Radio Orange 94.0 – Schwerpunktprogramm zum 8. März

8.3.2022, ganz­tä­gig – ab 7:00 bis 24:00
on air auf UKW 94.0 und online auf o94.at

Zum inter­na­tio­na­len femi­nis­ti­scher Kampf­tag am 8. März gibt es auch die­ses Jahr wie­der ein Spe­zi­al­pro­gramm bei Radio ORANGE 94.0. Es geht um femi­nis­ti­sche Sci­ence Fic­tion, zapa­tis­ti­sche Frau­en in Mexi­ko, Pionier:innen der elek­tro­ni­schen Musik, das Pro­jekt „Frau­en Bau­en Stadt“ und femi­nis­ti­schen Aktivismus.

Zu Gast sind Schau­spie­le­rin Vere­na Alten­ber­ger, For­sche­rin und LGTBQ-Akti­vis­tin Meli­bea Obo­no aus Äqua­to­ri­al­gui­nea sowie die Jour­na­lis­tin und Exper­tin für Digi­ta­li­sie­rung und Netz­po­li­tik Bar­ba­ra Wim­mer. Dazu gibt es Musik und Bericht­erstat­tung von der Take Back the Streets-Demo und noch vie­les mehr – ab 7:00 on air.

Einen Über­blick über das gesam­te Pro­gramm gibt es hier.

Workshop: Radical Care through Movement and STILLNESS

Radi­cal Care through Move­ment and STILLNESS
Work­shop und Gespräch mit Shaba­ri Rao (Eng­lish)

Mitt­woch, 9. MÄRZ 2022, 18:00, FLUC Vienna
Offen für alle Geschlech­ter, Alters­grup­pen und Behinderungen/Beeinträchtigungen
Kei­ne Anmel­dung erforderlich

Selbst­iso­la­ti­on und Qua­ran­tä­ne haben zu Ein­schrän­kun­gen in unse­rem geschäf­ti­gen und lau­ten All­tag geführt, Non-Stop-Home-Office, Home­schoo­ling und Sor­ge­ar­beit haben zu Erschöp­fung geführt (beson­ders bei Frau­en*). Stil­le zu genie­ßen, erscheint im Wider­spruch zur end­lo­sen Sor­ge­ar­beit von Frau­en*. Doch sie ist auch ein Gegen­mit­tel zu Erschöp­fung, Lee­re und Depres­si­on. Sie schafft Sta­bi­li­tät und Ausgeglichenheit.

Gemein­sam mit der Künst­le­rin und Aka­de­mi­ke­rin, Päd­ago­gin und Per­for­me­rin Shaba­ri Rao wer­den wir in die­sem Work­shop die Bezie­hun­gen zwi­schen Stil­le und Bewe­gung, Gleich­ge­wicht und Sta­bi­li­tät erkun­den. Mit kur­zen Übun­gen, die sie wäh­rend der Pan­de­mie auf­ge­zeich­net hat, lädt Shaba­ri uns ein, dies zu üben und zu erkun­den – indi­vi­du­ell, zu Hau­se, auf der Stra­ße, beim Spa­zie­ren­ge­hen, in der Natur.

Du kannst die­se 10-minü­ti­gen Auf­nah­men anhö­ren und üben, wann und wo immer Du willst. Du benö­tigst nur ein Platz, an dem Du Dich sicher und wohl fühlst. Sound­cloud-Link

SHABARI RAO, Künst­le­rin und Aka­de­mi­ke­rin, arbei­tet in den Berei­chen Bil­dung, psy­chi­sche Gesund­heit, Gen­der und Umwelt. Ihre Arbeit umfasst eine Viel­zahl von Prak­ti­ken: Per­for­mance, Kura­tie­ren, Leh­ren, Schrei­ben und in jüngs­ter Zeit expe­ri­men­tel­le Film- und Audiopraxis.

Vernissage Ausstellung: „How to change everything“

HOW TO CHANGE EVERYTHING
THE POLITICS OF FEMINIST STRIKE, RADICAL CARE AND ARTIVISM

Eröff­nung der Aus­stel­lung: 8. März 2022, 21:00
Dau­er der Aus­stel­lung: 9. bis 30. März 2022
FLUC Wien, Pra­ter­stern 5, 1020

Mit: Petra Bau­er, Mari­sel Orel­la­na Bon­go­la, Maria­na Chie­sa Mate­os, Jes­si­ca Cor­ti­na, Lena Rosa Händ­le, Jac­que­line Hoàng Nguyễn, Danie­la Ortiz, María Ruido

