Online-Ausstellung: Die Blattmacherinnen

Als Frau­en in Redak­tio­nen das Wort ergriffen

Die Medi­en­me­tro­po­le Wien um 1900. Die Redak­tio­nen waren fast durch­wegs von Män­nern besetzt, beson­ders die Chef­ses­sel. Doch auch schon vor mehr als hun­dert Jah­ren gab es Frau­en in jour­na­lis­ti­schen Lei­tungs­po­si­tio­nen – „Blatt­ma­che­rin­nen“ eben. Nicht nur in Mode­ma­ga­zi­nen, deren Beleg­schaft bereits früh stark weib­lich geprägt war. Auch in den Zeit­schrif­ten der Frau­en­rechts­be­we­gung, die beherz­te Akti­vis­tin­nen als Sprach­roh­re für ihre Anlie­gen grün­de­ten. Gera­de die­se Blät­ter – von Frau­en für Frau­en gemacht – öff­ne­ten Türen in den Jour­na­lis­mus und boten Raum, die­ses Hand­werk zu erlernen.

Anhand von Zei­tungs­aus­schnit­ten, Titel­blät­tern, Doku­men­ten und Foto­gra­fien por­trä­tiert die­se Online-Aus­stel­lung vier „Blatt­ma­che­rin­nen“, die um die Jahr­hun­dert­wen­de Geschichte(n) schrie­ben: Die bür­ger­li­che Frau­en­rechts­ak­ti­vis­tin Marie Lang, die Sozi­al­de­mo­kra­tin Adel­heid Popp, die katho­li­sche Publi­zis­tin Han­ny Bren­ta­no und die Mode­schrift­stel­le­rin Fan­ny Bur­ck­hard. Auch in die Gegen­wart wird eine Brü­cke geschla­gen: In Video-Inter­views berich­ten fünf öster­rei­chi­sche Jour­na­lis­tin­nen über ihre Erfah­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen an der Spit­ze von Redaktionen.

Hier geht es zur Ausstellung.

Führungen am Internationalen Frauentag in der Österreichischen Nationalbibliothek

08. März 2026
10.00 – 18.00 Uhr
kostenlos

Am Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag am 8. März 2026 stellt die Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bi­blio­thek Frau­en von der Anti­ke bis in die Gegen­wart in den Vor­der­grund. Aus die­sem Anlass lädt die Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bi­blio­thek am Sonn­tag, den 8. März 2026 bei frei­em Ein­tritt und kos­ten­lo­sen Son­der­füh­run­gen in ihre Muse­en (Lite­ra­tur­mu­se­um, Papy­rus­mu­se­um, Glo­ben­mu­se­um und Esperantomuseum).

Lite­ra­tur­mu­se­um: „Ent­de­cke­rin­nen und Aufdeckerinnen“
Unter dem Titel „Ent­de­cke­rin­nen und Auf­de­cke­rin­nen“ wird ein Streif­zug durch die lite­ra­ri­sche Geschich­te von Weg­be­rei­te­rin­nen im Rah­men der Dau­er­aus­stel­lung unter­nom­men: von Ida Pfeif­fer bis Frie­de­ri­ke May­rö­cker und Elfrie­de Jeli­nek, die in ihren Wer­ken neue Schreib­wei­sen ent­deckt und gesell­schaft­li­che Miss­stän­de auf­ge­deckt haben.

„Ent­de­cke­rin­nen und Aufdeckerinnen“
Son­der­füh­run­gen für Erwach­se­ne im Lite­ra­tur­mu­se­um der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek
um 10.00 Uhr und 11.00 Uhr
Dau­er: 45 Minuten
Treff­punkt: Ser­vice­de­sk Johan­nes­gas­se 6
Eine Anmel­dung zur kos­ten­lo­sen Füh­rung ist nicht erforderlich.

Papy­rus­mu­se­um: „Papy­ri: Auf den Spu­ren von Frau­en in anti­ken Quellen“
Anti­ke Frau­en waren selbst­be­stimm­ter, als ihnen heu­te oft zuge­schrie­ben wird. Die Füh­rung rich­tet den Blick auf die „weib­li­che Sei­te“ und beleuch­tet den All­tag von Groß­grund­be­sit­ze­rin­nen, den Umgang mit untreu­en Män­nern und erläu­tert, wie Frau­en Rechts­ge­schäf­te abwickelten.

