Feminismus ohne Grenzen: Flucht, Solidarität und Selbstorganisierung

Mit La Grande Mbamba Kibadi, Salomé Grünberger & Emmanuel Mbolela

Mitt­woch, 11. März, 18:00
Alo­is Wag­ner Saal, C3 – Cen­trum für Inter­na­tio­na­le Ent­wick­lung (UG)

Eine gemein­sa­me Ver­an­stal­tung von Afri­que-Euro­pe-Inter­act Wien, Fon­da­ti­on La Gran­de und Frauen*solidarität
(Fran­zö­sisch mit deut­scher Übersetzung)

Zum Inter­na­tio­na­len femi­nis­ti­schen Kampf­tag rich­ten wir den Blick auf Frau­en* on the move. Wäh­rend femi­nis­ti­sche Kämp­fe welt­weit sicht­ba­rer wer­den, blei­ben die Rea­li­tä­ten flüch­ten­der und migrie­ren­der Frau­en* oft unsicht­bar – geprägt von Gewalt, Aus­beu­tung und Entrechtung.

La Gran­de Mbam­ba Kiba­di, Grün­de­rin der Fon­da­ti­on La Gran­de, spricht erst­mals öffent­lich über ihre Flucht aus dem Kon­go nach Öster­reich, über Trau­ma und Ankom­men – und dar­über, wie aus per­sön­li­cher Erfah­rung soli­da­ri­sches Enga­ge­ment mit Wit­wen und Wai­sen­kin­dern ent­stan­den ist.

Salo­mé Grün­ber­ger erwei­tert die­se Per­spek­ti­ve um jene der Zurück­ge­blie­be­nen: Am Bei­spiel des Kon­go­krie­ges beleuch­tet sie die Situa­ti­on von Frau­en, Kin­dern, älte­ren Frau­en und Wit­wen, denen durch ein gewalt­vol­les und patri­ar­cha­les Sys­tem oft selbst die Mög­lich­keit zur Flucht ver­wehrt bleibt.

Emma­nu­el Mbo­le­la, selbst aus dem Kon­go geflo­hen, berich­tet über migran­ti­sche Selbst­or­ga­ni­sie­rung in Marok­ko und stellt das Schutz­pro­jekt Mai­son Bao­bab der Asso­cia­ti­on des Réfugié•es et Com­mun­au­tés Migran­tes au Maroc (ARCOM) vor – einen Zufluchts­ort für Frau­en* und Kin­der auf der Flucht. Zudem liest er aus sei­nem Buch „Mein Weg vom Kon­go nach Euro­pa“ (Man­del­baum Verlag).

Gemein­sam dis­ku­tie­ren wir: Was heißt femi­nis­ti­sche Soli­da­ri­tät in Zei­ten ras­sis­ti­scher Abschot­tung – und wie kön­nen wir von Wien aus kon­kret handeln?

Hausfest im Amerlinghaus zum Internationalen Feministischen Kampftag

8. März 2026: Demons­tra­ti­on (Info sie­he hier) & Hausfest
Inter­na­tio­na­ler Femi­nis­ti­scher Kampftag
FeminismusSolidaritätWiderstandDemonstration

Lasst uns gemein­sam auf die Stra­ße gehen und ein star­kes Zei­chen gegen das Patri­ar­chat set­zen. Wir ver­ste­hen die­sen Tag als tief ver­an­kert in der Geschich­te femi­nis­ti­scher Kämp­fe und als Tag des Wider­stands. Wir for­dern ein Ende von patri­ar­cha­ler, que­er-feind­li­cher, kapi­ta­lis­ti­scher, kolo­nia­ler und impe­ria­lis­ti­scher Gewalt.

Bringt eure Freund:innen, Gelieb­ten, Genoss:innen und Communities:
Gemein­sam sind wir stär­ker – Soli­da­ri­tät ist unse­re Waffe.

Nach der Demo laden wir gemein­sam mit Take Back The Streets herz­lich zum Haus­fest ins Amer­ling­haus ein!

When? 08.03.2026 17:00 onwards
Whe­re? Amer­ling­haus, Stift­gas­se 8

Pro­gram:
Innen­hof Par­ty: 17:00–22:00
Live per­for­man­ces open to all by
@niunamenos.austria
@_melissima
@laa.wascha
@soia_music
And so much more!

