Anarchie und Widerstand muss nicht bierernst und humorlos sein! Aufbegehren gegen Diskriminierung, Normierung und Reglementierung kann und soll auch Lust und Freude machen. Die Mär von der Feministin, die keinen Spaß versteht, wird hier und jetzt verabschiedet: Sieben Tage lang zeigen uns Performer:innen mit tiefsinnigem, entlarvendem und absurdem Witz Widersprüche in der globalen Herrschaftsordnung auf.
Mit geballter, lebensfroher Energie wird Utopie gedacht und gelebt und patriarchaler Machtanspruch verspottet. Partizipative Formate laden euch ein, teilzunehmen, mitzulachen und eure Ideen zu einer anderen Frau*schaftsform kundzutun.
Let your humor guide the way!
Hier findet ihr das detaillierte Programm.
Hier geht’s zur Website des Festivals.
Themen:
Feminismen/Intersektionalität/Anarchie & Humor
Performances & Talk mit Stefanie Sargnagel, Denice Bourbon, Shahrzad Nazarpour, Berenice Pahl, Bettina Zehetner
Moderiert von Corinne Eckenstein
In dem von der Humorwissenschafterin Berenice Pahl konzipierten performativen Talk wird das Verhältnis von Performance, feministischem Widerstand, Humor und Lachen beleuchtet. Dazu präsentieren Stefanie Sargnagel, Denice Bourbon und Shahrzad Nazarpour künstlerische Arbeiten, bevor sie in einem interaktiven Panel auf Personen aus Politik, Aktivismus und Psychologie treffen.
Eintrittspreis: Jugendliche € 10,00 / Erwachsene € 12,00
Wer zu wenig Kohle hat, reserviert bzw. fragt an der Kassa nach einer Patenschaftskarte. Diese wird aus der Kulturpatenschaft finanziert und ist für die Besucher:innen kostenlos.
Findet im Rahmen des Skin-Festivals statt.
mit Denice Bourbon, Stefanie Sargnagel und Christiane Rösinger
Do, 10.03.2022, 19:30
Tickets: EUR 28,– / 23,– / 18,–
Ticket-Link
Ein schillernder Abend mit drei ungleichen Superstars, vereint durch die Liebe zur gepflegten Abendunterhaltung. Denice Bourbon, der aufgehende, lesbische Stern am Stand-up-Himmel, Christiane Rösinger, legendäre Berliner Songwriterin und Galaistin und Stefanie Sargnagel, Kultpoetin aus der Wiener Vorstadtkneipe, treten zum ersten Mal gemeinsam auf einer Bühne auf. Jede für sich ein Hit, sind sie im Trio eine Naturgewalt.
Nerven dich die immer gleichen Coming Out Stories? Willst du mehr queere Held:innen sehen? Hast du Lust selbstbestimmte queere Geschichten zu erzählen? Miteinander eine queere Utopie zu entwickeln? Wir wollen zusammen gemeinschaftlich und solidarisch, bestärkend und einfühlend, stark und laut eine queere(re) Welt nach unseren Vorstellung und Wünschen gestalten. Wir laden dich ein, mit uns utopische Räume zu entdecken. Räume, die wir gemeinsam performativ gestalten und lebendig werden lassen.
Die Gruppe ist – parallel zu einer Präsenzgruppe – Teil des Projekts „Queere Räume“ des Vereins Starke Stimmen hingewiesen, ein Theater- und Performanceprojekt für queere FLINTA ab 16 Jahren.
Wir möchten damit speziell Menschen ansprechen, die aufgrund der Pandemie derzeit nicht an Präsenzgruppentreffen teilnehmen können. Wir freuen uns aber auch auf Teilnehmende außerhalb Wiens, die so die Möglichkeit haben Teil unseres Projekts zu werden.
Die Online- und die Präsenzgruppe treffen sich mindestens ein Mal gemeinsam online, um sich gegenseitig zu zeigen und zu besprechen, was sie erarbeitet haben. Weitere gemeinsame Treffen sind möglich.
Wie die Ergebnisse der beiden Gruppen ineinander fließen können, entscheidet sich während des Projekts, je nachdem, welche Wünsche da die beiden Gruppen haben.
Termine:
1. Termin am Donnerstag, 03. März um 18:30 Uhr in Zoom, danach in einem ca. 2 wöchigen Abstand. Beim ersten Treffen kannst du gerne unverbindlich reinschnuppern.
Mehr über uns und das Projekt erfährst du auf unserer Website https://starke-stimmen.com
Bei Fragen oder wenn du dabei sein magst, melde dich gerne per Mail an kontakt@starke-stimmen.com
03. bis 15. Februar 2022, Termin nach Vereinbarung
Partizipative Opernstückentwicklung:
THE END OF THE WORLD
Interview-Einladung
Hattest du jemals das Gefühl, dass eine Welt untergeht? Wie hat es sich angefühlt? Wie hat es sich angehört?
