Pressekonferenz „Wanted! Frauenpolitik“
Frauenorganisationen zum Internationalen Frauentag 2022
„Gerade die letzten Monate haben gezeigt, dass die Lage für Frauen und Mädchen immer angespannter wird. Die Liste der frauenpolitischen Baustellen ist lang: lückenhafte Umsetzung der Gewaltschutzmaßnahmen, finanzielle Benachteiligung der so wichtigen Frauen- und Mädchenberatungsstellen und der Frauenhäuser, fehlende frauenpolitische Akzente in der Arbeitsmarktpolitik, keine brauchbaren Maßnahmen gegen Armut in Folge der Teuerungen, keine Fortschritte beim Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen. Zusätzlich soll ein Kindschaftsrecht umgesetzt werden, das von feministischen Expertinnen sehr kritisch gesehen wird. All das wird fatale Folgen für die Zukunft haben, wenn wir nicht gegensteuern“, stellt die Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, Klaudia Frieben, bedauernd fest.
„Frauenpolitik findet in Österreich derzeit kaum statt. Deshalb werden wir uns am Internationalen Frauentag 2022 lautstark zu Wort melden“, so Frieben.
Öffentliche Pressekonferenz am 8. März 2022, von 8.30 – 9.30 Uhr am Ballhausplatz
Rednerinnen:
Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings
Rosa Logar, Allianz GewaltFREI Leben
Andrea Czak, Geschäftsführende Obfrau des Vereins Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A
Eva Maria-Holzleitner, Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses
Elisabeth Cinatl, Vorsitzende Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser – AÖF
Medienvertreter*innen sind herzlich willkommen!
Die Pressekonferenz wird auch via Facebook-Livestream übertragen.
Rückfragen & Kontakt:
Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings
office@frauenring.at
Tel. 0664–6145800
Infostand der Grünen Meidling anlässlich des Internationalen Frauentags
mit Kaffee und Kuchen, zusammen mit StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt Meidling
Ort und Zeit; 9.3.2022, 11:15–13:15 am Meidlinger Markt
Rechtsfolgen einer Scheidung: Unterhalt, Alimente und vermögensrechtliche Aufteilung
• Rechtliche Situation in einer Lebensgemeinschaft und bei Auflösung derselben
• Fragen zur Obsorge und zum Kontaktrecht
• Psychosoziale Aspekte von Trennung und Scheidung
• Ist Mediation für mich sinnvoll?
Leitung: Dr.in Barbara Stekl, Juristin
Anmeldung: stekl@frauenberatenfrauen.at
Sie erhalten rechtzeitig vor Beginn einen Link zur Teilnahme.
Dienstag, 15. März 2022 | 19 – 21 Uhr
Kostenloses Webinar mit der Rechtsanwältin Mag.a Sonja Aziz
Um am Webinar teilzunehmen, bitte um Anmeldung hier.
Der Zoom-Link wird im anschließenden Bestätigungsmail zugeschickt.
Worum geht es?
Österreich nimmt im Rahmen seiner Gewaltschutzgesetze eine internationale Vorreiterrolle ein, dennoch gibt es nach wie vor Lücken und Rechtschutzdefizite in der Umsetzung. Strafverfahren wegen häuslicher Gewalt werden vorschnell von der Staatsanwaltschaft eingestellt, die Verurteilungsquote ist nach wie vor niedrig. In Pflegschaftsverfahren bleibt das Erleben bzw. Miterleben von Gewalt weitgehend unberücksichtigt. Dabei ist wissenschaftlich belegt, dass auch miterlebte Gewalt Kinder traumatisieren kann. Gemeinsame Obsorge gilt in der derzeitigen Rechtsprechung der Gerichte in allen Instanzen als Regelfall und wird seitens der Gerichte trotz Gewalt und im Widerspruch zu den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen, wie § 138 ABGB betreffend die Kriterien des Kindeswohls, angeordnet.
Mit der Ratifizierung der Istanbul Konvention hat sich Österreich zur umfassenden Bekämpfung aller Formen von Gewalt an Frauen sowie zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtet. Die Konvention umfasst alle Formen von Gewalt gegen Frauen. Auch psychische Gewalt ist davon umfasst und muss bei Entscheidungen über das Kontaktrecht und die Obsorge berücksichtigt werden. Diese dürfen die Rechte und die Sicherheit des Opfers oder der Kinder nicht gefährden.
