Sonntag, 8. März
Bezirksmuseum Mariahilf, Mollardgasse 8
10.30 – 11.00 Uhr
Petra Unger, MA : „Wir wollen Friede, Freiheit, Recht!“
Nicht mehr und nicht weniger fordern Frauen* weltweit. In Solidarität zueinander und im Kampf gegen die Zumutungen des Patriarchats.
Damals wie heute.
Eine Lesung zu den Pionierinnen* und für die heutigen Frauen* aller Welten.
Von Petra Unger, Begründerin der Wiener Frauen*Spaziergänge und Expertin für feministische Forschung
11.30 – 12.30 Uhr
WIRWIENERWÄSCHEWEIBER
Die Volkskundlerin Ulli Fuchs erzählt Wissenswertes über die Kulturgeschichte der Wiener Wasserversorgung. Anhand von ausgewählten Objekten des Bezirksmuseums werden die Arbeitsbedingungen und Lebensumstände der Wäscherinnen am Wienfluss beleuchtet.
Am 8. März um 15 Uhr, könnt ihr die streitbare Lehrerin und Pionierin der Frauenrechte, Auguste Fickert (1855−1910) auf einem theatralen Spaziergang durch das Cottageviertel begleiten.
Fickert lebte mit ihrer Lebensgefährtin Ida Baumann zusammen und setzte sich öffentlich für die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ein. Ihre Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, ihr Kampf gegen Kinderarbeit, ihr Austritt aus der Kirche, u.ä. „Verfehlungen“ trugen ihr mehrere Disziplinarverfahren ein.
Sie politisiert sich, als man ihr das Wahlrecht, das sie steuerzahlende Lehrerin ausüben durfte, wieder entzieht. Viktor Adler, der Führer der Sozialdemokraten, hielt das allgemeine Frauenwahlrecht für „utopisch“ und konzentrierte sich darauf, das allgemeine Wahlrecht für Männer zu erstreiten.
Der theatrale Spaziergang mit Auguste Fickert, alias Stadtführerin Susanna Oberforcher, endet bei dem Fickert-Denkmal. Dieses ihr gewidmete Denkmal ist allein schon deswegen bemerkenswert, weil es eines von fünf Denkmälern ist, die Frauen gewidmet sind, von den ca. 200 Denkmälern, die es insgesamt in Wien gibt.
Treffpunkt: 8. März 2022, 15 Uhr, Werkmanngasse 2, 1190 Wien
Buchung und Info unter www.geschichtespaziert.at