Maynat Kurbanova, Trainerin für Gewaltprävention und interkulturelle Bildung Stephan Hloch, Sexualpädagoge, Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung Shokat Walizadah, Elterntrainer, Afghanischer Sport- und Kulturverein NEUER START David Gamsjäger, VIDC Gender-TANDEM-Programmkoordinator
Moderation: Mara Elena Zöller, Referentin für politische Bildung
Aktuelle öffentliche Debatten zeigen wie stark Gewalt im Migrationskontext rassifiziert wird. Begriffe wie „importierte“ oder „ehrbezogene“ Gewalt prägen mediale und politische Diskurse. Diese Narrative produzieren eine fremd-gemachte Männlichkeit (Scheibelhofer, 2018). Gewalt wird dabei nicht als gesellschaftliches oder strukturelles Phänomen verstanden, sondern Männern* aus bestimmten migrantischen Gruppen zugeschrieben.
Im Rahmen der Podiumsdiskussion diskutieren Expert*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern wie geschlechterreflektierte Präventionsarbeit im Migrationskontext gelingen kann.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des VIDC Gender-TANDEM-Programms statt, das vom Sozialministerium und International Partnerships Austria gefördert wird.
Ausstellungsbesuch mit Diskussion am Freitag, 20. Februar 2026, 15:00 Uhr
Architektur war lange eine treibende Kraft für Innovation und Wachstum und ist dabei zur Materialisierung des globalen Kapitals geworden. Weltweit werden natürliche Ressourcen und Arbeitskräfte ausgebeutet; gleichzeitig können sich viele Menschen ihre Wohnungen nicht mehr leisten. Das Werk der in Indien geborenen Architektin Anupama Kundoo steht exemplarisch für eine andere Art von Architektur. Mit lokalen Ressourcen entwirft Kundoo Gebäude von außerordentlicher Schönheit, die Sorge tragen für die Bedürfnisse von Mensch und Planet. Im Anschluss gibt es Raum zur gemeinsamen Diskussion der Ausstellung. Mehr Informationen hier.
Der Eintritt ab 10 Teilnehmerinnen (9€/P.) ist eigenständig zu übernehmen, die Kosten für die Führung übernimmt die Frauenhetz. Max. 15 Teilnehmerinnen.
Anmeldungen bis Donnerstag, 12. Februar 2026, 15:00 Uhr an pr@frauenhetz.at
Ort: Architekturzentrum Wien, Museumsplatz 1 im MQ, 1070 Wien
Dienstag, 19. Mai 2026, 19 Uhr, feminismen diskutieren im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, auch als Livestream via YouTube (tba)
Verwandtschaft und Gefährt*innen in Comics (Arbeitstitel und geplanter Inhalt) Menschliche Beziehungen wurden durch die Konzepte Familie und Verwandtschaft strukturiert, um körperliche und emotionale Bedürfnisse zu befriedigen und die Arbeitskraft wiederherzustellen. Donna Haraways Idee der Gefährtinnenschaft zeigt eine Alternative, die nicht auf repressiven Kategorisierungen wie Geschlecht, race oder Spezie beruht. Die Hilda-Comics behandeln Körper, die sich der Binarität Tier/Mensch entziehen und bieten damit einen fruchtbaren Boden für Beziehungen abseits patriarchaler Normen. Wie ge- oder misslingt dadurch Gefährtinnenschaft?
Vortrag von V. Erin Sedelmaier, Kulturwissenschafterin, Multiplikatorin in der queeren Bildungsarbeit, Wien Respondenz: angefragt Moderation: Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Depot gefördert von Stadt Wien Kultur
Hinweis: Das Depot (WC) ist leider nicht barrierefrei ausgestattet.
Dienstag, 21. April 2026, 19 Uhr, feminismen diskutieren im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, auch als Livestream via YouTube (tba)
Kinder, Küchentisch und Klasse Wer kann sich Kinder, wer eine Abtreibung leisten? Was hat die soziale Herkunft mit reproduktiver Gerechtigkeit zu tun? Bis 1975, als die Fristenregelung in Österreich in Kraft trat, wurden Abtreibungen als Verbrechen noch rigoros verfolgt. Armutsbetroffene konnten sich dem kaum entziehen. Heute, 50 Jahre später, spielt Geld immer noch eine große Rolle – eine Abtreibung ist privat zu bezahlen und sehr teuer. Sylvia Köchl, Autorin von „Delikt Abtreibung“, und Brigitte Theißl, Co-Autorin von „Klassenreise“ und „Solidarisch gegen Klassismus“, werden einander über das Gestern und Heute interviewen.
Podium mit: Brigitte Theißl, Journalistin, Autorin und Vortragende, Wien, gemeinsam mit Betina Aumair: „Ungesunde Verhältnisse. Wie Klasse unser Leben bestimmt“ (Haymon, erscheint im Mai 2026) und Sylvia Köchl, Politikwissenschafterin und Journalistin, Wien, Autorin von „Delikt Abtreibung. Frauenarmut, ungewollte Schwangerschaften und illegale Abbrüche“ (Mandelbaum 2024)
Moderation: VfW
In Kooperation mit dem Depot gefördert von Stadt Wien Kultur
Hinweis: Das Depot (WC) ist leider nicht barrierefrei ausgestattet.