Was für Weltenden und Weltanfänge hast du erlebt?
Das Team um die Künstlerische Leitung Carmen C. Kruse erarbeitet auf Basis von Interviews mit Frauen aus Buenos Aires, Zürich und Wien den Plot für die Oper THE END OF THE WORLD. Zur Uraufführung kommt das Stück am 09. September 2022 im Rahmen des Festivals MAIA im MAK und am Donaukanal.
Bis zum 15. Februar seid ihr eingeladen, entweder ein persönliches Gespräch via Zoom mit den Macherinnen von THE END OF THE WORLD zu führen oder im selben Zeitraum an einem Gruppen-Schreibatelier zusammen mit anderen Frauen teilzunehmen.
Mit Patricia Martinez (Musik), Giuliana Kiersz (Text), Carmen C. Kruse (Regie), Rebekka Meyer (Dramaturgie)
Ort: online
Anmeldung an Carmen Kruse: ckruse@cocreations.eu
Weitere Informationen zum Projekt: http://cocreations.eu/
WEIBERRAT
Eine Machtergreifung – ein Projekt von Nina Gühlstorff/AKA:NYX
WERK X, Do 07. April 2022, 19.30 Uhr (Uraufführung)
Feminismus, in bestimmten Kreisen Schimpfwort, in anderen Mode, im besten Fall gelebte Praxis.
Das Theaterprojekt „Weiberrat“ zeichnet die frauenpolitischen Erfolge und Rückschläge ausgehend von der Frauenbewegung der 70er Jahre, der sogenannten 2. Frauenbewegung, nach.
Wir schauen auf die Erfolge, die die Generation vor uns erkämpft hat und loten aus, was davon übriggeblieben ist. Was waren ihre Forderungen, haben diese sich erfüllt, welche Strategien waren erfolgreich und vor allem: Was können wir heute lernen? Wir üben uns mit Ihnen in Wut. Wir schauen auf uns und die Zukunft unserer Kinder.
Und wir kommen mit unseren Fragen, die manchmal dieselben sind, die manchmal neu sind, manchmal noch nicht zu Ende gedacht: Warum werden so viele kulturelle Kämpfe auf den Frauenkörpern ausgetragen? Unser Blick richtet sich aus dem Kampf gegen den Abtreibungsparagraphen der 70er auf das Polen von heute und das feministische Potential moderner Reproduktionsmedizin.
Wir fragen: Könnte es sein, dass die Nutznießer*innen der politischen Kämpfe der 70er meistens in den besser gestellten Kreisen zu finden sind? Oder anders: Warum gibt es immer noch so viel schlecht oder nicht bezahlte Arbeit im Care-Bereich? Wo bleibt die Wut über die Ungerechtigkeit unserer Schwestern im Niedriglohnsektor?
Wir fragen nach konkreter Frauenpolitik von heute. Wir arbeiten lieber an der Abschaffung des Patriarchats als nach jedem Femizid in ritualisiertes Wundern auszubrechen. Wir schlagen neue Held*innen vor, halten Weiberrat und stürzen das Patriarchat – und sei es nur für einen Tag. Aus Interviews mit den Grandes Dames der AUF, Arbeiter*innen im Niedriglohnsektor, jungen Feministinnen und Frauenaktivist*innen entsteht ein vielstimmiger Theaterabend am WERK X.
Zirzensische Theaterperformance, 65 Min.
Geschwestern der See
Heimchen am Herd? Tun, was einem gesagt wird? Nicht diese Frauen! Sie trotzen traditionellen Rollenbildern und behaupten sich erfolgreich in einer Männerdomäne: Ob Zheng Yisao (1775–1844), die in China eine Piraten-Flotte mit über 200 Schiffen befehligte und zahlreiche Verträge mit den Herrschenden aushandelte, oder Carola Rackete, die 53 Schutzsuchende aus Seenot rettete. Sie alle eint das Meer, der Widerstand und das Brechen mit Konventionen. Von ihnen und ihren Schwestern der See handelt diese Geschichte.
Ihr Leben stellt eine persönliche Unabhängigkeitserklärung dar. Sie stellen sich gegen Vorurteile, Normen und einschränkende Lebenssituationen. Sie sind Vorbilder und vermitteln Stärke – eine Eigenschaft, die Frauen in der Vergangenheit häufig abgesprochen wurde. Und sie sind der Beweis dafür, dass der Mythos von der unterlegenen Frau nicht mehr zu halten ist: »Piratinnen, das Meer gehört uns!«
Mehr auf dschungelwien.at.