Gewaltschutz von Frauen und Kindern muss nachdrücklich und verlässlich im Familienrecht verankert und von den Familiengerichten berücksichtigt werden. Der Gewaltschutz darf durch das Kontaktrecht des Vaters nicht ausgehebelt werden. Welche Rechte die Istanbul Konvention konkret vorsieht und welche Maßnahmen es noch umzusetzen gilt, erfahren Sie in diesem Webinar.
Anschließend Diskussionsmöglichkeit.
*Triggerwarnung: Gewalt an Frauen, Lesben, Inter‑, Non-binary, Trans- und Agender-Personen (FLINTA)*
Der Blick am Bahnsteig. Das Schnalzen vorm Café. Der Kommentar vom Chef. Die Hand im Club. Das ungewollte Dickpick auf Tinder. Der Rape nach dem Date. Schreie, Schläge, Tritte. Überwachung, Erpressung, Drohungen. Femizide sind die tödlichste Form von Gewalt gegen Frauen, Lesben, Inter‑, Non-binary, Trans- und Agender-Personen.
2021 gab es mindestens 31 Femizide in Österreich. 2022 bereits zumindest 4. Das sind keine Einzelfälle. Keine Beziehungsdramen. Die Gewalt hat System. Das System heißt Patriarchat. Das Patriarchat diskriminiert und marginalisiert. Das Patriarchat tötet. Wir müssen es zerschlagen! Jetzt! Aber was braucht es, um Gewalt gegen Frauen bzw. FLINTA-Personen zu stoppen? Welche politischen Maßnahmen und Ressourcen braucht es konkret in Wien? Und was können wir tun, um das zu erreichen? Als Betroffene, als Allys, als Aktivist*innen, als Bezirksrät*innen, als LINKS?
Darüber diskutieren wir online am 10.3. um 19:00 mit:
– Irma Lechner, Frauenhäuser Wien
– Isabel Haider, Expertin für Strafrecht
– Tina, Aktivistin bei LINKS und Revolution
– Clara Bauer von der Initiative StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt
Moderiert von Anna Fox, LINKS-Bezirksrätin in Wien Neubau
Komm und bring dich ein! Wir freuen uns auf dich!
Hier der Link: https://univienna.zoom.us/j/6416435
aus der Kursreihe sicher IN DIE NEUEN ZEITEN
Veranstalter: VHS Wiener Urania
Datum: 07.03.2022, 18:00 – 19:30 Uhr
Kursleitung: Teresa Ulleram, BA MA
Kursort: Webinar
TeilnehmerInnen: 8 – 100
Kurs-Nr. 24811010
Femizide, sprich Frauentötungen als Folge geschlechtsspezifischer Benachteiligung, sind die ultimativste Gewaltform und sind Ausdruck eines aus Stereotypisierungen und entsprechender Sozialisierung resultierenden strukturellen Phänomens. Was braucht es, um tödliche Gewalt gegen Frauen zu verhindern?
Teresa Ulleram studierte Afrikawissenschaften und Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien. Ihre Masterarbeit verfasste sie zum Thema „Frauenmorde in Österreich“. Seit Juni 2020 ist sie in der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie tätig.
Anmeldung hier.
Der Zoom-Link zu diesem Webinar wird Ihnen 1–2 Stunden vor dem Vortrag per E‑Mail übermittelt.
Nehmt ihr uns eine*, antworten wir alle!
Keine* einzige* weniger!
+++Kundgebung: Mittwoch, 02.03.2022, 18:00 Uhr, am ehem. Karlsplatz +++
Am 24.2. wurde eine Frau* in Wien von ihrem Partner getötet. Wir zählen nun den 6. Feminizid in Österreich!
Wir werden keinen Feminizid mehr unbeantwortet lassen, bis wir keine* einzige* weniger sind!
Für ein Ende patriarchaler Gewalt!
Für ein Ende von Nationalismus und Krieg!
Für ein Ende von Militär und Staat!
Nehmen wir uns gemeinsam Raum gegen die Vereinzelung, um uns gegenseitig auszutauschen, gemeinsam feministische Positionen zu finden und uns zu stärken!
Ni una* menos!
Keine* einzige weniger!
Alerta Feminista!