Flin­ta* only par­ty: 22:00–2:00
in Amer­ling­haus Saal with DJ sets by
@DJmFaticc
@neinfadia
@sarazetka
@everythingtmy

The­re will be jewel­lery and soli-merch for sale in Raum 4, EG
Exhi­bi­ti­on in Gale­rie, 1. Stock
Bar for all in Tee Stu­be, 1. Stock
Flin­ta* only bar by Kess in Saal, EG

Online-Pressekonferenz des Österreichischen Frauenrings: „Was brauchen Frauen*?“

Sozia­le Absi­che­rung statt Kürzungen!

Beson­ders Frau­en* sind aktu­ell in allen Lebens­la­gen mas­siv von sozia­len Kür­zun­gen betrof­fen. Dabei wür­de es wesent­lich mehr Mit­tel benö­ti­gen, um Frau­en* mit einem star­ken Sozi­al­staat zu stär­ken und sie nicht zur größ­ten armuts­ge­fähr­de­ten Grup­pe zu machen. Was ist also nötig, um die Rech­te und Ansprü­che der größ­ten Bevöl­ke­rungs­grup­pe Öster­reichs für ein öko­no­misch unab­hän­gi­ges, selbst­be­stimm­tes und gewalt­frei­es Leben sicherzustellen?

Der Öster­rei­chi­sche Frau­en­ring lädt anläss­lich des Inter­na­tio­na­len Frauen*tages 2026 zu einer Online-Pres­se­kon­fe­renz mit Gebär­den­sprach­dol­met­schung ein.

Sprecher*innen:
Klau­dia Frie­ben, Vor­sit­zen­de Öster­rei­chi­scher Frauenring
Sibel Ada, MedIn­Uni­ty, stv. Vor­sit­zen­de Öster­rei­chi­scher Frauenring
Aiko Kazu­ko Kur­o­sa­ki, One Bil­li­on Rising Austria
Anna Maj­can, Gra­zer Frau­en­rat & FAIRsorgen!
Julia Moser, FmB – Inter­es­sens­ver­tre­tung Frau­en* mit Behinderungen
Ece Oyman, Ver­ein LEFÖ

Don­ners­tag, 5. März 2026, 9.00 Uhr, per Zoom
Link zum Zoom-Meeting
Mee­ting-ID: 846 4189 4782
Kenn­code: 032352

Medienvertreter*innen sind herz­lich willkommen!

„Nichts zu tun wär keine Alternative!“ – Digitaler Aktivismus der Bewegung Omas gegen rechts

Vor­trag und Dis­kus­si­on mit Ricar­da Drüeke
Don­ners­tag, 23. April 2026, 18 Uhr, Frauenhetz

Im Jän­ner 2026 kün­dig­te die femi­nis­ti­sche Bewe­gung Omas gegen rechts auf Insta­gram eine neue euro­päi­sche Alli­anz unter dem Titel „Die Grand Dame des Anti­fa­schis­mus“ an. Digi­ta­le Medi­en sind zu zen­tra­len Are­nen poli­ti­scher Kon­flik­te gewor­den, in denen um demo­kra­ti­sche Wer­te und öffent­li­che Legi­ti­mi­tät gerun­gen wird. Gleich­zei­tig sind alters­be­zo­ge­ne For­men poli­ti­schen Akti­vis­mus bis­lang nur unzu­rei­chend erforscht.

Der Vor­trag zeigt anhand visu­el­ler Prak­ti­ken in Insta­gram-Posts der Omas gegen rechts, wie visu­el­les Sto­rytel­ling und sym­bo­li­sche Selbst­inszenierungen ein­ge­setzt wer­den, um alters­dis­kri­mi­nie­ren­den Aus­gren­zun­gen aus digi­ta­len Öffent­lich­kei­ten ent­ge­gen­zu­wir­ken und zugleich sowohl Mit­glie­der der Bewe­gung als auch eine brei­te­re Öffent­lich­keit zu mobilisieren.

