Der diesjährige 8. März steht unter dem Vorzeichen der globalen Krise des Kapitalismus – und all den Auswirkungen, die diese Krise für Frauen mit sich gebracht hat. Doch Frauen haben auch gezeigt, dass sie sich gegen diese Auswirkungen wehren: Sei es im Gesundheits- und Sozialbereich, bei #BLM, in der Klimabewegung oder gegen Gewalt an Frauen – überall stehen sie an der vordersten Front. In den letzten Jahren gab es international große Kämpfe um Frauenrechte – zuletzt mit einem riesigen Erfolg in Argentinien um das Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Wir brauchen mehr denn je eine sozialistisch-feministische Bewegung von unten. Dabei steht die Idee eines feministischen Streiks immer wieder auf der Tagesordnung.
Diskussion mit Aktivist*innen aus unterschiedlichen Bereichen und Ländern zu folgenden Fragen:
Streiken für Frauenrechte – aber wie? Erfahrungen über Streiks in Schule, Uni und Betrieb, welche Gewerkschaften braucht es eigentlich, welche Lehren können aus den feministischen Streiks in Spanien und Polen gezogen werden und wie können wir Verbesserungen und echte Veränderung erkämpfen?
Redner*innen:
*ROSA-Aktivist*innen aus Spanien, Polen und Irland
*Aktivist*innen aus der Klimabewegung
*Aktivist*innen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich und aus der Basisinitiative „Sozial aber nicht blöd“
Constanze Ruhm, Gli appunti di Anna Azzori / Uno specchio che viaggia nel tempo, 2020, 72 Min., Italienisch/Deutsch, engl. UT
Anschließend um 20.15 Uhr Publikumsgespräch mit Constanze Ruhm via Zoom.
Für Ihre Teilnahme ersuchen wir Sie um Registrierung per E‑Mail an: c.slanar@belvedere.at.
Im Anschluss erhalten Sie den Zugangslink zum Online-Publikumsgespräch.
Mit dieser italienischen Zeitreise setzt Constanze Ruhm ihre Variationen über weibliche Figuren des modernen Kinos fort. In einer essayistischen Doppelbewegung forscht die Künstlerin nach der Geschichte der Dreharbeiten eines Films und nutzt das gefundene Material für die imaginäre Umschrift einer Rolle. Nach Godards Nana S. fällt die Wahl nun auf Anna, römisches Cinéma Vérité aus der Hand von Alberto Grifi und Massimo Sarchielli, das im kritischen Gestus der siebziger Jahre den Blick zur politischen Frage machte. Ausgehend von Archivbildern und ‑tönen wechselt Gli appunti di Anna Azzori nun die Perspektive, aus der sich der Wahrheitsgehalt der dokumentarischen Inszenierung vermessen lässt. Ovids Metamorphosen dienen dabei als Rahmen, das poetische Verwandlungspotential von Figuren, Objekten und Orten des Films auszuloten. (Christa Blümlinger/sixpackfilm).
Radio ORANGE 94.0 Schwerpunktprogramm zum 8. März
8.3.2021, ganztägig – ab 7:00 bis Mitternacht
on air auf UKW 94.0 und online auf o94.at
Zum internationalen feministischer Kampftag am 8. März gibt es auch dieses Jahr wieder ein Spezialprogramm bei Radio ORANGE 94.0. Es geht um Mädchenradio und Radiovernetzung, Bündnisse und Quoten, Arbeitswelt und Wahlrecht, Sexualität und Selbstbestimmung, Freiheitskämpfer_innen und Held_innen, Kindergärtner_innen und Stadtplaner_innen, Subversives Handarbeiten und Musik, femininity und queerness, Feiern und Demonstrieren und noch vieles mehr – ab 7:00 on air.
Einen Überblick über das gesamte Program gibt es hier: https://o94.at/programm/programm-uebersicht?datum=2021–03-08
Anlässlich des Weltfrauentags holt die fem.initiative@wu Expertinnen* auf die Bühne, die auf unterschiedliche Weise unsere Gesellschaft durch Solidarität und Zusammenhalt verändern.
Wir freuen uns auf eine inspirierende Diskussionsrunde mit:
Katja Schuh (Karriere Coach)
Clarissa Thelen (Wissenschaftlerin)
Stephanie Bondi (Sorority-Netzwerk)
und viele mehr
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung auf https://www.eventbrite.com/e/femnetworks-power-of-solidarity-tickets-142246939425
Die heurige digitale Frauentagsveranstaltung der Jungen Musliminnen Österreich steht im Zeichen von ein Jahr Corona, aber auch im Zeichen von 10 Jahre „Töchter“ in der Österreichischen Bundeshymne. Unter dem Motto „Heimat, bist Du großer Töchter“ wird gemeinsam über Feminismus in der Krise reflektiert und ein Zeichen für Gleichstellung gerade in Krisenzeiten gesetzt. Außerdem werden im Rahmen der Veranstaltung die Absolventinnen des Empowerment-Projekts „Fatima 2020“ geehrt.
