Alternativen zu Gericht und Perspektiven feministischer Gerechtigkeit
Sexuelle Gewalt gegen Frauen findet zu 80% innerhalb der Familie, in Beziehungen und im Bekanntenkreis statt. Zum größten Teil bringen Frauen sexuelle Gewalt nicht zur Anzeige. Der Weg zum Gericht bringt Frauen oft keine Gerechtigkeit: Die österreichische Justizpraxis zeigt, dass Anzeigen wegen sexueller Gewalt häufig eingestellt werden; der Gerichtsprozess selbst konfrontiert viele Frauen mit sexistischen Mythen zu sexueller Gewalt, wie „Es ist gar nicht passiert“, „Sie wollten es „ oder „Sie hat es verdient“ oder auch mit rassistischen und klassenspezifischen Vorurteilen. Immer öfter werden Frauen nach einer Anzeige selbst wegen Falschaussage oder Verleumdung angezeigt.
Welche alternativen Wege und feministischen Handlungsmöglichkeiten wurden in der Frauenbewegung entwickelt? Welche Überlegungen gibt es von einzelnen Frauen? Was sind Inhalte und Perspektiven feministischer Gerechtigkeit?
Eine Informations- und Diskussionsveranstaltung von Wen Do Wien und Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen.
Veranstaltung für (Cis-)Frauen.
Am 23.3.2019 findet die diesjährige Johanna-Dohnal-Enquete statt. Auch dieses Jahr wollen wir die Enquete nutzen, um uns bei Workshops und Vorträgen über feministische Themen auszutauschen.
Nähere Infos folgen!
Erfahrungen vom Frauenstreik in Polen
2016 gingen in Polen tausende Frauen in schwarzer Kleidung gegen eine Verschärfung des Abtreibungsverbotes auf die Straße. Dieser Frauenstreik ging als Czarny Protest (dt.: Schwarzer Protest) in die Geschichte ein.
Film zum Frauenstreik/Czarny Protest 2016 in Polen
Vortrag und Diskussion mit Marta Lambert und Aleksandra Mielewczyk, Aktivistinnen im Frauenstreik und der Pro-Choice-Bewegung in Polen.
Eine Kooperation mit dem Polnischen Frauenkongress in Österreich.
Auf Polnisch und Deutsch (mit Übersetzung)
Für (Cis-)Frauen.
„Sie meinen es politisch!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht: Ein Fest für die Wahlzelle!
Mi, 31. Oktober 2018, 18:00 Uhr im Kleinen Festsaal der Universität Wien.
Präsentation der „wandernden Wahlzelle“
Mit Beiträgen u.a. von Gabriella Hauch, Elisabeth Holzleithner und Julya Rabinowich
Musik von Fatima Spar & The Freedom Fries
Die Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts in Österreich im Herbst 1918 bildete einen Meilenstein in der Auseinandersetzung um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Diese Veranstaltung feiert, dass Frauen vor 100 Jahren das Recht der politischen Mitbestimmung erreicht haben, und erinnert daran, dass von einer umfassenden Geschlechtergerechtigkeit bis heute nicht die Rede sein kann.
Download Flyer
Feminismus-Kongress der österreichischen Hochschüler_innenschaft der Universität Wien von 28. bis 31. März 2019.
Die österreichische Hochschüler_innenschaft der Universität Wien organisiert einen Feminismus-Kongress vom 28.–31. März 2019. Dieser soll sowohl Studierenden als auch nicht-studierenden Personen die Vielfältigkeit von feministischen Inhalten, Perspektiven und Diskussionen näher bringen.
Kontakt: feminismuskongress@oeh.univie.ac.at
Mehr zum Programm auf der Website der ÖH Uni Wien und auf Facebook.
Ablauf und Programm:
Anmeldung/Einlass ab 10:30
11:00 bis 12:30
„Informations- und Beratungsleistungen der Arbeiterkammer für Arbeitnehmerinnen“ (Asiye Sel, Arbeitkammer Wien)
„Frauenförderung am Arbeitsmarkt“ (Viktoria Spielmann, AMS BGS)
12:30 – 13:00
Pause (Vernetzung, Erfrischungen, Snacks)
13:00 – 14:00
„Weil der erste Eindruck zählt: Auftreten in Bewerbungssituationen“
(Business Riot)
14:00 – 16:00
„Schmuck kreativ gestalten“ (Naila Mamedova, Beraterin Step2Austria, Ahmed Alsari, Berater Step2Austria)
Anmeldung erforderlich unter: office.step2austria@context.at
Ort: Context GmbH – BBE Step2Austria, Quellenstraße 2c/6. Stock, 1100 Wien
Our target group is people working or interested in the STEM fields (science, technology, engineering, mathematics), both women and men. There will also be an adults workshop, starting at 10:30: „Communication without Stereotypes“ – all around communication & gender.
