Interdisziplinäre Ringvorlesungstagung: EMPOWERMENT

Inter­dis­zi­pli­nä­re Ring­vor­le­sungs­ta­gung an der mdw – Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien:

EMPOWERMENT
Wis­sen und Geschlecht in Musik • Thea­ter • Film
Do, 28. & Fr, 29. April 2022
online & Gro­ßer Semi­nar­raum (E0101)
Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Inter­dis­zi­pli­nä­re Ring­vor­le­sungs­ta­gung mit Bei­trä­gen von Eve­lyn Annuß · Sabeth Buch­mann · Fai­ka El-Naga­shi · Dag­mar Fink · Mar­ko Kölbl · Pia Pal­me · Luki Schmitz · Eka­te­ri­na Shapi­ro-Ober­mair · Alla Shen­der­o­va · Ber­na­det­te Weigel · Kat­ja Wiederspahn

Was ist ein Men­schen­le­ben wert? Die Gel­tung der Men­schen­rech­te zeigt zuneh­mend Ris­se. Wie sieht Empower­ment vor die­sem Hin­ter­grund aus? Was heißt es bei­spiels­wei­se, wenn Men­schen, denen das Recht Rech­te zu haben, abge­spro­chen wird, den­noch ihre Hand­lungs­fä­hig­keit demons­trie­ren? Inwie­fern han­delt es sich dabei um poli­ti­sche, um kol­lek­ti­ve Akte? Wel­che Dis­kur­se und Posi­tio­nen der Gen­der Stu­dies fokus­sie­ren, wider­spre­chen, inspi­rie­ren die hier skiz­zier­ten Fra­gen? Und wie ver­hal­ten sich die Küns­te bezie­hungs­wei­se Künstler_innen, dazu?

Ein­tritt frei – für Stu­die­ren­de anre­chen­bar, Inter­es­sier­te willkommen.

Anmel­dung: ikm@mdw.ac.at, +43 1 711 55–3401
Info: Andrea Ell­mei­er, ellmeier‑a@mdw.ac.at, +43 1 711 55–6070
Pro­gramm | mdw.ac.at/ikm/gender-ringvorlesung2022

An Afternoon with Laurie Penny

Lesung + Talk + Screening

Buch- und Drehbuchautor:in und Journalist:in Lau­rie Pen­ny kommt im Rah­men einer Lese­rei­se LIVE nach Wien ins Gar­ten­bau­ki­no. Der Nach­mit­tag wird gerahmt mit einer Podi­ums­dis­kus­si­on und einem Film­s­cree­ning der über­ra­gen­den Doku REBEL DYKES.
Book and screen­play aut­hor and jour­na­list Lau­rie Pen­ny comes to Vien­na as part of a rea­ding tour – LIVE at Gar­ten­bau­ki­no. The after­noon will be framed with a panel dis­cus­sion and the scree­ning of gre­at docu­men­ta­ry REBEL DYKES.

Ablauf:
16:00 Lesung mit Lau­rie Penny
im Anschluss: Talk (Mode­ra­ti­on: Deni­ce Bour­bon) mit Lau­rie Pen­ny und wei­te­ren Gäs­ten (tbd)

danach Film­s­cree­ning:
REBEL DYKES
Ein Film von Har­ri Shana­han and Siân A. Williams
UK 2021, 92 min, OV

Sche­du­le:
16:00 rea­ding with Lau­rie Penny
after­wards: talk (mode­ra­ted by Deni­ce Bour­bon) with Lau­rie Pen­ny and other guests (tbd)

after­wards film screening:
REBEL DYKES
A film by Har­ri Shana­han and Siân A. Williams
UK 2021, 92 min, OV

FEMTASTIC NIGHT

Zeit­ge­nös­si­scher Femi­nis­mus zwi­schen Auf­stand und Ausverkauf

facul­tas lädt zu einem fem­tas­ti­schen Abend mit Bea­te Haus­bich­ler und Eli­sa­beth Lech­ner ein.

