Führung: Im Fokus: Ivana Kobilca. Warum malt sie keine Blumen?

Frei­tag, 21. Febru­ar 2025
16:30 – 17:30

In die­ser drei­tei­li­gen Serie bege­ben wir uns auf die Suche nach weg­wei­sen­den Frau­en* in der Kunst, deren Arbei­ten aktu­ell an den unter­schied­li­chen Stand­or­ten des Bel­ve­de­re zu sehen sind. Den Auf­takt bil­det ein Rund­gang durch die Aus­stel­lung von Mons­ter Chet­wynd im Bel­ve­de­re 21, bei dem wir in eine viel­sei­tig inspi­rier­te und über­bor­den­de Pra­xis ein­tau­chen. Der Fol­ge­ter­min im Unte­ren Bel­ve­de­re ist der beweg­ten Kar­rie­re von Iva­na Kobil­ca gewid­met, die als erfolg­reichs­te slo­we­ni­sche Künst­le­rin um 1900 gilt. Im Obe­ren Bel­ve­de­re befas­sen wir uns schließ­lich mit Anna Maria Punz, öster­rei­chi­sche Male­rin des 18. Jahr­hun­derts und Gestal­te­rin eines baro­cken Uni­ver­sums der Dinge.

Der Titel War­um malt sie kei­ne Blu­men? ist dem gleich­na­mi­gen Pam­phlet von Rena­te Bertl­mann aus dem Jahr 1973 ent­lehnt, in dem die­se die the­ma­ti­sche und media­le Erwei­te­rung in der Kunst von Frau­en fordert.

Mit Kunst­ver­mitt­le­rin Karo­li­ne Eberhardt.

Tickets hier: Link

Ausstellung: Radical Software: Women, Art & Computing 1960–1991

Dau­er: 28.2.2025 — 25.5.2025
Ort: Museumsquartier

Eröff­nung: 27. Febru­ar 2025, 19 Uhr

Radi­cal Soft­ware: Women, Art & Com­pu­ting 1960–1991 ist die ers­te einer Rei­he von for­schungs­ba­sier­ten Grup­pen­aus­stel­lun­gen. Die Wer­ke von etwa fünf­zig Künst­le­rin­nen aus den Berei­chen Male­rei, Bild­haue­rei, Instal­la­ti­on, Foto­gra­fie, Film sowie zahl­rei­che com­pu­ter­ge­nerier­te Zeich­nun­gen und Tex­te wer­den prä­sen­tiert. Die Aus­stel­lung betrach­tet die Geschich­te der künst­le­ri­schen Expe­ri­men­te in der Vor-Inter­net-Ära der Infor­ma­tik aus einer femi­nis­ti­schen Perspektive.

Die Aus­stel­lung Radi­cal Soft­ware: Women, Art and Com­pu­ting 1960–1991 wird von Michel­le Cot­ton kura­tiert und durch die Kunst­hal­le Wien und Mudam Luxem­bourg – Musée d’Art Moder­ne Grand-Duc Jean produziert.
Eine neue Publi­ka­ti­on mit 27 Künst­le­rin­nen­in­ter­views beglei­tet die Ausstellung.

