Ausstellungsbesuch mit Diskussion am Freitag, 20. Februar 2026, 15:00 Uhr
Architektur war lange eine treibende Kraft für Innovation und Wachstum und ist dabei zur Materialisierung des globalen Kapitals geworden. Weltweit werden natürliche Ressourcen und Arbeitskräfte ausgebeutet; gleichzeitig können sich viele Menschen ihre Wohnungen nicht mehr leisten. Das Werk der in Indien geborenen Architektin Anupama Kundoo steht exemplarisch für eine andere Art von Architektur. Mit lokalen Ressourcen entwirft Kundoo Gebäude von außerordentlicher Schönheit, die Sorge tragen für die Bedürfnisse von Mensch und Planet. Im Anschluss gibt es Raum zur gemeinsamen Diskussion der Ausstellung. Mehr Informationen hier.
Der Eintritt ab 10 Teilnehmerinnen (9€/P.) ist eigenständig zu übernehmen, die Kosten für die Führung übernimmt die Frauenhetz. Max. 15 Teilnehmerinnen.
Anmeldungen bis Donnerstag, 12. Februar 2026, 15:00 Uhr an pr@frauenhetz.at
Ort: Architekturzentrum Wien, Museumsplatz 1 im MQ, 1070 Wien
„Was hat Feminismus mit der Klimakrise zu tun?“
Leitung: Birgit Mayerhofer und Julia Scharinger
27.1.2026, 17:00 – 20:00 Uhr, in der VHS Ottakring, Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien Anmeldung wird erbeten unter https://www.vhs.at
Je nach Geschlecht, Herkunft, Einkommen oder Wohnort sind Menschen unterschiedlich von der Klimakrise betroffen und haben ungleiche Handlungsmöglichkeiten.
In diesem Workshop beleuchten wir feministische Perspektiven auf die Klimakrise: Wir analysieren, wie Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz zusammenhängen, entdecken große und kleine Lösungsansätze – und fragen uns: Was können wir konkret tun?
Zu den Referent*innen:
Birgit Mayerhofer hat Pädagogik studiert und eine umfassende Ausbildung im Bereich Konfliktbewältigung und Friedensarbeit; sie hat sich intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Klimakrise und Konflikten beschäftigt. Sie hat über 10 Jahre Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in verschiedenen Organisationen und Funktionen.
Julia Scharinger hat Politikwissenschaften und Development Studies studiert. Sie ist eine Spezialistin für Gender und Konflikttransformation und hat über 10 Jahre Erfahrung in der Unterstützung von Menschenrechtsverteidiger*innen und feministischen Bewegungen in Konflikt- und Krisenkontexten.
Gemeinsam sind Birgit Mayerhofer und Julia Scharinger als Konsulentinnen von transverse tätig.
Der Workshop wird durch die österreichische Gesellschaft für politische Bildung und International Partnership Austria gefördert.
aus der Reihe feminismen diskutieren am Freitag, 16. Jänner 2026, 18:00 Uhr
mit Viktoria Čaržavec (Politikwissenschafterin, München)
Ändert ein Adjektiv die Politik eines Ministeriums? Das deutsche Auswärtige Amt und das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben beim Regierungsantritt 2021 eine feministische Ausrichtung ihrer Politik angekündigt. Im März 2023 haben sie dann ihre entsprechenden Leitlinien vorgestellt. Doch kann eine feministische Entwicklungspolitik des BMZ tatsächlich zu strukturellen Veränderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit führen oder schreibt sie bestehende eurozentrische und neokoloniale Strukturen fort?
Moderation: tba (VfW)
Ort: Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien Die Veranstaltung ist für alle.
Vortrag auch per Zoom bei Anmeldung bis Donnerstag, 15. Jänner 2026, 12:00 Uhr, an pr@frauenhetz.at
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen (VfW) und der Frauen*solidarität
Vortrag am Donnerstag, 15. Jänner 2026, 18:00 Uhr
mit Muzayen Al-Youssef (Redakteurin beim Standard) und Heidi Sequenz (Politikerin)
In ihrem Reisebericht erzählen die Journalistin Muzayen Al-Youssef und die Politikerin Heidi Sequenz von einer Delegation der linken feministischen Organisationen im Nordosten Syriens. Die Veranstaltung gibt Einblicke in den Alltag in einer Region, die hierzulande häufig entweder romantisiert oder komplett ignoriert wird – ein Ort, der in unseren Köpfen zwischen feministischer Utopie, politischem Mythos und medialem Schweigen oszilliert, während vor Ort ein realer, alltäglicher Kampf ums Überleben und um Selbstbestimmung geführt wird. Und es geht um die große Frage: Was müssen wir eigentlich noch alles machen, damit eine andere Welt möglich wird – und zwar nicht nur theoretisch, sondern praktisch? Ein Abend über Neugier, Widersprüche, Widerstand, über ein bisschen Übermut und über feministische Solidarität.
Moderation: Alex Enderle Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Fortsetzung der Reihe Räume der feministischen Dekolonisierung In Kooperation mit der Frauen*solidarität
Vortrag mit Diskussion am Dienstag, 13. Jänner 2026, 18:00 Uhr
mit Irene Brickner (Journalistin beim STANDARD mit Schwerpunkt Menschen‑, Asyl- und Fremdenrecht)
Das im Dezember beschlossene Kopftuchverbot für Schüler:innen bis 14 Jahre wird von Befürworter:innen als notwendiger Schutz vor sozialem und familiärem Druck gerechtfertigt – der jedoch auch vor Strafen nicht zurückschreckt. Bei näherer Betrachtung stehen dahinter eine Reihe einander widersprechender Interessen, wie: Integrationsbemühungen versus Zwangsausübung; Gleichbehandlung versus Verbot einer einzelnen religiösen Ausdrucksform; Freiheitsstreben versus Religion und Traditionen. Ziel der Veranstaltung ist die Abwägung dieser Argumente mittels inhaltlichen Input und Diskussion.
Moderation: Irmtraud Voglmayr Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Die Veranstaltung ist für alle. Eintritt frei.