„Papy­ri: Auf den Spu­ren von Frau­en in anti­ken Quellen“
Son­der­füh­run­gen für Erwach­se­ne im Papy­rus­mu­se­um der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek
um 14.00 Uhr und 15.00 Uhr
Dau­er: 45 Minuten
Treff­punkt: Ser­vice­de­sk in der Neu­en Burg, Ein­gang Mit­tel­tor, Heldenplatz
Eine Anmel­dung zur kos­ten­lo­sen Füh­rung ist nicht erforderlich.

Glo­ben­mu­se­um: „Die Ver­mes­sung der Erde – eine kur­ze Geschich­te der Frau in der Kartographie“
Die Ver­mes­sung der Erde galt als Domä­ne der Män­ner, tat­säch­lich haben aber auch Frau­en einen bedeu­ten­den Bei­trag zur Kar­to­gra­phie geleis­tet. Sie bereis­ten die Welt, erstell­ten Kar­ten, kon­zi­pier­ten Glo­ben und tru­gen dazu bei, dass wir die Welt heu­te bes­ser verstehen.

„Die Ver­mes­sung der Erde – eine kur­ze Geschich­te der Frau in der Kartographie“
Son­der­füh­run­gen für Erwach­se­ne im Glo­ben­mu­se­um der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek
um 10.30 Uhr und 11.30 Uhr
Dau­er: 45 Minuten
Treff­punkt: Ser­vice­de­sk Her­ren­gas­se 9
Eine Anmel­dung zur kos­ten­lo­sen Füh­rung ist nicht erforderlich.

Espe­ran­to­mu­se­um: „Die bedeu­tends­te Schrift­stel­le­rin der Espe­ran­to-Lite­ra­tur: Mar­jo­rie Boulton“
Die fas­zi­nie­ren­den Lebens­ge­schich­ten außer­ge­wöhn­li­cher Frau­en, die mit der Plan­spra­che Espe­ran­to ver­bun­den sind, ste­hen im Zen­trum die­ser Füh­rung. Dazu zählt auch die Schrift­stel­le­rin Mar­jo­rie Boul­ton, die es neu zu ent­de­cken gilt.

„Die bedeu­tends­te Schrift­stel­le­rin der Espe­ran­to-Lite­ra­tur: Majo­rie Boulton“
Son­der­füh­run­gen für Erwach­se­ne im Espe­ran­to­mu­se­um der Öster­rei­chi­schen Nationalbibliothek
um 15.30 Uhr und 16.30 Uhr
Dau­er 45 Minuten
Treff­punkt: Ser­vice­de­sk Her­ren­gas­se 9
Eine Anmel­dung zur kos­ten­lo­sen Füh­rung ist nicht erforderlich.

Haus der Geschich­te Öster­reich: „Zeit­ge­schich­te kom­pakt: Femi­nis­ti­sche Kämpfe“
Aus­ge­hend von der Ein­füh­rung des Frau­en­wahl­rechts vor etwas mehr als 100 Jah­ren wirft die­se Füh­rung einen Blick auf wich­ti­ge Errun­gen­schaf­ten des Kamp­fes von Frau­en um poli­ti­sche Teil­ha­be und Gleich­be­rech­ti­gung. Wel­che For­de­run­gen nach Gleich­stel­lung wur­den erreicht und wel­che exis­tie­ren bis heute?

„Zeit­ge­schich­te kom­pakt: Femi­nis­ti­sche Kämpfe“
Kos­ten­lo­se Füh­run­gen im Haus der Geschich­te Österreichs
um 11:00, 13:00 und 14:00 Uhr
Dau­er: ca. 25 Minuten
Anmel­dung unter: Zeit­ge­schich­te kom­pakt: Alles Arbeit

Kundgebung am Internationalen Frauentag und Frauentags-Party

Kund­ge­bung ab 16:00 am Platz der Menschenrechte/Wien

Mit Reden zur Situa­ti­on von Frau­en in Afgha­ni­stan, im Iran, im Kon­go, in Roja­va, in der Ukrai­ne, in Österreich.
Mit der Sän­ge­rin Zorai­da und dem Chor „Frau­en sin­gen für Befreiung“.
Danach Demo zum Schottentor.