Künst­le­rin­nen:
Rebec­ca Allen (b. 1953, Detroit), Ele­na Asins (b. 1940, Madrid – d. 2015, Navar­ra, Spain), Colet­te Stue­be Ban­gert (b. 1934, Colum­bus, Ohio) & Charles Jef­fries Ban­gert (b. 1938, Far­go, North Dako­ta – d. 2019, Law­rence, Kan­sas), Gret­chen Ben­der (b. 1951, Seaford, Dela­ware – d. 2004, New York), Gud­run Bielz (b. 1954, Linz, Aus­tria) & Ruth Schnell (b. 1956, Feld­kirch, Aus­tria), Dara Birn­baum (b. 1946, New York), Inge Bor­chardt (b. 1935, Szc­ze­cin, Pol­and, form­er­ly Stet­tin, Ger­ma­ny), Bar­ba­ra Buck­ner (b. 1950, Chi­ca­go), Doris Cha­se (b. 1923 – d. 2008, Seat­tle, Washing­ton), Analí­via Cord­ei­ro (b. 1954, São Pau­lo), Bet­ty Danon (b. 1927, Istan­bul – d. 2002, Milan), Han­ne Dar­bo­ven (b. 1941, Munich – d. 2009, Ham­burg), Bia Davou (b. 1932 – d. 1996, Athens), Agnes Denes (b. 1938, Buda­pest), VALIE EXPORT (b. 1940, Linz, Aus­tria), Anna Bel­la Gei­ger (1933, Rio de Janei­ro), Isa Genz­ken (b. 1948, Bad Oldes­loe, Ger­ma­ny), Domi­ni­que Gon­za­lez-Foers­ter (b. 1965, Stras­bourg, France), Lily Green­ham (b. 1924, Vien­na – d. 2001, Lon­don), Samia Hala­by (b. 1936, Jeru­sa­lem), Bar­ba­ra Ham­mer (b. 1939, Los Ange­les – d. 2019, New York), Lynn Hersh­man Lee­son (b. 1941, Cleve­land, Ohio), Grace C. Hertlein (b. 1924, Chi­ca­go – d. 2015, Chi­co, Cali­for­nia), Chan­na Hor­witz (b. 1932 – d. 2013, Los Ange­les), Irma Hüner­fauth (b. 1907, Donau­eschin­gen, Ger­ma­ny – d. 1998, Kreuth, Ger­ma­ny), Char­lot­te Johan­nes­son (b. 1943, Mal­mö), Ali­son Know­les (b. 1933, New York), Beryl Korot (b. 1945, New York), Kata­lin Ladik (b. 1942, Novi Sad, Ser­bia), Ruth Lea­vitt (b. 1944, St. Paul, Min­ne­so­ta), Lilia­ne Lijn (b. 1939, New York), Vera Molnár (b. 1924, Buda­pest – d. 2023, Paris), Moni­que Nahas (b. 1940, Paris) & Her­vé Huit­ric (b. 1945, Paris), Kathe­ri­ne Nash (b. 1910 – 1982, Min­nea­po­lis), Sonya Rapo­port (b. 1923, Brook­li­ne – d. 2015, Ber­ke­ley), Debo­rah Reming­ton (b. 1930, Had­don­field, New Jer­sey – d. 2010, Moo­res­town, New Jer­sey), Syl­via Rou­baud (b. 1941, Munich), Miri­am Scha­pi­ro (b. 1923, Toron­to – d. 2015, Hamp­ton Bays, New York), Lil­li­an Schwartz (b. 1927, Cin­cin­na­ti, Ohio), Sonia Sher­i­dan (b. 1925, Newark, Ohio – d. 2021, Hano­ver, Main), Nina Sobell (b. 1947, Patcho­gue, New York), Bar­ba­ra T. Smith (b. 1931, Pasa­de­na, Cali­for­nia), Tami­ko Thiel (b. 1957, Oak­land, Cali­for­nia), Rose­ma­rie Trockel (b. 1952, Schwer­te, Ger­ma­ny), Joan Tru­cken­brod (b. 1945, Greens­bo­ro, North Caro­li­na), Anne-Mie Van Kerck­ho­ven (b. 1951, Ant­werp), Ulla Wig­gen (b. 1942, Stockholm)

Österr. Erstaufführung: Der junge Mann

DER JUNGE MANN
von Annie Ernaux | aus dem Fran­zö­si­schen von Son­ja Finck
Öster­rei­chi­sche Erst­auf­füh­rung | Kopro­duk­ti­on mit Pis­to­let­ta Productions

Pre­mie­re: Di., 18. März. 2025 | 20:00
Wei­te­re Ter­mi­ne: 20./21.*/22./26.**/27./28. März | 20:00
* 19:00 Ein­füh­rungs­ge­spräch | ** Publi­kums­ge­spräch im Anschluss

Spra­chen: Deutsch

Ticket-Web­shop
Der Kar­ten­ver­kauf star­tet ca. vier Wochen vor der Premiere.

Mit ihm durch­lief ich alle Alter des Lebens, alle Alter mei­nes Lebens.

Mit scho­nungs­lo­ser Offen­heit erzählt Annie Ernaux in DER JUNGE MANN von einer lei­den­schaft­li­chen Affä­re mit einem 30 Jah­re jün­ge­ren Mann, die zu einer Rück­kehr in die eige­ne Ver­gan­gen­heit wird. Ver­wo­ben mit Pas­sa­gen aus ande­ren Roma­nen der Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ge­rin wird die Erzäh­lung zu einer sze­ni­schen Unter­su­chung von weib­li­chem Schmerz und Scham, Alter und Klas­se, gesell­schaft­li­chen Nor­men und der Macht der Erinnerung.