Lasst uns gemein­sam über die Bücher Der ver­kauf­te Femi­nis­mus und Riot, don‘t diet diskutieren!

Femi­nis­mus ist heu­te so sicht­bar wie nie zuvor. Oft ist der Preis für die­se Sicht­bar­keit aber die Kom­mer­zia­li­sie­rung einer einst radi­ka­len Bewe­gung. Auch wenn zeit­ge­nös­si­sche Femi­nis­men viel Dis­kus­si­ons­stoff lie­fern (Wer spricht? Wer wird gezeigt? Was ist der bes­te Weg zu einer gerech­te­ren Welt?), so wird an die­sem Abend klar wer­den: Es ist noch lan­ge nicht alles erreicht und ein soli­da­ri­scher Femi­nis­mus auch in Zei­ten digi­ta­ler Akti­vis­men so nötig wie eh und je.

Mode­ra­ti­on: Jele­na Guča­nin (AK Wien)

Das Team von facul­tas freut sich auf eure Anmel­dung an ubc@facultas.at und auf euren Besuch!

Mehr Ver­an­stal­tun­gen auf www.facultas.at/veranstaltungen

Lesung und Poetry Slam: „Und wie wir hassen“ mit Lydia Haider, Judith Goetz und Mieze Medusa

Die Grü­nen Frau­en Wien und die Grü­ne Bil­dungs­werk­statt Wien laden im Rah­men des Frau­en­mo­nats März zu einem befrei­en­den Abend gegen Frau­en­hass ein. Frau­en sei­en beson­nen und diplo­ma­tisch – so sagt man(n) – Lydia Hai­der aber ver­sam­melt als Her­aus­ge­be­rin des Sam­mel­bands „Und wie wir has­sen!“ Hass- und Wut­re­den von 15 Autorin­nen gegen das Patri­ar­chat, sei­ne ver­gif­ten­den Aus­wir­kun­gen und gegen die poli­ti­sche Lage. Die Dem­ago­gen und Hetz­red­ner unse­rer Zeit wer­den aus­ein­an­der­ge­nom­men und die Dyna­mik des Has­ses ent­larvt. Ein lite­ra­ri­scher Befrei­ungs­schlag gegen Frau­en­hass! Umrun­det wird die Lesung von der Poe­try Slam­me­rin Mie­ze Medusa.

Mode­ra­ti­on: Katha­ri­na Serles

Im Anschluss dis­ku­tiert unse­re Frau­en­spre­che­rin Vik­to­ria Spiel­mann mit den Autorin­nen dar­über wie wir patri­ar­cha­le Struk­tu­ren auf­bre­chen und voll­stän­di­ge Gleich­stel­lung errei­chen können.

Wann: Don­ners­tag 31.3.2022, 18–20 Uhr
Wo: Top Kino, Rahl­gas­se 1, 1060 Wien

Auf­grund der beschränk­ten Teilnehmer*innenzahl bit­te um Anmel­dung bei gruene.frauen.wien@gruene.at

Es gilt die Mas­ken­pflicht und 2G+
Open for all genders.

- Lydia Hai­der ist Her­aus­ge­be­rin des Sam­mel­bands „Und wie wir has­sen!“, Autorin der Roma­ne »rot­ten« und »Kon­gre­ga­ti­on«, des Thea­ter­stücks „Am Ball. Wider schwach­sin­ni­ge Erb­lich­keit“ urauf­ge­führt im Schau­spiel­haus, Haus­au­torin des Wie­ner Volks­thea­ters und Bachmann-Publikumspreisträgerin.

- Judith Goe­tz ist Autorin und Wis­sen­schaf­te­rin, die zu Rechts­ex­tre­mis­mus und Geschlecht forscht, Mit­glied der For­schungs­grup­pe Ideo­lo­gien und Poli­ti­ken der Ungleich­heit (FIPU) sowie des For­schungs­netz­werks Frau­en und Rechts­ex­tre­mis­mus. Seit 2020 ist sie Mit­strei­te­rin in der Wie­ner femi­nis­ti­schen Akti­ons­grup­pe „Claim the Space“.

