Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019

Nach der erfolg­rei­chen Pre­mie­re 2018, wird bei der 2. Rosa Luxem­burg Kon­fe­renz wie­der zwei Tage lang die Mög­lich­keit gebo­ten, Ana­ly­sen, Erfah­run­gen und Stra­te­gien fort­schritt­li­cher Orga­ni­sa­tio­nen in Öster­reich und inter­na­tio­nal zu diskutieren.

Pro­gramm sie­he https://www.rosaluxemburgkonferenz.at/programm/

Ich fürchte niemanden – Adelheid Popp und der Kampf für das Frauenwahlrecht

Das all­ge­mei­ne, glei­che Wahl­recht »aller Staats­bür­ger ohne Unter­schied des Geschlechts« war eine der wich­tigs­ten ­Errun­gen­schaf­ten der Revo­lu­ti­on am Ende des Ers­ten Welt­kriegs. Am 4. März 1919 konn­ten end­lich die ers­ten ­weib­li­chen Abge­ord­ne­ten im öster­rei­chi­schen Par­la­ment ange­lobt ­wer­den. Unter ihnen befand sich Adel­heid Popp (1869–1939), die auf drei Jahr­zehn­te des Kamp­fes für das Frau­en­wahl­recht zurück­blicken konn­te. Als jun­ge Fabrik­ar­bei­te­rin war Popp der Sozial­demokratie bei­getre­ten und hat­te wie kei­ne ande­re Anteil am Auf­bau einer star­ken pro­le­ta­ri­schen Frauenbewegung.
Das all­ge­mei­ne (Frauen-)Wahlrecht war für die »Erwe­cke­rin der Frau­en« kein Ziel an sich, son­dern nur ein Mit­tel im Stre­ben nach umfas­sen­dem Arbei­te­rin­nen­schutz, kür­ze­ren Arbeits­zeiten und letzt­lich einer Welt ohne ­Aus­beu­tung. Die­se Bio­gra­fie zeich­net ihr Leben und Wir­ken bis zu ihrem Ein­zug ins Par­la­ment nach und gibt dabei einen völ­lig neu­en Blick auf die Theo­rie und Pra­xis der frü­hen ArbeiterInnenbewegung.

Im Rah­men der Rosa Luxem­burg-Kon­fe­renz fin­det die ers­te Buch­prä­sen­ta­ti­on von „ ‚Ich fürch­te nie­man­den‘ – Adel­heid Popp und der Kampf für das Frau­en­wahl­recht statt.

Time is up – Die Gleichstellungsfilmreihe des abz*circle

Der ABZ*CIRCLE, das über­par­tei­li­che Netz­werk für Frau­en aus Wirt­schaft, Bil­dung und Ver­wal­tung, lädt ein zur Film­rei­he über Gleich­stel­lung, Frau­en und ihre indi­vi­du­el­len Lebensentwürfe.

Anläss­lich von 100 Jah­ren Frau­en­wahl­recht ver­an­stal­tet der ABZ*CIRCLE 2019 eine Film­rei­he zum The­ma Gleich­stel­lung. Gezeigt wer­den Fil­me von Frau­en, denen ein selbst­be­stimm­ter Weg nicht von vorn­her­ein gege­ben war, die aber durch die Art und Wei­se, wie sie ihr Leben gemeis­tert haben, heu­te noch inspirieren.

Den Auf­takt am 24. Febru­ar 2019 macht der Kino­film „Astrid“, die Ver­fil­mung der Lebens­ge­schich­te der Kin­der­buch­au­to­rin Astrid Lind­gren, bevor sie zu einer der berühm­tes­ten Schrift­stel­le­rin­nen der Welt wur­de. „Astrid Lind­gren hat Gene­ra­tio­nen von Mäd­chen geprägt und ihnen gezeigt, dass die Scha­blo­ne, in die sie glau­ben pas­sen zu müs­sen, gesprengt wer­den kann“, schreibt Han­na Herbst in ihrer Rezen­si­on auf derstandard.at.