Attendance at Women Techmakers Vienna is free and participants will be provided with lunch and beverages throughout the day, but our capacity is limited and we expect seats to fill up quickly!
For more information contact the team at team@womentechmakers.at or visit www.womentechmakers.at.
Im kommenden Sommersemester 2018 wird an der Universität Wien die interdisziplinäre Ringvorlesung „Sexuelle Gewalt – von der ‚Moderne‘ zur Gegenwart“ angeboten.
Dank Online-Kampagnen wie #MeToo wird über sexuelle Gewalt derzeit wieder besonders viel gesprochen. Ihre individuellen, (geschlechter-)politischen und globalen Dimensionen werden dabei erneut verdeutlicht. Eine große Zahl von Frauen, aber auch Männer und Kinder, ist im Laufe ihres Lebens auch hierzulande in unterschiedlicher Form von sexueller oder sexualisierter Gewalt betroffen. Auch in kriegerischen Konflikten spielen solche Formen der Gewaltausübung nach wie vor eine große Rolle, trotz internationaler Debatten seit den 1990er-Jahren.
Vor diesem Hintergrund werden ExpertInnen aus verschiedenen Disziplinen und Praxisfeldern zu Wort kommen. Sie erörtern, was unter dem Begriff sexuelle oder sexualisierte Gewalt zu subsumieren ist, fragen nach der Geschichte rechtlicher Gegenmaßnahmen und den Relationen von Geschlecht – Ethnizität – Religion etc. im öffentlichen Diskurs oder entwickeln historische Perspektiven auf verschiedene Aspekte seit dem 19. Jahrhundert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sexueller Gewalt in kriegerischen Konflikten.
Konzept: ao. Univ.-Prof.in Dr.in Christa Hämmerle (Institut für Geschichte) und Prof.in Dr.in Birgit Sauer (Institut für Politikwissenschaft)
Jeweils Dienstag, 6. März 2018 bis 26. Juni 2018, 15.00–16.30 Uhr, Hörsaal A, UniCampus, Hof 2, Spitalgasse 2, 1090 Wien
Programm: Download PDF
Plakat/Übersicht: Download PDF
Die Vorträge werden auf Deutsch oder Englisch gehalten, mit anschließender Diskussion. Interessierte ZuhörerInnen sind auch zu einzelnen Vorträgen herzlich willkommen.
Information und Anmeldung im u.find
Wegen Erkrankung der Vortragenden muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden.
Im Rahmen der RRRIOT Lecture Series präsentieren in Kooperation mit den Frauen*referaten der HTU und der ÖH Boku Wissenschaftlerinnen* ihre Forschungsthemen:
Warum ist es eigentlich so wichtig, den Aspekt von Gender in der Technik zu erforschen? Wie stellt Disney eigentlich Männlichkeit, Weiblichkeit und Sexualität dar, und wie kann so etwas wissenschaftlich erforscht werden? Durch zentrierte Darstellung unterschiedlicher Forschungsschwerpunkte wird es ermöglicht, frauen*politische Themen in ihrer Breite kennenzulernen und in Theorie und Praxis von Feminismus einzutauchen.
Programm:
// 15:30 ao.Univ.Prof.in Mag.a rer.soc.oec. Dr.in phil. Margit Pohl – Femtech – Frauen*, die gegen den Strom schwimmen.
// 16:00 Mag.a Beatrice Frasl – “Who Is the Monster and Who Is the Man?” Heteronormativität und Konstruktion von „Anderssein“ in Disney’s Animationsfilmen.
// 16:30 Mag.a Ulrike Tunst-Kamleitner – Die Darstellung von Frauen* im ländlichen Raum
im Festsaal der Boku Wien, im Rahmen des RrriotFestivals
SUBOTRON academy
Prof. em. Dr.in Uta Brandes
International Gender Design Network, Cologne
We are body, we have a body, we may own a body. And this body as well as its image can be distorted, rearranged, blurred. This applies to both the body of flesh and blood and the virtual one. The idea of a natural body of humans is as obsolete as it is for a virtual body, an avatar or cyborg.
Prof. Brandes will position her long-term research on gender in design and its still highly stereotypical ideology of socially constructed male and female roles towards gender representations in video games. In her lecture she will transfer human gender codes to the field of virtual characters and their body designs. In an exemplary way she will analyze the appearance of genders in most recent games.