Das Thema Diversität wird in Kulturinstitutionen zunehmend präsenter. Vor allem in den Führungs- und Entscheidungsebenen ist die Mehrheit jedoch nach wie vor weiß, cis, able-bodied und männlich. Woran scheitert gelebte Diversität, die nicht an der Gläsernen Decke endet? Welche intersektionalen Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich ausmachen? Können Allianzen verschiedener marginalisierter Gruppen einen Strukturwandel bewirken?
Wilhelm Binder, Queer Museum Vienna Jannik Franzen, bildende_r Künstler_, Wien Ivana Pilic, D—Arts Projektbüro für Diversität, Wien Cornelia Scheuer, Tänzerin und Performerin, Wien
Als junge Autorin der DDR erkannte Barbara Köhler früh den Zusammenhang zwischen Sprache und Macht und widersetzte sich den bestehenden Herrschaftsverhältnissen, indem sie begann, die Konventionen aufzukündigen. Ihre Gedichte sind Sprachkunst und Installationskunst und immer im Dialog mit anderen Sprachen, anderen Künsten. Das Wort tritt in den Raum, wird zum Gegenstand einer Begegnung. Das Buch ist ein Depot des Werks. Anlässlich des vierten Todestages werden schrift-installatorische und visuelle Arbeiten der Dichterin präsentiert.
Sven Keromnes, Übersetzer, Lyon Marie Luise Knott, Essayistin und Herausgeberin, Berlin Reto Ziegler, Verleger, Edition Korrespondenzen, Wien
Barbara Köhler, Schriftstellen. Ausgewählte Gedichte und andere Texte, hg. von Marie Luise Knott, Berlin: Suhrkamp 2024
Was unterscheidet einen normalen Beziehungsstreit von Partnergewalt? Warum verlassen von Gewalt betroffene Frauen ihre Partner nicht einfach? Was kann ich tun, wenn ich in meiner Umgebung Gewalt wahrnehme? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Ausstellung „Zivilcourage bei Partnergewalt und häuslicher Gewalt“ von StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt.
In sechs künstlerisch gestalteten Roll-ups informieren das Gemeinwesen-orientierte Gewaltpräventionsprojekt StoP und die Illustratorin Silke Müller über Gewalt an Frauen. Dabei geben sie auch wertvolle Tipps, wie man in brenzligen Situationen Zivilcourage zeigen kann. Denn jede*r kann: Was sagen. Was tun.
StoP freut sich sehr über die Kooperation mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus, das die Ausstellung „Zivilcourage bei Partnergewalt und häuslicher Gewalt“ im Jänner und Februar 2025 präsentiert.
14. Jänner 2025 um 18:30 Unter-Meidlinger-Straße 93, 1120 Wien Eintritt frei, bitte um Anmeldung an: meidling@stop-partnergewalt.at
GASLIGHT (1944) Paula (Ingrid Bergmann) wird von ihrem Ehemann systematisch in den Wahnsinn getrieben. Er inszeniert mysteriöse Vorkommnisse, die Paula ihren Verstand immer mehr infrage stellen lassen. „Gaslighting“ ist inzwischen zu einem psychologischen Begriff geworden und bedeutet das Selbstvertrauen und die Realitätswahrnehmung der betroffenen Person systematisch zu zerstören.
MEIDLINGER GRÄTZLKINO präsentiert von *StoP Meidling im Grätzl*
„Filme schauen gegen Gewalt an Frauen“ Gezeigt werden ausgewählte Filme mit feministischen Aspekten, Filme von oder über Pionierinnen oder Filme zu geschlechtsspezifischer Gewalt. Es gibt immer eine kurze Einführung ins Thema und dann eine gemeinsame Nachbesprechung.
Herzliche Einladung zu einer besonderen Filmvorführung! In Zusammenarbeit mit Stadtteile ohne Partnergewalt (StoP) präsentiert stand129 den bewegenden Film Persona Non Grata.
Über den Film: Persona Non Grata erzählt die wahre Geschichte einer Ex-Skirennläuferin, die glaubte, ihre Vergangenheit sei längst überwunden. Doch dann bringt ein Schicksalsschlag den anderen, und sie muss sich ihren alten Dämonen stellen, um sie für immer ans Tageslicht zu holen. Es ist eine packende Befreiungsgeschichte, die die Kraft einer bemerkenswerten Frau zeigt, sich nach jahrelanger Dunkelheit und Schmerz zu befreien.