Die Ich-Erzäh­le­rin und ihr jün­ge­res Alter Ego rin­gen um die Deu­tungs­ho­heit über ihr Leben, um das Zulas­sen oder Ver­drän­gen von Demü­ti­gun­gen und Gewalt, Träu­men und Ent­täu­schun­gen. Und sie ver­su­chen her­aus­zu­fin­den: Kann ich mei­ne Geschich­te zurück­ge­win­nen, indem ich sie unter ande­ren Vor­zei­chen noch­mals durch­le­be? Wer bestimmt, wer ich bin? Die ande­ren oder ich selbst?

Eli­sa­beth Gabri­el und Johan­na Orsi­ni, die eine lang­jäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit (zuletzt der Kon­rad-Bay­er-Abend AUF DER SUCHE NACH DEM SECHSTEN SINN) ver­bin­det, wid­men sich hier einem sehr per­sön­li­chen The­ma: der Rol­le und dem Selbst­ver­ständ­nis der Frau über 50. Gemein­sam mit der Schau­spie­le­rin Lili Wind­er­lich und der Musi­ke­rin Tere­sa Rot­schopf wer­fen sie einen Blick auf ein Frauenleben.

Text­fas­sung & Regie: Eli­sa­beth Gabri­el | Büh­ne: Cris­ti­na Milea | Kos­tüm: Ingrid Lei­be­ze­der | Video: Ange­la Christ­lieb | Kom­po­si­ti­on & Live-Musik: Tere­sa Rot­schopf | Pro­duk­ti­ons­lei­tung: Mag­da­le­na Stolhofer

Mit: Johan­na Orsi­ni, Tere­sa Rot­schopf, Lili Winderlich

Unter Ver­wen­dung von Text­pas­sa­gen aus DIE SCHAM, DAS EREIGNIS, DIE JAHRE und ERINNERUNG EINES MÄDCHENS von Annie Ernaux.

Alle Rech­te bei Gal­li­mard, Paris, bzw. der Autorin | Auf­füh­rungs­rech­te: Suhr­kamp Thea­ter Verlag

FEM*EXCHANGE : Ambivalenzen und Dissonanzen

AMBIVALENZEN UND DISSONANZEN
FEM*EXCHANGE | Podiumsdiskussion

Beginn: Mi., 19. März. 2025 | 20:00

Wie sich ver­hal­ten, wenn Autor*innen von künst­le­risch bedeu­ten­den und inspi­rie­ren­den Wer­ken poli­tisch äußerst ambi­va­len­te oder umstrit­te­ne Posi­tio­nen ver­tre­ten? Kann man sol­che Dis­kre­pan­zen neben­ein­an­der ste­hen las­sen? Oder ist ein kom­pro­miss­lo­ser Ver­zicht auf das Werk unver­meid­lich? Ange­sichts eines zuneh­men­den Rechts­rucks, wach­sen­dem Anti­se­mi­tis­mus und Ras­sis­mus müs­sen wir per­ma­nent im Gespräch blei­ben und uns der Fra­ge stel­len, wie mit poli­tisch wider­sprüch­li­chen bis reak­tio­nä­ren Hal­tun­gen im Kul­tur­kon­text umzu­ge­hen ist.

FEM*EXCHANGE: Revolution Playground

REVOLUTION PLAYGROUND
Pro­test­for­men krea­tiv erforschen
FEM*EXCHANGE | Work­shop & Diskurs

Beginn: Fr., 07. März. 2025 | 16:00

Am 8. März ist Inter­na­tio­na­ler Femi­nis­ti­scher Kampf­tag. Seit über einem Jahr­hun­dert tra­gen Feminist*innen welt­weit an die­sem Tag ihren Wider­stand und ihre For­de­run­gen auf die Stra­ßen. So unter­schied­lich gen­der­ba­sier­te Dis­kri­mi­nie­run­gen funk­tio­nie­ren, so viel­fäl­tig gestal­ten sich auch die For­men des Pro­tests dage­gen. Gemein­sam stim­men wir uns auf den Inter­na­tio­na­len Femi­nis­ti­schen Kampf­tag ein und ent­de­cken krea­ti­ve Wege, um Pro­test zu leben.