Der Link zur Online-Veranstaltung wird auf https://jmoe.at/veranstaltungen/digitale-frauentagsveranstaltung-heimat-bist-du-grosser-toechter/ gepostet.
Wie die Pandemie den Feminismus auf die Schnauze hat fallen lassen. Warum Lockdown, Fern-Unterricht und Home-Office Genderrollen retraditionalisieren. Und wie wir da je wieder raus kommen können.
Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März diskutieren:
Meri Disoski (Frauensprecherin der Grünen)
Henrike Brandstötter (Frauensprecherin Neos)
Elfriede Hammerl (Journalistin)
Tarek Leitner (Journalist ORF)
Mari Lang (Journalistin ORF | Frauenfragen – der Podcast)
Diskussionsleitung: Angelika Hager (profil, Ressortleitung Gesellschaft)
Haben Sie Fragen für die Diskussionsrunde? Dann senden Sie diese vorab an: events@profil.at.
Anmeldung kostenlos unter https://profil-events.at/de/weltfrauentag.
Nach Anmeldung bekommen Sie einen Link zugeschickt, mit diesem steht Ihnen der profil-Talk ab 8. März 2021 als Video-on-Demand zur Verfügung.
Livestream:
Der Livestream wird kurz vor Veranstaltungsbeginn in der Mediathek des Parlaments verfügbar sein. Zum Livestream gelangen Sie mit dem Link https://www.parlament.gv.at/MEDIA/.
Inhalt:
Vor 110 Jahren – im März 1911 – gingen in Österreich erstmals allein in Wien über 20.000 Frauen und solidarische Männer, anlässlich des Internationalen Weltfrauentages auf die Straßen, um für die Gleichberechtigung von Frauen zu kämpfen. Der Lebensalltag von Frauen damals war ein ganz anderer als heute. Einige der historischen Forderungen sind heute umgesetzt, andere warten noch auf ihre Erfüllung. Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums gibt die Historikerin Gabriella Hauch einen Überblick über die Entwicklungen und Veränderungen der Frauenleben in Österreich der letzten 110 Jahre. Welchen besonderen Herausforderungen und psychischen Belastungen sich gerade Frauen jetzt durch die aktuelle Corona-Krise ausgesetzt sehen, wie man aus diesen Krisensituationen herauskommen und wie man sie vermeiden kann, besprechen die Psychoanalytikerinnen Erika Freeman und Jutta Menschik-Bendele in einem von Patricia Pawlicki moderierten Dialog.
Programm:
Begrüßung und Moderation
Patricia Pawlicki, Journalistin
Keynotes:
Zukunft braucht Vergangenheit! 110 Jahre Weltfrauentag in Österreich. Vom Frauenleben damals bis heute.
Gabriella Hauch, Universitätsprofessorin für Geschichte, Universität Wien
Frauen 2021: Eine kritische Analyse
Doris Bures, Zweite Präsidentin des Nationalrates
Im Gespräch:
Erika Freeman, Psychoanalytikerin, Zeitzeugin und Autorin
Jutta Menschik-Bendele, Psychoanalytikerin, em. Universitätsprofessorin und eh. Vizerektorin der Alpe-Adria-Universität
Datum: 08.03.2021, 17:00
Ort: online
VeranstalterIn: 2. NR-PräsidentIn
Der Welt-Frauentag kommt heuer coronabedingt zu Ihnen/Euch nach Hause! Unter dem Motto „Frauen. Gestalten. Zukunft.“ bietet der Online-Frauentag der Stadt Wien rund um den 8. März ein tolles Programm.
Am 8. März gibt es kostenlose Online-Kurse, jede Menge Tipps, Infos und Anregungen und ein spannendes Beratungs- und Unterhaltungsprogramm.
Alle digitalen Angebote der Stadt Wien am Frauentag 2021, finden Sie/findet Ihr in der Programmübersicht auf der Website der Stadt Wien: https://frauentag.wien.gv.at/veranstaltungen/
Im Gespräch mit Elisabeth Puchhammer-Stöckl
Moderation: Renate Kain
Als Frau sichtbar in der Wissenschaft
Auszüge aus einem Interview in den Salzburger Nachrichten, vom 12. Jänner 2021:
Selten steht jemand so bescheiden im Rampenlicht wie die 58-jährige Elisabeth Puchhammer-Stöckl. Sie leitet das Zentrum für Virologie an der Med- Uni Wien. Nun wurde sie zur Wissenschaftlerin des Jahres gekürt.
Wie sieht sie den Stellenwert der Wissenschaft seit Ausbruch der Pandemie?
