Die aktuelle Verinselung feministischer Perspektiven und Bemühungen stellt das Projekt eines solidarischen feministischen Kampfes vor neue Probleme: Wenn es zutrifft, dass Feminist:innen immer stärker einer Streitlosigkeit anheimfallen, wie ist ein gemeinsames Kämpfen für eine andere und gerechtere Welt möglich? Wir möchten anhand dreier feministischer Perspektiven zu den Themen Gemeinsamkeit, Angewiesen-Sein, Differenz und Solidarität eine Standortbestimmung aktueller Möglichkeiten feministischer Kämpfe machen und fragen, in welche utopischen Zukünfte diese jeweils führen können und sollen.
Moderation: Johanna Grubner
Mit: Paula Achenbach (Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin, beschäftigt sich dem Zusammenspiel von Körper, Gefühl und Raum im Hinblick auf das Utopische in queer*feministischen Bewegungen, Marburg) Lena Böllinger (freie Autorin und Dozentin, Arbeitsschwerpunkte: Kritik der Politischen Ökonomie, Psychoanalyse sowie Geschichte und Gegenwart der feministischen Theorie und Praxis, Berlin) Birge Krondorfer (Politische Philosophin und feministisch engagiert, zwischen universitärer externer Lehre und selbstorganisierter feministischer Frauenbildung, Wien)
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien sowie Hybrid via Zoom.
Der Zoom-Link wird einen Tag vor Veranstaltung auf https://zwischeninstitutionundutopie.de/ veröffentlicht. Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem feministischen Wissenschaftskollektiv Zwischen Institution und Utopie und dem Verein Frauenhetz. Die Veranstaltung ist offen für alle.
From March 6 to 10 we celebrate the aesthetic, political and subversive radiance of animated films made by women and/or genderqueer artists!
And: We celebrate hybrid again! With film programs, lectures and artist talks at our festival cinema the METRO Kinokulturhaus / Filmarchiv Austria, the opening ceremony at Gartenbaukino as well as lectures and programs at the Austrian Filmmuseum, Brunnenpassage, Stand_129, an exhibition at bildrecht_bildraum 07, a big festival party at the Rote Bar at Volkstheater. And for everybody who can’t join us in Vienna: A large part of the film programs will also be shown online at our festival platform.
Online-Vorträge & Workshops: Workshop 1 | Inspiration zur Team- und Mitgliederförderung Mit Monika Herbstrith-Lappe Praktische Tipps für Teamstärkung und Mitgliederwachstum
Workshop 2 | Erfolgreiche Good-Practice-Beispiele aus ehrenamtlichen Frauen*Netzwerken Mit Beiträgen von FRAU iDA und FELIN_female leaders initiatives Erfahrungsaustausch und Weiterentwicklung von Netzwerken
Workshop 3 | Good-Practice-Beispiele aus Firmen-Frauen*Netzwerken Mit Beiträgen von Wiener Linien und FACC AG Diskussionsraum für Fragen und Antworten
Workshop 4 | Künstliche Intelligenz (KI) und ChatGPT im Vereinsleben Mit Barbara Oberrauter-Zabransky Innovative Einsatzmöglichkeiten von KI in Frauen*Netzwerken
Online-Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit und Austausch
Gefühlsarbeit (Emotional Load) bedeutet, sich dafür verantwortlich zu fühlen, dass es allen Personen im Umfeld gut geht, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und auch zu erfüllen.
Gefühlsarbeit ist die Grundlage, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Meist wird sie von Frauen* übernommen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext.
Es gibt Jobs, in denen besonders viel Gefühlsarbeit geleistet werden muss, wie z.B.: in sozialen Berufen, aber auch im Dienstleistungssektor. Hier wird von den ausführenden Personen verlangt, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zurückzustecken, zugunsten der Bedürfnisse anderer. Es bedarf eine andauernde Manipulation der eigenen Gefühle, um den beruflichen Rollenanforderungen zu entsprechen.
Im Vortrag geht es unter anderem darum:
Was ist Gefühlsarbeit? Was ist Emotional Load? Warum ist sie nach wie vor in erster Linie Frauen*sache? Welche Auswirkungen hat dies physisch und psychisch? Gefühlsarbeit im Job und im Privatleben Wie können wir einen guten, gesunden Umgang mit Gefühlsarbeit und Emotional Load finden? Wo ist Gefühlsarbeit angebracht, wo hinderlich? Und was können wir zu einer gerechteren Verteilung zwischen den Geschlechtern beitragen?
Wann: Mi. 6. März 2024, 09:00 – 11:00 Uhr Wo: via Teams Anmeldung unter: schrammel@frauenberatenfrauen.at (Teilnahme kostenlos)
Vortragende: DSPin Barbara Schrammel MSc, Sozialpädagogin, Psychotherapeutin (Psychodrama) und Beraterin Julia Schaffner MA, studierte Soziologin und Politologin, Geschäftsführerin bei Frauen* beraten Frauen*
Online- Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit und Austausch
Mental Load meint die unsichtbaren Aufgaben im Unternehmen „Familie“, welche meist auf den Schultern der Frau* allein lasten. Möchtet ihr mehr über Mental Load erfahren? Wir haben alle relevanten Infos kompakt für euch in einen Vortrag gepackt. Im Vortrag geht’s unter anderem darum:
Was ist Mental Load? Warum ist Mental Load oft Frauen*sache? Welche Auswirkungen hat Mental Load? Was bedeutet das für die Paarbeziehung? Sichtbar machen und Aufteilen des Mental Load Was können beide Partner*innen beitragen? Welche gesellschaftspolitischen Veränderungen sind notwendig?
