Donnerstag, 23. März 2023, 12.30 bis 17.15 Uhr Sky Lounge, Oskar Morgenstern Platz 1, 1090 Wien
Die Tagung wird von zwei Keynote Sprecherinnen aus der internationalen Familienforschung, Margaret O’Brien (University College London, UK) und Susana Atalaia (Institute of Social Sciences, University of Lisbon, Portugal) eröffnet. Anschließend werden Forschungsergebnisse aus zwei am Institut für Soziologie angesiedelten FWF-Projekten vorgestellt: Gerlinde Mauerer präsentiert erste Ergebnisse aus der Forschung „Familiäre Fürsorge und elterliche Erwerbstätigkeit im Wandel“ (https://genfam.univie.ac.at/), Eva-Maria Schmidt stellt Ergebnisse aus der Forschung zu „Normen rund um Mutterschaft“ vor (https://norm.univie.ac.at/). Den Tagungsabschluss bildet eine Podiumsdiskussion mit Vertreter:innen aus der Familienforschung und Familienpolitik in Österreich, u.a. Ulrike Zartler, Institut für Soziologie.
Beatrice Frasl präsentiert am 17. Jänner 2023 um 19 Uhr bei Thalia ihr im November 2022 veröffentlichtes Buch „Patriarchale Belastungsstörung“.
Lesung mit der Autorin und anschließende Podiumsdiskussion mit Barbara Haid, Präsidentin des österreichischen Psychotherapeut*innenverbandes Moderation: Mari Lang
Patriarchat und mentale Gesundheit: Beatrice Frasl wühlt tief in den Eingeweiden unseres „kranken“ Gesundheitssystems.
Du fragst dich, was Geschlecht und die Versorgung psychischer Erkrankungen gemeinsam haben? Was das Patriarchat mit der Diagnose von Krankheiten zu tun hat? Spoiler-Alarm: sehr viel! Der Grund, warum Frauen so viel häufiger von Depressionen und Angsterkrankungen betroffen sind als Männer, warum Männer jedoch weniger oft Ärzt*innen aufsuchen und sich behandeln lassen, liegt u. a. in den stereotypischen Vorstellungen und Rollenbildern, die wir im Laufe unseres Aufwachsens erlernt haben. Und: Frausein im Patriarchat bedeutet Gefährdung auf vielen Ebenen.
Der Mangel an ökonomischer Sicherheit, die körperliche und psychische Gewalt, denen Frauen sehr viel häufiger ausgeliefert sind, und die Doppelbelastung, die durch Arbeit und Care-Arbeit auf den Schultern von Frauen lastet, sind zusätzliche Gründe dafür, warum weibliche Personen zur Risikogruppe zählen und durch unzureichende Krankenversorgung abermals benachteiligt sind.
Damit und mit vielen weiteren Themen rund um psychische Gesundheit bzw. Mängel in der Gesundheitsversorung beschäftigt sich Autorin, Feministin und Kulturwisschenschaftlerin Beatrice Frasl in ihrem aktuellen Buch. Eine Lese-Empfehlung für jeden und jede!
Der Hohe Gerichtshof des Feminismus lädt zum Tribunal gegen das Patriarchat! Angeklagt sind: die Täter, die Justiz, die Polizei, die Medien, die Gesellschaft und die Politik. Sie werden angeklagt für die Untätigkeit, wenn es um Femizid und Gewalt gegen Frauen* geht: das Verharmlosen und Bagatellisieren, Stichwort „Beziehungstat“, Ausreden suchen, warum nicht geholfen wurde, das Victim Blaming, aber auch das alltägliche Abwerten und Heruntermachen von Frauen* und Mädchen*.
Denn:
Mann tötet nicht aus Liebe. Nieder mit dem Patriarchat!
Ausstellungseröffnung am 8. April 2022 um 19.00 Uhr Ort: Mz* Baltazar’s Laboratory, Jägerstraße 52–54, 1200 Wien
Zeitgenössischer Feminismus zwischen Aufstand und Ausverkauf
facultas lädt zu einem femtastischen Abend mit Beate Hausbichler und Elisabeth Lechner ein.
Lasst uns gemeinsam über die Bücher Der verkaufte Feminismus und Riot, don‘t diet diskutieren!