Dienstag, 12. März 2026, 18 Uhr, feminismen diskutieren
Teilzeit- und Care-Arbeit sind mehr als ‚Vollzeit‘
mit Gerlinde Mauerer (Sozialwissenschafterin, Geschlechter- und Familienforschung, feministische Theorien, Wien)
Wie kann eine faire gesellschaftliche Aufteilung von Care- und Erwerbsarbeit gelingen? Die Forschung zeigt: Trotz geschlechterpolitischer Fortschritte tragen Frauen mehr ‚Mental Load‘. Sorge für andere tragen betrifft uns alle, hat aber nach wie vor ein Geschlecht. Wie können Eltern, Gesellschaft und Politik dieses Ungleichgewicht überwinden? Im Fokus steht die Teilzeitarbeitsdebatte. Denn Vollzeitarbeit erhöht zwar die Pensionsbeiträge, stellt aber Eltern vor große Herausforderungen – oft auf Kosten der Gesundheit. Wie lässt sich diese Aufgabe lösen, anstatt sie zu individualisieren?
Moderation: Diana Köhler (VfW)
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Vortrag auch per Zoom bei Anmeldung bis Dienstag, 12.3. 12 Uhr an pr@frauenhetz.at
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen (VfW)
Mittwoch, 28. Jänner 2026, 19 Uhr: feminismen diskutieren im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien, auch als Livestream via YouTube
Radikale Männlichkeit Wieso hat der Kult etwa um Andrew Tate bei einem vorwiegend jungen, männlichen Publikum so großen Erfolg? In seinen Postings auf der Plattform X sind Botschaften und Repräsentationsformen von Gender zu erkennen, die auf populären Antifeminismus und Maskulinismus zurückzuführen sind. Diese zunehmende Online-Misogynie herrscht auch bei Markus Streinz, Incel- und Looksmaxxing-Foren. Spezifische Online-Dynamiken sind zentral für die Verbreitung und Verstärkung antifeministischer und misogyner Inhalte. Studien weisen auf Konsequenzen hin – welche gesellschaftlichen Herausforderungen stehen bevor?
Podium mit: Beate Hausbichler, Journalistin, Der Standard, Wien Johanna Punz, Sozialwissenschafterin, Wien Thomas Winkelmüller, Journalist, DATUM, Wien, St. Pölten
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Depot gefördert von Stadt Wien Kultur
Hinweis: Das Depot (WC) ist leider nicht barrierefrei ausgestattet.
Auch 2026 listet die Website 8maerz.at wieder diverse Veranstaltungstipps im Vorfeld und rund um den 8. März in Wien (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Die ersten Termine 2026 sind nun online und die Liste wird laufend ergänzt.
Schickt uns gerne wieder eure Veranstaltungshinweise entweder via Google Forms unter diesem Link
oderper E‑Mail an termine@8maerz.at – inkl. Titel, Datum, Uhrzeit, Ort mit Adresse, Art der Veranstaltung (Vortrag, Workshop, Kundgebung, etc.), Veranstalter*in, Beschreibung/Programm und weiterführendem Link.
Bitte dabei alle Informationen als Text in der E‑Mail oder als Word-Dokument (nicht nur als Bilddatei oder PDF). Gerne dafür mit ergänzenden Sujets und Bildern zusätzlich zur Veranstaltungsbeschreibung – inkl. Foto-Credit-Angabe (ohne diese Info können wir das Foto nicht verwenden).
aus der Reihe feminismen diskutieren am Freitag, 16. Jänner 2026, 18:00 Uhr
mit Viktoria Čaržavec (Politikwissenschafterin, München)
Ändert ein Adjektiv die Politik eines Ministeriums? Das deutsche Auswärtige Amt und das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben beim Regierungsantritt 2021 eine feministische Ausrichtung ihrer Politik angekündigt. Im März 2023 haben sie dann ihre entsprechenden Leitlinien vorgestellt. Doch kann eine feministische Entwicklungspolitik des BMZ tatsächlich zu strukturellen Veränderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit führen oder schreibt sie bestehende eurozentrische und neokoloniale Strukturen fort?
Moderation: tba (VfW)
Ort: Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien Die Veranstaltung ist für alle.
Vortrag auch per Zoom bei Anmeldung bis Donnerstag, 15. Jänner 2026, 12:00 Uhr, an pr@frauenhetz.at
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen (VfW) und der Frauen*solidarität
Vortrag am Donnerstag, 15. Jänner 2026, 18:00 Uhr
mit Muzayen Al-Youssef (Redakteurin beim Standard) und Heidi Sequenz (Politikerin)
In ihrem Reisebericht erzählen die Journalistin Muzayen Al-Youssef und die Politikerin Heidi Sequenz von einer Delegation der linken feministischen Organisationen im Nordosten Syriens. Die Veranstaltung gibt Einblicke in den Alltag in einer Region, die hierzulande häufig entweder romantisiert oder komplett ignoriert wird – ein Ort, der in unseren Köpfen zwischen feministischer Utopie, politischem Mythos und medialem Schweigen oszilliert, während vor Ort ein realer, alltäglicher Kampf ums Überleben und um Selbstbestimmung geführt wird. Und es geht um die große Frage: Was müssen wir eigentlich noch alles machen, damit eine andere Welt möglich wird – und zwar nicht nur theoretisch, sondern praktisch? Ein Abend über Neugier, Widersprüche, Widerstand, über ein bisschen Übermut und über feministische Solidarität.
Moderation: Alex Enderle Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Fortsetzung der Reihe Räume der feministischen Dekolonisierung In Kooperation mit der Frauen*solidarität