Eine Ver­an­stal­tung von Frau­en­hetz und STICHWORT

Mehr Infor­ma­tio­nen unter https://stichwort.or.at/

 

Ausstellung: Objekt im Fokus: 50 Jahre Fristenregelung und Familienrechtsreform

ab 6. März 2025

Pünkt­lich zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag beleuch­tet das hdgö zwei The­men, die trotz ihres his­to­ri­schen Jubi­lä­ums unge­bro­chen aktu­ell ist: Vor 50 Jah­ren wur­de die Ehe gesetz­lich als gleich­be­rech­tig­te Part­ner­schaft fest­ge­schrie­ben und die „Fris­ten­re­ge­lung“, die Abtrei­bung bis zum drit­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat straf­frei stell­te, trat in Kraft.

Die­se Mei­len­stei­ne der Geschlech­ter­po­li­tik nimmt das hdgö zum Anlass, neue Samm­lungs­ob­jek­te zu prä­sen­tie­ren: In der hdgö-Foy­er-Vitri­ne sind Maga­zi­ne der „AUF-Eine Frau­en­zeit­schrift“ zu sehen sowie die Schreib­ma­schi­ne einer AUF-Redak­teu­rin. Die AUF war ab 1974 ein wich­ti­ges Medi­um für femi­nis­ti­sche Aktivist*innen, die schon lan­ge laut­stark Ver­än­de­run­gen ein­ge­for­dert hat­ten. Die­se Jubi­lä­en sind auch Anlass um zu Fra­gen: Alles erreicht?

Ausstellung: Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit

Foto­ar­chiv Blasch­ka 1950–1966

29. Jän­ner 2026-10. Jän­ner 2027
Alma Rosé-Plateau

Ein Job mit Gehalt? Ver­pflich­tun­gen im Haus­halt? Eine Auf­ga­be, die gemacht wer­den muss?

Zu tun gibt’s immer etwas. Man­che Tätig­kei­ten brin­gen Aner­ken­nung und Lohn. Ande­re fal­len ein­fach an – unbe­zahlt, unsicht­bar und meist von Frau­en erle­digt. Aber: Ist das nicht alles Arbeit? Sor­ge­ar­beit gilt immer noch als „weib­li­che Res­sour­ce“, auf die sich unse­re Gesell­schaft ganz selbst­ver­ständ­lich ver­lässt. Begrif­fe wie Pfle­ge­not­stand, Gen­der Pay Gap und Teil­zeit­fal­le benen­nen heu­te ein his­to­risch gewach­se­nes Ungleich­ge­wicht bei Arbeit und Bezahlung.

Die Aus­stel­lung Alles Arbeit. Frau­en zwi­schen Erwerbs- und Sor­ge­tä­tig­keit, Foto­ar­chiv Blasch­ka 1950–1966, geht die­sen The­men nach. Sie ist ab dem 29. Jän­ner 2026 im Haus der Geschich­te Öster­reich auf dem Alma Rosé-Pla­teau zu sehen. Aus­gangs­punkt ist das Archiv einer Gra­zer Pres­se­fo­to­agen­tur, das die Aus­stel­lung mit gegen­wär­ti­gen Fra­gen neu interpretiert.

Im Zen­trum steht das Ver­hält­nis von bezahl­ter, unbe­zahl­ter und pre­kä­rer Arbeit im Leben von Frau­en in der Stei­er­mark der Nach­kriegs­zeit. Die Aus­stel­lung fragt, wel­che Tätig­kei­ten medi­al sicht­bar wer­den – und wel­che im Ver­bor­ge­nen blei­ben. Dar­über hin­aus regt sie dazu an, über Arbeits­be­grif­fe, Geschlech­ter­ver­hält­nis­se und die Rol­le von Bil­dern bei der Kon­struk­ti­on gesell­schaft­li­cher Nor­men nach­zu­den­ken – und die­se neu zu verhandeln.

Alles Arbeit. Frau­en zwi­schen Erwerbs- und Sor­ge­tä­tig­keit, Foto­ar­chiv Blasch­ka 1950–1966 ist eine Aus­stel­lung des Muse­ums für Geschich­te, Graz (Uni­ver­sal­mu­se­um Joan­ne­um), prä­sen­tiert in Zusam­men­ar­beit mit dem Haus der Geschich­te Österreich.

Die Publi­ka­ti­on zur Aus­stel­lung ist an der Kas­sa des hdgö oder online erhält­lich.

