Der Klagsverband diskutiert am 04.03.2025: Gewaltschutz und Gewaltprävention
Frauenrechte am Prüfstand: Was braucht es für echten Gewaltschutz und wirkungsvolle Prävention? Welchen Baustellen muss sich eine nächste Bundesregierung widmen? Und wo stehen wir bei der Umsetzung von Frauenrechten in Österreich? Wir diskutieren mit Expert*innen.
Der Klagsverband diskutiert: Gewaltschutz und Gewaltprävention – 04.03.2025, 18:00–19:30, online via Zoom In Kooperation mit der Interessensvertretung FmB – Frauen* mit Behinderungen, dem Österreichischen Frauenring und der Arbeiterkammer Wien.
Es diskutieren: Birgit Wolf, Gewaltforscherin, Universität Wien Celeste Tortosa, LEFÖ Elisabeth Udl, Ninlil Sophie Hansal, Netzwerk österr. Frauen- und Mädchenberatungsstellen & Allianz GewaltFREI leben
Moderation: Heidemarie Egger, FmB – Frauen* mit Behinderungen
Um Anmeldung wird gebeten: Sie können sich via Eventbrite für die Veranstaltung anmelden. Rückfragen an: info@klagsverband.at
Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit und Austausch
Datum: 06.03.2025, 9–11:30 Uhr Ort: online via Zoom Teilnahme kostenlos Anmeldung: per E‑Mail an veranstaltungen@frauenberatenfrauen.at oder via diesem Link Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie einen Link per E‑Mail einige Tage vor der Veranstaltung.
Gefühlsarbeit (Emotional Load) bedeutet, sich dafür verantwortlich zu fühlen, dass es allen Personen im Umfeld gut geht, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und auch zu erfüllen. Gefühlsarbeit ist die Grundlage, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Meist wird sie von Frauen* übernommen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext.
In klassischen Frauen*berufen muss besonders viel Gefühlsarbeit geleistet werden, wie z.B. in sozialen Berufen, aber auch im Dienstleistungssektor. Hier wird von den ausführenden Personen verlangt, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle zurückzustecken, zugunsten der Bedürfnisse anderer. Und auch in der Familie sind es in erster Linie Frauen*, die die emotionale Versorgung übernehmen. Das hat langfristig Auswirkungen, auf unser Wohlbefinden, die Beziehung zu uns selbst und unsere Gesundheit.
Im Vortrag geht es unter anderem darum: Was ist Gefühlsarbeit? Was ist Emotional Load? Warum ist sie nach wie vor in erster Linie Frauen*sache? Welche Auswirkungen hat dies physisch und psychisch? Gefühlsarbeit im Job und im Privatleben Wie können wir einen guten, gesunden Umgang mit Gefühlsarbeit und Emotional Load finden? Wo ist Gefühlsarbeit angebracht, wo hinderlich? Und was können wir zu einer gerechteren Verteilung zwischen den Geschlechtern beitragen?
Vortragende: Julia Schaffner MA, Politikwissenschafterin, Geschäftsführerin bei Frauen* beraten Frauen* Barbara Schrammel, MSc, Psychotherapeutin und Beraterin
Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit und Austausch
Datum: 03.03.2025, 10–12:30 Uhr Ort: online via Zoom Teilnahme kostenlos Anmeldung: per E‑Mail an veranstaltungen@frauenberatenfrauen.at oder via diesem Link Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie einen Link per E‑Mail einige Tage vor der Veranstaltung.
Mental Load meint die unsichtbaren Aufgaben im Unternehmen „Familie“, welche meist auf den Schultern der Frau* allein lasten. Möchtet ihr mehr über Mental Load erfahren? Wir haben alle relevanten Infos kompakt für euch in einen Vortrag gepackt. Im Vortrag geht’s unter anderem darum:
Was ist Mental Load? Warum ist Mental Load oft Frauen*sache? Welche Auswirkungen hat Mental Load? Was bedeutet das für die Paarbeziehung? Sichtbar machen und Aufteilen des Mental Load Was können beide Partner*innen beitragen? Welche gesellschaftspolitischen Veränderungen sind notwendig?
Wir freuen uns auf alle Mütter, Väter, Betreuungspersonen, mit oder ohne Partner*in und alle, die sich sonst noch für das Thema interessieren.