Wiederaufnahme: Fotzenschleimpower gegen Raubtierkaputtalismus

von Mate­ja Meded
Wiederaufnahme

Beginn: Do., 27. Feb.. 2025 | 20:00
Wei­te­re Ter­mi­ne: 28. Feb. & 1., 3.** und 4. März 2025 | 20:00
** Publi­kums­ge­spräch im Anschluss

Spra­chen: Deutsch
Dau­er: ca. 70 min.
Hin­weis: In die­ser Pro­duk­ti­on kom­men Beschrei­bun­gen von Kriegs‑, Flucht- und Gewalt­er­fah­run­gen vor.

Ticket-Web­shop
Der Kar­ten­ver­kauf star­tet ca. vier Wochen vor Beginn der Spielserie.

Zwi­schen der Rea­li­tät und mir ist über­all Stacheldraht.

Zwi­schen der Rea­li­tät und mir ist über­all Sta­chel­draht. Ein Ali­en erzählt von sich, von wo es her­kommt und war­um es jetzt hier ist. Es erzählt von pre­kä­ren Bio­gra­fien und geschrot­te­ten Wir­bel­säu­len, vom ille­ga­len Put­zen frem­der Häu­ser mit sei­ner Mut­ter, Oma und Tan­te. Es ist der Beginn eines galak­ti­schen Befrei­ungs­schla­ges: Alt­her­ge­brach­te Kli­schees über Flucht und Ankom­men wer­den zer­schla­gen und Unmen­gen an Ener­gie für den „Yugo­fu­tu­ris­mus“ frei­ge­setzt. „Gebannt lausch­te man dem Wort­schwall, der bei der Pre­mie­re mal sanft, mal rasier­mes­ser­scharf durch das Kos­mos Thea­ter fuhr und die 70-minü­ti­ge Solo-Per­for­mance rasant ver­ge­hen ließ“, schreibt Patri­cia Korn­feld auf nachtkritik.de über den tra­gi­ko­mi­schen Monolog.

Die Urauf­füh­rung war im Juni 2024 in einer Koope­ra­ti­on mit den Wie­ner Fest­wo­chen | Freie Repu­blik Wien im Kos­mos Thea­ter zu sehen und wird für die Wie­der­auf­nah­me von Mate­ja Meded um ein neu­es Kapi­tel erwei­tert: DAS PROBLEM UNSERER GESELLSCHAFT IST NICHT PASSIVITÄT, SONDERN PSEUDO-AKTIVISMUS.

Text, Kon­zept, Regie, Per­for­mance: Mate­ja Meded | Voice­over: Mika Ams­ter­dam, Anna Laner | Dra­ma­tur­gie: Anna Laner | Licht­ge­stal­tung: Dul­ci Jan | Ton: Karl Börner

FEM*EXCHANGE: 25 Jahre Kosmos Theater

FEM*EXCHANGE | Podi­um & Party

Beginn: Sa., 18. Jan.. 2025 | 16:30
Ein­tritt frei! – Aus­ge­nom­men Vor­stel­lungs­be­such AQUA TOFANA

Die nack­te Wut war es, die vor 25 Jah­ren zur Grün­dung des femi­nis­ti­schen Kos­mos Thea­ter führ­te. Wut über Dis­kri­mi­nie­rung und Sexua­li­sie­rung von Frau­en* am Thea­ter, Wut über unter­be­schäf­tig­te Dra­ma­ti­ke­rin­nen* und arbeits­lo­se Regis­seu­rin­nen*. Eben­so lust­vol­ler wie beharr­li­cher Wider­stand zahl­rei­cher Unterstützer*innen erzeug­te den nöti­gen poli­ti­schen Druck. Und heu­te? Aktionist*innen von damals und heu­te spre­chen über Kunst, Wider­stand und Ver­än­de­rung. Logisch, danach fei­ern wir – 25 JAHRE KOSMOS THEATER!

