Expert*innen der Improvisation: Zur Geschichte der Alleinerziehenden
Ledige Dienstmädchen, Witwen, geschiedene oder nie verheiratete Frauen*.
Frauen*, die sich trennen, um ihre Kinder zu schützen.
Frauen* haben vielfältige Gründe, Alleinerzieherinnen* zu sein und ebenso vielfältige Lösungen für ihre Schwierigkeiten. Alleinerzieherinnen* kämpfen gegen Bevormundung durch staatliche Behörden.
Sie sind Expertinnen der Improvisation, Kämpferinnen und liebende Mütter!
Entgegen allen Vorurteilen!
Die Frauen*Stadträtin lädt zu diesem Spaziergang auf den Spuren starker, alleinerziehender Mütter und den sie begleitenden Kämpfen ein.
Der Spaziergang ist Dank der Förderung der MA 57 kostenfrei!
Wann? 02.März 2026, 15.00 bis 17.30 Uhr
Wo? Spitalgasse 2 | Altes AKH | Hof 2 | Denkmal Kaiser Josef II
Anmeldung unter:
MA57 Frauen*Büro Stadt Wien
Telefon: +43 1 4000 83515
E‑Mail: oeffentlichkeitsarbeit@ma57.wien.gv.at
Ein szenischer Spaziergang durch Sievering mit Elke Papp, der Stadtverführerin
Sievering ist ein bis heute ein malerischer Wiener Weinort, wo es schon immer viel zu lachen gab und hoffentlich noch immer gibt!
Davon und von noch vielem mehr handeln die heiteren, zutiefst humanistischen Geschichten von Lina Loos, einer Schriftstellerin, Kolumnistin und Kaffeehaustochter, die die k.u.k. Zeit ebenso wie zwei Weltkriege erlebte, und die es wenige Jahre nach 1900 aus Wien nach Sievering zog.
In Sievering führte sie sogar einen Salon, den auch die Wiener KünstlerInnenschaft besuchte. Im Zweiten Weltkrieg zeigte sie nicht nur Haltung, sondern Mut.
In den letzten Lebensjahren vereinsamte die gesellige Autorin zunehmend. Sie starb 1950 und liegt begraben und vergessen auf dem Sieveringer Friedhof. Zu Unrecht, denn sie war so viel mehr als nur die erste Ehefrau von Adolf Loos.
Bei unserem szenischen Spaziergang durch Sievering zeigt sie ihre vielen Facetten und vermittelt den Charme des Dorfes am Rande von Wien, in das sie sich unsterblich verliebte.
Die Veranstaltung findet auch bei Regen statt. Geeignetes Schuhwerk erhöht den Kulturgenuss.
Datum: Sonntag 8. März 2026
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Ort: Bus 39A, Haltestelle Sievering
Organisation: Die Grünen – 19. Bezirk, Döbling (Wien)
Anmeldung hier: Link
Sa., 7. März 2026, 10:00 Uhr – 12:30 Uhr
Frauen*spaziergang durch die Brigittenau – Widerständige Frauen*
Im 19. Jahrhundert ist die Brigittenau Zufluchtsort zahlreicher meist jüdischer Flüchtlinge aus Osteuropa, aber auch verarmte Kleingewerbetreibende und Arbeiter:innen versuchen ihr Glück in Wien. Der Kampf ums Überleben, die Konfrontation mit Klassenkämpfen und Antisemitismus lässt viele Frauen* widerständig und politisch werden. Viele riskieren dabei ihr Leben, andere werden im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Eine Geschichte von Kampf, des Mut und Widerstand der Frauen* aus der Brigittenau!
Treffpunkt: Brigittaplatz | Vor dem Kircheneingang
Endpunkt: Karajangasse 16
Dauer: maximal 2,5 Stunden.
Der Spaziergang findet bei jedem Wetter statt.
