Nach der erfolgreichen Premiere 2018, wird bei der 2. Rosa Luxemburg Konferenz wieder zwei Tage lang die Möglichkeit geboten, Analysen, Erfahrungen und Strategien fortschrittlicher Organisationen in Österreich und international zu diskutieren.
Programm siehe https://www.rosaluxemburgkonferenz.at/programm/
Das allgemeine, gleiche Wahlrecht »aller Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts« war eine der wichtigsten Errungenschaften der Revolution am Ende des Ersten Weltkriegs. Am 4. März 1919 konnten endlich die ersten weiblichen Abgeordneten im österreichischen Parlament angelobt werden. Unter ihnen befand sich Adelheid Popp (1869–1939), die auf drei Jahrzehnte des Kampfes für das Frauenwahlrecht zurückblicken konnte. Als junge Fabrikarbeiterin war Popp der Sozialdemokratie beigetreten und hatte wie keine andere Anteil am Aufbau einer starken proletarischen Frauenbewegung.
Das allgemeine (Frauen-)Wahlrecht war für die »Erweckerin der Frauen« kein Ziel an sich, sondern nur ein Mittel im Streben nach umfassendem Arbeiterinnenschutz, kürzeren Arbeitszeiten und letztlich einer Welt ohne Ausbeutung. Diese Biografie zeichnet ihr Leben und Wirken bis zu ihrem Einzug ins Parlament nach und gibt dabei einen völlig neuen Blick auf die Theorie und Praxis der frühen ArbeiterInnenbewegung.
Im Rahmen der Rosa Luxemburg-Konferenz findet die erste Buchpräsentation von „ ‚Ich fürchte niemanden‘ – Adelheid Popp und der Kampf für das Frauenwahlrecht statt.
Wie feministische Akteurinnen* Klassismus in Bewegung und Hochschule herausforderten
Buchvorstellung von Julia Roßhart mit anschließender Diskussion
Donnerstag, 15. März 2018, 18.30 Uhr
Konferenzraum (A 222), Institut für Politikwissenschaft (NIG, 2. Stock), Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Die Räumlichkeiten sind berollbar.
Feministische Akteurinnen* der 80er und 90er Jahre in der BRD machten darauf aufmerksam, wie Klassenunterschiede den Alltag in der Frauen- und Lesbenbewegung prägten. Andere nahmen sich den Hochschulalltag vor und forderten bildungsbürgerliche Normen im Hochschulalltag heraus. Aktiv arbeiteten sie gegen Klassismus im eigenen politischen oder akademischen Umfeld an. Sie sprachen über Klassenherkunft, Diskriminierung, Sprache, Geld – und über eigene Stärken. Sie riefen ein Umverteilungskonto ins Leben. Proll-Lesben gründeten eigene Gruppen, an den Hochschulen vernetzten sich ArbeiterInnentöchter. Sie schrieben Texte: suchend und fragend, wütend und offensiv, selbstermächtigend und inspirierend.
Julia Roßhart hat sich in ihrem Buch auf die Suche nach verschiedenen Formen des Eingreifens im Umgang mit Klassenunterschieden in der Frauen- und Lesbenbewegung der BRD gemacht. Wir laden Euch/Sie dazu ein, gemeinsam mit ihr auf Spurensuche zu gehen und im entspannten Rahmen abseits von Lehrveranstaltungen und Prüfungsstress über die Rolle von Klassenherkunft, auch an der Hochschule, zu diskutieren. Aktuell wie eh und je, können die damaligen Aktivitäten und Ideen heutige queer_feministische_linke Communitys, Theorien und Politiken inspirieren.
Motto: „Frauen wählen Zukunft: Partizipation – Demokratie – Mitbestimmung“
Programm:
***Beratungs- und Informationsangebot***
Umfangreiches Beratungs- und Informationsangebot zu den Bereichen Lebensphasen und Gewaltschutz, Informationen zu Frauenpolitik, Frauengeschichte und Empowerment uvm., eigener Mädchenraum.
***Workshops***
Im Stadtsenatssitzungssaal finden folgende Workshops statt:
16.15 bis 17.15 Uhr: Workshop Sicherheit im öffentlichen Raum: „Dabei sein heißt beteiligt sein – aber sicher!“
17.30 bis 18.30 Uhr: Workshop Frauenvolksbegehren
Im TOP 24 findet statt:
16.15−17.15 und 17.45−18.45 waff-Workshop „FRECH(e)-Frauen go digital – Nutzen, Chancen und Herausforderungen der Jobzukunft“
***Führungen im Rathaus***
Jeweils um 16.15 Uhr und um 17.30 Uhr wird dieses Jahr wieder die Führung „Wege der Frauen durchs Rathaus“ angeboten.
***Galerie „Wien. Stadt der Großen Töchter“***
Ab 15 Uhr werden in der Galerie „Wien. Stadt der Großen Töchter“ wieder zwei neue herausragende Frauen präsentiert. Die Ausstellung rückt außergewöhnliche Frauen und Töchter Wiens in den Mittelpunkt. Mit zwei weiteren Tafeln wird ein Schwerpunkt auf das Jubiläum 100 Jahre Frauenwahlrecht gelegt.
***Wienbibliothek***
Die Wienbibliothek bietet um 15.30 Uhr die Führung „Frauenbiografien! Ein Streifzug durch die Sammlungen der Wienbibliothek“ und um 17 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „’Wir wissen es, daß diese Beamtenschaft ihre Pflicht auch im neuen Wien tun wird‘. Die Wiener Stadtverwaltung 1938“.
Um 19 Uhr findet im Lesesaal der Wienbibliothek die Buchpräsentation „Frauenkollektiv RitClique: Zündende Funken. Wiener Feministinnen der 70-Jahre“ statt.
***Live-Musik***
Ab 18.15 Uhr gibt es im Festsaal Live-Musik von Clara Luzia zu hören.
Alle Informationen und Beginnzeiten auch auf
www.frauen.wien.at
Alice Schwarzer liest „Meine algerische Familie“
Lesung und Buchpräsentation
Alice Schwarzer präsentiert ihr neuestes Buch über ihre liebevolle Beziehung zu einer Familie in Algerien – ein Land zwischen Tradition und Moderne, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoffnungen.
Mehr Information und Kartenbestellung hier.
Frauentagsbuch Drei. Lesungstexte 2017.
Buchpräsentation zum Internationalen Frauentag
Mit Eleonore Weber, Juliane Adler, Hannah Sideris, Marina D. Richter, Elis Rotter, Lore Heuermann, Yvonne Cermak, Michaela Hinterleitner, Melamar und Helga Pregesbauer.
im Werkl im Goethehof, Schüttaustraße 1, 1220 Wien. Anreise öffentlich via U1 bis Kaisermühlen VIC, dann 3–5 Minuten Fußweg oder eine Station mit dem Bus.
Eintritt frei! Moderation Helga Pregesbauer. Es gibt einen Büchertisch.
Gefördert vom Bezirk Donaustadt.