Frau­en­tags-Par­ty in der FZ-Bar ab 19:00

Pan­to­mi­men­thea­ter mit ALEXX, Chor „Frau­en sin­gen für Befreiung”,
Hom­ori­en­tal hos­ted by DJ Yassi,
DJa­ne-Line Jen­nie Love & Maluka DJa­ne Grazia.
Freie Spen­de & OPEN END.

Internationaler Frauentag 2026 im Bezirksmuseum Wieden und Rauchfangkehrermuseum

Sujet © Bezirksmuseum Wieden

Sujet © Bezirks­mu­se­um Wieden

Führungen mit Anna-Theres Stern (Rauchfangkehrermuseum) sowie Philipp Maurer und Alina Strmljan (Bezirksmuseum Wieden, Tröpferlbadmuseum)

Sonn­tag, 8. März 2026, 10:00 – 16:00 Uhr
Ort: Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um und Bezirks­mu­se­um Wie­den, Klag­baum­gas­se 4, 1040 Wien

Das Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um und das Bezirks­mu­se­um Wie­den sind in einem ehe­ma­li­gen Tröp­ferl­bad unter­ge­bracht. Vor 50 Jah­ren konn­ten Sie hier noch brau­sen gehen – heu­te kön­nen Sie sich über die Geschich­te von Hygie­ne und Gesund­heit, über Per­sön­lich­kei­ten im Bezirk und über die Geschich­te und Gegen­wart des Rauch­fang­keh­rer­ge­wer­bes infor­mie­ren. Zum „Tag der Bezirks- und Son­der­mu­se­en“ am „Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag“ prä­sen­tie­ren wir die The­men des Hau­ses mit geschlechts­spe­zi­fi­schem Fokus.

Infor­ma­ti­on zur Bar­rie­re­frei­heit: Die Muse­en sind lei­der nicht bar­rie­re­frei zugäng­lich und nur über Trep­pen erreich­bar. Die Füh­run­gen fin­den in deut­scher Laut­spra­che statt.

Pro­gramm:

10:30–11:30 Uhr: War­mes Was­ser – hei­ße Öfen
Flie­ßen­des, war­mes Was­ser war im 19. Jahr­hun­dert Luxus für nur weni­ge Wiener*innen. Die Tröp­ferl­bä­der der Stadt Wien schu­fen Abhil­fe, sie ermög­lich­ten der Bevöl­ke­rung, sich gründ­lich zu rei­ni­gen. Die Füh­rung im Tröp­ferl­bad infor­miert über die tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen, ein Volks­bad mit flie­ßen­dem Warm­was­ser zu bau­en und zu betrei­ben. Im zwei­ten Teil wird im Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um die Warm­was­ser­auf­be­rei­tung im Lau­fe der Geschich­te anhand ver­schie­de­ner Hei­zungs­sys­te­me dar­ge­stellt. Im Spe­zi­el­len wird dabei auf das Tröp­ferl­bad eingegangen.
Ort: Tröp­ferlb­ad­mu­se­um im Bezirks­mu­se­um Wie­den (1. OG) und Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um (2. OG)

11:35 – 11:55 Uhr: Frau­en um Johann Strauss
Aus unse­rer Aus­stel­lung „Wal­zer auf der Wie­den“: Phil­ipp Mau­rer erzählt von der gro­ßen Bedeu­tung der Frau­en für die künst­le­ri­sche Ent­wick­lung von Johann und Joseph Strauss.
Ort: Bezirks­mu­se­um Wie­den, Vor­trags­saal (EG)

