SFU Frauentag 2020 | Rolemodels in Wissenschaft und Politik
Wann und wie bin ich Feministin oder feministisch handelnder Mann? Wie inspirieren uns Vorbilder?
Das Vorbild verweist auf ein DaVOR, lässt uns als Teil einer geschichtlichen Kette erleben. Johanna Dohnal – die erste östereichische Frauenministerin – war Vorreiterin im Kampf für eine geschlechergerechtere Gesellschaft. Der aktuelle Kinofilm DIE DOHNAL ist ein Stück österreichischer Zeitgeschichte und zeichnet ihre Biografie nach. Der Film wird unter Anwesenheit der Produzentin und ihrer Enkelin gezeigt und lädt zur Diskussion ein.
Feministische Rolemodels müssen nicht perfekt sein, aber sichtbar! In diesem Sinne berichten wir SFU-Wissenschafterinnen von eigenen feministischen Ansätzen und Herausforderungen. Ausklang der Matinee bei feinem Buffet!
Programm siehe hier.
Flyer siehe hier.
Eintritt für Studierende kostenlos
Gäste 20,– Euro
Frauen*Spuren zum Frauen*Tag | Stadtspaziergang
14. März 2020 von 14:00 bis 16:30, Kosten: 15 Euro
Von den Kämpfen der Pionierinnen der Ersten und Zweiten Frauenbewegung
Von Frauendemonstrationen auf der Ringstraße
Von der ersten Frauenministerin
Von Täterinnen und Opfern
Von Selbstbestimmung über den eigenen Körper und altertümlicher Sexualmoral
Von Verfolgung und Widerstand
Von Feminismus und politischem Geschichtsbewusstsein
Ein Spaziergang durch den ersten Bezirk auf den Spuren der Frauenbewegungsgeschichte!
Anmeldung und weitere Infos: siehe Link unten
Frauen Streik(t)! | Stadtspaziergang
7. März 2020 von 11:00 bis 13:30, Kosten: 15 Euro
Emanzipation erst in 170 Jahren?
Auch wenn hartnäckig behauptet wird, Frauen* seien längst emanzipiert:
Die Liste der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Benachteiligungen von Frauen* ist lange:
In Österreich verdienen 2017 Frauen* um 37,3% brutto pro Jahr weniger als Männer
Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen sind besonders häufig von Armut bedroht
Jede 5. Frau erlebt im Lauf ihres Lebens entweder sexuelle Belästigung, Missbrauch, sexualisierte oder häusliche Gewalt.
Geht es mit aktuellen Gleichstellungspolitiken in diesem Tempo weiter, wird es laut Weltwirtschaftsforum noch 170 Jahre dauern, bis Frauen und Männer dieselben Chancen erhalten. Die wirtschaftliche Gleichstellung von Frau und Mann würde demnach erst im Jahr 2186 erreicht.
Angesichts der Tatsache langsamer oder gar rückläufiger Emanzipationsentwicklungen erscheint vielen Frauen* ein Generalstreik von Frauen* der einzig gangbare Weg, um Gleichberechtigung heute voranzutreiben.
Ist ein Frauen*Streik überhaupt möglich?
Gibt es Vorbilder?
Gab es in Österreich Frauen*Streiks?
Von der Utopie streikender und politisch mächtiger Frauen*!
Ein Spaziergang auf den Spuren widerständiger, streikender Frauen*!
Anmeldung und weitere Infos: siehe Link unten
Frauen.Wahl.Recht | Stadtspaziergang
29. Februar 2020 von 15:00 bis 17:30, Kosten: 15 Euro
Vor 100 Jahren haben Aktivistinnen und Vertreterinnen der Ersten Frauen*Bewegung in Österreich das Frauen*Wahlrecht erstritten.
1919 ziehen die ersten acht Frauen ins Parlament ein.
Wie hat der Kampf um politische Mitsprache begonnen?
Wer waren die Protagonistinnen?
Welche Widerstände waren zu überwinden?
Und heute?
Welche Frauen* sind heute im Parlament?
Wer vertritt noch Frauen*Interessen?
Welche Frauen*Forderungen gibt es heute?
Ein Spaziergang auf den Spuren der Frauen-Wahlrechtsgeschichte!
Details und Anmeldung: siehe Link unten
Die Dohnal – Frauenministerin / Feministin / Visionärin
Sabine Derflinger | Österreich 2019 | 105 min | DF
Sonntag, 23.2. um 15 Uhr
Podium: Elfriede Hammerl, Erna Dittlbach. Moderation: Lena Jäger
Die Geschichte und die Geschichten von Frauen wurden über Jahrhunderte unterdrückt, nicht erzählt, vergessen. Die Dohnal setzt einer Ikone der österreichischen Politik und Frauenbewegung ein Denkmal und schafft damit eine Identifikationsfigur für heutige und nachfolgende Generationen. Johanna Dohnal war seit 1956 in der SPÖ aktiv, ab 1969 Bezirksrätin, ab 1972 in der Parteizentrale, ab 1979 Staatssekretärin für Frauenfragen und von 1990 bis 94 Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und damit die erste Feministin in einer europäischen Regierung. In all diesen Funktionen hat sie weitreichende Erfolge für die Rechte der Frauen erzielt: von der strafrechtlichen Verfolgung der Vergewaltigung in der Ehe und der Gründung des ersten Frauenhauses bis zur Anrechnung von Kinderzeiten in der Pensionsreform.
