Ausstellung: Wien. Stadt der großen Töchter

Außer­ge­wöhn­li­che Frau­en und ihr Schaffen

Dau­er: Do, 9.3. bis Fr, 31.3.2023
Haupt­bü­che­rei am Gür­tel, 1070, Urban-Loritz-Platz 2a

Jede der por­trä­tier­ten Frau­en steht mit ihrer Bio­gra­fie für ihr jewei­li­ges außer­ge­wöhn­li­ches Wir­ken, sozia­les oder poli­ti­sches Enga­ge­ment und ihren Mut. Fast alle haben gemein­sam, dass sie sich als Frau­en erst ihren Platz und ihre Rech­te erkämp­fen muss­ten und sie als Frau nicht die glei­chen Mög­lich­kei­ten hat­ten wie ihre männ­li­chen Mit­strei­ter und Weggefährten.

Jede der Frau­en steht auch für eine Viel­zahl ande­rer Frau­en als Vor- und Mit­kämp­fe­rin­nen. Sie stel­len Ver­bin­dun­gen zu Frau­en von heu­te her, die die­se Kämp­fe – wenn auch unter ande­ren Vor­aus­set­zun­gen – fortsetzen.

Por­trä­tiert wer­den Ber­tha von Sutt­ner, Gabrie­le Possan­ner von Ehren­thal, Adel­heid Popp, Euge­nie Schwarz­wald, Ste­pha­nie End­res, Käthe Leich­ter, Tru­de Fleisch­mann, Mar­ga­re­te Schüt­te-Lihotz­ky, Marie Jaho­da, Ger­da Ler­ner, Irma Schwa­ger, Cei­ja Sto­j­ka, Johan­na Dohnal, Hel­ga Pan­kratz, Ella Lin­gens, Olga Ehren­haft, Mari­an­ne Beth, Karo­li­ne Perin-Gra­den­stein, Bar­ba­ra Pram­mer, Ella Briggs, Chris­ti­ne Nöst­lin­ger, Sabi­ne Ober­hau­ser, Yel­la Hertzka und Eli­sa­beth T. Spira.

Eine Aus­stel­lung des Frau­en­ser­vice Wien (MA 57).

EU XXL – Filmreihe: „Das Ereignis“

8. März 2023, 19:00 Uhr, Haupt­bü­che­rei am Gür­tel, 1070, Urban Loritz Platz 2a

Die Haupt­bü­che­rei nimmt an der von Mer­ce­des Eche­rer initi­ier­ten Film­rei­he EU XXL teil. Zu jedem Film­abend laden wir einen ganz beson­de­ren Gast ein, sich den Film vor­her anzu­se­hen, um ihn dann bei uns zu kom­men­tie­ren, zu kri­ti­sie­ren, zu diskutieren.

Das Ereig­nis (F 2020, Spiel­film, 100 min, DF. Regie: Audrey Diwan, Dreh­buch: Audrey Diwan, Mar­cia Roma­no, Anne Berest; Kame­ra: Lau­rent Tan­gy. Mit: Ana­ma­ria Var­to­lo­mei, Kacey Mot­tet Klein, Luà­na Bjra­mi, Sand­ri­ne Bon­n­aire u.a)
Zu Gast: Bea­te Haus­bich­ler (Res­sort­lei­te­rin dieStandard)

Inhalt:
Frank­reich, 1963: Anne, eine jun­ge Stu­den­tin, wird nach einer kur­zen, zwang­lo­sen Affä­re schwan­ger. Die Ent­schei­dung zu einer Abtrei­bung hat sie allei­ne gefällt. Denn mit einem Kind wäre Annes Wunsch nach einer selbst­be­stimm­ten Zukunft als Autorin unmög­lich: Sie könn­te nicht ein­mal ihr Stu­di­um voll­enden. In die­ser Zeit ist es für eine jun­ge Frau jedoch nicht mög­lich, einen Schwan­ger­schafts­ab­bruch legal vor­neh­men zu las­sen. Die Ärz­te, die Anne mehr oder weni­ger wohl­wol­lend gegen­über­ste­hen, beru­fen sich auf die Geset­ze und dür­fen der jun­gen Frau kei­ner­lei Hil­fe leis­ten. In ihrer tie­fen Not und unter dem Zeit­druck der Natur lässt nun Annie nichts unver­sucht, um ihr Ziel zu ver­wirk­li­chen – auch wenn sie dabei mit ihrer Gesund­heit und ihrem Leben spielt.