12:00–13:00 Uhr: Pio­nie­rin­nen der Tech­nik auf der Wieden
Die His­to­ri­ke­rin Ali­na Strml­jan erzählt von Tech­ni­ke­rin­nen auf der Wie­den. Anschlie­ßend gibt die Rauch­fang­keh­rer­meis­te­rin Anna-The­res Stern einen Über­blick dar­über, wo sie Frau­en in der Geschich­te ihres Gewer­bes begeg­net ist und wel­che Rol­le sie gespielt haben. Sie stellt die ers­ten doku­men­tier­ten Rauch­fän­ge keh­ren­den Frau­en vor und berich­tet über per­sön­li­che Erfah­run­gen von Frau­en in tech­ni­schen Lehrberufen.
Ort: Bezirks­mu­se­um Wie­den (1. OG) und Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um (2. OG)

13:30–14:30 Uhr: War­mes Was­ser – hei­ße Öfen
Flie­ßen­des, war­mes Was­ser war im 19. Jahr­hun­dert Luxus für nur weni­ge Wiener*innen. Die Tröp­ferl­bä­der der Stadt Wien schu­fen Abhil­fe, sie ermög­lich­ten der Bevöl­ke­rung, sich gründ­lich zu rei­ni­gen. Die Füh­rung im Tröp­ferl­bad infor­miert über die tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen, ein Volks­bad mit flie­ßen­dem Warm­was­ser zu bau­en und zu betrei­ben. Im zwei­ten Teil wird im Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um die Warm­was­ser­auf­be­rei­tung im Lau­fe der Geschich­te anhand ver­schie­de­ner Hei­zungs­sys­te­me dar­ge­stellt. Im Spe­zi­el­len wird dabei auf das Tröp­ferl­bad eingegangen.
Ort: Tröp­ferlb­ad­mu­se­um im Bezirks­mu­se­um Wie­den (1. OG) und Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um (2. OG)

14:35 – 14:55 Uhr: Frau­en um Johann Strauss
Aus unse­rer Aus­stel­lung „Wal­zer auf der Wie­den“: Phil­ipp Mau­rer erzählt von der gro­ßen Bedeu­tung der Frau­en für die künst­le­ri­sche Ent­wick­lung von Johann und Joseph Strauss.
Ort: Bezirks­mu­se­um Wie­den, Vor­trags­saal (EG)

15:00–16:00 Uhr: Pio­nie­rin­nen der Tech­nik auf der Wieden
Die His­to­ri­ke­rin Ali­na Strml­jan erzählt von Tech­ni­ke­rin­nen auf der Wie­den. Anschlie­ßend gibt die Rauch­fang­keh­rer­meis­te­rin Anna-The­res Stern einen Über­blick dar­über, wo sie Frau­en in der Geschich­te ihres Gewer­bes begeg­net ist und wel­che Rol­le sie gespielt haben. Sie stellt die ers­ten doku­men­tier­ten Rauch­fän­ge keh­ren­den Frau­en vor und berich­tet über per­sön­li­che Erfah­run­gen von Frau­en in tech­ni­schen Lehrberufen.
Ort: Bezirks­mu­se­um Wie­den (1. OG) und Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um (2. OG)

Spaziergang: Frauen* und Technik auf der Wieden

Frauenspaziergang auf der Wieden 2026:
Frauen* und Technik auf der Wieden

Frei­tag, 6. März 2026, 16 Uhr
Treff­punkt: Haupt­ein­gang des Haupt­ge­bäu­des der TU, Karls­platz 13, 1040 Wien
Füh­rung mit Ali­na Strml­jan, Phil­ipp Mau­rer und Anna-The­res Stern

Anläss­lich des femi­nis­ti­schen Frau­en­kampf­ta­ges erzäh­len Ali­na Strml­jan und Phil­ipp Mau­rer vom Bezirks­mu­se­ums Wie­den gemein­sam mit Anna-The­res Stern vom Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um Geschich­te und Geschich­ten über Frau­en in der Tech­nik und über femi­nis­ti­sche Kämp­fe frü­her und heu­te. Wir begin­nen an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien, die seit 1815 besteht, an der aber erst seit 1919 Frau­en zum Stu­di­um zuge­las­sen sind und berich­ten von aka­de­mi­schen Pio­nie­rin­nen und Frau­en­bil­dung. Dabei gehen wir der Fra­ge nach, wie­so der Erfin­der der Näh­ma­schi­ne mit einem Denk­mal erin­nert wird, nicht aber die Tex­til­ar­bei­te­rin­nen, die vor mehr als 130 Jah­ren in Wien für ihre Rech­te streik­ten. Der Spa­zier­gang endet im Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um, in dem Anna-The­res Stern, selbst Rauch­fang­keh­rer­meis­te­rin, bei einem hei­ßen Getränk über Geschich­te und per­sön­li­che Erfah­run­gen von Frau­en in die­sem tech­ni­schen Lehr­be­ruf berichtet.

