Die ÖAW lädt anlässlich des Weltfrauentages zu Vorträgen ihrer beiden Mitglieder Francesca Ferlaino und Anaïs Angelo ein. Die Quantenphysikerin und die Historikerin und Afrikanistin beleuchten aus den Perspektiven ihrer Disziplinen das stetige Engagement um wissenschaftliche bzw. gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen von Frauen.
Präsidium und Frauenkomitee der ÖAW laden anlässlich des Weltfrauentages zu Vorträgen von Francesca Ferlaino, Quantenphysikerin, und Anaïs Angelo, Historikerin und Afrikanistin, ein. Die hybride Veranstaltung unter dem Motto „Different Minds, Better Science: The Benefits of Diversity in Research“ findet im Rahmen der öffentlichen Gesamtsitzung der ÖAW statt und ist den Forschungsleistungen der weiblichen Mitglieder der ÖAW gewidmet.
Anaïs Angelo, Historikerin und Afrikanistin sowie Mitglied der Jungen Akademie der ÖAW nimmt in „The Changing Meanings of International Women’s Day: From Collective Solidarity to Individual Empowerment“ die sich ändernden Anliegen des Weltfrauentags in den Blick.
Die Quantenphysikerin Francesca Ferlaino, korrespondierendes Mitglied im Inland der ÖAW und Wissenschaftlerin des Jahres 2025 beleuchtet in ihrem Vortrag „Europe’s Quantum Future: Science, Talent and the Power of Inclusion“ die Vorteile vielfältiger Zusammensetzung von Forschungsteams.
Einleitung und Moderation der Veranstaltung übernimmt die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter.
Die Pharmakologin Manuela Schmidt beleuchtet in einem öffentlichen Vortrag im Rahmen der Sitzung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW aktuelle Erkenntnisse zu Gendermedizin und geschlechtsabhängigen Unterschieden in der Wirkung von Therapien.
Chronischer Schmerz stellt ein zentrales Gesundheitsproblem dar, das Frauen, Männer und verschiedene Gruppen aller Geschlechter unterschiedlich betrifft. Im Rahmen der Sitzung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW gibt Manuela Schmidt, Professorin für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Wien, einen Einblick in ihr Fachgebiet, die translationale Schmerzforschung. Sie arbeitet an der Aufdeckung molekularer Mechanismen, die dem chronischen Schmerzgeschehen zugrunde liegen – mit dem Ziel, zukünftige Schmerzbehandlungen zu optimieren.
In ihrem hybriden Vortrag „Schmerz hat ein Geschlecht – Forschung zeigt den Unterschied“ stellt sie aktuelle Erkenntnisse zu biologischen und psychosozialen Geschlechterunterschieden in der Schmerzverarbeitung vor. Sie gibt eine Einführung in Gender Medicine und beleuchtet geschlechtsabhängige Unterschiede in der Wirkung medizinischer Therapien anhand ausgewählter Beispiele. Abschließend stellt sie experimentelle Ansätze vor, die zum Einsatz kommen, um diese Unterschiede zu erforschen. Zusammenfassend skizziert sie, wie gendersensible Forschung neue therapeutische Strategien ermöglichen kann – mit dem Ziel, Krankheiten präziser, wirksamer und gerechter für alle Menschen zu behandeln.
Besonders Frauen* sind aktuell in allen Lebenslagen massiv von sozialen Kürzungen betroffen. Dabei würde es wesentlich mehr Mittel benötigen, um Frauen* mit einem starken Sozialstaat zu stärken und sie nicht zur größten armutsgefährdeten Gruppe zu machen. Was ist also nötig, um die Rechte und Ansprüche der größten Bevölkerungsgruppe Österreichs für ein ökonomisch unabhängiges, selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben sicherzustellen?
Der Österreichische Frauenring lädt anlässlich des Internationalen Frauen*tages 2026 zu einer Online-Pressekonferenz mit Gebärdensprachdolmetschung ein.
