20. Gegenwartsgespräch von ABZ*AUSTRIA mit Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner
Hochaktuelles Thema ist diesmal: „Gerecht oder Geschlecht? Gleichstellung als Grundlage für eine funktionierende Demokratie – und was es noch zu tun gibt“
Eva-Maria Holzleitner ist seit dem Frühjahr 2025 Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Zuvor war sie ab 2017 Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat als Frauen- und davor Jugendsprecherin. Aktuell ist sie auch Vorsitzende der SPÖ Frauen. Geboren 1993 in Wels, studierte Holzleitner Sozialwirtschaft an der Johannes-Kepler-Universität Linz. Schon früh engagierte sie sich politisch, insbesondere zu Fragen von Gleichstellung und gesellschaftlicher Teilhabe junger Menschen.
Frau Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner spricht über ihre frauenpolitischen Schwerpunkte: Lohntransparenz und die Schließung der Einkommensschere, eine gerechtere Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern, bessere Rahmenbedingungen für Beruf und Familie sowie den Ausbau der Frauengesundheitsforschung. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Gewaltschutz – vom Nationalen Aktionsplan bis zu konkreten Maßnahmen gegen digitale Belästigung.
Wie gewohnt, wird es auch für alle Teilnehmenden die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen.
Durch das Gespräch führen Manuela Vollmann und Daniela Schallert, Geschäftsführerinnen von ABZ*AUSTRIA.
Weitere Details zu unserer Impulsgeberin und unserem ABZ*AUSTRIA-Gegenwartsgespräch finden Sie in der beigefügten Einladung.
Vom 2. bis 8. März 2026 findet die Wiener Frauenwoche 2026 statt – mit rund 200 kostenlosen Veranstaltungen in der ganzen Stadt. Höhepunkt ist das „Offene Rathaus“ am Samstag, den 7. März 2026. Weitere Informationen und das detaillierte Programm gibt es hier: Wiener Frauenwoche 2026.
Es ist Zeit in den Ring zu steigen: Der Kampf ums EU-Budget hat längst begonnen
Der Vorschlag für das nächste 7‑jährige EU-Budget liegt am Tisch. Gleichstellung und Investitionen in Care haben das Nachsehen. Militarisierung, Festung Europa und „Wettbewerbsfähigkeit“ stehen im Vordergrund. Jetzt ist ein kurzes Zeitfenster, um gemeinsam für ein EU-Budget zu kämpfen, das das in den Mittelpunkt stellt, was Menschen wichtig ist. Alle 7 Jahre eine kleine Brise Demokratie. Wir machen daraus einen Wirbelwind und stellen klar, dass ohne Geld für Geschlechtergerechtigkeit und Care nichts geht. Die EU-Kommission drängt auf raschen Abschluss, um ihre einseitigen Pläne rasch durchzuziehen. Wir werden aktiv.
Der Österreichische Frauenring und FAIRsorgen! – Wirtschaften fürs Leben laden alle Mitglieder und Interessierten ein zum
Dr.in Elisabeth Klatzer ist Ökonomin, tätig als Forscherin, Aktivistin und Beraterin mit langjähriger Arbeitserfahrung im Bereich Budget- und Wirtschaftspolitik, feministische Ökonomie sowie Gender Budgeting, Mitbegründerin des europäischen Netzwerkes European Gender Budgeting Network und der Femmes Fiscales, eines zivilgesellschaftlichen Netzwerkes in Österreich, das sich für geschlechtergerechte Budget- und Steuerpolitik einsetzt. Sie ist Mitautorin des feministischen Konjunkturbudgets und bei der Plattform FAIRsorgen! aktiv.
Im Anschluss an den Vortrag laden wir ein zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion, wie wir die Regierung und Parlamentarier*innen dazu bringen, sich für unsere Ziele einzusetzen. Gibt es nämlich keine ausreichenden Fördermittel mehr auf EU-Ebene für Gleichstellung und Investitionen in Care, wird dies fatale Auswirkungen auf zahlreiche NGO’s in Österreich haben. Das Ende ist für 19.30 Uhr geplant.
Der Workshop zeigt, wie weibliche Sprachmuster Wirkung beeinflussen, warum Beiträge oft überhört werden und wie durch bewusste Sprache, Haltung und Technik mehr Präsenz, Klarheit und politische Durchsetzungskraft entstehen.
Die gesellschaftlichen Erwartungen an Mädchen und Frauen* hinterlassen bis heute ihre Spuren in weiblichen Sätzen und Reden. Das zeigen empirische Befunde zu interpersonaler Kommunikation wie auch die Stellung der Expertin in den Massenmedien. Im Berufsalltag machen Frauen* in Meetings konstruktive Vorschläge und werden oft einfach überhört. Ein paar Minuten später wird eine männlich gelesenen Person für denselben Vorschlag gefeiert. Da versteht frau* die Welt nicht mehr.
In diesem Workshop werden wir einander ganz genau zuhören und unsere Sprache mit den mitgelieferten Werkzeugen analysieren. Es geht darum, sprachliche Fußangeln zu erkennen und zu vermeiden. Wir wollen uns nicht länger hinter Sprachkonstruktionen verstecken, sondern uns Raum nehmen und sagen, was Sache ist. Dabei achten wir auf Sprechakte, Intonation, Fragepartikel, Negationen u.v.a.m.
Zielgruppe: Frauen*, die sich Gehör verschaffen wollen.