Vortragende* DSPin Barbara Schrammel MSc, Sozialpädagogin, Psychotherapeutin (Psychodrama) und Beraterin Lena Neuber, MSc, Psychologin
Online-Vortrag mit abschließender Diskussionsrunde
Datum: 05.03.2025, 17:30–19:00 Ort: via Zoom: Link Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung erforderlich
Frauen* und Mädchen* mit Migrationsbiographie erleben oft Diskriminierung im Gesundheitswesen. Schon im ersten Kontakt damit wird die passenden Gesundheitsversorgung durch Bevormundung, mangelnde Sensibilität für ihre Lebensrealitäten sowie sprachlichen und bürokratischen Barrieren erschwert. In dieser Couch Lecture geht es um Empowerment von Betroffenen statt Entmutigung durch Diskriminierung im Wiener Gesundheitswesen.
Die Reihe Couch Lectures liefert dir frei Haus Zugang zur umfangreichen Expertise aus unterschiedlichen Themenbereichen unserer Arbeit: Spannend aufbereitet, relevant für unsere Gesellschaft, für unsere Stadt und für dich.
Du kannst ganz gemütlich via Zoom mit Handy, Tablet oder Computer von der Couch aus, oder wo immer es für dich passend ist, dabei sein und dich zusammen mit Freiwilligen, Ehrenamtlichen und anderen Kolleg*innen und Expert*innen austauschen.
Meidlinger Grätzlkino #4 11. Februar 2025 um 18:30 Uhr, Unter-Meidlinger-Straße 93, 1120 Wien THE FEMINIST ON CELLBLOCK Y (englisch mit englischen Untertiteln) Thema: (Toxische) Männlichkeit_en & Feministische Männerarbeit
Die Doku THE FEMINIST ON CELLBLOCK Y zeigt, wie eine Gruppe inhaftierter Männer in einem Gefängnis in Soledad, Kalifornien ein Bildungsprogramm mit dem Namen „Success Stories“ absolviert. Ein Unterrichtsmodul davon leitet der junge Inhaftierte Richard „Richie“ Edmond-Vargas (heute bekannt als Richie Reseda) zum Thema Feminismus und toxische Männlichkeit. Der Film ist eine spannende Beobachtung und zeigt, wie in einem rein männlichen Umfeld, dem Mikrokosmos Haftanstalt, Männlichkeiten besprochen und große Themen wie Feminismus und Patriarchat erörtert werden.
Ablauf: 18:30 Ankommen & Einführung ins Thema 18:45 Filmstart 20:00 kurze Pause 20:10–21:00 Nachbesprechung in der Gruppe
MEIDLINGER GRÄTZLKINO „Filme schauen gegen Gewalt an Frauen“ Gezeigt werden ausgewählte Filme mit feministischen Aspekten, Filme von oder über Pionierinnen oder Filme zu geschlechtsspezifischer Gewalt. Es gibt immer eine kurze Einführung ins Thema, eine Vorstellungsrunde und dann eine gemeinsame Nachbesprechung. Ziel ist es, eine Art Feministischen Filmclub zu etablieren. Das Kino ist eine Veranstaltung im Rahmen von *StoP Meidling im Grätzl*, einer wöchentlichen Anlaufstelle zur Beratung und Information in Bezug auf häusliche Gewalt, Zivilcourage und Empowerment. (Fast) Jeden Donnerstag (10:00–13:00) in der Unter-Meidlinger-Straße 93, 1120 Wien. Die KPÖ Meidling bzw. Junge Linke stellt StoP dankenswerterweise die Räumlichkeiten unentgeltlich zu Verfügung. StoP versteht sich als parteiunabhängiges Projekt.
StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt – ist ein österreichweites, bundgefördertes Nachbarschaftsprojekt zur Prävention von häuslicher und geschlechtsbasierter Gewalt, zur Förderung von Zivilcourage, Stärkung von Nachbar*innenschaft und Empowerment von Frauen* und Mädchen*. Das Projekt wird vom Verein AÖF (Autonome Österreichische Frauenhäuser) durchgeführt.