Online-Pressekonferenz zu One Billion Rising Vienna 2024
Mo., 12.02.2024 / 10:00 via Presseclub Concordia
Sprecher*innen: Dr.in Ewa Ernst-Dziedzic, Nationalratsabgeordnete und Co-Erstinitiatorin OBR-Vienna Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings (ÖFR) Sophie Hansal, MA MA, Geschäftsleitung und Koordinatorin vom Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen und Sprecherin für die Allianz GewaltFREI Leben Aiko Kazuko Kurosaki, Künstlerische Leitung und Obfrau OBRA – One Billion Rising Austria Mag.a Eva Zenz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
feminismen diskutieren am Dienstag, 30. Jänner 2024, um 18:00
Geschlechtsidentität in der Volksschule
Werden in Volksschulbüchern – immer noch – stereotype, patriarchale Geschlechterrollen und Diskriminierungen reproduziert?
Die Analyse mittels queer feministischer Theorien hat ergeben, dass in aktuellen Volksschulbüchern Geschlecht nach wie vor nicht intersektional verhandelt wird. Fast alle Personen sind weiß, normschön, able-bodied, bürgerlich,… In zahlreichen Beispielen wird die binäre, kapitalistische Rollenverteilung der männlichen Lohnarbeit und der weiblichen Fürsorgearbeit reproduziert, was sich auch in der Thematisierung von Familie und heteronormativem Begehren zeigt. Es gilt, Lehrbücher als politisches Instrument zu reflektieren und unsere Gesellschaft in all ihrer Vielfalt darzustellen!
Vortrag von Katharina Smolka, Sozialwissenschafter*in, Wien
Information und Austausch für Frauen, die strategisch ihre Zukunft nach der Trennung planen wollen und sich fragen:
Wie kann ich mich gut trennen? Wie funktioniert eine Scheidung? Auf welche Punkte muss ich achten, welche Fragen sind zu klären? Was sind meine Rechte und Pflichten? Wie geht das mit den Kindern, der Wohnung und dem Geld? Wie kann ich schädliche Rollenmuster ablegen und mir neue aneignen? Und wie gehe ich mit all diesen widersprüchlichen Gefühlen um?
Inhalte des Vortrags:
Rechtliche Informationen zur Auflösung von Ehe, Lebensgemeinschaft und eingetragener Partnerschaft, Unterhalt und Alimente, Vermögens- und Schuldenaufteilung Ist das schon Gewalt? Psychische und ökonomische Gewalt Tipps zum erfolgreichen Verhandeln mit dem (Ex-)Partner Austausch über unterschiedliche hilfreiche Strategien, wie eine Trennung gut geschafft werden kann
Gegenwartsgespräche: Wenn nicht jetzt, wann dann? Nachhaltig leben, arbeiten und wirtschaften – was ist zu tun?
Datum und Uhrzeit: 08.03.2023, 9.00−10.00 Uhr Ort: Online via Zoom
Geteilte Führung. Doppelte Kompetenz. Nachdem Ana Rodriguez-Guerrero und Stefanie Kopka vor knapp einem Jahr den Pilotversuch des Topsharings in der Entwicklung in Wien gewagt hatten, blicken sie zurück auf einen Schatz an Erfahrung und Perspektiven wie das Modell Führung in Teilzeit anreichert. Ihre Best Practices und Einblicke in ihren Alltag als Führungskräfte geben sie gerne weiter an alle interessierten Personen. Denn sie sind überzeugt, das Arbeitsmodell wird einen immer wichtigeren Stellenwert in Unternehmen einnehmen, um Führungsqualitäten und Lebenssituationen zu vereinbaren.
Der Talk findet online via Zoom statt. Allen angemeldeten Teilnehmenden werden die Zugangsdaten per E‑Mail übermittelt.
13.03.2023, 18:00 Uhr, via Zoom Veranstalterin: Katholische Frauenbewegung
Wie können wir uns das leisten? Gegenwärtig wird immer mehr Geld für Militär und Waffen ausgegeben, auch in Österreich und in der Europäischen Union. Gleichzeitig gibt’s viel zu wenig Geld für die Versorgung und Fürsorge für Menschen. Das kann den inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft bedrohen. „Sicherheitspolitik“ feministisch denken heißt, Wirtschaft in den Dienst des Menschen und der Umwelt zu stellen, damit die Lebensgrundlagen aller gesichert sind…
Die vielen Krisen führen uns deutlich vor Augen, wie dringend es ausreichend öffentliche Investitionen in Gesundheit, Bildung, Pflege und psychosoziale Leistungen braucht. Dennoch geschieht viel zu wenig. Im Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir Menschen dafür begeistern können, gemeinsam für eine sichere Zukunft für alle tätig zu sein. Wir schauen dabei auch auf internationale Ansätze und Modelle wie etwa den „Frauen-Streik“ in der Schweiz oder die „Krankenhausstreiks“ in Berlin und Nordrheinwestfalen.
Referentin: Elisabeth Klatzer, Ökonomin und Referentin bei fair sorgen! & ATTAC
Die Veranstaltung wird von der Österr. Gesellschaft für Politische Bildung gefördert.