- Mie­ze Medu­sa ist Pio­nie­rin der öster­rei­chi­schen Poe­try Slam Sze­ne. Die Lie­be zu Rap ist in allen Text spür­bar: Die Tex­te sind bild­haft, sprachmäch­tig, sti­lis­tisch sou­ve­rän und immer im Flow. Ihr Debüt­ro­man „Frei­schnor­cheln“ erschien 2008, seit­dem hat sie Pro­sa­tex­te, aber auch Samm­lun­gen von Poe­try Slam Tex­ten und Ton­trä­ger des Hip­Hop-Duos „mie­ze medu­sa & ten­der­boy“ publi­ziert sowie Thea­ter­ar­bei­ten und musi­ka­lisch-expe­ri­men­tel­le Pro­jek­te rea­li­siert. Zuletzt erschie­nen: „Du bist dran“ (2021).

hundertfünfundzwanzig: Margarete Schütte-Lihotzky – Spuren in Wien

Don­ners­tag 31.3.2022, 16:00 – 19:00 Uhr
Audi­to­ri­um – Uni­ver­si­tät für ange­wand­te Kunst Wien
1030 Wien, Vor­de­re Zoll­amts­stra­ße 7

Eine Ver­an­stal­tung des Mar­ga­re­te Schüt­te-Lihotz­ky Clubs in Koope­ra­ti­on mit Kunst­samm­lung und Archiv der Uni­ver­si­tät für ange­wand­te Kunst Wien, im Rah­men des Mar­ga­re­te Schüt­te-Lihotz­ky Netz­werks anläss­lich des 125. Geburts­tags der Wie­ner Archi­tek­tin Mar­ga­re­te Schüt­te-Lihotz­ky (23. Jän­ner 1897)

Detail­lier­tes Pro­gramm sie­he hier.

Zutritt nur mit Anmel­de­be­stä­ti­gung. Es gel­ten die aktu­el­len COVID-Regeln der Universität.
Anmel­dung bis 29. März an: archiv@uni-ak.ac.at

Alter­na­tiv gibt es die Mög­lich­keit digi­tal teilzunehmen.
Link zum You­Tube-Stream: https://youtu.be/5jMqPua-YIg

Salon Sorority X Cho Nam-Joo

Der femi­nis­ti­sche Buch­klub ist zurück. Am 29. März dis­ku­tie­ren Erza Aru­qaj und Pame­la Ruß­mann mit euch über das Buch „Kim Jiyoung, gebo­ren 1982“.

„Wäre ich ein durch­schnitt­li­cher Mann in den Vier­zi­gern, wür­de ich mich nie in Frau Kims Lage hin­ein­ver­set­zen kön­nen. Aber ich habe es haut­nah bei mei­ner Frau mit­er­lebt, wie sie nach und nach auf ihre beruf­li­che Kar­rie­re ver­zich­ten musste.“

Ver­zich­ten muss­te sie, weil in Süd­ko­rea von Frau­en nach wie vor erwar­tet wird, dass sie ihren Job auf­ge­ben, wenn das ers­te Kind auf die Welt kommt.
So gesche­hen auch im Fall der (fik­ti­ven, aber auto­bio­gra­phisch ange­hauch­ten) Mitt­drei­ßi­ge­rin Kim Jiyoung. Deren Geschich­te erzählt ihr Psych­ia­ter, bei dem sie zwei Mal pro Woche eine Sit­zung hat, hier (fik­tiv) nach. Kim Jiyoung steht aber in der Rea­li­tät für Mil­lio­nen von Frau­en im asia­ti­schen Hoch­leis­tungs­land Korea, das von Fleiß, Dis­zi­plin und stren­ger Tra­di­ti­on geprägt ist.