Sprecher*innen: Klaudia Frieben, Vorsitzende Österreichischer Frauenring Sibel Ada, MedInUnity, stv. Vorsitzende Österreichischer Frauenring Aiko Kazuko Kurosaki, One Billion Rising Austria Anna Majcan, Grazer Frauenrat & FAIRsorgen! Julia Moser, FmB – Interessensvertretung Frauen* mit Behinderungen Ece Oyman, Verein LEFÖ
Donnerstag, 5. März 2026, 9.00 Uhr, per Zoom Link zum Zoom-Meeting Meeting-ID: 846 4189 4782 Kenncode: 032352
Schwerpunkt zum internationalen feministischen Kampftag
Nobody’s Girl Virginia Roberts Giuffre vs Epstein Files Sonntag, 08.03.2026 19:00 – 20:00 Ein dialogischer Versuch über strukturelle Gewalt gegen weiblich gelesene Personen Gestaltung: Karin Reitter / SOUNDTRAXX* und Louis Hofbauer / Radio Grille
Spezialprogramm zum Internationalen feministischen Kampftag Sonntag, 08.03.2026 23:00 – 00:00 Info folgt in Kürze
Jeder Tag ist 8. März – in diesem Sinne widmen sich auch in der Woche vor und nach dem 8. März zahlreiche Sendungen besonders all denjenigen, die sich gegen Sexismus und Unterdrückung und für Emanzipation und Selbstbestimmung einsetzen.
8th of March – 8. Mart – 8 марта – 8 mars – 8. März – 8 de marzo – ٨ مارس
feminismen diskutieren am Montag, 23. März 2026, 18:00 Uhr
Psychotherapie zwischen Reform und Realität
mit Jasmin Reiter (Wirtschafts- und Sozialwissenschafterin, Wien)
Psychische Gesundheit ist ein zunehmend zentrales Thema im öffentlichen Gesundheitsdiskurs. Die psychotherapeutische Versorgung zeigt sich dabei als reguliertes, biopolitisch gerahmtes und hegemonial umkämpftes Feld. Trotz mehrerer Gesundheitsreformen in den vergangenen Jahren bestehen in Österreich weiterhin strukturelle Defizite, die den Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung, die regionale Versorgungsgerechtigkeit sowie die Einbindung psychotherapeutischer Fachkräfte in das Gesundheitssystem nachhaltig beeinflussen.
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Vortrag auch per Zoom bei Anmeldung bis Montag, 23. März, 12:00 Uhr an pr@frauenhetz.at
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen (VfW)
FrauenSprechen am Dienstag, 10. März 2026, 17:30 Uhr
Die eigene Vision vom guten Leben finden
Zum Austausch über Themen weiblicher Leben stellen wir im Zuge des feministischen Kampftages einen geschützten Raum zur Verfügung, in dem Frauen unter Gesprächsführung mit gezielter Fragestellung über individuelle und kollektive Erfahrungen in bestimmten Lebensbereichen sprechen.
Das Thema ist: Die eigene Vision vom guten Leben finden – Probleme, Strategien und viele Fragen. Vorkenntnisse nicht erforderlich, Denkanstöße und gezielte Fragen erleichtern den Gesprächseinstieg.
Moderation: Elisabeth Schroll
Ort: online via Zoom
Anmeldung bis Montag, 9. März 2026, 12:00 Uhr an pr@frauenhetz.at. Max. 10 Teilnehmerinnen.
Gefühlsarbeit (Emotional Load) bedeutet, sich dafür verantwortlich zu fühlen, dass es allen Personen im Umfeld gut geht, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und auch zu erfüllen. Gefühlsarbeit ist die Grundlage, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. Meist wird sie von Frauen* übernommen, sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext.
Im Vortrag geht es unter anderem darum:
Was ist Gefühlsarbeit? Was ist Emotional Load? Warum ist sie nach wie vor in erster Linie Frauen*sache? Welche Auswirkungen hat dies physisch und psychisch? Gefühlsarbeit im Job und im Privatleben Wie können wir einen guten, gesunden Umgang mit Gefühlsarbeit und Emotional Load finden? Wo ist Gefühlsarbeit angebracht, wo hinderlich? Und was können wir zu einer gerechteren Verteilung zwischen den Geschlechtern beitragen?
Eine Veranstaltung von Frauen* beraten Frauen*
DSPin Barbara Schrammel MSc, Sozialpädagogin, Psychotherapeutin (Psychodrama) und Julia Schaffner MA, Soziologin, Politologin, Geschäftsführerin bei Frauen* beraten Frauen*
Online-Vortrag mit Diskussionsmöglichkeit und Austausch
Mental Load meint die unsichtbaren Aufgaben im Unternehmen „Familie“, welche meist auf den Schultern der Frau* allein lasten. Wir haben alle relevanten Infos kompakt in einem Vortrag zusammengefasst. Im Vortrag geht’s unter anderem darum:
Was ist Mental Load? Warum ist Mental Load oft Frauen*sache? Welche Auswirkungen hat Mental Load? Was bedeutet das für die Paarbeziehung? Sichtbar machen und Aufteilen des Mental Load Was können beide Partner*innen beitragen? Welche gesellschaftspolitischen Veränderungen sind notwendig?