Pro­gramm:

16:30–18:30 | Podiumsdiskussion
WUTENTBRANNT KALTGESTELLT? Femi­nis­ti­scher Wider­stand – heu­tig oder von gestern?
Mode­ra­ti­on: Bri­git­te Theissl (Jour­na­lis­tin, u. a. an:schläge und die­Stan­dard, Erwachsenenbildnerin)
Podi­um: Bar­ba­ra Klein (Grün­dungs­in­ten­dan­tin Kos­mos Thea­ter 2000–2018) | Mar­tha Krumpeck (Kli­ma­ak­ti­vis­tin), Eli­sa­beth Lech­ner | (Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin, Autorin u. a. von RIOT, DON’T DIET, Post­Doc an Uni­ver­si­tät Wien) | Kata­ri­na Maria Trenk (Musi­ke­rin, Musi­ka­li­sche Lei­tung bei AQUA TOFANA) | Ulli Weish (Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­le­rin, Geschäfts­füh­re­rin Radio Oran­ge, Lehr­be­auf­trag­te Uni­ver­si­tät Wien)

18:30–20:00 | Raum für Gesprä­che in locke­rer Atmosphäre

20:00–21:30 | Vor­stel­lungs­be­such AQUA TOFANA (Kar­ten bit­te im Web­shop erwerben)

21:30-open end | 25 Jah­re Kos­mos Thea­ter, Par­ty mit DJ Ulli Fuchs

Premiere: AQUA TOFANA

AQUA TOFANA
von Iva­na Sokola
Urauf­füh­rung | Eigenproduktion
Spra­chen: Deutsch

Pre­mie­re: Mi., 15. Jän­ner 2025 | 20:00
Wei­te­re Ter­mi­ne: 18./21./22.*/23.**/24./25./29./30./31. Jän. & 1. Feb. | 20:00
* 19:00 Ein­füh­rungs­ge­spräch | ** Publi­kums­ge­spräch im Anschluss

Tickets für alle Ter­mi­ne hier: Link

In einer Höh­le, eine Hand­breit unter der Erde, ver­sam­meln sich FLINTA*-Personen aus den letz­ten Jahr­hun­der­ten, um vor der patri­ar­cha­len Gewalt, der Arbeit und den ewi­gen Dis­kus­sio­nen zu flie­hen. Sie wol­len ein­fach mal ent­span­nen. Doch sie neh­men ihre Erfah­run­gen mit, ihre Wut, ihre Müdig­keit und ihre Fra­gen: Über­las­sen wir die Erd­ober­flä­che unse­ren Pei­ni­gern? Sind wir jetzt voll­kom­men ver­stummt? Oder end­lich befreit von der Last des Lebens im Patriarchat?

Über Jahr­hun­der­te hin­weg wur­de weib­lich gele­se­nen Per­so­nen das Recht wütend zu sein abge­spro­chen und der Mund ver­bo­ten. Als Hys­te­rie wur­de die­se Emo­ti­on patho­lo­gi­siert und mit Unzu­rech­nungs­fä­hig­keit und Ver­rückt­heit gleich­ge­setzt. Wut war und ist ein männ­li­ches Pri­vi­leg, dem Iva­na Soko­la und Jana Vet­ten mit einem Gegen­ent­wurf kon­tern. Sie ver­su­chen dem Mythos hin­ter die­sem Pri­vi­leg auf die Spur zu kom­men und gehen der Fra­ge nach, wel­ches trans­for­ma­ti­ve Poten­zi­al Wut hat.

AQUA TOFANA bezeich­net ein von Frau­en* ent­wi­ckel­tes Gift aus dem 17. Jahr­hun­dert, das vor­ran­gig zum Gat­ten­mord benutzt wur­de und ist ein Stück gegen das Mund­tot-Machen und für die Stim­men, die sich trau­en laut zu sein. Ein Chor der Furi­en wird sich erhe­ben, die den Stimm­kör­per als Waf­fe zu benut­zen wis­sen und Kraft aus der Wut schöp­fen. Eine Suche nach einem ver­bo­te­nen Gefühl – endlich.

AQUA TOFANA bezeich­net ein von Frau­en* ent­wi­ckel­tes Gift aus dem 17. Jahr­hun­dert, das vor­ran­gig zum Gat­ten­mord benutzt wur­de und ist ein Stück gegen das Mund­tot-Machen und für die Stim­men, die sich trau­en laut zu sein. Ein Chor der Furi­en wird sich erhe­ben, die den Stimm­kör­per als Waf­fe zu benut­zen wis­sen und Kraft aus der Wut schöp­fen. Eine Suche nach einem ver­bo­te­nen Gefühl – endlich.