Treff­punkt:
vor dem Haupt­ein­gang des Haupt­ge­bäu­des der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien, Karls­platz 13, 1040 Wien
Dau­er: ca. 2 Stun­den, davon 30 Minu­ten Gehzeit.

Infor­ma­ti­on zur Barrierefreiheit:
Wir gehen auf asphal­tier­ter Stra­ße ohne grö­ße­re Stei­gun­gen. Die Füh­rung fin­det in deut­scher Laut­spra­che statt. Das Bezirks­mu­se­um Wie­den und das Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um sind nicht bar­rie­re­frei (Stu­fen ins Erd­ge­schoß, Stie­gen in die Ausstellungen).

Eine Anmel­dung ist nicht nötig.

Bei Schlecht­wet­ter (star­ker Regen- oder Schnee­fall) fin­det die Füh­rung im Bezirks­mu­se­um Wie­den und im Rauch­fang­keh­rer­mu­se­um (Klag­baum­gas­se 4, 1040 Wien) statt.

Errungen, vergessen, verteidigt – eine Geschichte der Frauen*rechte in Bildern

Frei­tag, 6.3.2026 von 17:00–19:00 Uhr
Büche­rei See­stadt (1220 Wien, Bar­ba­ra-Pram­mer-Allee 11)

Frauen*rechte fal­len nicht vom Him­mel – sie wur­den über Jahr­hun­der­te hart erkämpft, ver­tei­digt, wie­der ver­lo­ren und erneut erstrit­ten. Grund genug also, ein paar die­ser Rech­te aus der Mot­ten­kis­te des kol­lek­ti­ven Gedächt­nis­ses zu holen. Im Work­shop arbei­ten wir mit Bil­dern: Die Teilnehmer*innen wäh­len ein Bild aus, rät­seln, wor­um es gehen könn­te, und ver­su­chen, das Gesche­hen zeit­lich rich­tig ein­zu­ord­nen. Danach gibt es Hin­ter­grund­in­fos zu den jewei­li­gen Ereig­nis­sen (Schwer­punkt: Öster­reich). Wenn gewünscht, über­le­gen wir gemein­sam, wie sich die­se Übung für unter­schied­li­che Ziel­grup­pen anpas­sen lässt. Dis­kus­sio­nen sind aus­drück­lich erwünscht, Mei­nun­gen erlaubt und Spaß ist erfah­rungs­ge­mäß eben­falls mit von der Partie.

Work­shop­lei­tung:
Rena­te Tanz­ber­ger (Ver­ein EfEU)
Petra Unger (Begrün­de­rin der Wie­ner Frauen*Spaziergänge, arbei­tet als Kul­tur­ver­mitt­le­rin, Aka­de­mi­sche Refe­ren­tin für femi­nis­ti­sche Bil­dung und Poli­tik sowie als Exper­tin für Gen­der Stu­dies und Femi­nis­ti­sche For­schung / Frauenspaziergänge)

Anmel­dung: seestadtaspern@buechereien.wien.gv.at oder tele­fo­nisch unter: 01 4000 22 168

Mit finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung der Büche­rei­en Wien und der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für Poli­ti­sche Bildung.

Feminismus ohne Grenzen: Flucht, Solidarität und Selbstorganisierung

Mit La Grande Mbamba Kibadi, Salomé Grünberger & Emmanuel Mbolela

Mitt­woch, 11. März, 18:00
Alo­is Wag­ner Saal, C3 – Cen­trum für Inter­na­tio­na­le Ent­wick­lung (UG)

Eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tung von Afri­que-Euro­pe-Inter­act Wien, Fon­da­ti­on La Gran­de und Frauen*solidarität
(Fran­zö­sisch mit deut­scher Übersetzung)

Zum Inter­na­tio­na­len femi­nis­ti­schen Kampf­tag rich­ten wir den Blick auf Frau­en* on the move. Wäh­rend femi­nis­ti­sche Kämp­fe welt­weit sicht­ba­rer wer­den, blei­ben die Rea­li­tä­ten flüch­ten­der und migrie­ren­der Frau­en* oft unsicht­bar – geprägt von Gewalt, Aus­beu­tung und Entrechtung.