Vortrag am Donnerstag, 06. Februar 2025, 18:00 Uhr
Das Geschäft mit der Angst: Daten, Überwachung und die Kommodifizierung von Sicherheit
mit Marianne Hofbauer (Aktivistin und Sozialwissenschaftlerin)
Daten sind das „Erdöl des 21. Jahrhunderts“. Die Extraktion von Profit aus Daten formt die sozialen Geschlechterverhältnisse. An der Schnittstelle von Datenkapitalismus und neoliberalen Ideologien zu Sicherheit und Selbstoptimierung entsteht eine neue Dynamik: die Vermarktung von Sicherheit, die vor allem von Unsicherheit lebt. Sogenannte persönliche Sicherheits-Apps sind ein eindrückliches Beispiel dafür, wie Überwachung, Datenextraktion und die schleichende Retraditionalisierung von Geschlechterrollen ineinandergreifen. Dadurch werden Ängste verstärkt, während die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Strukturen unbeachtet bleiben.
Moderation: Irmtraud Voglmayr
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien Die Veranstaltung ist für alle Geschlechter.
Veranstalter: VHS Wiener Urania Datum und Uhrzeit: 05.03.2025, 17:30 – 21:00 Uhr Kursort: VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1 , 1010 Wien Teilnehmer*innen: 1 – 130
Gleiche Chancen und Rechte sind für viele Frauen in Österreich noch immer nicht Realität im eigenen Alltag. Aber woran liegt das? Und wie kann es gelingen, die Lebensbedingungen für Frauen und Mädchen ganz konkret dort, wo sie sich Veränderung im Leben wünschen, zu bewirken?
Jedenfalls kann Gleichstellung sehr erfolgreich in den Bezirken und Communities gestärkt werden. Lernen wir in einem lebhaften Dialog von lokalen Projekten, regionalen Beratungsstellen und Praktiker*innen aus Wiener Bezirken.
Wir hören an diesem Abend von Menschen, die dort erfolgreich eingesprungen sind, wo Frauen vorher im Stich gelassen wurden. Wir tauschen uns mit ihnen über ihre Ideen und Erfolge aus, um neue Wege zu entdecken, die Geschlechtergleichstellung vorzutreiben.
Im Zentrum dieser Veranstaltung im Vorfeld des internationalen Tags der Frauenrechte steht ein intensiver und agiler Austausch. Es gibt kein Podium, denn alle Teilnehmende werden gemeinsam das Podium sein und sind eingeladen, aktiv mitzudiskutieren.
Der Vortrag behandelt die nach wie vor gespaltene feministische Debatte zwischen Aktivist*innen für Rechte von Sexarbeiter*innen einerseits und gegen Prostitution/Sexarbeit andererseits. Im Vordergrund stehen die Implikationen, die diese beiden Positionen im Hinblick auf Geschlecht und Sexualität mit sich bringen. Dazu wird Sabine Grenz auf die der Debatte zugrunde liegenden sozialen und kulturellen Konstruktionen von Geld, Sexualität und Geschlecht sowie die Subjektivität von Sexarbeiter*innen und deren unterschiedlichen materiellen Arbeitsbedingungen eingehen. In der Forschung zu Sexarbeit/Prostitution herrscht weitgehend die einhellige Auffassung, dass die Verbesserung der Lebenssituation von Sexarbeiter*innen im Vordergrund stehen sollte. Allerdings ist die Sachlage hier komplex, da nicht nur Aspekte wie die sexuelle Selbstbestimmung, sondern u.a. auch Sperrbezirksverordnungen und Migrationsrechte eine Rolle spielen. Der Vortrag versucht, diese Komplexität zu verdeutlichen und zugleich die damit verbundenen Problematiken aufzuzeigen.
Sabine Grenz ist Ass.-Professorin für Gender Studies der beiden Fakultäten für Philosophie und Bildungswissenschaft sowie für Sozialwissenschaften. Sie ist außerdem Privatdozentin für Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin.
AMBIVALENZEN UND DISSONANZEN FEM*EXCHANGE | Podiumsdiskussion
Beginn: Mi., 19. März. 2025 | 20:00
Wie sich verhalten, wenn Autor*innen von künstlerisch bedeutenden und inspirierenden Werken politisch äußerst ambivalente oder umstrittene Positionen vertreten? Kann man solche Diskrepanzen nebeneinander stehen lassen? Oder ist ein kompromissloser Verzicht auf das Werk unvermeidlich? Angesichts eines zunehmenden Rechtsrucks, wachsendem Antisemitismus und Rassismus müssen wir permanent im Gespräch bleiben und uns der Frage stellen, wie mit politisch widersprüchlichen bis reaktionären Haltungen im Kulturkontext umzugehen ist.