Am 8. März um 15 Uhr, könnt ihr die streitbare Lehrerin und Pionierin der Frauenrechte, Auguste Fickert (1855−1910) auf einem theatralen Spaziergang durch das Cottageviertel begleiten.
Fickert lebte mit ihrer Lebensgefährtin Ida Baumann zusammen und setzte sich öffentlich für die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ein. Ihre Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, ihr Kampf gegen Kinderarbeit, ihr Austritt aus der Kirche, u.ä. „Verfehlungen“ trugen ihr mehrere Disziplinarverfahren ein.
Sie politisiert sich, als man ihr das Wahlrecht, das sie steuerzahlende Lehrerin ausüben durfte, wieder entzieht. Viktor Adler, der Führer der Sozialdemokraten, hielt das allgemeine Frauenwahlrecht für „utopisch“ und konzentrierte sich darauf, das allgemeine Wahlrecht für Männer zu erstreiten.
Der theatrale Spaziergang mit Auguste Fickert, alias Stadtführerin Susanna Oberforcher, endet bei dem Fickert-Denkmal. Dieses ihr gewidmete Denkmal ist allein schon deswegen bemerkenswert, weil es eines von fünf Denkmälern ist, die Frauen gewidmet sind, von den ca. 200 Denkmälern, die es insgesamt in Wien gibt.
Treffpunkt: 8. März 2022, 15 Uhr, Werkmanngasse 2, 1190 Wien
Buchung und Info unter www.geschichtespaziert.at
Die Preise steigen? Die Mieten werden teurerer? Das Geld aber weniger? Du bekommst keinen Unterhalt? Alleine mit Home Office und Home Schooling?
Mach auf deine Lage aufmerksam und schließe dich dem Alleinerziehenden-Block auf der Demo am Internationalen feministischen Kampftag (8. März) an.
Wir sind von 14:00 bis 16:30 am Karlsplatz, bei einer Standkundgebung gemeinsam mit anderen Organisationen. Da ist genug Zeit und Raum, um dich von uns beraten oder informieren zu lassen, Kuchen und Jause zu essen und dich mit anderen Alleinerziehenden auszutauschen. Nimm auch deine Kinder mit! Für sie gibt es Unterhaltungsangebote, wie Kinderschminken, malen, etc.
Ab 16:30 gehen wir gemeinsam zu Wien Mitte, wo der Demozug um 17:00 startet. Hier bilden wir zusammen einen sichtbaren Alleinerziehenden-Block, um auf uns und unsere Situation aufmerksam zu machen. Für Kinder gibt es eine zwischenzeitliche Mitfahrgelegenheit im Lastenrad / Leiterwagerl.
Gemeinsam gegen Sexuelle Belästigung und Catcalling!
Als Vorbereitung für den feministischen Kampftag am 8. März veranstalten wir am Sonntag unser erstes Chalk Back Event am Platz der Menschenrechte in Wien.
Das erwartet euch:
Viele bunte Straßenkreiden um:
– eigene Belästigungserfahrungen anzukreiden
– anonyme Catcalls die wir bereits erhalten haben zu kreiden, um Solidarität auszudrücken
– Alternativen für Catcalls, also tatsächliche Komplimente anzukreiden
eine Box für eure Erfahrungen – anonym
Austausch und Netzwerken mit der Catcallsof Vienna Gruppe und feministischen Gleichgesinnten
Redebeiträge von den Mitgliedern und Gästen
Live Musik und eine super coole Playlist
Wann? Sonntag, 06.03.2022
Wo? Platz der Menschenrechte Wien
Um wie viel Uhr? 12.00 – 17.00
Es spielt keine Rolle ob ihr selber Betroffene seid, Interessierte, Unterstützende oder einfach mehr erfahren wollt. Wir freuen uns sehr und jeder*jede ist Willkommen!
P.S Du wohnst nicht in Wien? #catcallsofgraz veranstaltet am selben Tag ein Chalk Back Event um Catcalling „anzukreiden“!
– #catcallsofleoben am 8.3.22
– außerdem werden wir auf Instagram Live gehen um euch bestmöglich mitzunehmen!
Catcalls of Vienna ist Teil eines Movements mit Ursprung in New York, dass mittlerweile weltweit verbreitet ist. Die antisexistische Plattform macht in Form von Straßenkreidungen auf Belästigung im öffentlichen Raum aufmerksam.