Frauenspaziergänge „Wiener Bezirke aus jüdischer weiblicher Perspektive“
29.3. bis 24.5.2023
Jeder Wiener Gemeindebezirk hat seine Besonderheiten, auch was die jüdische Bevölkerung betrifft. Bei unseren Frauenspaziergängen stellen wir unterschiedliche jüdische Frauen vor. Wir zeigen ihren Beitrag zum Wiener Kulturleben, aber auch ihre Stellung innerhalb der religiösen Gemeinden und ihr Vereinsleben. Die jüdischen Frauen unterschieden sich nur wenig von den nichtjüdischen Bewohnerinnen ihres Bezirks. Daher befassen sich die Rundgänge mit Großbürgerinnen, Arbeiterinnen, Unternehmerinnen, Kulturschaffenden und Schülerinnen. In der NS-Zeit wurden die jüdischen Wienerinnen gesellschaftlich geächtet und gedemütigt, beraubt, verfolgt, vertrieben oder ermordet.
29. März 2023, 15:00 – 16:30 Uhr
ALSERGRUND
mit Dieter Hecht, Treffpunkt: 9., Universitätsstraße 10, Kosten: 10 Euro
Was verbindet Gertrud Bodenwieser, Erica Morini und Serafine Rosenberg? Sie waren Jüdinnen, die im 9. Bezirk wohnten bzw. wirkten und 1938 vom NS-Regime verfolgt, vertrieben und zum Teil ermordet wurden. Auf dem Rundgang durch den 9. Bezirk sollen exemplarisch einzelne Frauenschicksale näher beleuchtet und topografisch im Bezirk verortet werden.
Exkursion buchen: www.vhs.at/de/k/288623366
Weitere Termine dieser Reihe siehe hier.
Aus der Reihe VHS-Veranstaltungen zum 8. März – Internationaler Frauentag:
Powerfrauen in und aus Simmering
In Kooperation mit dem Bezirksmuseum Simmering
Termin: Mi, 08.03.2023 | 18:30 – 20:00 Uhr
Kursort: VHS Simmering, Gottschalkgasse 10, 1110 Wien
Ein Streifzug in Wort und Bild durch die Biografien von Simmeringer Frauen wie Metallbildhauerin Angela Stadtherr, Opernstar Antonia Lautenschläger und KZ-Überlebende Rosa Jochmann.
Vortrag mit Petra Leban & Johannes Hradecky
Anmeldung: www.vhs.at/de/k/281632343
Zum internationalen Frauentag am 8. März 2023 lädt wohnpartner Wien herzlich ins Burgkino zur Dokumentation Die Dohnal – Ein Dokumentarfilm von Sabine Derflinger inklusive Gesprächsrunde, Popcorn & Snacks ein.
Die österreichische Politikerin Johanna Dohnal war eine der ersten Feministinnen in einer europäischen Regierung, sie war Staatssekretärin und Frauenministerin.
Die Dokumentation DIE DOHNAL setzt der Ikone dieser österreichischen Politik ein Denkmal und schafft damit eine Identifikationsfigur für heutige und nachfolgende Generationen.
Wann: 8. März, 11:00–14:30 Uhr
Wo: Burgkino Wien
Die Teilnahme ist kostenlos. Um telefonische Anmeldung unter 01÷24503−21083 wird gebeten.
Sujet © wohnpartner Wien
Workshop: Writing Women’s Lives: Feminist Autoethnography and Oral History
March 29, 2023, 5:00 pm – 7:30 pm, CEU, Quellenstraße 51 (room: A‑516), 1100 Wien
Organised by the Political, Legal, and Moral Philosophy research group (POLEMO) and the South/South Movement, in cooperation with CEU Community Engagement Office and the Department of Gender Studies at Central European University
The interactive workshop will explore the place of autoethnography within the tradition of feminist narrative writing. Narrative „writing the self“ has long been recognized as an important method for feminists. Autoethnography draws upon a social scientific tradition to approach and understand embodied events and emotions that represent wider cultural trends and meanings. With a focus on how narrative emphasizes a plurality of truths and embodied realities, the speakers will explore how narrative methods open up a way of understanding of personal experiences „beyond specific historical contexts or shifting relations of power and inequalities“ (Bell, 2000: 139).
Langauge: English
Roundtable: Cosmopolitan Gender Justice: Gendering (In)equalities in Theory and Praxis
March 8, 2023, 2:15 pm – 4:00 pm, CEU, Quellenstraße 51 (room: D‑001), 1100 Wien
Organised by the Political, Legal, and Moral Philosophy research group (POLEMO) and the South/South Movement, in cooperation with CEU Community Engagement Office and the Department of Gender Studies at Central European University
On this year’s International Women’s Day 2023, we cordially invite feminist scholars and activists from various disciplines and institutions to participate in an interdisciplinary roundtable, to engage and reflect with us about scholarly and political discourses on cosmopolitan gender justice in academia and beyond.
Language: English
The Central European University will have several events around the International Women’s day:
Panel: Feminisms, Coloniality and Rights
Tuesday, March 7, 2023, 12:30 pm – 2:00 pm, CEU, Quellenstraße 51 (room: D‑318), 1100 Wien
Organised by the CEU Department of Legal Studies.
The panel will critically explore the interaction between feminism and coloniality, focusing on issues related to citizenship, border regimes, and gender in Europe and Latin America.