Nach dem gleich­na­mi­gen Buch von Annie Ernaux.
In Koope­ra­ti­on mit EU XXL Die Rei­he (www.reihe.at).

Wiener Bezirke aus jüdischer weiblicher Perspektive

Frau­en­spa­zier­gän­ge „Wie­ner Bezir­ke aus jüdi­scher weib­li­cher Perspektive“
29.3. bis 24.5.2023

Jeder Wie­ner Gemein­de­be­zirk hat sei­ne Beson­der­hei­ten, auch was die jüdi­sche Bevöl­ke­rung betrifft. Bei unse­ren Frau­en­spa­zier­gän­gen stel­len wir unter­schied­li­che jüdi­sche Frau­en vor. Wir zei­gen ihren Bei­trag zum Wie­ner Kul­tur­le­ben, aber auch ihre Stel­lung inner­halb der reli­giö­sen Gemein­den und ihr Ver­eins­le­ben. Die jüdi­schen Frau­en unter­schie­den sich nur wenig von den nicht­jü­di­schen Bewoh­ne­rin­nen ihres Bezirks. Daher befas­sen sich die Rund­gän­ge mit Groß­bür­ge­rin­nen, Arbei­te­rin­nen, Unter­neh­me­rin­nen, Kul­tur­schaf­fen­den und Schü­le­rin­nen. In der NS-Zeit wur­den die jüdi­schen Wie­ne­rin­nen gesell­schaft­lich geäch­tet und gede­mü­tigt, beraubt, ver­folgt, ver­trie­ben oder ermordet.

29. März 2023, 15:00 – 16:30 Uhr
ALSERGRUND
mit Die­ter Hecht, Treff­punkt: 9., Uni­ver­si­täts­stra­ße 10, Kos­ten: 10 Euro

Was ver­bin­det Ger­trud Boden­wie­ser, Eri­ca Mori­ni und Ser­a­fi­ne Rosen­berg? Sie waren Jüdin­nen, die im 9. Bezirk wohn­ten bzw. wirk­ten und 1938 vom NS-Regime ver­folgt, ver­trie­ben und zum Teil ermor­det wur­den. Auf dem Rund­gang durch den 9. Bezirk sol­len exem­pla­risch ein­zel­ne Frau­en­schick­sa­le näher beleuch­tet und topo­gra­fisch im Bezirk ver­or­tet werden.

Exkur­si­on buchen: www.vhs.at/de/k/288623366

Wei­te­re Ter­mi­ne die­ser Rei­he sie­he hier.

Powerfrauen in und aus Simmering

Aus der Rei­he VHS-Ver­an­stal­tun­gen zum 8. März – Inter­na­tio­na­ler Frauentag:

Power­frau­en in und aus Simmering
In Koope­ra­ti­on mit dem Bezirks­mu­se­um Simmering

Ter­min: Mi, 08.03.2023 | 18:30 – 20:00 Uhr
Kurs­ort: VHS Sim­me­ring, Gott­schalk­gas­se 10, 1110 Wien

Ein Streif­zug in Wort und Bild durch die Bio­gra­fien von Sim­me­rin­ger Frau­en wie Metall­bild­haue­rin Ange­la Stadt­herr, Opern­star Anto­nia Lau­ten­schlä­ger und KZ-Über­le­ben­de Rosa Jochmann.
Vor­trag mit Petra Leban & Johan­nes Hradecky

Anmel­dung: www.vhs.at/de/k/281632343

Filmscreening: Die Dohnal

Zum inter­na­tio­na­len Frau­en­tag am 8. März 2023 lädt wohn­part­ner Wien herz­lich ins Burg­ki­no zur Doku­men­ta­ti­on Die Dohnal – Ein Doku­men­tar­film von Sabi­ne Der­flin­ger inklu­si­ve Gesprächs­run­de, Pop­corn & Snacks ein.

