Wie schon in den vergangenen Jahren listet die Website 8maerz.at auch 2024 wieder diverse Veranstaltungstipps im Vorfeld und rund um den 8. März in Wien (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).
Die ersten Termine 2024 sind nun online und die Liste wird laufend ergänzt.
Schickt uns gerne wieder eure Veranstaltungshinweise entweder via Google Forms unter diesem Link
oderper E‑Mail an termine@8maerz.at – inkl. Titel, Datum, Uhrzeit, Ort mit Adresse, Art der Veranstaltung (Vortrag, Workshop, Kundgebung, etc.), Veranstalter*in, Beschreibung/Programm und weiterführendem Link. Bitte alle Informationen als Text in einer Mail oder als Word-Dokument (bitte nicht nur als Bilddatei oder PDF). Sujets und Bilder (inkl. Foto-Credit-Angabe) zusätzlich zur Veranstaltungsbeschreibung sind willkommen.
Videoscreening mit Einführung zu den archivarischen Herausforderungen im Umgang mit audiovisueller lesbisch-feministischer Geschichte und Selbstdokumentation mit Katharina Müller.
In manchen Momenten war eine Kamera dabei: Ausgehend von der Videodokumentation zum Feministischen Lauffeuer (1992), veranstaltet anlässlich des 20-jährigen Bestehens der autonomen Frauenbewegung in Österreich, widmen wir uns audiovisuellen Spuren der FrauenLesbenbewegung. Ein brisanter Bestandteil der Sammlung von STICHWORT ist nämlich die filmische Selbstdokumentation.
Ephemere Filme und Videos (oder: „Amateurfilme/-videos“) wie jenes, das eine Aktion zwischen Stephansplatz und Oper einfängt, sind von großer Unmittelbarkeit. Ohne „erklärende“ Personen, die eine Verbindung zu der Geschichte herstellen, auf die sich diese Filme beziehen, bleiben sie jedoch vielfach „stumm“. In jedem Fall erreichen uns die Bilder auf Ebene der Affekte und Gefühle. Für Bewegungsgeschichte(n) sind sie daher von besonderer Bedeutung: Sie vermögen, wie Filmwissenschafterin Heide Schlüpmann schreibt, „Körperausdruck zu vermitteln“, geben Hinweise auf gesellschaftliche Revolutionspotentiale, für die es (noch) keine Worte gibt. Dabei sind audiovisuelle Archive aus aktivistischen bzw. autonomen Zusammenhängen immer Versprechen und Dilemma zugleich: Sie entstehen aus einem Konflikt zwischen einer oppositionellen Gruppierung und einem „solideren“ Staatsapparat. Sie sind dadurch prekär – sowohl materiell als auch institutionell. Die begrenzte Lebensdauer von Film und VHS gibt Anlass, über die Bedeutung dieser fragilen Dokumente nachzudenken. Zeit und chemische Prozesse hinterlassen Spuren in den Bildern, die offensichtlich vergänglich sind: Höchste Zeit also, darüber ins Sprechen zu kommen. Für alle jene, die dabei waren, so sehr wie für jene, die es nicht waren: Was ist hier zu sehen und was nicht? Wer erinnert sich woran? Was sehen wir? Was macht das mit uns? Und vor allem: Was hat das mit uns heute zu tun? Und nicht zuletzt: Was soll mit dem Material geschehen?
Katharina Müller, geb. 1987, leitet die Abteilung für Forschung, Vermittlung und Publikationen im Österreichischen Filmmuseum. Sie forscht im Rahmen einer FWF-Elise-Richter-Stelle am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) zur visuellen Geschichte von LGBTIQ* in und mit Verbindungslinien nach Österreich zwischen 1900 und 2000.
Kulturwissenschafterin und Autorin Beatrice Frasl liest am 24. März 2023 um 18:30 in der Buchhandlung Libería Utopía aus ihrem im November 2022 erschienenen Bestseller Patriarchale Belastungsstörung: Geschlecht, Klasse und Psyche.
Patriarchat und mentale Gesundheit: Beatrice Frasl wühlt tief in den Eingeweiden unseres „kranken“ Gesundheitssystems.
Du fragst dich, was Geschlecht und die Versorgung psychischer Erkrankungen gemeinsam haben? Was das Patriarchat mit der Diagnose von Krankheiten zu tun hat? Spoiler-Alarm: sehr viel! Der Grund, warum Frauen so viel häufiger von Depressionen und Angsterkrankungen betroffen sind als Männer, warum Männer jedoch weniger oft Ärzt*innen aufsuchen und sich behandeln lassen, liegt u. a. in den stereotypischen Vorstellungen und Rollenbildern, die wir im Laufe unseres Aufwachsens erlernt haben. Und: Frausein im Patriarchat bedeutet Gefährdung auf vielen Ebenen.
Der Mangel an ökonomischer Sicherheit, die körperliche und psychische Gewalt, denen Frauen sehr viel häufiger ausgeliefert sind, und die Doppelbelastung, die durch Arbeit und Care-Arbeit auf den Schultern von Frauen lastet, sind zusätzliche Gründe dafür, warum weibliche Personen zur Risikogruppe zählen und durch unzureichende Krankenversorgung abermals benachteiligt sind.