Im Anschluss an den Film dis­ku­tie­ren Anna Stei­ger, Vize­rek­to­rin der TU Wien und Lena Jäger, Pro­jekt­lei­te­rin des Frau­en­volks­be­geh­rens zum The­ma „Die Welt braucht viel mehr Pip­pi Lang­strumpf“. Aus­klang bei Sekt und inter­es­san­ten Gesprächen!

Der Film wird in deut­scher Fas­sung gezeigt.

Johanna-Dohnal-Enquete

Am 23.3.2019 fin­det die dies­jäh­ri­ge Johan­na-Dohnal-Enquete statt. Auch die­ses Jahr wol­len wir die Enquete nut­zen, um uns bei Work­shops und Vor­trä­gen über femi­nis­ti­sche The­men auszutauschen.
Nähe­re Infos folgen!

Ausstellungseröffnung: „Sie meinen es politisch!“

Eröffnung der Ausstellung „Sie meinen es politisch!“
100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich

Aus­stel­lung zu sehen bis 25. August 2019

Das inter­dis­zi­pli­nä­re Pro­jekt frauenwahlrecht.at the­ma­ti­siert den gesell­schafts­po­li­ti­schen Mei­len­stein des Frau­en­wahl­rechts und wirft ein Licht auf die poli­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on von Frau­en von 1848 bis heute.

„Sie meinen es politisch!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht

„Sie meinen es politisch!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht: Ein Fest für die Wahlzelle!

Mi, 31. Okto­ber 2018, 18:00 Uhr im Klei­nen Fest­saal der Uni­ver­si­tät Wien.

Prä­sen­ta­ti­on der „wan­dern­den Wahlzelle“
Mit Bei­trä­gen u.a. von Gabri­el­la Hauch, Eli­sa­beth Holz­leit­h­ner und Julya Rabinowich
Musik von Fati­ma Spar & The Free­dom Fries

Die Ein­füh­rung des akti­ven und pas­si­ven Frau­en­wahl­rechts in Öster­reich im Herbst 1918 bil­de­te einen Mei­len­stein in der Aus­ein­an­der­set­zung um die Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und  Män­nern. Die­se Ver­an­stal­tung fei­ert, dass Frau­en vor 100 Jah­ren das Recht der poli­ti­schen Mit­be­stim­mung erreicht haben, und erin­nert dar­an, dass von einer umfas­sen­den Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit bis heu­te nicht die Rede sein kann.

Down­load Flyer

Bewegte Frauengeschichten – Stimme der Frau

Ein Gesprächsabend mit Bärbel Danneberg

Seit Mit­te der 1970er Jah­re lei­te­te Bär­bel Dan­ne­berg zusam­men mit einem femi­nis­ti­schen Frau­en­kol­lek­tiv die Zeit­schrift „Stim­me der Frau“. In einem Gespräch mit Maria Lau­ti­scher und Susan­ne Kom­past wird sie das Wer­den und Wir­ken der Zeit­schrift vor­stel­len, die von 1945 bis 1993 vom Bund demo­kra­ti­scher Frau­en- BDF her­aus­ge­ge­ben wur­de. Frau­en­stim­men wie die von Hel­la Pro­stan­ecky, der ers­ten Frau in der Regie­rung der 2. Repu­blik, Mar­ga­re­te Schüt­te-Lihotz­ky, der ers­ten Archi­tek­tin Öster­reichs sowie der Wider­stands­kämp­fe­rin Irma Schwa­ger kamen in der Zeit­schrift zum Ausdruck.

Ausstellung: Lesbische Gedenkkugel

Ausstellung: Lesbische Gedenkkugel

als Erin­ne­rungs­zei­chen für ver­folg­te und ermor­de­te Les­ben im NS-Faschismus.

Die Initia­ti­ve „Auto­no­me Femi­nis­ti­sche Frau­en­Les­ben aus Deutsch­land und Öster­reich“ hat 2006 einen Antrag für eine „Les­bi­sche Gedenk­ku­gel“ in der Mahn- und Gedenk­stät­te Ravens­brück gestellt. Die Gre­mi­en haben die Ent­schei­dung bis heu­te mehr­mals ver­scho­ben, weil in Fra­ge gestellt wird, dass es eine Ver­fol­gung von Les­ben gab. Füh­rung durch die Aus­stel­lung „Les­bi­sches Gedenk­ku­gel“ in der FZ-Bar und Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stand der Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Akti­vis­tin­nen der Initiative.