La Gran­de Mbam­ba Kiba­di, Grün­de­rin der Fon­da­ti­on La Gran­de, spricht erst­mals öffent­lich über ihre Flucht aus dem Kon­go nach Öster­reich, über Trau­ma und Ankom­men – und dar­über, wie aus per­sön­li­cher Erfah­rung soli­da­ri­sches Enga­ge­ment mit Wit­wen und Wai­sen­kin­dern ent­stan­den ist.

Salo­mé Grün­ber­ger erwei­tert die­se Per­spek­ti­ve um jene der Zurück­ge­blie­be­nen: Am Bei­spiel des Kon­go­krie­ges beleuch­tet sie die Situa­ti­on von Frau­en, Kin­dern, älte­ren Frau­en und Wit­wen, denen durch ein gewalt­vol­les und patri­ar­cha­les Sys­tem oft selbst die Mög­lich­keit zur Flucht ver­wehrt bleibt.

Emma­nu­el Mbo­le­la, selbst aus dem Kon­go geflo­hen, berich­tet über migran­ti­sche Selbst­or­ga­ni­sie­rung in Marok­ko und stellt das Schutz­pro­jekt Mai­son Bao­bab der Asso­cia­ti­on des Réfugié•es et Com­mun­au­tés Migran­tes au Maroc (ARCOM) vor – einen Zufluchts­ort für Frau­en* und Kin­der auf der Flucht. Zudem liest er aus sei­nem Buch „Mein Weg vom Kon­go nach Euro­pa“ (Man­del­baum Verlag).

Gemein­sam dis­ku­tie­ren wir: Was heißt femi­nis­ti­sche Soli­da­ri­tät in Zei­ten ras­sis­ti­scher Abschot­tung – und wie kön­nen wir von Wien aus kon­kret handeln?

Vorträge an der ÖAW: Different minds, better science!

Vor­trä­ge von Fran­ce­s­ca Fer­lai­no und Anaïs Angelo

Frei­tag 06.03.2026 | 17:45 | hybrid | Fest­saal der Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten und via Zoom

Anmel­dung unter die­sem Link

Die ÖAW lädt anläss­lich des Welt­frau­en­ta­ges zu Vor­trä­gen ihrer bei­den Mit­glie­der Fran­ce­s­ca Fer­lai­no und Anaïs Ange­lo ein. Die Quan­ten­phy­si­ke­rin und die His­to­ri­ke­rin und Afri­ka­nis­tin beleuch­ten aus den Per­spek­ti­ven ihrer Dis­zi­pli­nen das ste­ti­ge Enga­ge­ment um wis­sen­schaft­li­che bzw. gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung der Leis­tun­gen von Frauen.

Prä­si­di­um und Frau­en­ko­mi­tee der ÖAW laden anläss­lich des Welt­frau­en­ta­ges zu Vor­trä­gen von Fran­ce­s­ca Fer­lai­no, Quan­ten­phy­si­ke­rin, und Anaïs Ange­lo, His­to­ri­ke­rin und Afri­ka­nis­tin, ein. Die hybri­de Ver­an­stal­tung unter dem Mot­to „Dif­fe­rent Minds, Bet­ter Sci­ence: The Bene­fits of Diver­si­ty in Rese­arch“ fin­det im Rah­men der öffent­li­chen Gesamt­sit­zung der ÖAW statt und ist den For­schungs­leis­tun­gen der weib­li­chen Mit­glie­der der ÖAW gewidmet.

Anaïs Ange­lo, His­to­ri­ke­rin und Afri­ka­nis­tin sowie Mit­glied der Jun­gen Aka­de­mie der ÖAW nimmt in „The Chan­ging Mea­nings of Inter­na­tio­nal Women’s Day: From Coll­ec­ti­ve Soli­da­ri­ty to Indi­vi­du­al Empower­ment“ die sich ändern­den Anlie­gen des Welt­frau­en­tags in den Blick.