Feminismus ist heute so sichtbar wie nie zuvor. Oft ist der Preis für diese Sichtbarkeit aber die Kommerzialisierung einer einst radikalen Bewegung. Auch wenn zeitgenössische Feminismen viel Diskussionsstoff liefern (Wer spricht? Wer wird gezeigt? Was ist der beste Weg zu einer gerechteren Welt?), so wird an diesem Abend klar werden: Es ist noch lange nicht alles erreicht und ein solidarischer Feminismus auch in Zeiten digitaler Aktivismen so nötig wie eh und je.
Moderation: Jelena Gučanin (AK Wien)
Das Team von facultas freut sich auf eure Anmeldung an ubc@facultas.at und auf euren Besuch!
Lisa Bolyos, Carolina Frank: Mich hat nicht gewundert, dass sie auf Mädchen steht. Gespräche mit Eltern queerer Kinder Achse Verlag 2021, 280 Seiten, 20 Euro, ISBN 978−3−9504831−9−2
Wie erleben Eltern das Coming-out ihrer lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen, nicht-binären Kinder? War es immer schon klar, kommt es unerwartet? Was irritiert, was verunsichert die Eltern, und auf welche Ressourcen können sie zurückgreifen, um ihre Kinder zu unterstützen?
In 18 Porträts widmen sich die Autorin Lisa Bolyos und die Fotografin Carolina Frank der Elternperspektive aufs Coming-out von schwulen, lesbischen, bisexuellen, trans*, inter und nonbinären Kindern.
Buchpräsentation in der WIENXTRA-Kinderinfo. 10.03.2022, 19:00, Wien MuseumsQuartier/Hof 2, Museumsplatz 1, 1070 Wien
Lesung, Gespräch & Diskussion mit den Autor:innen
aus der Reihe „Wir feiern Feminismus“ – Veranstaltungen rund um den 8. März der Büchereien Wien
Seit einem Jahr herrscht in der Bundesrepublik Österreich das Matriarchat. Ausgerufen wurde es von der seit 2017 amtierenden Präsidentin Dominika Meindl. Da sie aufgrund ihrer umfangreichen Herrscherinnentätigkeiten selbst kaum noch dazu kommt, ihrem »Brot«beruf nachzugehen, ernennt sie von nun an jährlich eine Groß- und Staatskünstlerin. Den Beginn macht – wenig überraschend! – Mieze Medusa, die Pionierin der österreichischen Slam-Poetry. »Die Kunst ist frei, aber wenn sie nicht dem Matriarchat dient, kann sie nichts Gscheites sein«, sagt Meindl. Am 8. März präsentiert Medusa ihr Oeuvre dem Volk, im Anschluss wird es zum Gespräch kommen.
Mieze Medusa ist Autorin, Poetry Slammerin und Rapperin. Zuletzt erschienen ist ihr Roman »Du bist dran«. Die Liebe zu Rap ist in allen Text spürbar: Die Texte sind bildhaft, sprachmächtig, stilistisch souverän und immer im Flow.
Dominika Meindl ist seit 2017 selbsternannte Bundespräsidentin von Österreich. In ihrer Freizeit ist sie Schriftstellerin und Leiterin der »Original Linzer Worte«, der dienstältesten Lesebühne des Landes. Sprecherin der GAV OÖ.
Seit mehr als zwei Jahren beschäftigt uns die Covid-19 Pandemie. Ein Autorinnenkollektiv des Vereins JOAN ROBINSON hat dazu ein Dossier verfasst. Aus vielen Momentaufnahmen der Pandemie haben die Autorinnen nach möglichen Veränderungsschritten in Richtung mehr Care-Wohlstand gesucht.
In der Veranstaltung wird das Dossier vorgestellt und besonders auf die zentrale Bedeutung des Öffentlichen Sektors – Staat eingegangen. Wie wurden die Menschen vor und in der Pandemie vom Staat versorgt und wie hat er die Care-Bereiche unterstützt? Welches Menschenbild wurde vom Staat in den Mittelpunkt gestellt und wie wurde er in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Auf Basis der Beobachtungen werden von den Autorinnen feministische Perspektiven zur Diskussion gestellt, wie der Staat neu, fürsorglich, gedacht und eine Care-Wende ermöglicht werden könnte.