„So sichtbar wie jetzt war Wissenschaft noch nie. Aber es war auch selten so schwierig, gesichertes Wissen zeitnah zu kommunizieren. Es gab unheimlich viele Publikationen innerhalb kürzester Zeit. Es kursierte also viel ungesichertes Wissen in der Öffentlichkeit. Das war eine Gratwanderung.“
Fast über Nacht wurde das Fachgebiet durch die Pandemie ins Licht der Öffentlichkeit katapultiert. Wie hat sich dadurch der Alltag einer Wissenschaftlerin geändert?
„Gerade zu Beginn kam vieles zusammen und wir mussten priorisieren. Wir bauten die Diagnostik am Institut auf und mussten zusehen, dass die Forschung irgendwie weiterlief. Vor allem waren wir aber mit Aufklärung nach außen beschäftigt.“
Wie sieht die Rolle von Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen heute aus?
„Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Aber je mehr Frauen in Führungspositionen sind, desto mehr werden nachkommen. Da hilft die Vorbildwirkung. Aber auch, dass das Verständnis für junge Mütter größer wird. Weil einer der Knackpunkte in der Karriere von Frauen ist immer noch die Familiengründung.“
Dr.in Elisabeth Puchhammer-Stöckl
wurde in Wien geboren, studierte hier Medizin und promovierte 1986 zum Doktor der Medizin. Sie begann 1987 als Assistentin am Institut für Virologie und absolvierte die Ausbildungen zur Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie sowie zur Fachärztin für Virologie. Sie entwickelte neue Technologien für die Virusdiagnostik, erhielt dafür nationale und internationale Preise (Welcome award, Preise der Höchst Foundation) und habilitierte 1994 für das Fach Virologie. Nach der Geburt ihrer beiden Töchter arbeitete sie etliche Jahre in Teilzeit. Im Jahr 2000 wurde sie ao. Professorin am Institut für Virologie. Sie war 2001–2010 Vizepräsidentin der österreichischen AIDS Gesellschaft, ist Leiterin der österreichischen HIV Referenzzentrale, Mitglied der Kommission für sexuell übertragbare Erkrankungen des Gesundheitsministeriums und im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP). 2019 lehrte sie als Gastprofessorin an der Universität von Pavia in der Lombardei. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist sie Mitglied der Corona Taskforce des Gesundheitsministers.
Anmeldung möglich bis 10.03.2021, 12:00 Uhr hier: Link
Den Zugangslink erhalten Sie spätestens nach Anmeldeschluss per Mail.
Moderation: Maria Rauch-Kallat
Sie war die erste Vizepräsidentin des Verfassungsgerichtshofes, die erste Präsidentin des Vfgh und die erste Bundeskanzlerin Österreichs.
Genau 219 Tage – vom 3. Juni 2019 bis 7. Jänner 2020 – stand Brigitte Bierlein als erste Frau an der Spitze einer österreichischen Bundesregierung. Sie formte, gemeinsam mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein Übergangskabinett, das nach den politischen Turbulenzen rund um das Ibiza-Video die Republik wieder in ruhigere Gewässer steuern sollte. Und sie erfüllte diese Aufgabe mit der ihr eigenen Ruhe und Konsequenz.
Als sie vom Bundespräsidenten gebeten wurde, diese Aufgabe zu übernehmen, war ihre erste Antwort „Das kann ich nicht“. „Typisch weiblich!“ hat der Bundespräsident gekontert. Doch nach dem Gespräch und der Klärung ihrer Vertretung im Verfassungsgerichtshof sowie einer Nacht Bedenkzeit hat sie dann doch zugesagt. Und es war ihr wichtig, dass die Ministerämter ihres Kabinetts ausgewogen mit Frauen und Männern besetzt wurden.
Auch wenn diese „Beamtenregierung“ die Republik „nur“ gut verwalten und nicht politisch gestalten sollte, war es nicht immer leicht, für die notwendigen Entscheidungen auch die entsprechende Einstimmigkeit im Kabinett und die Mehrheit im Parlament zu finden. Da gehörte politisches und diplomatisches Geschick ebenso dazu wie bei den Verhandlungen auf dem internationalen Parkett.
Dr.in Brigitte Bierlein
geb. 1949 in Wien, Jusstudium an der Universität Wien, 1971 Promotion;
zunächst Richterin, dann Staatsanwältin, 1990–2002 Generalanwältin in der Generalprokuratur beim Obersten Gerichtshof.
2003 Vizepräsidentin, 2008–2019 Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs.
3. Juni 2019 bis 7. Jänner 2020 Bundeskanzlerin der Republik Österreich.
Anmeldung möglich bis 03.03.2021, 12:00 Uhr hier: Link
Den Zugangslink erhalten Sie bis spätestens Anmeldeschluss per Mail.