Die öster­rei­chi­sche Poli­ti­ke­rin Johan­na Dohnal war eine der ers­ten Femi­nis­tin­nen in einer euro­päi­schen Regie­rung, sie war Staats­se­kre­tä­rin und Frauenministerin.

Die Doku­men­ta­ti­on DIE DOHNAL setzt der Iko­ne die­ser öster­rei­chi­schen Poli­tik ein Denk­mal und schafft damit eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur für heu­ti­ge und nach­fol­gen­de Generationen.

Wann: 8. März, 11:00–14:30 Uhr
Wo: Burg­ki­no Wien

Die Teil­nah­me ist kos­ten­los. Um tele­fo­ni­sche Anmel­dung unter 01÷24503−21083 wird gebeten. 

Sujet © wohn­part­ner Wien

Workshop: Writing Women’s Lives

Work­shop: Wri­ting Women’s Lives: Femi­nist Auto­eth­no­gra­phy and Oral History

March 29, 2023, 5:00 pm – 7:30 pm, CEU, Quel­len­stra­ße 51 (room: A‑516), 1100 Wien

Orga­nis­ed by the Poli­ti­cal, Legal, and Moral Phi­lo­so­phy rese­arch group (POLEMO) and the South/South Move­ment, in coope­ra­ti­on with CEU Com­mu­ni­ty Enga­ge­ment Office and the Depart­ment of Gen­der Stu­dies at Cen­tral Euro­pean University

The inter­ac­ti­ve work­shop will explo­re the place of auto­eth­no­gra­phy within the tra­di­ti­on of femi­nist nar­ra­ti­ve wri­ting. Nar­ra­ti­ve „wri­ting the self“ has long been reco­gni­zed as an important method for femi­nists. Auto­eth­no­gra­phy draws upon a social sci­en­ti­fic tra­di­ti­on to approach and under­stand embo­di­ed events and emo­ti­ons that repre­sent wider cul­tu­ral trends and mea­nings. With a focus on how nar­ra­ti­ve empha­si­zes a plu­ra­li­ty of truths and embo­di­ed rea­li­ties, the spea­k­ers will explo­re how nar­ra­ti­ve methods open up a way of under­stan­ding of per­so­nal expe­ri­en­ces „bey­ond spe­ci­fic his­to­ri­cal con­texts or shif­ting rela­ti­ons of power and ine­qua­li­ties“ (Bell, 2000: 139).

Lang­au­ge: English

Roundtable: Cosmopolitan Gender Justice

Round­ta­ble: Cos­mo­po­li­tan Gen­der Jus­ti­ce: Gen­de­ring (In)equalities in Theo­ry and Praxis

March 8, 2023, 2:15 pm – 4:00 pm, CEU, Quel­len­stra­ße 51 (room: D‑001), 1100 Wien
Orga­nis­ed by the Poli­ti­cal, Legal, and Moral Phi­lo­so­phy rese­arch group (POLEMO) and the South/South Move­ment, in coope­ra­ti­on with CEU Com­mu­ni­ty Enga­ge­ment Office and the Depart­ment of Gen­der Stu­dies at Cen­tral Euro­pean University

On this year’s Inter­na­tio­nal Women’s Day 2023, we cor­di­al­ly invi­te femi­nist scho­lars and acti­vists from various disci­pli­nes and insti­tu­ti­ons to par­ti­ci­pa­te in an inter­di­sci­pli­na­ry round­ta­ble, to enga­ge and reflect with us about scho­lar­ly and poli­ti­cal dis­cour­ses on cos­mo­po­li­tan gen­der jus­ti­ce in aca­de­mia and beyond.

