun­gen weh­ren: Sei es im Gesund­heits- und Sozi­al­be­reich, bei #BLM, in der Kli­ma­be­we­gung oder gegen Gewalt an Frau­en – über­all ste­hen sie an der vor­ders­ten Front. In den letz­ten Jah­ren gab es inter­na­tio­nal gro­ße Kämp­fe um Frau­en­rech­te – zuletzt mit einem rie­si­gen Erfolg in Argen­ti­ni­en um das Recht auf Schwan­ger­schafts­ab­bruch. Wir brau­chen mehr denn je eine sozia­lis­tisch-femi­nis­ti­sche Bewe­gung von unten. Dabei steht die Idee eines femi­nis­ti­schen Streiks immer wie­der auf der Tagesordnung. 

Dis­kus­si­on mit Aktivist*innen aus unter­schied­li­chen Berei­chen und Län­dern zu fol­gen­den Fragen:
Strei­ken für Frau­en­rech­te – aber wie? Erfah­run­gen über Streiks in Schu­le, Uni und Betrieb, wel­che Gewerk­schaf­ten braucht es eigent­lich, wel­che Leh­ren kön­nen aus den femi­nis­ti­schen Streiks in Spa­ni­en und Polen gezo­gen wer­den und wie kön­nen wir Ver­bes­se­run­gen und ech­te Ver­än­de­rung erkämpfen?

Redner*innen:
*ROSA-Aktivist*innen aus Spa­ni­en, Polen und Irland
*Aktivist*innen aus der Klimabewegung
*Aktivist*innen aus dem Gesund­heits- und Sozi­al­be­reich und aus der Basis­in­itia­ti­ve „Sozi­al aber nicht blöd“

Online-Kinoabend: „We want Sex!“

Die Grü­ne Frau­en Wien und ihre Spre­che­rin Vik­to­ria Spiel­mann laden herz­lich zum Online Kino­abend zum amü­san­ten Klas­sen- und Geschlech­ter­kampf mit den Waf­fen der Frau­en „We Want Sex!“ ein: 1968 begeh­ren die weni­gen Frau­en, die im eng­li­schen Ford-Werk in Dagen­ham arbei­ten, plötz­lich auf und for­dern erst­mals in der Geschich­te glei­chen Lohn wie ihre männ­li­chen Kol­le­gen – sehr befremd­lich für die Männerwelt.

Im Anschluss folgt eine Dis­kus­si­on mit der Öko­no­min Katha­ri­na Mader von der WU Wien, der grü­nen nicht-amts­füh­ren­den Stadt­rä­tin Judith Püh­rin­ger und der Spre­che­rin der Grü­nen Frau­en Wien Vik­to­ria Spiel­mann über die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen für Frau­en in der Arbeits­welt auf­grund der Covid-19 Pandemie.

Beginn des Films: 17.00 Uhr, Film­dau­er: 113 Min.
Dis­kus­si­on via Zoom von 19.15 – 20.15 Uhr

Die Links zum Film und zur Dis­kus­si­on wer­den recht­zei­tig zugesandt.
Bit­te unbe­dingt bis 5.3., 13 Uhr anmel­den bei gruene.frauen.wien@gruene.at

Radio ORANGE 94.0 Spezialprogramm zum 8. März

Radio ORANGE 94.0 Schwerpunktprogramm zum 8. März

8.3.2021, ganz­tä­gig – ab 7:00 bis Mitternacht
on air auf UKW 94.0 und online auf o94.at

Zum inter­na­tio­na­len femi­nis­ti­scher Kampf­tag am 8. März gibt es auch die­ses Jahr wie­der ein Spe­zi­al­pro­gramm bei Radio ORANGE 94.0. Es geht um Mäd­chen­ra­dio und Radio­ver­net­zung, Bünd­nis­se und Quo­ten, Arbeits­welt und Wahl­recht, Sexua­li­tät und Selbst­be­stim­mung, Freiheitskämpfer_innen und Held_innen, Kindergärtner_innen und Stadtplaner_innen, Sub­ver­si­ves Hand­ar­bei­ten und Musik, femin­in­i­ty und que­er­ness, Fei­ern und Demons­trie­ren und noch vie­les mehr – ab 7:00 on air.