Die Quan­ten­phy­si­ke­rin Fran­ce­s­ca Fer­lai­no, kor­re­spon­die­ren­des Mit­glied im Inland der ÖAW und Wis­sen­schaft­le­rin des Jah­res 2025 beleuch­tet in ihrem Vor­trag „Europe’s Quan­tum Future: Sci­ence, Talent and the Power of Inclu­si­on“ die Vor­tei­le viel­fäl­ti­ger Zusam­men­set­zung von Forschungsteams.

Ein­lei­tung und Mode­ra­ti­on der Ver­an­stal­tung über­nimmt die Umwelt­his­to­ri­ke­rin Vere­na Winiwarter.

Online-Pressekonferenz des Österreichischen Frauenrings: „Was brauchen Frauen*?“

Sozia­le Absi­che­rung statt Kürzungen!

Beson­ders Frau­en* sind aktu­ell in allen Lebens­la­gen mas­siv von sozia­len Kür­zun­gen betrof­fen. Dabei wür­de es wesent­lich mehr Mit­tel benö­ti­gen, um Frau­en* mit einem star­ken Sozi­al­staat zu stär­ken und sie nicht zur größ­ten armuts­ge­fähr­de­ten Grup­pe zu machen. Was ist also nötig, um die Rech­te und Ansprü­che der größ­ten Bevöl­ke­rungs­grup­pe Öster­reichs für ein öko­no­misch unab­hän­gi­ges, selbst­be­stimm­tes und gewalt­frei­es Leben sicherzustellen?

Der Öster­rei­chi­sche Frau­en­ring lädt anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Frauen*tages 2026 zu einer Online-Pres­se­kon­fe­renz mit Gebär­den­sprach­dol­met­schung ein.

Sprecher*innen:
Klau­dia Frie­ben, Vor­sit­zen­de Öster­rei­chi­scher Frauenring
Sibel Ada, MedIn­Uni­ty, stv. Vor­sit­zen­de Öster­rei­chi­scher Frauenring
Aiko Kazu­ko Kur­o­sa­ki, One Bil­li­on Rising Austria
Anna Maj­can, Gra­zer Frau­en­rat & FAIRsorgen!
Julia Moser, FmB – Inter­es­sens­ver­tre­tung Frau­en* mit Behinderungen
Ece Oyman, Ver­ein LEFÖ

Don­ners­tag, 5. März 2026, 9.00 Uhr, per Zoom
Link zum Zoom-Meeting
Mee­ting-ID: 846 4189 4782
Kenn­code: 032352

Medienvertreter*innen sind herz­lich willkommen!

Ausstellung: Objekt im Fokus: 50 Jahre Fristenregelung und Familienrechtsreform

ab 6. März 2025

Pünkt­lich zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag beleuch­tet das hdgö zwei The­men, die trotz ihres his­to­ri­schen Jubi­lä­ums unge­bro­chen aktu­ell ist: Vor 50 Jah­ren wur­de die Ehe gesetz­lich als gleich­be­rech­tig­te Part­ner­schaft fest­ge­schrie­ben und die „Fris­ten­re­ge­lung“, die Abtrei­bung bis zum drit­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat straf­frei stell­te, trat in Kraft.

Die­se Mei­len­stei­ne der Geschlech­ter­po­li­tik nimmt das hdgö zum Anlass, neue Samm­lungs­ob­jek­te zu prä­sen­tie­ren: In der hdgö-Foy­er-Vitri­ne sind Maga­zi­ne der „AUF-Eine Frau­en­zeit­schrift“ zu sehen sowie die Schreib­ma­schi­ne einer AUF-Redak­teu­rin. Die AUF war ab 1974 ein wich­ti­ges Medi­um für femi­nis­ti­sche Aktivist*innen, die schon lan­ge laut­stark Ver­än­de­run­gen ein­ge­for­dert hat­ten. Die­se Jubi­lä­en sind auch Anlass um zu Fra­gen: Alles erreicht?