Anschlie­ßend Femi­nis­ti­sches Punk-Kon­zert mit K.I.L.L.-The Band,
DJ Set von CvD & nadIcht (clau­dia vir­gi­nia dimoui & zuckerlkette)

Am 8. März ist inter­na­tio­na­ler Frauen*streik. Der Streik ist die Ver­wei­ge­rung der Arbeit, die Frau­en* leis­ten: unbe­zahlt oder bezahlt, mit Kin­dern, älte­ren Men­schen oder Kran­ken, in Büros oder Fabri­ken. Ins­be­son­de­re aber gilt der Streik der Sor­ge­ar­beit. Sor­ge­ar­beit ist der Logik der Lohn­ar­beit ent­zo­gen: Sie scheint auf kei­nem Gehalts­zet­tel auf; sie hat kei­nen Ver­trag. Denn sie ist „Arbeit aus Liebe“.

How to Chan­ge Ever­y­thing schließt sich dem Streik der Frau­en* und somit der inter­na­tio­na­len Frau­en­be­we­gung an. Von Argen­ti­ni­en bis Polen, von Spa­ni­en bis Ita­li­en, von der Tür­kei bis Kur­di­stan, von Thai­land zu den Phil­ip­pi­nen knüp­fen Frau­en* Ver­bin­dun­gen, bil­den Bünd­nis­se und erhe­ben ihre Stim­me: Gegen die glo­ba­le kapi­ta­lis­ti­sche Aus­beu­tung, gegen sexu­el­le und ras­sis­ti­sche Gewalt, gegen Femi­zi­de, gegen die Kri­mi­na­li­sie­rung von Migra­ti­on und Flucht, gegen insti­tu­tio­nel­le Gewalt von Staat und Kir­che, gegen das Abtreibungsverbot.

Es ist unmög­lich, des­halb ist es not­wen­dig. Wir for­dern das Unmög­li­che, um das Mög­li­che wirk­lich zu machen. Unse­re Arbeit ist nicht umsonst. Im Sin­ne der „joyful mili­tancy“ (Sil­via Fede­ri­ci) und des „plea­su­re acti­vism“ (Adri­en­ne Maree Brown) geht es um lebens­be­ja­hen­de, lust­vol­le, trans­for­mie­ren­de Erwei­te­rung und Gestal­tung von Hand­lungs­raum. Die Sor­ge ins Zen­trum des gemein­sam geteil­ten Lebens zu stel­len, heißt, einen Kampf um ein bes­se­res Leben zu füh­ren, jetzt, hier, für alle und überall.

Vernissage: Ausstellung „Psyche & Frau“

am 8.3.2022 um 18 Uhr im Ate­lier Ana­log Her­klotz­gas­se 44, 1150 Wien

Anläss­lich des Welt­frau­en­tags ver­an­stal­tet das Online-Maga­zin ZIMT gemein­sam mit dem Pro­jekt MOTHERLESS eine Ver­nis­sa­ge zum The­ma „Frau & Psy­che“ im Ate­lier Ana­log. Die Ver­nis­sa­ge ist der Auf­takt zur Aus­stel­lung, die Frau­en* und ihre Lebens­ge­schich­ten por­trai­tiert. Par­al­lel dazu wid­met sich das Maga­zin dem The­ma auch online auf www.zimtmagazin.at.

Festival: SKIN #3: “laughing & fighting: feminist resistance now!”

Anar­chie und Wider­stand muss nicht bier­ernst und humor­los sein! Auf­be­geh­ren gegen Dis­kri­mi­nie­rung, Nor­mie­rung und Regle­men­tie­rung kann und soll auch Lust und Freu­de machen. Die Mär von der Femi­nis­tin, die kei­nen Spaß ver­steht, wird hier und jetzt ver­ab­schie­det: Sie­ben Tage lang zei­gen uns Performer:innen mit tief­sin­ni­gem, ent­lar­ven­dem und absur­dem Witz Wider­sprü­che in der glo­ba­len Herr­schafts­ord­nung auf.

Mit geball­ter, lebens­fro­her Ener­gie wird Uto­pie gedacht und gelebt und patri­ar­cha­ler Macht­an­spruch ver­spot­tet. Par­ti­zi­pa­ti­ve For­ma­te laden euch ein, teil­zu­neh­men, mit­zu­la­chen und eure Ideen zu einer ande­ren Frau*schaftsform kundzutun.

Let your humor gui­de the way!

Hier fin­det ihr das detail­lier­te Pro­gramm.
Hier geht’s zur Web­site des Fes­ti­vals.