Anmeldung erbeten unter wurzer@wide-netzwerk.at, Eintritt frei. Es gelten die aktuellen Covid-19 Bestimmungen – wir bitten um einen 3G-Nachweis und FFP2-Masken.
Frauen* beraten Frauen* lädt herzlich ein zur Präsentation des neuen Handbuchs
„IST DAS SCHON GEWALT? GEWALT ERKENNEN UND VERÄNDERN“
Bitte um Anmeldung unter: office@frauenberatenfrauen.at oder 01 587 67 50 Sie erhalten den Link zur Veranstaltung zugesendet.
Gewalt gegen Frauen* ist nicht das Problem einzelner, sondern ein gesellschaftliches Problem, das uns alle betrifft. Gewalt gegen Frauen* ist keine „Privatsache“, sondern eine alltägliche Menschenrechtsverletzung.
Im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht meist nur die offen- sichtliche körperliche Gewalt und deren extremste Konsequenz, der Frauenmord. Wir wollen mit diesem Handbuch die vielen Formen von Gewalt sichtbar machen – psychische, physische, sexualisierte, ökonomische, symbolische, strukturelle und institutionelle Gewalt sowie Gewalt im digitalen Raum – und Handlungsmöglichkeiten und Strategien gegen Gewalt diskutieren.
Wie können wir Gewalt frühzeitig erkennen und benennen? Wie können Betroffene sich wehren und schützen? Wie können wir Frauen*, die Gewalt erleben, sinnvoll unterstützen? Wie stärkt feministische Beratung Frauen* in ihrer Handlungsfähigkeit? Was braucht es auf gesellschaftlicher Ebene, um geschlechtsspezifische Gewalt eindeutig zu verurteilen und präventiv dagegen zu wirken?
Die Gleichbehandlungsanwaltschaft (GAW) feiert im Rahmen der Ausstellung „Jetzt im Recht! Wege zur Gleichbehandlung“ ihr 30 jähriges Bestehen im Volkskundemuseum Wien (VKM).
Zeitnahe zum Frauentag, am Donnerstag den 10. März 2022 freuen wir uns Sie zu unserer Jubiläumsveranstaltung einzuladen:
Programm:
17:30: Einlass
18:00: EsRAP Live-Act
18:15: Die Entstehung der Ausstellung: von einer Idee bis zur Eröffnung Perspektiven der Mitwirkenden: Matthias Beitl (Direktor des VKM Wien), Sandra Konstatzky (Leiterin der GAW), Vanessa Spanbauer, Niko Wahl und Johanna Zechner (Kurator:innenteam), Büke Schwarz (Comic Zeichnerin)
18:45: Statement Susanne Raab, Bundesministerin für Frauen, Familie, Integration und Medien
19:00: Gleichbehandlungsanwältinnen im Gespräch: von den Anfängen bis heute Ingrid Nikolay-Leitner (erste Anwältin für Gleichbehandlungsfragen), Sandra Konstatzky (Leiterin der GAW), Flora Alvarado-Dupuy (Gleichbehandlungsanwältin)
Der Abend wird moderiert von Ani Gülgün-Mayr und in ÖGS übersetzt.
Wir ersuchen um Verständnis, dass die Teilnehmer:innenanzahl beschränkt ist. Bitte melden Sie sich daher an dieser Stelle zeitnahe an. Sollte es keine freien Plätze mehr geben, können Sie dem Abend auf Videostream folgen. Dieser wird auf der Website des VKM zugänglich sein. Bei der Veranstaltung gilt 3G und Maskenpflicht.
Präsentation der Ausstellung „Frau in der Kunst im öffentlichen Raum“ ausgehend von der Arbeit „Matrix der Frau“ der Hietzinger Künstlerin Susanne Kompast und gestaltet von den Grünen Frauen Hietzing
Wann? 8. März 2022, 18:00, Einlass ab 17:30 Wo? Hietzinger Bezirksmuseum, 1130 Wien, Am Platz 2
Die Veranstaltung findet gemäß den aktuell in Wien geltenden Covid 19-Maßnahmen statt.