Text: Iva­na Soko­la | Regie: Jana Vet­ten | Musi­ka­li­sche Lei­tung: Kata­ri­na Maria Trenk | Dra­ma­tur­gie: The­re­sa Kraus | Büh­ne & Kos­tüm: Camil­la Häge­barth | Regie­as­sis­tenz: Mela­nie Klos

Mit: Shab­nam Cha­ma­ni, Julia Franz Rich­ter, Lara Sien­c­zak, Kata­ri­na Maria Trenk & Katha­ri­na Brun­ner, Val Essl, Sabi­ne Friesz, Ingrid Porz­ner, Michae­la Stadlmann

Buchpräsentation: „Dies mein zweites Leben soll nicht gemordet werden.“ Elise Richter und ihre Tagebücher.

Eine Bio­gra­fie von Chris­ti­ne Karner

Zeit: 21.01.2025, 18.30 Uhr
Ort: Lese­saal der Wien­bi­blio­thek im Rat­haus, Ein­gang Lich­ten­felsg., Stie­ge 6 (Glas­lift), 1. Stock, 1010 Wien
Anmel­dung hier: Link

Pro­gramm:

  • Ein­füh­rung: Chris­ti­na Lut­ter, Deka­nin der His­to­risch-Kul­tur­wiss. Fakul­tät und Ste­phan Mül­ler, Dekan der Phi­lo­lo­gisch-Kul­tur­wiss. Fakul­tät – Univ. Wien
  • Über den Nach­lass: Kyra Wald­ner, Roma­nis­tin – Wien­bi­blio­thek im Rathaus
  • Über das Buch: Chris­ta Häm­mer­le, Herausgeberin
  • Lesung: Doro­thee Har­tin­ger, Schauspielerin

Eli­se Rich­ter (1865−1943) war gemes­sen an den gesell­schaft­li­chen Stan­dards und der Geschlecht­er­ord­nung ihrer Zeit eine außer­ge­wöhn­li­che Frau. Sie wur­de nicht nur zu einer Pio­nie­rin des ab 1897 schritt­wei­se zuge­las­se­nen Frau­en­stu­di­ums an der Uni­ver­si­tät Wien, son­dern auch die ers­te habi­li­tier­te Wis­sen­schaf­te­rin im deutsch­spra­chi­gen Raum (1905÷07) und eine weit über die Gren­zen Öster­reichs hin­aus aner­kann­te Roma­nis­tin. Im „Drit­ten Reich“ galt sie als „Ras­se-Jü­din“; sie wur­de ent­rech­tet und schließ­lich mit ihrer Schwes­ter Hele­ne Rich­ter im Okto­ber 1942 nach The­re­si­en­stadt depor­tiert, wo sie elen­dig­lich umkam.

In all die­sen Jah­ren hat Eli­se Rich­ter Tage­buch geführt und damit einen beson­ders reich­hal­ti­gen Quel­len­kor­pus hin­ter­las­sen, der nun erst­mals umfas­send aus­ge­wer­tet wird: Wel­che Ereig­nis­se, Sicht­wei­sen und Deu­tun­gen wer­den in die­sen Auf­zeich­nun­gen erwähnt und reflek­tiert? Was schrieb Eli­se Rich­ter dar­in über Freund*innen, Wegstreiter*innen, Kolleg*innen …, was über ihren mit vie­len Hin­der­nis­sen beleg­ten Wer­de­gang als Wis­sen­schaf­te­rin? Und wel­che wider­sprüch­li­chen oder ambi­va­len­ten Posi­tio­nie­run­gen fal­len dabei beson­ders auf, wel­che (inne­ren) Kämp­fe und Kon­flik­te wer­den manifest?
Das sind eini­ge der Fra­gen, die in Chris­ti­ne Kar­ners Bio­gra­fie von Eli­se Rich­ter behan­delt wer­den. Sie führt von der Her­kunft der jü­di­schen Fami­li­en Rich­ter und Lacken­ba­cher über die Kind­heit von Hele­ne und Eli­se Rich­ter bis zu deren Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger The­re­si­en­stadt – wobei stets die Tage­bücher im Zen­trum ste­hen, aus denen durch­ge­hend und dicht zitiert wird. So wer­den bis­he­ri­ge For­schun­gen oder Les­ar­ten zu Eli­se Rich­ters Bio­gra­fie erwei­tert und neue Blick­wei­sen auf die so wich­ti­ge Pio­nie­rin an der Uni­ver­si­tät Wien zur Dis­kus­si­on gestellt.

Das Buch erscheint 2025 im Löcker-Ver­lag Wien.