The­men:
Feminismen/Intersektionalität/Anarchie & Humor

Performance und Talk: Humor und Feminismus

Per­for­man­ces & Talk mit Ste­fa­nie Sarg­na­gel, Denice Bour­bon, Shahrzad Nazar­pour, Bere­nice Pahl, Bet­ti­na Zehetner
Mode­riert von Corin­ne Eckenstein

In dem von der Humor­wis­sen­schaf­te­rin Bere­nice Pahl kon­zi­pier­ten per­for­ma­ti­ven Talk wird das Ver­hält­nis von Per­for­mance, femi­nis­ti­schem Wider­stand, Humor und Lachen beleuch­tet. Dazu prä­sen­tie­ren Ste­fa­nie Sarg­na­gel, Denice Bour­bon und Shahrzad Nazar­pour künst­le­ri­sche Arbei­ten, bevor sie in einem inter­ak­ti­ven Panel auf Per­so­nen aus Poli­tik, Akti­vis­mus und Psy­cho­lo­gie treffen.

Ein­tritts­preis: Jugend­li­che € 10,00 / Erwach­se­ne € 12,00

Wer zu wenig Koh­le hat, reser­viert bzw. fragt an der Kas­sa nach einer Paten­schafts­kar­te. Die­se wird aus der Kul­tur­pa­ten­schaft finan­ziert und ist für die Besucher:innen kostenlos.

Fin­det im Rah­men des Skin-Fes­ti­vals statt.

***ABGESAGT*** Legends of Entertainment

mit Denice Bour­bon, Ste­fa­nie Sarg­na­gel und Chris­tia­ne Rösinger

Do, 10.03.2022, 19:30
Tickets: EUR 28,– / 23,– / 18,–
Ticket-Link

Ein schil­lern­der Abend mit drei unglei­chen Super­stars, ver­eint durch die Lie­be zur gepfleg­ten Abend­un­ter­hal­tung. Denice Bour­bon, der auf­ge­hen­de, les­bi­sche Stern am Stand-up-Him­mel, Chris­tia­ne Rösin­ger, legen­dä­re Ber­li­ner Song­wri­te­rin und Galais­tin und Ste­fa­nie Sarg­na­gel, Kult­poe­tin aus der Wie­ner Vor­stadt­knei­pe, tre­ten zum ers­ten Mal gemein­sam auf einer Büh­ne auf. Jede für sich ein Hit, sind sie im Trio eine Naturgewalt.

„Frauengeschichten. Lesung wider die Gewalt“

Mon­tag, 7. März 2022, um 18.00 Uhr im Gro­ßen Redou­ten­saal der Hof­burg sowie im Live­stream in der Media­thek des Parlaments

Am Vor­abend des Welt­frau­en­tags, wel­cher sich am 8. März zum 111. Mal jährt, lädt Zwei­te Natio­nal­rats­prä­si­den­tin Doris Bures zur Ver­an­stal­tung „Frau­en­ge­schich­ten. Lesung wider die Gewalt“ ins Par­la­ment in die Hof­burg. Jede fünf­te Frau in Öster­reich ist laut Auf­zeich­nun­gen des Ver­eins Auto­no­me Öster­rei­chi­sche Frau­en­häu­ser (AÖF) von kör­per­li­cher und/oder sexu­el­ler Gewalt betrof­fen. Den Opfern soll mit der Ver­an­stal­tung eine Stim­me gege­ben sowie die Auf­merk­sam­keit für die Pro­ble­ma­tik geschärft werden.

Für die künst­le­ri­sche Gestal­tung sowie die Mode­ra­ti­on der Ver­an­stal­tung zeigt sich Schrift­stel­le­rin Julya Rabi­no­wich ver­ant­wort­lich. Ihr viel­be­ach­te­ter Jugend­ro­man „Hin­ter Glas“ gibt Ein­bli­cke in die Facet­ten einer Gewalt­be­zie­hung und die Geschich­te einer Eman­zi­pa­ti­on. Die Lesung aus­ge­wähl­ter Tex­te zum The­ma Gewalt gegen Frau­en wird von den Ensem­ble­mit­glie­dern des Burg­thea­ters Doro­thee Har­tin­ger, Dör­te Lys­sew­ski und Sabi­ne Haupt durch­ge­führt. Tex­te aus „Die gel­be Stra­ße“ von Veza Canet­ti und „Blaue Frau“ von Ant­je Rávik-Stru­bel zei­gen die Lebens­rea­li­tät von Frau­en, die Gewalt erfah­ren haben.