Lan­guage: English

Panel: Feminisms, Coloniality and Rights

The Cen­tral Euro­pean Uni­ver­si­ty will have seve­ral events around the Inter­na­tio­nal Women’s day:

Panel: Femi­nisms, Colo­nia­li­ty and Rights
Tues­day, March 7, 2023, 12:30 pm – 2:00 pm, CEU, Quel­len­stra­ße 51 (room: D‑318), 1100 Wien
Orga­nis­ed by the CEU Depart­ment of Legal Studies.

The panel will cri­ti­cal­ly explo­re the inter­ac­tion bet­ween femi­nism and colo­nia­li­ty, focu­sing on issues rela­ted to citi­zen­ship, bor­der regimes, and gen­der in Euro­pe and Latin America.
Lan­guage: English

O94 Spezialprogramm: Gestern – heute – morgen – IMMER

8.März 2023, 07:00 – 24:00

Radio ORANGE 94.0 wid­met sich am 8. März mit einem ganz­tä­gi­gen Spe­zi­al­pro­gramm dem Leben, Schaf­fen, den Kämp­fen und Rech­ten von Frau­en und gen­der­quee­ren Men­schen und spie­gelt dabei eine Band­brei­te unter­schied­li­cher Femi­nis­men wider. Das gesam­te Schwer­punkt­pro­gramm zum femi­nis­ti­schen Kampf­tag ist auf ORANGE 94.0 zu hören und als Pod­cast ver­füg­bar – Details sie­he https://o94.at/programm/uebersicht?datum=2022–03-08

Öffentliche Pressekonferenz: Frauenpolitik im Tiefschlaf

Pres­se­kon­fe­renz: Frau­en­po­li­tik im Tiefschlaf

7. März 2023, von 8.30 – 9.30 Uhr vor dem Par­la­ment, Dr. Karl-Ren­ner-Ring 3

Am Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag gibt es in Öster­reich nichts zu fei­ern: Die Situa­ti­on von Frau­en wird immer pre­kä­rer. Die enorm hohe Infla­ti­on belas­tet sie beson­ders, der Frau­en­ge­sund­heits­be­richt zeich­net ein besorg­nis­er­re­gen­des Bild von der Gesund­heit von Frau­en. Auch die Anhe­bung des Pen­si­ons­an­tritts­al­ters steht unmit­tel­bar bevor – wäh­rend Frau­en in den zen­tra­len Lebens­be­rei­chen längst nicht Män­nern gleich­ge­stellt sind. Frau­en sind weit­aus stär­ker von Alters­ar­mut betrof­fen, nicht ein­mal ein Fünf­tel aller Frau­en hat Zugang zum Fami­li­en­bo­nus+, die Unter­halts­ga­ran­tie ist in wei­ter Fer­ne und auch der Rechts­an­spruch auf Kin­der­be­treu­ung fehlt nach wie vor.
Zwar sol­len Frau­en stär­ker am Arbeits­markt par­ti­zi­pie­ren und in Voll­zeit statt in Teil­zeit arbei­ten, die Regie­rung ist jedoch nicht bereit, die ent­spre­chen­den Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen. Indes nimmt Gewalt gegen Frau­en in einem uner­träg­li­chen Aus­maß zu. Die Lis­te ist lang, der Back­lash für Frau­en ist mehr als spür­bar. Es muss also end­lich Poli­tik für die Frau­en gemacht werden!

Der Öster­rei­chi­sche Frau­en­ring lädt anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges 2023 zur öffent­li­chen Pres­se­kon­fe­renz ein.

Red­ne­rin­nen:

Klau­dia Frie­ben, Vor­sit­zen­de des Öster­rei­chi­schen Frauenrings
Andrea Czak, Geschäfts­füh­ren­de Obfrau des Ver­eins Femi­nis­ti­sche Allein­er­zie­he­rin­nen – FEM.A
Eva-Maria Holz­leit­ner, Vor­sit­zen­de des Gleichbehandlungsausschusses
Maria Rösslhu­mer, Geschäfts­füh­re­rin AÖF – Ver­ein Auto­no­me Öster­rei­chi­sche Frauenhäuser

Medienvertreter*innen sind herz­lich willkommen!