Damit und mit vielen weiteren Themen rund um psychische Gesundheit bzw. Mängel in der Gesundheitsversorung beschäftigt sich Autorin, Feministin und Kulturwisschenschaftlerin Beatrice Frasl in ihrem aktuellen Buch. Eine Lese-Empfehlung für jeden und jede!
Lecture and conversation around the book Decolonial feminism in Abya Yala: Caribbean, Meso, and South American contributions and challenges (co-edited by Yuderkys Espinosa Miñoso, María Lugones and Nelson Maldonado-Torres)
Lecture by Yuderkys Espinosa Miñoso (in Spanish; English translation by Daniela Paredes Grijalva), followed by a short lecture by Lia Kastiyo-Spinósa.
March 13th, at 6 p.m., Room M13a, Akademie der bildenden Künste Wien, Schillerplatz 3, 1010 Wien
Organisiert und finanziert durch das Referat Genderforschung der Universität Wien (Sushila Mesquita) und den Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften und das Institut für bildende Kunst der Akademie der bildeten Künste Wien (Petja Dimitrova, Moira Hille, Ruth Sonderegger).
Über 30 Veranstaltungen allein am 8. März warten auf euch – entweder vor Ort oder online – von Aktionen und Demos über Podiumskussionen bis Lesungen und Workshops ist auch dieses Jahr alles dabei!
FRAU, LEBEN, FREIHEIT Das Iranische Kulturhaus lädt zum Internationalen Frauentag
In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Zihen Ziyan Azadi“, auf Deutsch „Frau, Leben, Freiheit“ und auf Farsi „Zan Zendegi Azadi“! – in Solidarität mit den iranischen Frauen und ganz besonders mit der neuen Generation. Die meisten Künstler_innen des Abends gehören dieser Generation an. Sie kommen aus unterschiedlichen Kulturbereichen wie Musik, Theater, Performance oder Film.
Die Veranstaltung wird dreisprachig in Farsi, Deutsch und Englisch abgehalten.
Eintritt: Freie Spende Details und gesamtes Programm siehe hier.
Aus der Reihe VHS-Veranstaltungen zum 8. März – Internationaler Frauentag:
Politisches Café: Geschlechterverhältnisse in der Krise – Wen kümmert’s? Gespräch und Diskussion mit Gäst*innen
Termin: 15.03.2023 | 19:00 – 20:30 Uhr Ort: VHS Alsergrund, Augasse 2–6, 4.OG (Bereich A und B), 1090 Wien
Nicht nur die Pandemie hat alle, die andere pflegen und betreuen, in den letzten Jahren vor größte Herausforderungen gestellt. Wie haben sich die Rahmenbedingungen für sichtbare und unsichtbare „Care Arbeit“ verändert und was bedeutet das für uns? Was haben wir aus den letzten Jahren gelernt und was muss umgesetzt werden – im Interesse von uns allen?
Impulsgeber*innen: Mag.a Betina Aumair, MA, Beauftragung Gender & Diversity, VHS (Moderation) Marina Hanke, BA., Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin, Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen Mag. Dr. Erich Lehner, Psychoanalytiker in freier Praxis, Obmann des Dachverbandes für Männer‑, Burschen‑, und Väterarbeit in Österreich (DMÖ) Dr.in Katharina Mader, Ökonomin, Frauenabteilung, Arbeiterkammer Österreich
Keynote: Dr. Homayoun Alizadeh, Gründer des Personenkomitees zur Unterstützung der Frauen und Jugendbewegung im Iran – die Mahsa Jina Amini Initiative Moderation: Siobhan Geets, Journalistin im Ressort Außenpolitik bei „Profil“
Am Podium: Mag.a jur. Shoura Zehetner Hashemi, Juristin im diplomatischen Dienst Prof.in Mag.a art. Mitra Shahmoradi-Strohmaier, iranisch-österreichische Malerin und Poetin Shiva Badihi, ehrenamtliches Mitglied des Frauenrechtsnetzwerks von Amnesty International
Roundtable: Cosmopolitan Gender Justice: Gendering (In)equalities in Theory and Praxis
March 8, 2023, 2:15 pm – 4:00 pm, CEU, Quellenstraße 51 (room: D‑001), 1100 Wien Organised by the Political, Legal, and Moral Philosophy research group (POLEMO) and the South/South Movement, in cooperation with CEU Community Engagement Office and the Department of Gender Studies at Central European University
On this year’s International Women’s Day 2023, we cordially invite feminist scholars and activists from various disciplines and institutions to participate in an interdisciplinary roundtable, to engage and reflect with us about scholarly and political discourses on cosmopolitan gender justice in academia and beyond.
The Central European University will have several events around the International Women’s day:
Panel: Feminisms, Coloniality and Rights Tuesday, March 7, 2023, 12:30 pm – 2:00 pm, CEU, Quellenstraße 51 (room: D‑318), 1100 Wien Organised by the CEU Department of Legal Studies.
The panel will critically explore the interaction between feminism and coloniality, focusing on issues related to citizenship, border regimes, and gender in Europe and Latin America. Language: English