Die Ver­an­stal­tung wird ab 18.00 Uhr live aus dem Gro­ßen Redou­ten­saal der Hof­burg auf der Web­site des Par­la­ments über­tra­gen und in der Media­thek des Par­la­ments abruf­bar sein.

Ver­an­stal­tung: „Frau­en­ge­schich­ten. Lesung wider die Gewalt“ zum Inter­na­tio­na­len Weltfrauentag
Zeit: Mon­tag, 7. März 2022, 18 Uhr, im Gro­ßen Redou­ten­saal, Par­la­ment in der Hofburg

Anmel­dung und Teilnahmebedingungen:
Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Medi­en sind herz­lich ein­ge­la­den und kön­nen sich unter medienservice@parlament.gv.at anmel­den. Für den Zutritt zu Par­la­ments­ge­bäu­den gilt grund­sätz­lich die 3G-Rege­lung sowie FFP2-Mas­ken­pflicht. Bit­te infor­mie­ren Sie sich kurz vor der Ver­an­stal­tung auf der Web­site des Par­la­ments über die aktu­el­len Zutrittsbedingungen.

Preview: Tove – Auf der Suche nach Freiheit und Liebe

Pre­view zum Inter­na­tio­na­len Frauentag
Diens­tag, 8.3.2022, um 20.15 Uhr im Filmcasino

Ein fas­zi­nie­ren­des Bio­pic über das facet­ten­rei­che Leben und Lie­ben von Tove Jans­son, der Schöp­fe­rin der Mumins, der aus Kin­der­bü­chern und ‑fil­men welt­weit bekann­ten „nil­pferd­ar­ti­gen Trollwesen“!

TOVE ist ein Bio­pic über die fin­ni­sche Künst­le­rin Tove Jans­son. Als jun­ge Autorin und Illus­tra­to­rin erfin­det sie 1945 in Hel­sin­ki die Mumins, für die sie bekannt wur­de, und steckt pri­vat und künst­le­risch gera­de mit­ten in einer Sinn­kri­se: Sie führt eine offe­ne Bezie­hung mit dem lin­ken Poli­ti­ker Atos und ist wild ver­liebt in die auf­re­gen­de Thea­ter­re­gis­seu­rin Vivica. Toves Vater, ein renom­mier­ter Bild­hau­er, blickt ver­ächt­lich auf ihre Arbeit. Und auch sie selbst wür­de lie­ber mit moder­ner Kunst reüs­sie­ren. Doch aus­ge­rech­net ihre neben­bei gezeich­ne­ten Geschich­ten von den Troll­we­sen mit den Knoll­na­sen wer­den von einer Zei­tung in Serie gedruckt – und machen Tove in kur­zer Zeit reich und berühmt. Doch ist das schon die Frei­heit, nach der sie sich immer gesehnt hat?

Tickets gibt es hier.

Lectures for Future: unruhig bleiben*

unruhig bleiben*

Don­na Hara­way und ihr radi­ka­les Den­ken der Ver­wand­lung. Ein Bei­trag von Kat­rin Mac­kow­ski, Ö1

8.3.2022 | 12.00−13.30
online & mdwCampus

Am Inter­na­tio­na­len Frauen*tag 2022 star­ten die Lec­tures for Future an der mdw – Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien mit dem Ö1-Bei­trag „Don­na Hara­way und ihr radi­ka­les Den­ken der Ver­wand­lung“ von Kat­rin Mac­kow­ski und the­ma­ti­sie­ren die viel­fa­chen Ver­flech­tun­gen von Kunst, Wis­sen­schaft, femi­nis­ti­schen Theo­rien und den aktu­el­len öko­lo­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit.

Koope­ra­ti­ons­ver­an­stal­tung der Stab­stel­le Gleich­stel­lung, Gen­der Stu­dies und Diver­si­tät (GGD) mit der grünen-mdw.

Eine Anmel­dung per Mail an huebener@mdw.ac.at ist sowohl für die Teil­nah­me in Prä­senz (begrenz­te Plät­ze) als auch per Zoom-Mee­ting erforderlich.

* Der Titel der Ver­an­stal­tung nimmt Bezug auf das Buch von Don­na J. Haraway
Unru­hig blei­ben. Die Ver­wandt­schaft der Arten im Chtu­lu­zän, Cam­pus Ver­lag: Frank­furt a. M. 2018
Die eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­nal­aus­ga­be erschien 2016 unter dem Titel Stay­ing with the Trou­ble. Making Kin in the Chtu­li­ce­ne, Duke Uni­ver­si­ty Press