Wenn du teilnehmen möchtest, schick ein kurzes Mail an brigittenau@gruene.at oder melde dich in der App an: https://aktiv.gruene.at/veranstaltungen/8961
Vortrag am Donnerstag, 19. März 2026, 18:00 Uhr
„… den Frieden auf der Welt, wo er nicht herrsche, endlich aufzubauen.“ Margarete Schütte-Lihotzky und ihre Arbeit in der Friedensbewegung
Mit Christine Zwingl (Architektin, MSL- Expertin, Gründerin des MSL Zentrums)
Ab der Gründung war die Architektin Margarete Schütte-Lihotzky Mitglied des Österreichischen Friedensrates und beteiligt am 1. österreichischen Friedenskongress, der im Juni 1950 im Wiener Konzerthaus stattfand. Ab 1975 war sie im Vorstand des österreichischen Komitees für europäische Sicherheit und Zusammenarbeit (KSZE). Bis in die 1990 Jahre blieb sie beteiligt und engagiert.
Fortsetzung der Reihe Frauen verstehen viel vom Frieden! Feministische Perspektiven und Gegenstrategien zu Militarismus und Krieg.
Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
In Kooperation mit WILPF
Offen für Frauen.
Buchpräsentation und Debatte am Donnerstag, 5. März 2026, 18:00 Uhr
Feminismen (Hg. von Birge Krondorfer, Barbara Zach und Gabi Lener; schulheft 199, Studienverlag 2025)
Mit Heidemarie Ambrosch, Frauenzentrum, Dshamilja Gosteli, Johanna Grubner, IGFem, Marion Löffler, Nadia Trallori und den Herausgeberinnen.
Feministische Theorien und Praxen erleben in den letzten Jahrzehnten eine weitreichende Diversifizierung. Die Publikation mit ihren 25 Autor:innen stellt wichtige Strömungen und zentrale Paradigmen des Feminismus vor. Gerade rund um den internationalen Frauentag ist es Wert, diese kennen zu lernen und zu diskutieren. Eine Orientierung, die auch für pädagogische Belange von hoher Relevanz ist.
Moderation: Ilse Rollett (Direktorin AHS Rahlgasse)
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Büchertisch, Snacks und Getränke
Offen für alle
Ausstellung
Eröffnung: 2. 3. 2026, 13:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Friedrich-Schmidt-Platz 1 , 1010 Wien
Arkadenhof des Wiener Rathauses
Veranstalter*in: Stadt Wien – Frauenservice Wien (MA 57)
Die Galerie stellt außergewöhnliche Frauen – „Töchter Wiens“ – und die Auswirkungen ihres Tuns auf das heutige Wien sowie ihr Engagement in Verbindung mit frauenpolitischen Kämpfen und Errungenschaften vergangener Zeiten vor.
Diese Frauen und ihren Einsatz zu würdigen, ist das Anliegen der Galerie. Sie wird jedes Jahr rund um den Frauentag in den Arkaden des Wiener Rathauses zur allgemeinen Besichtigung ausgestellt.
Die Galerie kann bis 31.03.2025 (Montag bis Freitag von 13:00–19:30 Uhr) im Arkadenhof des Wiener Rathauses besichtigt werden.
Abhaltung: analog
Offen für: Alle Geschlechter
Sprachen: deutsch
Zielgruppe(n): Mädchen/junge Frauen, Seniorinnen, Migrantinnen, Alleinerzieherinnen, LGBTQIA+, Frauen mit Behinderungen, Alle, die sich als Frau identifizieren
Keine Anmeldung notwendig.
Im Rahmen der Wiener Frauenwoche.
Themenführung im Wien Museum
22. März 2026, 16:00–17:00
Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8
Geschichte wurde lange Zeit nur von Männern geschrieben und aus ihrer Perspektive erzählt. Das hat dazu geführt, dass die Beiträge von Frauen in der Geschichte oft ausgeklammert wurden.
Dabei waren Frauen immer aktiv, auch wenn sie von vielen Tätigkeiten ausgeschlossen waren. So führten sie im Mittelalter ihre eigenen Unternehmen, regierten in der Barockzeit ganze Reiche und kämpften im Zeitalter der Industrialisierung für die Rechte der Arbeiter.
Bei dieser Dialogführung gehen wir auf die Suche nach Geschichten von Menschen, die lange Zeit unsichtbar blieben.