Neben all diesen Errungenschaften war Johanna Dohnal vor allem aber auch eine Politikerin mit Haltung und Herz. Sabine Derflingers Film zeigt Dohnals Kämpfe, ihre Siege, aber auch ihr Scheitern und bringt sie uns dabei auf eine sehr zugängliche und nachempfindbare Weise nahe. Die Dohnal ist ein Dokument gegen das Vergessen und ein Plädoyer für eine gleichberechtigte Zukunft.
Die Veranstaltung wurde abgesagt.
Reden-Schriften-Briefe von Rosa Luxemburg – Lesung mit Musik
Freitag, 13. März 2020
um 20.00 Uhr
im großen Saal der VHS Hietzing
Rosa Luxemburg war eine charismatische Persönlichkeit. Sie war klug und Gebildet und eine begnadete Rhetorikerin. Dabei scherte sie sich nicht um Konventionen, sagte laut und deutlich und nicht selten schroff ihre Meinung. Ihr Ziel war die Befreiung der Menschheit durch den Sozialismus, nicht Rechte für einzelne Gruppen. Dafür kämpfte sie, rücksichtslos gegen andere wie gegen sich selbst und das war, so scheint es, schon in früher Jugend in ihr angelegt.
Das WIENER VORSTADTTHEATER – integratives theater österreichs präsentiert im Rahmen der 3. Rosa Luxemburg Konferenz die Produktion „Ein Leben für die Freiheit – Reden-Schriften-Briefe von Rosa Luxemburg“.
Es liest: Margarehta Neufeld-Michalke
www.wienervorstadttheater.com
Die Veranstaltung wurde abgesagt.
Sandra Cervik, Erni Mangold und Esra Özmen
Drei Frauen, tausend Bücher und eine Mission: die spannendsten und prägnantesten literarischen Texte von Schriftstellerinnen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unter die Menschen zu bringen.
Wie lassen sich Stefanie Sargnagel, Lina Loos, Elfriede Jelinek, Joan Didion und Hildegard von Bingen unter einem Hut versammeln? Die Antwort darauf geben Ihnen Sandra Cervik, Erni Mangold und Esra Özmen in ihrer literarischen Tour de Force.
Tickets hier: https://www.rabenhoftheater.com/saison-2019–20/premieren/3‑frauen-und-1000-bücher/
„Die Dohnal“ – Film & Gespräch
DIE DOHNAL von Sabine Derflinger – Vorstellung in Anwesenheit der Regisseurin.
Im Anschluss an den Film wird es ein Gespräch mit Sabine Derflinger, Beatrice Frasl (feministische Podcasterin), Marina Hanke (SPÖ), Lena Jäger (Frauen*Volksbegehren) und Yasmo (angefragt) geben.
Moderiert von Melisa Erkurt (Journalistin).
20.02. / 19:30 Uhr
Votiv Kino
Tickets gibt es hier:
https://www.votivkino.at/film/die-dohnal/
Zum Film:
DIE DOHNAL erzählt vom Aufstieg und Fall einer der ersten Feministinnen in einer europäischen Regierung, die ausgerechnet in einem konservativen Land wie Österreich in den 1970er Jahren an die Macht kommt. Dohnals Lebenspartnerin, ihre Tochter, ihre Enkelin, ihre MitarbeiterInnen, MitstreiterInnen und PolitikerInnen von damals erinnern sich. Johanna Dohnal hat durch ihr konsequentes Handeln in 16 Jahren Regierungsarbeit viel für die österreichischen Frauen erreicht. Dabei war ihr Kampf um Gleichberechtigung immer ein Kampf um eine Gesellschaft mit menschlichem Antlitz. Feministinnen, Politikerinnen und Journalistinnen sind sich dem Erbe, das Johanna Dohnal ihnen hinterlassen hat, bewusst und ziehen Kraft aus dem Erreichten, für das, was noch zu erreichen ist. Johanna Dohnal selbst kommt im Archivmaterial zu Wort. Sie zeigt uns, wie humorvoll und intelligent der kräfteraubende Kampf um eine gleichberechtigte Zukunft geführt werden kann. Johanna Dohnal war einfach großartig, sie ist eine Inspirationsquelle für Frauen und Männer von heute.
Führungen: „Die sichtbaren und die unsichtbaren Frauen des Prunksaals
Zeiten: 12.30, 13.30, 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr
Am Internationalen Frauentag widmen wir uns den sichtbaren und die unsichtbaren Frauen des Prunksaals: Sichtbar sind sie beispielsweise im Kuppelfresko als Allegorie der Stadt Wien oder als Muse. Am 8. März 2020 wollen wir aber vor allem jene Frauen präsentieren, die sonst unsichtbar sind und die einen weitaus spannenderen Beitrag zum Prunksaal und seinen wertvollen Beständen geleistet haben als die Musen: Autorinnen wie Bertha von Suttner oder Margarethe Peutinger und Regentinnen wie Maria von Burgund.
Veranstaltungsort:
Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
Josefsplatz 1
1010 Wien