In einer klei­nen Woh­nung am Ran­de der Metro­po­le Seo­ul lebt „Kim Jiyoung, gebo­ren 1982“. Sie hat ein Baby, um das sie sich küm­mert, einen Haus­halt und einen Ehe­mann. Der bezahl­ten Außer­haus­ar­beit geht sie nicht mehr nach. Als Jiyoung selt­sa­me Sym­pto­me zeigt, die zwi­schen Hal­lu­zi­na­ti­on, Schi­zo­phre­nie und Psy­cho­se lie­gen und letzt­lich eine ver­fes­tig­te Wochen­bett­de­pres­si­on sind, führt der Weg zum Arzt.

In des­sen nüch­ter­nen Wor­ten, unter­mau­ert mit his­to­ri­schen Fak­ten und sta­tis­ti­schen Zah­len erfah­ren wir die Bio­gra­fie einer jun­gen Frau – geprägt von Frus­tra­ti­on, Unter­drü­ckung und Unter­wer­fung durch Schul­kol­le­gen, Leh­rer, Arbeits­kol­le­gen und einem an sich frau­en­feind­li­chen Gesellschaftssystem.

Die 1978 in Seo­ul gebo­re­ne Autorin Cho Nam-Joo hat mit die­ser drit­ten lite­ra­ri­schen Ver­öf­fent­li­chung nicht nur in ihrem Hei­mat­land eine Debat­te über Gleich­be­rech­ti­gung aus­ge­löst – welt­weit ver­kauf­te sich „Kim Jiyoung, gebo­ren 1982“ mehr als zwei Mil­lio­nen Mal und wur­de 2019 in Süd­ko­rea auch verfilmt.
All gen­ders welcome!

// Salon Sorori­ty kura­tiert von Pame­la Ruß­mann & Erza Aruqaj
// Wo? Shali­mar, Schmalz­hof­gas­se 11, 1060 Wien
// Wie viel? Kostenlos
// Anmel­dung ist unbe­dingt erforderlich

Es gilt die 2G+-Regel.

FeminisTisch Alsergrund mit Viktoria Spielmann & Barbara Huemer

Vor­freu­de!
Komm‘ zum Femi­nis­Tisch Alser­grund im Statt-Beisl im WUK und sprich’ mit unse­ren grü­nen Gemein­de­rä­tin­nen Vik­to­ria Spiel­mann und Bar­ba­ra Hue­mer über Mehr für Equal Care:
Wo ste­hen wir und vor allem was braucht es für eine gerech­te Auf­tei­lung von Sorgearbeit? 

Wir freu­en uns auf euch!
#alser­grund #femi­nism #femi­nis­mus #care­ar­beit #care­ar­bei­tist­ar­beit

Webinar: Achieving Climate Justice – The impact of the Climate Crisis on Women in rural areas

„Frau­en leben an vor­ders­ter Front des Kli­ma­wan­dels und sind bereit, akti­ve Part­ner im Umgang mit dem Kli­ma­wan­del zu sein. Wenn es der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft ernst damit ist, den Kli­ma­wan­del anzu­ge­hen, muss sie Frau­en als grund­le­gen­den Teil der Kli­ma­lö­sung aner­ken­nen.“ – Wanga­ri Maat­hai, Umwelt­ak­ti­vis­tin und Friedensnobelpreisträgerin

Über­schwem­mun­gen, Stür­me und Dür­ren unter­schei­den nicht zwi­schen Män­nern und Frau­en. Aller­dings gibt es deut­li­che Unter­schie­de in der Art und Wei­se, wie Frau­en und Män­ner die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels erle­ben: zum Bei­spiel bei den Flucht­mög­lich­kei­ten, bei der Betreu­ung von Ver­letz­ten und Kran­ken nach Kata­stro­phen, bei der Gewalt­ge­fahr auf der Flucht, in Kata­stro­phen­ge­bie­ten, bei Bedro­hun­gen von Lebens­grund­la­gen und Gesundheit.