Zirzensische Theaterperformance, 65 Min.
Geschwestern der See
Heimchen am Herd? Tun, was einem gesagt wird? Nicht diese Frauen! Sie trotzen traditionellen Rollenbildern und behaupten sich erfolgreich in einer Männerdomäne: Ob Zheng Yisao (1775–1844), die in China eine Piraten-Flotte mit über 200 Schiffen befehligte und zahlreiche Verträge mit den Herrschenden aushandelte, oder Carola Rackete, die 53 Schutzsuchende aus Seenot rettete. Sie alle eint das Meer, der Widerstand und das Brechen mit Konventionen. Von ihnen und ihren Schwestern der See handelt diese Geschichte.
Ihr Leben stellt eine persönliche Unabhängigkeitserklärung dar. Sie stellen sich gegen Vorurteile, Normen und einschränkende Lebenssituationen. Sie sind Vorbilder und vermitteln Stärke – eine Eigenschaft, die Frauen in der Vergangenheit häufig abgesprochen wurde. Und sie sind der Beweis dafür, dass der Mythos von der unterlegenen Frau nicht mehr zu halten ist: »Piratinnen, das Meer gehört uns!«
Mehr auf dschungelwien.at.
In dem Theaterstück „Margarethe Ottillinger – Lassen Sie mich arbeiten!“ geht es um den spannenden Lebensweg der Wirtschaftsexpertin Margarethe Ottillinger (1919 – 1992), von ihrer Promotion an der Hochschule für Welthandel, über ihre Verschleppung in russische Straflager bis an die Spitze der OMV lebendig werden. Mit diesem Projekt soll anlässlich des internationalen Frauentags 2022 eine Frau in den Mittelpunkt rücken, die unter damals nicht selbstverständlichen Rahmenbedingungen an der WU und in der OMV als erste Vorstandsdirektorin ihren Weg gemacht hat und für beide Institutionen prägend geworden ist.
In dem Stück und der anschließenden Diskussion mit Edeltraud Hanappi-Egger, Rektorin der WU und Professorin für Gender & Diversity, und Anita Zieher, Schauspielerin und Theatermacherin, werden auch heute noch relevante Fragen für Frauen in Führungspositionen behandelt: Was machte den Erfolg der Wirtschaftsexpertin Ottillinger aus und mit welchen Widerständen hatte sie zu kämpfen? Was waren und sind heute Erfolgsfaktoren, aber auch Barrieren im Karriereverlauf von Frauen in Führungspositionen? Und was braucht es, um in Top-Führungspositionen ausgewogene Geschlechterverhältnisse zu erzielen?
Wann: Mittwoch, 23. Februar 2022, 15:00 – ca. 16:45 Uhr
Dauer des Theaterstücks: ca. 40 Minuten
Dauer der Podiums- und Publikumsdiskussion: ca. 45 Minuten
Einlass: ab 14:30 Uhr
Wo: Festsaal 2, LC, WU Wien, Welthandelsplatz 1, 1020 Wien
Das Theaterstück ist eine Auftragsproduktion der WU in der Regie von Sandra Schüddekopf. Der Eintritt ist frei. Bitte um Anmeldung bis 17.2. unter diversity-policy@wu.ac.at.
Das Projekt wird vom Otto Mauer Fonds gefördert.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Sicherheitsmaßnahmen auf dieser Website.
Hast du genug davon, dass andere dir sagen wie du dich als Bursche* oder Mädchen* verhalten sollst? Magst du dich mit anderen Jugendlichen kreativ darüber austauschen woher diese ganzen Geschlechterrollen kommen und was ihr dagegen tun könnt? Hast du Lust auf etwas Neues und willst online Theater spielen?
Theater im Lockdown? Ja, es geht! Schalte deine (Laptop/Handy)-Kamera ein und wir öffnen für dich einen virtuellen, spielfreudigen Raum für Theaterproben rund um das Thema Geschlechterrol- len. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen erarbeitest du ein interaktives Stück. Dabei könnt ihr her- ausfordernde Situationen aus eurem echten Leben auf der (online-)Bühne zeigen. Dein Publikum hat bei der Aufführung die Möglichkeit, in die Szene einzusteigen und selbst auszuprobieren, wie man die Situation beeinflussen und verändern kann. Du brauchst keine Vorerfahrung mit Theater!
Immer Dienstags von 17–19 Uhr ab 16.3. (7 Termine). Die Workshops sind kostenlos! 🙂 Anmeldung per Email an linda.raule@tdu-wien.at
Wenn du mehr wissen möchtest, dann schreib oder ruf an:
Sophie: 0680⁄2245487, Linda: 0670⁄2042911, linda.raule@tdu-wien.at.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des EU-Projekts Rhizome against Polarization statt: https://rap.education/