Language: English
8.März 2023, 07:00 – 24:00
Radio ORANGE 94.0 widmet sich am 8. März mit einem ganztägigen Spezialprogramm dem Leben, Schaffen, den Kämpfen und Rechten von Frauen und genderqueeren Menschen und spiegelt dabei eine Bandbreite unterschiedlicher Feminismen wider. Das gesamte Schwerpunktprogramm zum feministischen Kampftag ist auf ORANGE 94.0 zu hören und als Podcast verfügbar – Details siehe https://o94.at/programm/uebersicht?datum=2022–03-08
Pressekonferenz: Frauenpolitik im Tiefschlaf
7. März 2023, von 8.30 – 9.30 Uhr vor dem Parlament, Dr. Karl-Renner-Ring 3
Am Internationalen Frauentag gibt es in Österreich nichts zu feiern: Die Situation von Frauen wird immer prekärer. Die enorm hohe Inflation belastet sie besonders, der Frauengesundheitsbericht zeichnet ein besorgniserregendes Bild von der Gesundheit von Frauen. Auch die Anhebung des Pensionsantrittsalters steht unmittelbar bevor – während Frauen in den zentralen Lebensbereichen längst nicht Männern gleichgestellt sind. Frauen sind weitaus stärker von Altersarmut betroffen, nicht einmal ein Fünftel aller Frauen hat Zugang zum Familienbonus+, die Unterhaltsgarantie ist in weiter Ferne und auch der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung fehlt nach wie vor.
Zwar sollen Frauen stärker am Arbeitsmarkt partizipieren und in Vollzeit statt in Teilzeit arbeiten, die Regierung ist jedoch nicht bereit, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Indes nimmt Gewalt gegen Frauen in einem unerträglichen Ausmaß zu. Die Liste ist lang, der Backlash für Frauen ist mehr als spürbar. Es muss also endlich Politik für die Frauen gemacht werden!
Der Österreichische Frauenring lädt anlässlich des Internationalen Frauentages 2023 zur öffentlichen Pressekonferenz ein.
Rednerinnen:
Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings
Andrea Czak, Geschäftsführende Obfrau des Vereins Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A
Eva-Maria Holzleitner, Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses
Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Medienvertreter*innen sind herzlich willkommen!
Die Geschichte des Schwangerschaftsabbruches in Österreich
Ein Film von Susanne Riegler
Ö 2012, 65 min.
Aufklärung ist ein Tabu. Verhütung ist ein Tabu. Schwangerschaftsabbruch ist ein Tabu. Worüber wird dann überhaupt noch geredet?
In Österreich ist Sexualerziehung seit 1970 im Schulunterricht verankert. Faktum aber ist, dass er kaum stattfindet. Umfragen unter SchulabgängerInnen bestätigen daher immer wieder, dass die Jugendlichen nur lückenhaft über Sexualität, Fortpflanzung und Verhütungsmethoden Bescheid wissen. Ein heißes gesellschaftspolitisches Eisen ist auch das Thema „Verhütung auf Krankenschein“. Während das in fast allen westeuropäischen Ländern Standard ist, muss in Österreich jede Frau/jedes Paar selbst dafür aufkommen.
Obwohl der Abbruch einer ungewollten Schwangerschaft seit 1975 in Österreich unter gewissen Bedingungen straffrei ist, wird auch dieses Thema tabuisiert. Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden, geraten nach wie vor unter moralischen und sozialen Druck. Sie müssen – da es immer weniger Spitäler gibt, die einen Abbruch vornehmen – oft lange Anreisen auf sich nehmen und nicht wenig dafür bezahlen, während in vielen europäischen Ländern die Kosten vollständig oder großteils von den Krankenkassen übernommen werden.
Basierend auf ExpertInnen-Interviews, Erzählungen von Zeitzeuginnen, historischem Bildmaterial, Gerichtsurteilen u.v.m. fragt der Film: Warum ist das so? Ist es der lange Arm der Kaiserin der noch immer nach uns greift?
Im Anschluss an den Film findet ein Publikumsgespräch mit der Filmemacherin Susanne Riegler und einer Aktivistin von Pro Choice Austria statt.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der Österreichischen Gesellschaft für Psychosomatik in der Gynäkologie und Geburtshilfe, Pro Choice Austria und dem Stadtkino Wien.
Trailer: http://www.derlangearmderkaiserin.at
Ticketlink: https://cine.ntry.at/s/13565187
Führung durch die Ausstellung mit Kurator Stefan Benedik
Der Rundgang durch die Ausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918 lädt zur gemeinsamen Diskussion von zentralen Fragen der Gegenwart ein – und dazu, ihre Spuren zurück in die Vergangenheit zu verfolgen. Warum wird sehr häufig Migration erwähnt, wenn über Gewalt in der Familie gesprochen wird und was hatte eine Schwarze Motorradfahrerin in den Dreißigerjahren dazu zu sagen? Wie können Safe Spaces aussehen und welche Ideen haben Bilderbücher vor hundert Jahren dazu verbreitet? Was hat das Recht auf Abtreibung mit sexueller Gewalt gegen Frauen im Nationalsozialismus zu tun? Wie wehren sich 24-Stunden-Betreuer*innen heute gegen Übergriffe im privaten Raum und inwiefern zeigen sie damit, dass ein Versprechen bei der Gründung der Republik immer noch nicht eingelöst wurde?
Die Diskussion geht dabei von außergewöhnlichen Objekten aus der Sammlung des Hauses der Geschichte Österreich aus: ein Schal vom Protest gegen Femizide ist genauso darunter wie ein Brettspiel und jener Text, der das Ausleben von Geschlechtsidentität besonders schützt (und das schon seit 53 Jahren).
Die Führung findet anlässlich der Inszenierung DU HERBERT des Schauspielhaus Wien statt und kann auch unabhängig vom Theaterstück besucht werden. Reservierung erforderlich.
Dauer: ca. eineinhalb Stunden
Führungspauschale: € 4 / ermäßigt € 3 pro Person zzgl. Eintritt
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl. Sie erhalten Tickets an der Museumskassa.
Reservierung hier.