One Billion Rising Vienna 2025

OBRVienna Flyer 2025

Fly­er © One Bil­li­on Rising Austria

ONE BILLION RISING VIENNA 2025
Für eine Welt ohne Gewalt und Faschismus
10 Jah­re OBRA

Frei­tag, 14. Febru­ar 2025, 16:00 – 17:30
Platz der Men­schen­rech­te Maria­hil­fer Stra­ße 1, 1060 Wien

2025 ist das Jahr, wo vor 80 Jah­ren der 2. Welt­krieg been­det wur­de. Trotz­dem ist seit­her kein Jahr ver­gan­gen, wo nicht irgend­wo in der Welt Krieg geherrscht hät­te. Rechts­po­pu­lis­ti­sche Staats­for­men, der Back­lash der Frauen*rechte haben auch Euro­pa erreicht und die Gewalt nimmt zu. One Bil­li­on Rising will die Ursa­chen der Gewalt an Frau­en* und Mäd­chen* auf­de­cken und durch künst­le­ri­sche Aktio­nen im öffent­li­chen Raum nicht nur dar­auf auf­merk­sam machen, son­dern auch Kraft und die Hoff­nung für eine bes­se­re Welt ohne Faschis­mus und Gewalt nähren.

OBR-Vien­na 2025 ist eine Ver­an­stal­tung von OBRA – One Bil­li­on Rising Aus­tria. Eine künst­le­ri­sche Kam­pa­gne für ein Ende der Gewalt an Frau­en* und Mädchen*

Künst­le­ri­sche Gesamt­lei­tung: Aiko Kazu­ko Kurosaki

Mit­wir­ken­de bei One Bil­li­on Rising Vien­na 2025:
Laris­sa Brei­ten­eg­ger, Anna Rita Cedro­ni, DanceA­bi­li­ty Aus­tria, Sarah Hori­zon, Aiko Kazu­ko Kur­o­sa­ki, Stan­ja Maria Nord, Maren Rah­mann, Rythm Sis­tas Unlo­cked unter der Lei­tung von Karin Bin­du mit: Iulia Gri­go­rie, Mar­ti­na Hej­duk, Andrea Hil­ler, Mar­got Hru­by, Micae­la Leoncini
Mode­ra­ti­on: Drin Ewa Ernst-Dziedzic

Durch­ge­hen­de Inter­ven­tio­nen / Aktio­nen vor Ort:
Rie­sen­sei­fen­bla­sen­kunst von Laris­sa Breitenegger
RED shoes – inter­ak­ti­ve Instal­la­ti­on mit roten Schu­hen (OBRA/Anna Rita Cedroni/Aiko Kazu­ko Kur­o­sa­ki) als Zei­chen gegen Femizide
OBRA-T-Shirts – anläss­lich 10 Jah­re OBRA haben wir neue OBRA-T-Shirts und Taschen her­stel­len las­sen! Sie wer­den bei OBR-Vien­na2025 am OBRA-Info­tisch sein.
Die Lis­te der Spender*innen von dem Crowd­fun­ding-Pro­jekt Ret­tet OBRA 2022 – 2025! liegt am OBRA-Info­tisch auf und die Spender*innen, die als Dan­ke­schön ein T‑Shirt bekom­men, kön­nen sich dort ein Stück holen.
Alle ande­ren kön­nen die T‑Shirts und Taschen gegen eine frei­wil­li­ge Spen­de von min. 15,- für die T‑Shirts, bzw. von min. 6,- für die Taschen, erhalten.
Pic­tu­re OBRA – Die Taschen kön­nen zusätz­lich vor Ort ver­ziert werden.
PUNSCH – Elfi Schuh wird uns mit war­men Punsch (mit und ohne Alko­hol) gegen freie Spen­de ver­sor­gen – Dan­ke Elfi!

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Rah­men­pro­gramm:

Damit mög­lichst vie­le mit­tan­zen kön­nen bie­tet OBRA unter der Lei­tung Aiko Kazu­ko Kur­o­sa­ki wie­der vie­le kos­ten­lo­se Work­shops und Pro­ben an.
Das „Wie“ ist nicht wich­tig, son­dern das „Wofür“!
Kei­ne Vor­kennt­nis­se nötig, der Zugang ist (fast immer) bar­rie­re­frei und *ALLE* sind herz­lichst willkommen!