Einen Über­blick über das gesam­te Pro­gram gibt es hier: https://o94.at/programm/programm-uebersicht?datum=2021–03-08

Demo zum internationalen Frauentag: Mehr Geld für Gesundheit, Bildung und Soziales

5 Tage vor dem 8.März wol­len wir auf die Stra­ße gehen und unse­re For­de­run­gen verbreiten:

Die Coro­na-Kri­se hat alle Pro­ble­me, die wir schon vor­her hat­ten ver­schärft: Sexis­mus, Gewalt an Frau­en, Über­las­tung, Arbeits­druck, sozia­le Not. Frau­en sind dabei beson­ders stark betrof­fen: Die meis­ten Coro­na-Arbeits­lo­sen sind weib­lich, wir sind die­je­ni­gen, die sich meis­tens um die Kin­der­be­treu­ung & Haus­halt wäh­rend der Iso­la­ti­on küm­mern müs­sen und außer­dem arbei­ten in den meis­ten „sys­tem­re­le­van­ten“ Bran­chen mehr­heit­lich Frau­en: Han­del, Gesund­heits- und Sozi­al­be­reich, Bil­dungs­sek­tor usw. Der 8. März fin­det inmit­ten der Coro­na-Kri­se statt, die auf unse­rem Rücken aus­ge­tra­gen wer­den soll: Dage­gen müs­sen wir uns wehren!

Kämp­fe mit uns für:

- ech­ten Gewalt­schutz statt Sym­ptom­be­kämp­fung: Aus­rei­chend Schutz­ein­rich­tun­gen und Frau­en­häu­ser, aber auch leist­ba­ren Wohn­raum, höhe­re Löh­ne und eine Min­dest­si­che­rung, von der man/frau leben kann
– flä­chen­de­cken­de, kos­ten­lo­se Kin­der- und Jugend­be­treu­ung: Coro­na-sicher und mit bes­se­ren Arbeits­be­din­gun­gen für die Beschäftigten
– Schluss mit Leis­tungs­druck und Kon­kur­renz: Coro­na-siche­rer Unter­richt an Schu­len, klei­ne­re Klas­sen, mehr Lehr­kräf­te und Wahl­frei­heit beim Schul­ab­schluss ob Durch­schnitts­no­te oder Matu­ra­prü­fung – Matu­ra und Stu­di­en­be­rech­ti­gung für alle!

- Mehr Geld für Gesund­heit, Bil­dung und Sozia­les: Wir brau­chen eine bedarfs­ge­rech­te Aus­fi­nan­zie­rung die­ser Berei­che und ein Gesund­heits­sys­tem, das nicht nach Pro­fit aus­ge­rich­tet ist
– Schluss mit Ent­las­sun­gen und Stel­len­ab­bau: Wir müs­sen jeden Arbeits­platz ver­tei­di­gen und die Coro­na-Pro­fi­teu­re zur Kas­sa bitten
…und noch mehr!

Zeit und Ort: 3.3.2021, 17h30, Urban-Loritz-Platz

Online-Tanzprobe One Billion Rising Austria 2021

Die Cho­reo­gra­phie für „Break the Chain“ noch­mal in Erin­ne­rung rufen?

Das könnt ihr bei der Online-Tanz­pro­be für One Bil­li­on Rising Aus­tria 2021 – offen für alle Inter­es­sier­ten, kei­ne Vor­kennt­nis­se notwendig!

Die Tanz­pro­be fin­det heu­te Don­ners­tag, 11.02.21 um 18:45 per Zoom statt. Lei­ten wird die Pro­be eine Tanz­leh­re­rin vom Street Moti­on Stu­dio Innsbruck.
Hier fin­det ihr die Zugangs­da­ten: https://1billionrising.at/obr-online-tanzprobe-11–2‑21/

Wir freu­en uns schon mit euch zu tanzen!
Strike! Dance! Rise!

Demo: „Heraus zum 110. Internationalen Frauen.Kampf.Tag!“

Die Ver­an­stal­tung wird orga­ni­siert von Frau­en­streik + FZ.

Her­aus zum 8. März – Inter­na­tio­na­ler Frauenkampftag!