Dass die Fol­gen der Kli­ma­kri­se Frau­en stär­ker betref­fen als Män­ner, zeigt sich fast über­all, denn struk­tu­rel­le Unter­schie­de und Benach­tei­li­gun­gen zwi­schen Män­nern und Frau­en gibt es fast über­all – auch in Öster­reich. Ein inter­es­san­ter Punkt in die­sem Zusam­men­hang ist auch das Ver­hält­nis des Gra­des der Besorg­nis mit dem Grad des Feh­lers. Obwohl gezeigt wur­de, dass der Kli­ma­wan­del haupt­säch­lich von Män­nern ver­ur­sacht wird, sind Frau­en stär­ker von den Fol­gen betroffen.

Ein zen­tra­ler Grund dafür liegt in ihrem gesell­schaft­li­chen Rol­len­ver­ständ­nis und Rol­len­ver­hal­ten und der damit ver­bun­de­nen sozia­len und wirt­schaft­li­chen Ungleich­heit. Um struk­tu­rel­ler Dis­kri­mi­nie­rung ent­ge­gen­wir­ken und geziel­te Maß­nah­men ergrei­fen zu kön­nen, ist es not­wen­dig, die struk­tu­rel­len Unter­schie­de zu erken­nen, zu benen­nen und so sicht­bar wie mög­lich zu machen.

Im Rah­men des öster­rei­chi­schen Side Events zum CSW66 wer­den wir die oben genann­ten Fra­gen mit ver­schie­de­nen Exper­tin­nen und Exper­ten auf die­sem Gebiet dis­ku­tie­ren, ein­schließ­lich der Aus­wir­kun­gen der Kli­ma­kri­se auf öster­rei­chi­sche Frau­en, mit beson­de­rem Fokus auf länd­li­che Gebiete.

Dis­ku­tan­tin­nen:
Inge­borg Gey­er, UN
Marie-Chris­ti­ne Hopf­gart­ner, BMK
Kla­ra Butz, FFF
Sara Schaupp, Soli­da­ri­ty Farmers
Klau­dia Frie­ben, ÖFR
Fides Raf­fel, Frauendomäne

Teil­neh­men hier.
Zoom-Link: https://us02web.zoom.us/j/82190115797
Mee­ting ID: 821 9011 5797
Pass­code: 298664

Kli­ma­ge­rech­tig­keit errei­chen! Die Aus­wir­kun­gen der Kli­ma­kri­se auf Frau­en im länd­li­chen Raum.

Rundgang zu Frauen*Geschichte

Frau­en* und Män­ner* haben die Mensch­heits­ge­schich­te geprägt. Min­des­tens die Hälf­te der sicht­ba­ren Geschich­te wur­de von Frau­en* durch ihre Arbeit, ihr Wis­sen, ihre Erfah­rung, ihre Krea­ti­vi­tät geschrieben.
Auch im Wie­ner Rathaus!

Ent­de­cke gemein­sam mit NEOS Wien Land­tags- und Gemein­de­rats­ab­ge­ord­ne­ter und Frau­en­spre­che­rin Dolo­res Bakos, wie sehr die Geschich­te der Stadt durch Frau­en mit­ge­stal­tet wur­de und wie die Zukunft durch Frau­en mit­ge­stal­tet wird. Beglei­tet wer­den wir von der Grün­de­rin der Wie­ner Frauen*Spaziergänge und Exper­tin für femi­nis­ti­sche For­schung Petra Unger.
Treff­punkt: Ein­gang Rat­haus, Lichtenfelsgasse

Für die Ver­an­stal­tung gilt 2G+.
Bit­te bring einen Impf- bzw. Gene­sungs­nach­weis und einen aktu­el­len, nega­ti­ven PCR-Test mit.
Bit­te mel­de dich für die Ver­an­stal­tung an. Die Anzahl der Plät­ze ist begrenzt!