Mo, 03.02.2025, 18:00 – 20:00, Har­ry Spie­gel­saal im WUK, Wäh­rin­ger Str. 59, 1090 Wien:
OBRA-Tanz­work­shop und Pro­be in Koope­ra­ti­on mit DanceAbility

Mi, 05.02.2025, 18:00 – 20:00, Fest­saal Bezirks­amt Neu­bau, Herr­mann­gas­se 24–26, 1070 Wien:
OBRA-Tanz­work­shop und Pro­be in Koope­ra­ti­on mit DanceA­bi­li­ty, FOOTPRINT und StoP Wien

Do, 06.02.2025, 18:00 – 20:00, Ver­ein FOOTPRINT, Gum­pen­dor­fer­stra­ße 65/Top 9+10, 1060 Wien
OBRA-Tanz­work­shop in Koope­ra­ti­on mit FOOTPRINT und StoP Wien (Ach­tung, die­se Loca­ti­on ist nicht barrierefrei!)

Sa, 08.02.2025, 13:00 – 15:00, Brun­nen­pas­sa­ge, Brun­nen­gas­se 71, 1160 Wien:
OBRA-Tanz­work­shop im Rah­men von Satur­Dance in koope­ra­ti­on mit Tanz die Toleranz

Mo, 10.2.2025, 18:00 – 20:00: Har­ry Spie­gel­saal im WUK, Wäh­rin­ger Str. 59, 1090 Wien:
OBRA-Tanz­work­shop und Pro­be in Koope­ra­ti­on mit DanceAbility

Mi, 12.2.2025, 18:00 – 20:00, Fest­saal Bezirks­amt Neu­bau, Herr­mann­gas­se 24–26, 1070 Wien:
OBRA-Tanz­work­shop und Pro­be in Koope­ra­ti­on mit DanceA­bi­li­ty, FOOTPRINT und StoP Wien
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Pres­se­kon­fe­renz:
Fr., 07.02.2025, 10:00, Pres­se­club Con­cor­dia, Bank­gas­se 8, 1010 Wien

10 JAHRE VEREIN OBRA – ONE BILLION RISING AUSTRIA
– wie Über­le­ben unter einer rech­ten Regierung?

Spre­che­rin­nen:
Dr.in Ewa Ernst-Dzied­zic, Mit­in­itia­to­rin von OBR-Vien­na und Grün­dungs­mit­glied des Ver­eins OBRA
Klau­dia Frie­ben, Vor­sit­zen­de des Öster­rei­chi­schen Frauenrings
Jen­ny-Kers­tin Bau­er, MA, stv. Geschäfts­lei­tung Netz­werk öster­rei­chi­scher Frau­en- und Mäd­chen­be­ra­tungs­stel­len / Spre­che­rin der Alli­anz GewaltFREI leben
Aiko Kazu­ko Kur­o­sa­ki, Künst­le­ri­sche Lei­tung und Obfrau des Ver­eins OBRA

Anmel­dung an office@frauenring.at oder office@1billionrising.at.

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Face­book-Event
Link zu OBR-intern. Eventpage
1billionrising.at

Details zum Pro­gramm und alle Rah­men­ver­an­stal­tun­gen sind auch hier zu finden.

 

OBR-Vien­na 2025 wird ermög­licht Dank För­de­run­gen, Koope­ra­tio­nen, Spon­sor­ships und Spen­den von/mit:

BMKOES, MA7 – Stadt Wien Kul­tur, Öster­rei­chi­scher Städ­te­bund, V‑Day – One Bil­li­on Rising, Bezirks­kul­tur­för­de­rung Neu­bau, Alli­anz GewaltFREI Leben, AÖF – Ver­ein Auto­no­me Öster­rei­chi­sche Frau­en­häu­ser, Bltz­druck /Wer­be-und Medi­en­zen­trum, Bünd­nis 28. Sep­tem­ber, DanceA­bi­li­ty Aus­tria, Ver­ein FOOTPRINT, Die Grü­nen Frau­en Wien, Hori­zon Music Divi­si­on, Netz­werk öster­rei­chi­scher Frau­en- & Mäd­chen­be­ra­tungs­stel­len, ÖFR – Öster­rei­chi­scher Frau­en­ring, Platt­form 20000 Frau­en, Pres­se­club Con­cor­dia, Pro­Choice Aus­tria, SISTERS OF MUSIC, SPÖ Frau­en, StoP-Stadt­tei­le ohne Part­ner­ge­walt, Tanz die Tole­ranz und pri­va­te Spender*innen.