11:00–13:00: dezen­tra­le Frauenstreik-Aktionen

mit Kol­le­gin­nen, Nach­ba­rin­nen, Freun­din­nen gemein­sam auf die Stra­ße gehen, auf Kreu­zun­gen sicht­bar sein…und sin­gen, rufen, musi­zie­ren, mit Koch­töp­fen Lärm machen, Kaf­fee oder Tee trin­ken, Pla­ka­te und Trans­pa­ren­te zeigen
Betriebs­ver­samm­lun­gen (im Betrieb oder an öffent­li­chen Orten)
ver­län­ger­te Mittagspausen
Trans­pa­ren­te oder lila Tücher aus dem Fens­ter hängen

17:00: Frau­en­de­mo

Frau­en, Les­ben, Migran­tin­nen weh­ren sich und kämp­fen radi­kal: Gegen Patri­ar­chat und Kapital

17:00: Auf­takt­kund­ge­bung, Yppen­platz, 1160 (mit Berich­ten von Frau­en­streik-Aktio­nen, Betriebs­ver­samm­lun­gen, Rede­bei­trä­ge, Musik,…)
18:00: Frau­en­de­mo (über den Schub­hä­fen Her­nal­ser Gür­tel, AKH Spi­tal­gas­se zum FZ, Wäh­rin­ger Stra­ße 59, 1090)
ab ca 19:30: Abschluss­kund­ge­bung im FZ-Hof (zur aktu­el­len Situa­ti­on des FZ und mit Kulturprogramm)

Alles unter Berück­sich­ti­gung der COVID-Vor­schrif­ten (FFP2-Mas­ken und min. 2 Meter Abstand)
_______________________

17:00 bis 20:00: Kin­der­be­treu­ung im Innen­hof des FZ (Wäh­rin­ger Stra­ße 59);
bei Regen in den Räum­lich­kei­ten vor Ort – Kin­der­grup­pe „Gemein­sam spielen“.
ab 18:00: Streikküche
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Es rufen auf:
ADKH-Avus­tu­rya ‑Euro­päi­sches Frau­en­so­li­da­ri­täts­ko­mi­tee-Öster­reich, Ale­vi­ti­sche Frau­en, AÖF – Ver­ein Auto­no­me Öster­rei­chi­sche Frau­en­häu­ser, Aves­ta-Kur­di­sche Frau­en in Öster­reich, Femi­nis­ti­sche Allein­er­zie­he­rin­nen, Frau­en­streik, FZ-Ver­ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trum für Frau­en Les­ben Migran­tin­nen Mäd­chen, KOM­in­tern-Kom­mu­nis­ti­sche Gewerk­schafts­in­itia­ti­ve inter­na­tio­nal, KJÖ-Kom­mu­nis­ti­sche Jugend, Mor Kızıl/­Li­la-Rotes-Kol­lek­tiv, Platt­form 20000frauen, Rotes Frau­en­ko­mi­tee Wien, SKB, Ver­ein femi­nis­ti­scher Dis­kurs, WAS-Wie­ner Arbei­te­rIn­nen-Syn­di­kat, Yeni Kadin

Ver­an­stal­tung für Cis-Frauen.
Infor­ma­tio­nen zur gro­ßen Demo für alle fin­det ihr hier. (Anm. d. Red.)

Take Back The Streets: Demo zum internationalen feministischen Kampftag

Take Back The Streets: Demo und Kundgebung zum internationalen feministischen Kampftag am 8. März 2021

Start: 17:00 Uhr, Ste­phans­platz / Ende: 19:30 Uhr, Sigmund-Freud-Park

Dies­jäh­ri­ges The­ma: Gemein­sam in der Isolation!

- Ver­ein­ze­lung im Kapitalismus
Die Iso­la­ti­on durch die Pan­de­mie führt bei uns allen dazu, dass
kapi­ta­lis­ti­sche Unter­drü­ckungs­me­cha­nis­men unse­re Unsi­cher­heit, etwa am
Arbeits­platz, noch ver­stär­ken. Die Tren­nung zwi­schen öffent­li­chem und pri­va­tem Raum (zwi­schen Lohn- und Care-Arbeit) wird durch die Regie­rungs­maß­nah­men wei­ter ver­stärkt. Es ver­fes­tigt sich eine kon­ser­va­ti­ve Defi­ni­ti­on von Arbeit. An uns wird die kapi­ta­lis­ti­sche For­de­rung gestellt, sich den gesund­heit­li­chen Gefah­ren bei der Lohn­ar­beit aus­zu­set­zen, bei gleich­zei­ti­gen Ein­schrän­kun­gen im pri­va­ten Bereich und auch zum Bei­spiel bei der Sexarbeit.