Link zur Anmeldung
Bei Fra­gen zu dem Event ein­fach ein Mail an wien.events@neos.eu schreiben.

Buchpräsentation: „Die Erschöpfung der Frauen“

Online-Buchpräsentation:
Die Erschöpfung der Frauen. Wider die weibliche Verfügbarkeit

mit Autorin Fran­zis­ka Schutzbach
online via Zoom
Mi., 16. März 2022 um 18:00 Uhr

Frau­en haben heu­te angeb­lich so vie­le Ent­schei­dungs­mög­lich­kei­ten wie nie zuvor. Und sind gleich­zei­tig so erschöpft wie nie zuvor. Denn nach wie vor wird von ihnen ver­langt, per­ma­nent ver­füg­bar zu sein. Die Geschlech­ter­for­sche­rin Fran­zis­ka Schutz­bach schreibt über ein Sys­tem, das von Frau­en alles erwar­tet und nichts zurück­gibt – und dar­über, wie Frau­en sich dage­gen auf­leh­nen und alles ver­än­dern: ihr Leben und die Gesellschaft.

In unse­rer Gesell­schaft wird Weib­lich­keit gleich­ge­setzt mit Für­sorg­lich­keit. Frau­en sind, ob in der Fami­lie, in Bezie­hun­gen oder im Beruf, zustän­dig für emo­tio­na­le Zuwen­dung, für Har­mo­nie, Trost und Bezie­hungs­ar­beit – für Tätig­kei­ten also, die unsicht­bar sind und kaum Aner­ken­nung oder Bezah­lung erfah­ren. Sie „schul­den“ ande­ren – der Fami­lie, den Män­nern, der Öffent­lich­keit, dem Arbeits­platz – ihre Auf­merk­sam­keit, ihre Lie­be, ihre Zuwen­dung, ihre Attrak­ti­vi­tät, ihre Zeit. Und kämp­fen jeden Tag gegen emo­tio­na­le und sexu­el­le Verfügbarkeitserwartungen.

Es sind die­se all­ge­gen­wär­ti­gen Ansprü­che, die Frau­en in die Erschöp­fung trei­ben. Denn – dekla­riert als „weib­li­che Natur“ – ist die geleis­te­te Sor­ge­ar­beit meist wenig aner­kannt und bleibt unsicht­bar. Sie gilt öko­no­misch als irrele­vant und ist gera­de des­halb aus­beut­bar. Das Buch zeigt, dass die Ver­füg­bar­keits­an­sprü­che für unter­schied­li­che Frau­en Unter­schied­li­ches bedeu­ten: Ob als Müt­ter oder als Mäd­chen, ob als schwar­ze oder wei­ße Frau­en, als Migran­tin, Trans- oder non binä­re Per­son, als dicke oder les­bi­sche Frau, ob im Dienst­leis­tungs­sek­tor, in Pfle­ge­be­ru­fen oder in der digi­ta­len (Selbst-)Vermarktung, ob als Poli­ti­ke­rin oder Künst­le­rin – die Ver­aus­ga­bung hat unter­schied­li­che Aus­ma­ße und unter­schied­li­che Ursachen.

Die Geschlech­ter­for­sche­rin Fran­zis­ka Schutz­bach wen­det sich gegen ein miso­gy­nes Sys­tem, das von Frau­en alles erwar­tet und nichts zurück­gibt. Und sie zeigt in ihrem im Okto­ber 2021 im Ver­lag Droemer erschie­ne­nen Buch, welch viel­fäl­ti­gen Wider­stand Frau­en gegen die Aus­beu­tung ihrer Ener­gie, ihrer Psy­che und ihrer Kör­per leis­ten. Ein Wider­stand, der zu einer trei­ben­den Kraft für neue Arbeits- und Lebens­wei­sen wird und die Welt verändert.

Anmel­dung per E‑Mail an stmk@mehr-fuer-care.at an, damit recht­zei­tig der Link für das Zoom-Mee­ting zuge­schickt wer­den kann.