Hinweis: Ticket erforderlich
Dauer: ca. 60 Minuten
Guide: Tabea Chrsita
Kosten: € 5,00
Treffpunkt: Im Foyer ca. 5 Minuten vor Beginn
Ticket-Link
10. März 2026, 18:30–20:00
Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8
Margarethe Hönigsberg, geboren 1871, entstammte dem jüdischen Großbürgertum und der Tradition der 1848er Revolution. Früh in der Frauenbewegung aktiv, absolvierte sie als erste Frau in Wien ein Medizinstudium und heiratete den austromarxistischen Ökonomen Rudolf Hilferding. Nach Jahren in Berlin kehrte sie nach Wien zurück und arbeitete als Ärztin im Arbeiterbezirk Favoriten.
Sie wurde erstes weibliches Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung und verfasste eine bahnbrechende Arbeit zu Grundlagen der Mutterliebe” und zur frühesten infantilen Entwicklung. Im Roten Wien war sie als Sozialmedizinerin und Frauenärztin maßgeblich im Kampf um Geburtenkontrolle und die Entkriminalisierung der Abtreibung aktiv. 1934 wurde sie vom austrofaschistischen Regime als sozialdemokratische Funktionärin verhaftet, 1942 von den Nationalsozialisten nach Theresienstadt deportiert und in Treblinka ermordet.
Eveline List, Psychoanalytikerin und Professorin für Geschichte an der Universität Wien, erzählt die Lebensgeschichte dieser faszinierenden Frau.
Das Buch “Zwischen Psychoanalyse und Sozialismus. Die Frauenärztin Margarethe Hilferding-Hönigsberg” erscheint bei Mandelbaum.
Das Gespräch mit Eveline List führt Matti Bunzl.
Hinweis: Anmeldung erforderlich
Dauer: ca. 60 Minuten
Kosten: gratis
Treffpunkt: Im Veranstaltungsraum, 3. OG
Anmeldung hier
Themenführung im Wien Museum
1. März 2026, 14:45–15:45
Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8
Kategorie: Führung
Kategorie: Allgemeine Programme
Geschichte wurde lange Zeit nur von Männern geschrieben und aus ihrer Perspektive erzählt. Das hat dazu geführt, dass die Beiträge von Frauen in der Geschichte oft ausgeklammert wurden.
Dabei waren Frauen immer aktiv, auch wenn sie von vielen Tätigkeiten ausgeschlossen waren. So führten sie im Mittelalter ihre eigenen Unternehmen, regierten in der Barockzeit ganze Reiche und kämpften im Zeitalter der Industrialisierung für die Rechte der Arbeiter.
Bei dieser Dialogführung gehen wir auf die Suche nach Geschichten von Menschen, die lange Zeit unsichtbar blieben.
Hinweis: Ticket erforderlich
Dauer: ca. 60 Minuten
Guide: Tabea Chrsita
Kosten: € 5,00
Treffpunkt: Im Foyer ca. 5 Minuten vor Beginn
Ticket-Link
Themenführung im Wien Museum
8. März 2026, 16:00–17:00
Wien Museum, 1040 Wien, Karlsplatz 8
Kategorie: Führung
Kategorie: Allgemeine Programme
Frauen sollen nur brav sein? Bereits im 19. Jahrhundert widersetzten sich viele Künstlerinnen dieser absurden Erwartungshaltung. Sie traten als großartige und kreative Köpfe auf und spielten eine bedeutende Rolle in der Wiener Kultur.
Wie haben Künstlerinnen das geschafft – trotz der Ausgrenzung aus dem Kunstbetrieb? Und warum wurde über sie trotzdem so lange nicht gesprochen?
Bei diesem Rundgang schauen wir uns ausschließlich Kunstwerke von Frauen an. Vom Biedermeier bis zum Wiener Aktionismus – von Rosalia Amon über Tina Blau bis Valie Export.
Hinweis: Ticket erforderlich
Dauer: ca. 60 Minuten
Guide: Anna Stanka
Kosten: € 5,00
Treffpunkt: Im Foyer ca. 5 Minuten vor Beginn
Ticket-Link