- Que­e­re Gesundheit
Gera­de für que­e­re Per­so­nen spielt die Com­mu­ni­ty eine gro­ße Rolle.
Aus­tausch ist für die men­ta­le Gesund­heit wich­tig. Schon immer waren
LGBTQI*A+ Per­so­nen (les­bi­an, gay, bi, trans, que­er, inter*,
asexual/aromantic) dar­auf ange­wie­sen, sich ihre eige­ne Fami­lie abseits
bio­lo­gi­scher Ver­wandt­schafts­ver­hält­nis­se zu suchen. Auf Grund der
Aus­gangs­be­schrän­kun­gen kön­nen wir die­se Fami­li­en jetzt nicht treffen.

- Bezie­hun­gen
Rege­lun­gen in den Lock­downs ori­en­tie­ren sich ledig­lich am Ide­al der
hete­ro­se­xu­el­len bür­ger­li­chen Klein­fa­mi­lie. Ande­re Bezie­hungs­for­men, wie
etwa die gleich­ge­schlecht­li­cher Partner_innen, poly­amo­rö­ser Per­so­nen und
Ein-Eltern-Fami­li­en wer­den dadurch noch wei­ter mar­gi­na­li­siert und
diskriminiert.

- Allein­er­zie­hen­de
Alleinerzieher*innen waren und sind wäh­rend der Lock­downs iso­liert und
von ihren Netz­wer­ken getrennt. Sie wer­den allein­ge­las­sen, was ihre
psy­chi­sche Gesund­heit noch wei­ter belas­tet. Auch die Ver­ein­bar­keit von
Lohn‑, Care- und Repro­duk­ti­ons­ar­beit wird erschwert, da wir nicht auf
erwei­ter­te Netz­wer­ke zurück­grei­fen können.

- Netz­wer­ke
All­ge­mein hat die Coro­na Pan­de­mie dazu geführt, dass sozia­le und
poli­ti­sche Räu­me /Netzwerke/Gruppen nicht nur schwe­rer zugäng­lich sind
son­dern mit­un­ter völ­lig ver­schwin­den. Die­ses Feh­len von Netz­wer­ken führt
zu einer Iso­la­ti­on, die lebens­ge­fähr­lich sein kann, da zum Beispiel
Aus­we­ge aus Gewalt­dy­na­mi­ken feh­len. Zudem wer­den Frei­zeit­an­ge­bo­te und
ohne­hin schon spär­li­che Ein­rich­tun­gen zur psy­chi­schen Versorgung
ein­ge­schränkt, gera­de dann wenn wir es am drin­gends­ten brau­chen würden.

- Gewalt
Nach wie vor pas­siert die meis­te Gewalt gegen FLI*NT-Personen (Frau­en,
Les­ben, inter*, nicht-binär und trans) in den eige­nen vier Wän­den. Durch
eine Poli­tik die sowie­so kei­nen Wert auf unse­re Sicher­heit legt, und
ver­schärft durch die Coro­na-Pan­de­mie, gibt es für Betrof­fe­ne auch keine
oder viel zu wenig Schutzräume.

- Dis­kri­mi­nie­rung von asia­ti­schen Personen
Asia­tisch gele­se­ne Per­so­nen wer­den seit Beginn der Pan­de­mie vermehrt
ras­sis­tisch ange­grif­fen und unter Gene­ral­ver­dacht gestellt, was zu noch
mehr Iso­la­ti­on führt. Das zeigt sich bei­spiels­wei­se durch großräumiges
Aus­wei­chen, ver­ba­le Über­grif­fe oder auch tät­li­che Angrif­fe. Auch
ver­schwö­rungs­theo­re­ti­sche Ideo­lo­gien tra­gen maß­geb­lich zur Ausgrenzung
bei.

# Hygie­ne­kon­zept #
Bit­te hal­tet alle 2 Meter Abstand zu ande­ren Per­so­nen und tragt
einen Mund-Nasen-Schutz (am bes­ten FFP2).

# Pro­gramm #
17:00 Kund­ge­bung mit Rede­bei­trä­gen am Stephansplatz
18:00 Start Demozug
19:30 Abschluss­kund­ge­bung mit Rede­bei­trä­gen im Sigmund-Freud-Park

- Die Demo ist offen für alle Geschlechter -