Feministisches Protest-Sticken

mit Anja Melzer
@stitchin_an (Insta­gram)

Sonn­tag, 8. März 2026, 10:00–13:00 Uhr
myhi­ve am Wie­ner­berg, im Rah­men der Woll­träu­me Wien
1. Stock bei der Treppe
Kos­ten: €75,- pro Teilnehmer*in

In die­sem Work­shop führt Anja Mel­zer in ihre rebel­li­schen Ansät­ze sowie in die hand­werk­li­chen Skills des Cross Stit­chings ein. Sie stellt Moti­ve und Slo­gans vor und dis­ku­tiert die Fra­ge, was Hand­ar­beit eigent­lich mit Pro­test und Unge­hor­sam zu tun hat. Es geht um Akti­vis­mus, die Craf­ti­vism-Bewe­gung und Fema­le Empowerment.

Mate­ri­al wird den Kurs-Teilnehmer*innen zur Ver­fü­gung gestellt. Wer möch­te, kann natür­lich ger­ne auch eige­ne Aida-Stof­fe, Gar­ne und Nadeln mitbringen.

Offenes Rathaus im Rahmen der Wiener Frauenwoche 2026

Jedes Jahr fin­det am inter­na­tio­na­len Frau­en­tag das „Offe­ne Rat­haus“ statt.

Am Sams­tag, den 7. März 2026, wird für alle inter­es­sier­ten Besucher*innen von 15:00 bis 19:00 Uhr im Wie­ner Rat­haus ein umfang­rei­ches Pro­gramm gebo­ten: Füh­run­gen, Work­shops, Liveacts, Film­vor­füh­rung, Kin­der­be­treu­ung und Infor­ma­ti­ons­mög­lich­kei­ten zu The­men wie Frau­en­po­li­tik, Arbeit, Bil­dung, Gewalt­schutz, Gesund­heit, Woh­nen, Viel­falt, Mäd­chen und vie­lem mehr – alles bei frei­em Eintritt.

High­light: Ab 19:00 Uhr fin­det im Rah­men des Offe­nen Rat­hau­ses in der Volks­hal­le im Wie­ner Rat­haus ein Club­bing hos­ted by Ear­ly EVE – die Par­ty von Frau­en für Frau­en – statt (bis 24:00 Uhr).

Programm von StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt im März

StoP – Stadt­tei­le ohne Part­ner­ge­walt  ist ein Gewalt­prä­ven­ti­ons­pro­jekt des AÖF – Ver­ein Auto­no­me Öster­rei­chi­sche Frau­en­häu­ser, das Nach­bar­schaf­ten zu Zivil­cou­ra­ge ermutigt.

Mot­to: Was sagen – Was tun.

Das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm von StoP – z.B. Selbst­ver­tei­di­gungs­kurs für FLINTA*-Personen, Zivil­cou­ra­ge-Schu­lung, Sieb­druck-Werk­statt, Nach­bar­schafts­ti­sche uvm. – im März fin­det ihr auf Insta­gram und auf stop-partnergewalt.at.

O94 Spezial 8.März Schwerpunkt zum internationalen feministischen Kampftag

Schwer­punkt zum inter­na­tio­na­len femi­nis­ti­schen Kampftag

Nobody’s Girl
Vir­gi­nia Roberts Giuf­f­re vs Epstein Files
Sonn­tag, 08.03.2026 19:00 – 20:00
Ein dia­lo­gi­scher Ver­such über struk­tu­rel­le Gewalt gegen weib­lich gele­se­ne Personen
Gestal­tung: Karin Reit­ter / SOUNDTRAXX* und Lou­is Hof­bau­er / Radio Grille

Spe­zi­al­pro­gramm zum Inter­na­tio­na­len femi­nis­ti­schen Kampftag
Sonn­tag, 08.03.2026 23:00 – 00:00
Info folgt in Kürze

Link zum Programm

Jeder Tag ist 8. März – in die­sem Sin­ne wid­men sich auch in der Woche vor und nach dem 8. März zahl­rei­che Sen­dun­gen beson­ders all den­je­ni­gen, die sich gegen Sexis­mus und Unter­drü­ckung und für Eman­zi­pa­ti­on und Selbst­be­stim­mung einsetzen.

8th of March – 8. Mart – 8 марта – 8 mars – 8. März – 8 de mar­zo – ٨ مارس