FZ-Bar, 1090, Wäh­rin­ger­stra­ße 59, Ein­gang Precht­l­gas­se, bei roter Tür läuten
für FrauenLesben

Führung: Frauen an der Universität Wien

Öffentliche Sonderführungen zum Thema „Frauen an der Universität Wien“

Der Muse reicht’s! Erst 1897 öff­ne­te die ers­te Fakul­tät an der Uni­ver­si­tät Wien ihre Pfor­ten für die Frau­en. Über 100 Jah­re muss­ten sie war­ten, um ein eige­nes Denk­mal im Arka­den­hof zu bekommen.

Im Rah­men die­ser Son­der­füh­rung wird ein kri­ti­scher Blick auf den lan­gen Weg zum „Frau­en­stu­di­um“ gewor­fen, ohne den Gegen­wart­s­aspekt des The­mas aus dem Auge zu verlieren.

Anmel­dung sie­he hier.

Treff­punkt:
Beim Por­tier in der Aula / Haupt­ein­gang (Uni­ver­si­täts­ring 1)
(Dau­er: ca. 60 min.)

Wie feministische Akteurinnen* Klassismus in Bewegung und Hochschule herausforderten

Wie feministische Akteurinnen* Klassismus in Bewegung und Hochschule herausforderten

Buch­vor­stel­lung von Julia Roß­hart mit anschlie­ßen­der Dis­kus­si­on

Don­ners­tag, 15. März 2018, 18.30 Uhr
Kon­fe­renz­raum (A 222), Insti­tut für Poli­tik­wis­sen­schaft (NIG, 2. Stock), Uni­ver­si­täts­stra­ße 7, 1010 Wien

Die Räum­lich­kei­ten sind berollbar.

Femi­nis­ti­sche Akteu­rin­nen* der 80er und 90er Jah­re in der BRD mach­ten dar­auf auf­merk­sam, wie Klas­sen­un­ter­schie­de den All­tag in der Frau­en- und Les­ben­be­we­gung präg­ten. Ande­re nah­men sich den Hoch­schul­all­tag vor und for­der­ten bil­dungs­bür­ger­li­che Nor­men im Hoch­schul­all­tag her­aus. Aktiv arbei­te­ten sie gegen Klas­sis­mus im eige­nen poli­ti­schen oder aka­de­mi­schen Umfeld an. Sie spra­chen über Klas­sen­her­kunft, Dis­kri­mi­nie­rung, Spra­che, Geld – und über eige­ne Stär­ken. Sie rie­fen ein Umver­tei­lungs­kon­to ins Leben. Proll-Les­ben grün­de­ten eige­ne Grup­pen, an den Hoch­schu­len ver­netz­ten sich Arbei­te­rIn­nen­töch­ter. Sie schrie­ben Tex­te: suchend und fra­gend, wütend und offen­siv, selbst­er­mäch­ti­gend und inspirierend.

Julia Roß­hart hat sich in ihrem Buch auf die Suche nach ver­schie­de­nen For­men des Ein­grei­fens im Umgang mit Klas­sen­un­ter­schie­den in der Frau­en- und Les­ben­be­we­gung der BRD gemacht. Wir laden Euch/Sie dazu ein, gemein­sam mit ihr auf Spu­ren­su­che zu gehen und im ent­spann­ten Rah­men abseits von Lehr­ver­an­stal­tun­gen und Prü­fungs­stress über die Rol­le von Klas­sen­her­kunft, auch an der Hoch­schu­le, zu dis­ku­tie­ren. Aktu­ell wie eh und je, kön­nen die dama­li­gen Akti­vi­tä­ten und Ideen heu­ti­ge queer_feministische_linke Com­mu­ni­tys, Theo­rien und Poli­ti­ken inspirieren.