Im Anschluss an die Vorführung gibt es die Möglichkeit, mit Expert:innen von StoP ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre wertvolle Arbeit im Bereich der Prävention von Partnergewalt zu erfahren. Kommt vorbei und erlebt einen Abend, der euch bewegt und zum Nachdenken anregt!
Ort: Marktstand 129–132, Viktor-Adler-Markt, 1100 Wien Eintritt: Frei Anmeldung: Nicht erforderlich
Getrieben von innerem Druck und einem Schicksalsschlag geht eine ehemalige Skirennläuferin mit traumatischen Erinnerungen an ein Ski-Internat der 70er Jahre an die Öffentlichkeit. Ihr Mut zur Wahrheit stößt nicht überall auf Zustimmung.
Antonin Svobodas eindrücklicher Film zeichnet die wahre Geschichte von Nicola Werdenigg nach, die 2017 Österreich mit den Abgründen seines Vorzeigesports konfrontierte.
Im Anschluss Publikumsgespräch mit Nicola Werdenigg und ABZ*Circlistin Ilse Rollett bei Sekt, Kaffee oder Tee!
„TIME IS UP“ ist eine Filmreihe des ABZ*CIRCLE kuratiert von Marion Koidl, Eva Michlits, Daniela Schallert und Manuela Vollmann. Sie soll die Diversität der Gesellschaft auch hinter der Kamera zeigen. Bilder und Geschichten, die wir konsumieren, beeinflussen unsere Wertvorstellungen und unsere Idee davon, wie wir sein wollen. Es macht einen Unterschied, wer diese Geschichten erzählt, wer diese Bilder kreiert und wessen Werte über diese Bilder transportiert werden. Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Erfahrungswelten prägen unsere Sicht auf die Welt. Der ABZ*CIRCLE ist ein überparteiliches Netzwerk für Frauen aus Wirtschaft, Bildung und Verwaltung.
Filmgeschichte ist Männersache? Könnte man meinen, denn die »Leading Ladies« des frühen Kinos zählen trotz zunehmender Forschungen und Wiederentdeckungen noch immer zu den großen Unbekannten. Doch Frauen haben das Medium Film von Beginn an maßgeblich mitgeprägt und für dessen Entwicklung wesentliche Impulse gesetzt – vor, aber auch und gerade hinter der Kamera.
Der monatliche Schwerpunkt Leading Ladies of Silent Cinema spürt diesen Pionierinnen des österreichischen und internationalen Stummfilms nach. Den Auftakt machte im September die »Ahnfrau« des heimischen Kinos, Louise Fleck. Als erste Regisseurin Österreichs – und nach der Französin Alice Guy-Blaché, mit der sie das Geburtsjahr 1873 teilt –, als zweite weltweit, ist sie auch als Produzentin, Drehbuchautorin und Editorin eine Vorreiterin.
LEADING LADIES OF SILENT CINEMA Mehrteilige Retrospektive von September 2023 bis Juni 2024 FIGHT FOR THE RIGHT TO PARTAKE 2. März bis 8. April 2024
08.03.2024 | „Frauen des Jahres“ – Preisverleihung 19:00 Uhr (Einlass ab 18.30) | in der Hauswirtschaft, Bruno-Marek-Allee 5, Tür 1, 1020 Wien |
Zum Internationalen Frauenkampftag verleihen die Grünen Leopoldstadt wieder den Preis für die „Frauen des Jahres“ an lokale Akteur:innen, die eine wichtige Säule für ein gutes Miteinander und die Lebensqualität in den Grätzln sind. |
09.03.2024 | Talk und Töpfern Von 14:00 bis 17:00 Uhr laden die Grünen Alsergrund politische Frauen* zum kostenlosen Workshop ins WerkWerk, Zimmermanngasse 1A, Tür 1 ein. Bei Bedarf gibt es Kinderbetreuung. |
15.03.2024 | Frauenspaziergang mit Petra Unger Treffpunkt: 15 Uhr beim Wiedner Gymnasium, Wiedner Gürtel 68 |
Die Grünen Wieden laden zum Frauenspaziergang durch die Wieden. Petra Unger erzählt anschaulich, lebendig und informativ von den Lebensentwürfen der Frauen auf der Wieden. |