Dienstag, 12. März 2026, 18 Uhr, feminismen diskutieren
Teilzeit- und Care-Arbeit sind mehr als ‚Vollzeit‘
mit Gerlinde Mauerer (Sozialwissenschafterin, Geschlechter- und Familienforschung, feministische Theorien, Wien)
Wie kann eine faire gesellschaftliche Aufteilung von Care- und Erwerbsarbeit gelingen? Die Forschung zeigt: Trotz geschlechterpolitischer Fortschritte tragen Frauen mehr ‚Mental Load‘. Sorge für andere tragen betrifft uns alle, hat aber nach wie vor ein Geschlecht. Wie können Eltern, Gesellschaft und Politik dieses Ungleichgewicht überwinden? Im Fokus steht die Teilzeitarbeitsdebatte. Denn Vollzeitarbeit erhöht zwar die Pensionsbeiträge, stellt aber Eltern vor große Herausforderungen – oft auf Kosten der Gesundheit. Wie lässt sich diese Aufgabe lösen, anstatt sie zu individualisieren?
Moderation: Diana Köhler (VfW)
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Vortrag auch per Zoom bei Anmeldung bis Dienstag, 12.3. 12 Uhr an pr@frauenhetz.at
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen (VfW)
Workshop: Mädchen*redaktion: Einführungsworkshop am 8. März
Du hast was zu sagen, willst Interviews führen, im Studio moderieren oder das Mischpult bedienen? Du bist ein Mädchen und/oder queer und über 12 Jahre alt?
Komm vorbei am 8.März, ab 10:00 zu ORANGE 94.0, in die Klosterneuburgerstraße 1, 1200 Wien Melde dich an per E‑Mail an maedchenredax@o94.at
Der Einstiegsworkshop, soll dir all das ermöglichen und dir die Grundlagen an die Hand geben um deine Ideen hörbar zu machen! Keine Vorerfahrung notwendig!
„Sozial aber nicht blöd“ organisiert, wie schon in den vorangegangenen 2 Jahren eine Kundgebung für Betriebsversammlungen im öffentlichen Raum, für streikbereite Mitarbeiter:innegruppen, für Menschen, die zur Arbeitspolitik in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Bildung und Soziales Stellung beziehen wollen.
Da 70% der Mitarbeiter:innen im Sozialbereich Frauen sind, wird am Freitag, den 7. März 2025 zur Kundgebung um 14 Uhr auf der Mariahilfer Straße/Ecke Zieglergasse aufgerufen.
Wenn Ihr mitmachen wollt / Wenn Sie mitmachen wollen – eine BV im öffentlichen Raum kann vom Betriebsrat einberufen werden, damit die Kolleg:innen in der Arbeitszeit dabei sein können. Einige Betriebe beginnen mit der BV im Betrieb, um anschließend die BV im öffentlichen Raum fortzusetzen. Um auf eine der Fragen einzugehen, die bei uns eintreffen: Sie/Ihr könnt natürlich auch gerne als BR Gremium kommen!
Es hilft uns wenn Ihr/Sie Euch bei uns anmeldet. Redebeiträge aus den Betrieben haben Vorrang.
Kontakt zum Bündnis „Sozial aber nicht blöd“ hier: Link
Jedes Jahr findet am internationalen Frauentag das „Offene Rathaus“ statt.
Am Samstag, den 8. März 2025, wird für alle interessierten Besucher*innen von 15 bis 19.30 Uhr im Wiener Rathaus ein umfangreiches Programm geboten: Führungen, Workshops, Liveacts, Filmvorführung, Kinderbetreuung, Rollerskating und Informationsmöglichkeiten zu Themen wie Frauenpolitik, Arbeit, Bildung, Gewaltschutz, Gesundheit, Wohnen, Vielfalt, Mädchen und vielem mehr – alles bei freiem Eintritt.
Highlight: Ab 19.30 Uhr findet im Rahmen des Offenen Rathauses in der Volkshalle im Wiener Rathaus ein Clubbing hosted by Early EVE – die Party von Frauen für Frauen – statt (bis 23.30 Uhr).
Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit und Austausch
Datum: 06.03.2025, 9–11:30 Uhr Ort: online via Zoom Teilnahme kostenlos Anmeldung: per E‑Mail an veranstaltungen@frauenberatenfrauen.at oder via diesem Link Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie einen Link per E‑Mail einige Tage vor der Veranstaltung.
Gefühlsarbeit (Emotional Load) bedeutet, sich dafür verantwortlich zu fühlen, dass es allen Personen im Umfeld gut geht, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und auch zu erfüllen. Gefühlsarbeit ist die Grundlage, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Meist wird sie von Frauen* übernommen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext.
In klassischen Frauen*berufen muss besonders viel Gefühlsarbeit geleistet werden, wie z.B. in sozialen Berufen, aber auch im Dienstleistungssektor. Hier wird von den ausführenden Personen verlangt, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zurückzustecken, zugunsten der Bedürfnisse anderer. Und auch in der Familie sind es in erster Linie Frauen*, die die emotionale Versorgung übernehmen. Das hat langfristig Auswirkungen, auf unser Wohlbefinden, die Beziehung zu uns selbst und unsere Gesundheit.
Im Vortrag geht es unter anderem darum: Was ist Gefühlsarbeit? Was ist Emotional Load? Warum ist sie nach wie vor in erster Linie Frauen*sache? Welche Auswirkungen hat dies physisch und psychisch? Gefühlsarbeit im Job und im Privatleben Wie können wir einen guten, gesunden Umgang mit Gefühlsarbeit und Emotional Load finden? Wo ist Gefühlsarbeit angebracht, wo hinderlich? Und was können wir zu einer gerechteren Verteilung zwischen den Geschlechtern beitragen?
Vortragende: Julia Schaffner MA, Politikwissenschafterin, Geschäftsführerin bei Frauen* beraten Frauen* Barbara Schrammel, MSc, Psychotherapeutin und Beraterin